Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 19 von 19

Thema: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

  1. #11
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    34.004

    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Zitat Zitat von Thanee Beitrag anzeigen
    Ein herzliches Hallo an alle,

    und vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
    Ich muss mich zuerst mal entschuldigen, dass ich mit der Antwort so lange gebraucht habe, aber eines der neuen, aktuellen Probleme ist, dass ich zeitweise ziemlich neben mir stehe und dann keinen geraden Satz denken kann, also auch nicht wirklich sinnvoll antworten hätte können .

    Kein Problem -> dzt. knapp 84 kg.

    .
    An sich hätten wir dir in etwa eine Anfangs-/Einstiegsdosis von 1,6-1,7 mcg/Kg nahegelegt. Leicht abgerundet wäre das schon so um 125 LT gewesen, allerdings sind Operierte keine Maschinen, manche brauchen mehr und manche weniger als diese gewichtsbasierte Ungefähr-Schätzung, von der man weiß, dass es eine grobe Schätzung ist. Das heißt, 125 bei TSH 0,1 bei entsprechenden ÜF-Symptomen kann schon bedeuten, dass das für dich zu viel ist (je höher das Gewicht, umso eher kann es passieren, dass die gewichtsbasierte Dosis nach unten angepasst werden muss, weil nämlich nicht die "Gesamtmasse" sonder die Muskelmasse zählt, die kann man allerdings schlecht wiegen). Du wirst also wenn nicht bei 125 LT, dann irgendwo leicht darunter liegen. Das Problem ist nur, dass nach 2 Wochen die Werte hierüber noch nichts Zuverlässiges aussagen - mindestens 6, lieber 8 Wochen sind dazu nötig. Mit einer total unpassenden Dosis wartet man natürlich nicht ganz so lange, aber je näher du der Dosis kommst, umso mehr gilt auch für dich: die Werte sind unter 6 Wochen noch nicht "angekommen"! Dass du LT am Kontrolltag nach der Blutabnahme nehmen sollst, weißt du wahrscheinlich und wissen sollst du dabei auch: Das sind deine Tiefstwerte, eben vor Einnahme des LT.


    Der TSH Wert mit 0,10 waren für mich eher die Bestätigung für die Symptome, die ich in den letzten Tagen – wieder - beobachtet habe. Ich hatte die letzten 12 Monate vor der OP mehr oder weniger permanent eine Überfunktion mit zeitweise nicht mehr messbarem TSH. Die damaligen Symptome wie z.B. Herzklopfen, verringertem Schlaf, nächtlichen Muskelkrämpfe sind jetzt seit einigen Tagen – neben den anderen oben beschriebenen Symptomen auch aufgetreten. Deswegen bin ich auch aus eigenem Antrieb zur Blutabnahme gegangen, weil mir die Symptome so bekannt vorkamen.
    Da hast du wohl richtig gehandelt, sonst s. oben. Das TSH ist nicht ab ovo falsch anzeigend, zusammen mit den Symptomen und wohl wissend, dass du davor 14 hattest, ist deine Interpretation schon völlig OK.

    Nicht abwesend, Panna. Es gibt keine. Zumindest keine für Normalsterbliche. Auf die Frage an meinen Hausarzt, ob er einen guten Endokrinologen weiß, nannte er mir Nuklearmediziner. Ich überlege, ob ich mir einen Privatarzt leisten soll. Nur weiß ich ja auch nicht, welcher da wirklich was von der Endokrinologie versteht.
    Man braucht keinen Endokrinologen, ein halbwegs passender Nuk tut es mindestens so gut, wenn er gut ist - der Endo passt auch nur, wenn er gut ist. Die Güte-Chancen sind bei Endos nicht unbedingt besser als bei Nuks ... das Basiswissen für deine Dosierung hast du ja bereits, ich ergänze damit, dass mit 25-er-Tabletten sich passende Zwischendosierungen bauen lassen - in 6,25-er-Schritten, und damit weißt du im Prinzip alles, zumindest über die Dosierung, was du brauchst.


    Dazu wurde mir auf der Nuklearmedizin unseres Klinikums (also da wo unsere Schilddrüsenexperten beheimatet sind) erklärt, dass dies gemacht werde um zu schauen, ob alles raus ist oder ob noch Restgewebe verblieben ist. Ist das nicht üblich?
    Postoperative Szinti ist für mich Geldbeschaffungsmaßnahme, weil nämlich im OP-Bericht sehr genau die Größe des Restgewebes stehen muss! und Papier ist weniger invasiv als Strahlung.

    Es tut mir leid, dass du nicht vor der OP hierhin gekommen bist, das hätte dir all das, was dir im Dezember widerfahren ist, ersparen können.

    Ich bin mir nicht sicher, dass dir 100 reichen werden - man weiß es aber nie, Klaus, um 100 Kg, mal leicht darüber, mal leicht darunter, nimmt 100. Andere aber viel mehr. 62,5 war lächerlich - man hat dich umsonst gequält (falls deine OP eine Total-OP war), wie man es am TSH sieht. Dann 125, zu viel, dann hast du Anfang Januar wieder 2 Tage auf die Hälfte gegangen ... zu viel Hauruck-Aktion. Ich kann dir jetzt nur sagen: Leider werden die Werte unter 100 LT erst nach 6 Wochen aussagefähig - wenn es dir schlecht gehen sollte, geh nach 4 Wochen und zeig uns das Ergebnis - und beschaffe dir 25-er-Tabletten. Dein Befinden wird länger brauchen als die Blutwerte, übrigens, erst recht nach diesem Höllentanz.

  2. #12
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
    Registriert seit
    05.07.05
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    11.930

    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    ich bin bei einem Gewicht von 80kg mit 150µg LT eingestiegen und habe damit eine Punktlandung hingelegt. Ich nehme die 150µg seit 2010 und habe noch etwas T3 drauf gelegt.
    lG Karin

  3. #13
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    05.07.09
    Beiträge
    1.597

    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Ich bekam sofort eine Dosis 2µg/Kg => 125µg

    diese nahm ich 15 jahre lang mit gutem Wohlbefinden

    aber ich nahm zu der Zeit auch noch die Pille , die ja bei Einigen etwas reduzierend wirkt

    ohne Pille mit Mono T4 waren es dann 100µg bei gleichem Gewicht => Befinden :gut

    Heute bei gleichem Gewicht T4 => 93,75µg + 7,5µg T3
    Befinden: Bestens

  4. #14
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    26.12.17
    Ort
    Österreich
    Beiträge
    5

    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    An sich hätten wir dir in etwa eine Anfangs-/Einstiegsdosis von 1,6-1,7 mcg/Kg nahegelegt
    Wäre das auch der Berechnungsmodus, wenn sich mein Gewicht verändert? Hatte nämlich immer wieder Gewichtsschwankungen von 10-15 kg und da müsste ich ja dann die Dosis auch neu anpassen.

    Dass du LT am Kontrolltag nach der Blutabnahme nehmen sollst, weißt du wahrscheinlich und wissen sollst du dabei auch: Das sind deine Tiefstwerte, eben vor Einnahme des LT.
    Prinzipiell ist es mir bekannt. Allerdings nehme ich mein LT am Abend (meist zwischen 20:00-22:00, je nachdem, ob ich daheim oder unterwegs bin). Die Blutabnahmen sind aber in aller Regel morgens 8:00. Das sind ja dann nicht die Tiefstwerte. Inwieweit ist das zu berücksichtigen? Oder soll ich das LT dann am Vorabend der Blutabnahme gar nicht nehmen?

    Es tut mir leid, dass du nicht vor der OP hierhin gekommen bist, das hätte dir all das, was dir im Dezember widerfahren ist, ersparen können.
    Ja, das tut mir auch leid Ich hatte keine Ahnung, dass es solch ein Forum gibt und keine Ahnung, dass man mit soviel Hilflosigkeit bei den Ärzten konfrontiert ist.

    Ich kann dir jetzt nur sagen: Leider werden die Werte unter 100 LT erst nach 6 Wochen aussagefähig - wenn es dir schlecht gehen sollte, geh nach 4 Wochen und zeig uns das Ergebnis - und beschaffe dir 25-er-Tabletten. Dein Befinden wird länger brauchen als die Blutwerte, übrigens, erst recht nach diesem Höllentanz.
    OK – das ist eine klare Ansage. Danke 😊
    Ich werde berichten

    @ KarinE + endaksi: danke für Euer post – ist sehr hilfreich, die Bandbreite des Möglichen zu sehen 😊

  5. #15
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    30.01.06
    Beiträge
    1.469

    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Wäre das auch der Berechnungsmodus, wenn sich mein Gewicht verändert? Hatte nämlich immer wieder Gewichtsschwankungen von 10-15 kg und da müsste ich ja dann die Dosis auch neu anpassen.
    Nein. Sobald du deine individuell passende Dosis hast, passt du nur dann an, wenn Werte und Befinden es nahelegen. Und dann nicht nach Berechnung, sondern von deinen Werten und bisheriger Dosis ausgehend.
    Gewichtsveränderung KANN, muss aber nicht zu Änderung des Bedarfs an SD-Hormonen führen.

  6. #16
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    26.12.17
    Ort
    Österreich
    Beiträge
    5

    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Hallo allseits,

    ich bin heute etwas ratlos, vielleicht könnt ihr mir helfen.

    War gestern bei der BE, auch weil ich seit ca. 1 Woche, im Tagesverlauf zunehmend, ein starkes Globusgefühl habe. Hatte dazwischen zwei, drei Tage, wo ich mich wieder fit genug für die Arbeit fühlte und die Rückkehr an den Arbeitsplatz plante. Das hat sich aber gewandelt und ich bin wieder - speziell am Vormittag - schwindelig, Kopfweh und sehr schnell von Reizen überflutet (= ganz unbrauchbar in meinem Job, der viel Flexibilität und Kontakt mit vielen Menschen erfordert).

    BE 23.01.2018 (Internist)
    fT4:........1.49 ng/dl (0.95-1.70)
    fT3:....... 4.4 pmol/l (3.1-6.8)
    TSH:...... 0.09 µU/ml (0.50-4.20)

    Aktuell ist das TSH unverändert im Überfunktionsbereich, fT3 + fT4 im Normbereich, daher hat mir mein Internist empfohlen, die Dosis nochmals dezent zu reduzieren bzw. einen Tag pro Woche zu pausieren und in 2 Wochen neuerlich die Werte zu kontrollieren.

    Hier im Forum wird aber immer wieder davon abgeraten, in der Einstellungsphase zu rasch die Dosis zu verändern. Wenn doch, würde es dann Sinn machen, an einem Tag gar kein LT zu nehmen oder wäre eine tägliche Minimalreduktion besser? Oder weiter mit Thyrex 100 durchhalten bis zur nächsten BE, weil die sechs Wochen mit 100 LT ja noch lange nicht rum sind?

    Ist es normal, dass man zwischendrin so gute Tage hat und dann wieder zurückfällt? Es ist etwas entmutigend, wenn ich in den anderen Threads lese, dass es den meisten nach 2-3 Wochen wieder gut ging und sie wieder arbeiten konnten…..
    Geändert von Thanee (24.01.18 um 19:19 Uhr)

  7. #17
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    09.10.07
    Ort
    PLZ 63xxx
    Beiträge
    2.106

    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Durchhalten!

    Du nimmst seit ca. zwei Wochen 100, probier noch vier Wochen auszuhalten.
    Du warst erst zu niedrig eingestellt, dann hast Du mit der Verdoppelung auf 125
    vermutlich über die Stänge geschlagen.

    Symptome kommen häufig zeitverzögert. Man kann daher nicht sagen, ob die
    Beschwerden noch der "Kater" von der Unterdosierung sind oder ob es an der
    möglicherweise zu hohen Dosis lag. Deine Werte sind noch nicht interpretierbar,
    da sich noch kein Gleichgewicht der Hormone eingestellt haben kann nach
    den zwei Wochen.

    Im Moment gehst Du ja mit den 100 einen Mittelweg. Aber Du solltest erst mal
    die Werte in vier Wochen abwarten und dann erst herlegen, ob Du noch was
    verändern möchtest.

    Du hattest aber mal zwischendurch ein paar gute Tage, vielleicht sind die jetzigen
    Beschwerden auch vorübergehend. Abwarten hilft oft mehr als voreiliges Agieren.
    Die Werte müssen sich unter 100 erst einpendeln, um sie einschätzen zu können.

  8. #18
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    30.01.06
    Beiträge
    1.469

    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Das hat sich aber gewandelt und ich bin wieder - speziell am Vormittag - schwindelig, Kopfweh und sehr schnell von Reizen überflutet
    Sind das Symptome, die du als ÜF-Symptome kennst? Davon würde ich die weitere Vorgangsweise abhängig machen.

    Nur mal kurz zum Verständnis:
    Du hast genommen:
    62,5µg für 10 Tage
    125µg für ca. 3 Wochen
    100µg für ca. 2 Wochen
    Richtig so?

    Wir haben leider keinen Endokrinologen in unserer Stadt, die Pat. werden zu den Nuklearmedizinern nach der OP geschickt.
    In Ö sind üblicherweise sowieso nur die Nuks die Zuständigen für SD-Angelegenheiten, das ist anders als in D.

  9. #19
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    26.12.17
    Ort
    Österreich
    Beiträge
    5

    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    @ Flamme:

    Sind das Symptome, die du als ÜF- Symptome kennst? Davon würde ich die weitere Vorgangsweise abhängig machen.
    Nein, ich habe das letzte Jahr vor OP immer wieder ÜF gehabt, aber diese Symptome hatte ich nie.
    Diese Symptome treten 40 min nach Tbl.einahme auf (deshalb nehme ich das LT auch abends) und verschwinden mittlerweile so gegen Mittag.

    Nur mal kurz zum Verständnis:
    Du hast genommen:
    62,5µg für 10 Tage
    125µg für ca. 3 Wochen
    100µg für ca. 2 Wochen
    Richtig so?
    Korrekt.

    In Ö sind üblicherweise sowieso nur die Nuks die Zuständigen für SD-Angelegenheiten, das ist anders als in D.
    Gibt es irgendwo zwischen Salzburg und München einen empfehlbaren Endokrinologen? Hier sind die Nuk`s nur in der Klinik und da bekommt man nur alle 3 Monate einen Termin.

    @ Katrichen

    danke für den Zuspruch - tut gut

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •