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Thema: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

  1. #1
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    Standard Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Ich hatte am 6.12.2017 eine Near-Total Thyreoidektomie, komplikationslos.
    Ab 8.12 Med.-Beginn mit Euthyrox 125 ½-0-0
    ->Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit, etc. ganztägig, beginnend 40 min nach Einnahme,
    auch bei Splitting oder abendlicher Einnahme.

    Umstellung 19.12.2017 auf Thyrex 125 0-0-1 (abds. damit ich zumindest einen großen Teil der NW verschlafen kann)
    -> Kopfschmerz zeitweise, über den Tag verteilt,
    Konzentrationsschwäche, Reizüberflutung,
    Schwindel + Müdigkeit bis mittags,
    nachmittags/abends Völlegefühl mit Aufstoßen, starkes Globusgefühl.

    Gesammelte Blutwerte sind im Profil zu finden (leider bislang ohne fT3)

    Wir haben leider keinen Endokrinologen in unserer Stadt, die Pat. werden zu den Nuklearmedizinern nach der OP geschickt. Bei der postoperativen NuklMed-Ko am 18.12. (TSH 14,02, Ref. 0,50-4,20, fT4 0,77 ng/dl Ref.0,93-1,70) wurde mir erklärt, dass 99 % der Pat. Euthyrox od Thyrex problemlos vertragen und eine Blut-Ko in 6 Wochen beim niedergelassenen Arzt empfohlen.

    Habe allerdings bereits nach gut 2 Wochen wieder die altvertrauten Symptome der Überfunktion an mir bemerkt und in einem kl. Labor eine Freundin gebeten, das TSH anzuschauen (fT3+fT4 sind dort leider nicht möglich). TSH am 5.1. 2018 wie erwartet sehr niedrig -> 0.10 µg/ml (Ref. 0,27-4,20). Ich bin also heute bei meinem niedergelassenen Internisten früher als vereinbart erschienen und er hat mir Thyrex 100 verschrieben. Ko in 2 Wo – diesmal auf meinen Wunsch mit fT3+fT4. Er ist sehr bemüht, aber auf meine Nachfrage, was er von einer zusätzlichen T3-Gabe zur Verringerung der Beschwerden hält, kam nur ein großes Fragezeichen.

    Jetzt meine eigentliche Frage: Muss ich Körper + Med noch Zeit geben um zusammenzufinden? Wenn ja -wie lange? Oder kann man schon versuchen mit zusätzlicher T3 Gabe die Beschwerden ev. zu verringern? Ich bin dzt. nicht arbeitsfähig und werde von allen Seiten gefragt, wie lange es noch dauern wird.
    Geändert von Thanee (08.01.18 um 19:16 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Liebe T.
    Es dauert leider Monate, bis man das weiss. Und Thybon ist ja keine Standard Medikation. Die meisten Ärzte kennen es nicht.
    Ich persönlich kenne ca 10 operierte und alle fahren besser mit 10, 15 oder 20 Thybon. Über den Tag gebröselt und acjtelweise eingeschlichen. Ich persönlich denke, man kann sich die Quälerei ersparen.
    Aber es soll ja auch viele Menschen geben, die mit t4 allein klarkommen. Ich kenn keinen mit Schilddrüse weniger als 4 ml Volumen, auf den das zutrifft. Aber es ist keine grosse Stichprobe.
    Dass der tsh jetzt so niedrig ist, sagt ja nur, dass dein Hirn von deiner nicht mehr existrnten sd an dem Tag nichts zusätzlich möchte. Das ist nach op ok. Eine Überdosierung liegt vor, wenn die freien Werte über der Norm sind. Gefühlt kann das aber natürlich auch schon früher der Fall sein.
    Mir ging es lang übel und ich hatte viel recherchiert. Mir fielen Umfragen hier auf, in denen ca 60 % der Befragten sich mit freien Werten im mittleren Drittel wohl fühlen. Das würde ich als erstes ansteuern. Das geht nicht ohne ft4 und ft3! Du musst also auf jeden Fall einen Arzt haben, der kooperativ ist.
    Ich konnte das Wort Geduld irheneann nicht mehr hören.
    Aber versuch es. Versuch den Gesunden zu erklären, was dss für einen Körper bedeutet, ohne sd zu sein. Deine Beschwerden klingen für mich nach üd oder ud ... da ist eine Dosisempfehlung schwierig. Vrstopfung ist eher low t3 bei vielen. Ich würd dringend ft3 und ft4 abwarten vor Dosisänderungen.
    Lg und gute Besserung!
    Geändert von Schnarchkatze (08.01.18 um 19:47 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Hallo Thanee,

    Ab 8.12 Med.-Beginn mit Euthyrox 125 ½-0-0
    Unhöflicher Einstieg: Was ist dein Körpergewicht?

    Man kann damit so ungefähr und grob die Anfangsdosis schätzen.

    Bei egal welcher Dosis dauert es mindestens 6 Wochen, bis die Dosis sich in den Werten halbwegs zuverlässig zeigt. Die Sache mit dem Befinden dauert länger.

    Was T3 angeht:

    Hier im Forum gibt es Operierte, die ohne T3 gut zurechtkommen und welche, die T3 nehmen. Ob für dich T3 oder nicht: Die Frage stellst du schlicht viel zu früh.

    Auf Umfragen im Forum würde ich nicht viel geben, was deine individuelle Dosis angeht. Die allermeisten Operierten verlassen das Forum und nehmen an keiner Umfrage Teil ;-) - und die allermeisten Operierten sind sowieso nicht im Forum. Aber selbst dann, wenn die Mehrheit sich mit xxx Dosis im yyy-Abschnitt des Referenzbereichs gut fühlt: Für dich als Individuum sagt das gar nichts aus, das ist nun mal auch bei guten Statistiken der Fall.

    Also, zurück zur Sofaecke: Dein Gewicht?

  4. #4
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    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Hallo Thanee,

    Meiner Ansicht nach bist Du mit einer viel zu niedrigen Dosis eingestiegen.
    62,5 passt für jemanden, der zwischen 31 und 42 kg wiegt.
    Dein Arzt meinte wohl, dass man einschleichen muss.

    Deine Symptome halte ich eher für Unterfunktionssymptome wegen der zu
    niedrigen Einstiegsdosis. Der Wechsel des Präparats hat eher noch mehr Unruhe
    reingebracht und hilft nicht, zu einer stabilen Einstellung zu kommen.

    Nach der OP muss man sofort mit einer ausreichenden Dosis beginnen,
    weil ja kein SD-Gewebe mehr da ist, das Hormone produzieren kann.
    Und somit ergibt sich logischerweise, dass die fehlenden Hormone ab dem
    Tag nach der OP in ausreichender Menge von außen zugeführt werden müssen.

    Über Thybon brauchst Du Dir erst mal keine Gedanken zu machen, wichtiger ist,
    dass Du erst mal sechs bis acht Wochen lang eine rechnerisch passendere Dosis
    nimmst.

    Viele, die erst mal zu niedrig eingestiegen sind, haben ziemliche Probleme mit
    Symptomen, wenn sie dann steigern.

    ÜF- und UF-Symptome können sich sehr ähneln, daher würde ich erst mal einfach
    davon ausgehen, dass die Dosierung nicht passt, solange irgendwelche Symptome
    wahrnehmbar sind. In welche Richtung Du nachjustieren musst, ergibt sich aus Deinem
    Gewicht und den Werten, die nach einer sechs- bis achtwöchigen konstanten Einnahme
    ermittelt werden. Dazu müsstest Du aber eine passende Dosis über diesen Zeitraum
    nehmen.

    Vielleicht sind das sogar 125. Häufig zeigen sich Symptome, wenn man steigert.
    Wenn die Steigerung aber nötig ist und vom Körper gebraucht wird, verringern sich
    die Symptome nach einiger Zeit. Du kannst also nicht unbedingt davon ausgehen,
    dass die 125 zu viel sind. Das richtet sich nach Deinem Gewicht.

    Operierte haben häufig mit einer guten Einstellung keinen nennenswerten TSH mehr.
    Daher sind die 0,10 nicht beunruhigend und müssen nicht auf eine Überdosierung
    hinweisen. Wenn die 125 vom Gewicht her passen, würde ich an Deiner Stelle sogar
    dabei bleiben und warten, ob die Symptome zurück gehen.
    Geändert von Kathrinchen (08.01.18 um 21:27 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Ich sehe gerade im Profil - mit 1/2 Thyrex 125 eingestiegen, und als dann die wohl unvermeidliche Unterfunktion da war, hat man großzügig gleich verdoppelt, was kostet die Welt ... und jetzt ein 25-er-Schritt nach unten, auf 100. Motto "irgendwas wird schon stimmen".

    Das mutet an, als wären sämtliche Schilddrüsenexperten in deiner Heimatstadt abwesend und irgend jemand experimentiert jetzt an dir in 60-er bzw. 25-er-Schritten. Einfach schrecklich.

    Und auch noch eine Szintigrafie nach OP ... was man entfernt hat und was nicht, müsste ja exakt im OP-Bericht stehen.

  6. #6
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    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Noch was:
    Dein Vitamin D ist weit unterhalb der Norm. Du solltest Dir von einem
    Arzt Dekristol verschreiben lassen, um den Mangel zu beheben,
    da sind 20.000 i.E. drin.

    Mit 1000 i.E. täglich, wie manche Ärzte es empfehlen, wirst Du nicht viel
    ausrichten können. 20.000 i.E. wöchentlich sollten es mindestens
    sein, eher sogar mehr. Daher ist es sinnvoll, um Dekristol zu bitten.

    Nur zum Vergleich:
    Ich hatte auch solch einen Mangel und nehme jetzt schon seit Jahren
    5000 i.E. täglich, also 35.000 i.E. wöchentlich. Damit liegt mein 25-OH-Vitamin D3
    genau in der Mitte des Normbereichs.

    @ Schnarchkatze

    .... , die mit t4 allein klarkommen. Ich kenn keinen mit Schilddrüse weniger als 4 ml Volumen, auf den das zutrifft. ...
    Doch, ich.
    Ich nehme seit der OP in 2013 nur T4 und komme damit wunderbar zurecht.
    Geändert von Kathrinchen (08.01.18 um 21:52 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Zitat Zitat von Kathrinchen Beitrag anzeigen
    Ich nehme seit der OP in 2013 nur T4 und komme damit wunderbar zurecht.
    ... wenn man jetzt noch dazu denkt, dass es in manchen Ländern T3 gar nicht gibt und Totaloperierte dennoch nicht alle miteinander auf dem Zahnfleisch kriechen ...

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Du warst nach der OP in einer manifesten UF. Das braucht Zeit, bis sich alles wieder einregelt.
    Dazu jetzt nach Deinem Körpergewicht eine sinnvolle Dosis Lt errechnen. Die stabil 6 Wochen stabil nehmen und wie Kathrinchen schon schrieb Vit D auffüllen.
    Nach den 6 Wochen dann ft3 und ft4 messen lassen und gucken, wo Du dann stehst.
    Ungeduld ist kein guter Begleiter bei der Hormoneinstellung.
    lG Karin

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von klausk
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    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Ich nehme seit der OP nur T4 und komme damit wunderbar zurecht.
    ich auch OP Okt 2015

  10. #10
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    Standard AW: Ab wann ist Versuch mit T3 sinnvoll?

    Ein herzliches Hallo an alle,

    und vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
    Ich muss mich zuerst mal entschuldigen, dass ich mit der Antwort so lange gebraucht habe, aber eines der neuen, aktuellen Probleme ist, dass ich zeitweise ziemlich neben mir stehe und dann keinen geraden Satz denken kann, also auch nicht wirklich sinnvoll antworten hätte können .

    Unhöflicher Einstieg: Was ist dein Körpergewicht?
    Kein Problem -> dzt. knapp 84 kg.

    Meiner Ansicht nach bist Du mit einer viel zu niedrigen Dosis eingestiegen.
    62,5 passt für jemanden, der zwischen 31 und 42 kg wiegt.
    Dein Arzt meinte wohl, dass man einschleichen muss.
    Genauso war es.

    Operierte haben häufig mit einer guten Einstellung keinen nennenswerten TSH mehr.
    Daher sind die 0,10 nicht beunruhigend und müssen nicht auf eine Überdosierung
    hinweisen.
    Der TSH Wert mit 0,10 waren für mich eher die Bestätigung für die Symptome, die ich in den letzten Tagen – wieder - beobachtet habe. Ich hatte die letzten 12 Monate vor der OP mehr oder weniger permanent eine Überfunktion mit zeitweise nicht mehr messbarem TSH. Die damaligen Symptome wie z.B. Herzklopfen, verringertem Schlaf, nächtlichen Muskelkrämpfe sind jetzt seit einigen Tagen – neben den anderen oben beschriebenen Symptomen auch aufgetreten. Deswegen bin ich auch aus eigenem Antrieb zur Blutabnahme gegangen, weil mir die Symptome so bekannt vorkamen.


    Das mutet an, als wären sämtliche Schilddrüsenexperten in deiner Heimatstadt abwesend und irgend jemand experimentiert jetzt an dir in 60-er bzw. 25-er-Schritten. Einfach schrecklich.
    Nicht abwesend, Panna. Es gibt keine. Zumindest keine für Normalsterbliche. Auf die Frage an meinen Hausarzt, ob er einen guten Endokrinologen weiß, nannte er mir Nuklearmediziner. Ich überlege, ob ich mir einen Privatarzt leisten soll. Nur weiß ich ja auch nicht, welcher da wirklich was von der Endokrinologie versteht. Nur weil jemand Privatarzt ist, heißt das ja nicht, dass er auch gut ist. Und egal welchen Arzt ich frage, gibt es nur ein ratloses Herumraten Und mein Internist tastet sich jetzt wirklich Schritt für Schritt heran. Er ist sehr bemüht und auch kooperativ, aber kennt sich besser im gastro-enterologischen Bereich aus.

    Und auch noch eine Szintigrafie nach OP ... was man entfernt hat und was nicht, müsste ja exakt im OP-Bericht stehen.
    Dazu wurde mir auf der Nuklearmedizin unseres Klinikums (also da wo unsere Schilddrüsenexperten beheimatet sind) erklärt, dass dies gemacht werde um zu schauen, ob alles raus ist oder ob noch Restgewebe verblieben ist. Ist das nicht üblich?


    Prinzipiell möchte ich sagen, dass ich meine Frage hier deshalb gestellt habe, weil ich mich echt mies fühle, ich diese Auswirkungen nicht geahnt hatte und mich auch keiner vorgewarnt hatte. Ich bin also total verunsichert, ob das normal ist und ich halt Geduld haben muss.

    Rundherum (sowohl von Ärzten als auch bereits Operierten) wird nur Erstaunen u. Ratlosigkeit gezeigt, dass ich diese Reaktionen zeige und in den Foren finde ich nur Anfragen von schon länger Geplagten, keine genaueren Aussagen/Berichte über die Einstellungszeit, was da “normal“ sein kann. Und nachdem ich ein Mensch bin, der Problemen gerne mit Aktivität begegnet, bin ich halt jetzt auf der Suche nach einer Lösung. Kann auch sein, dass die Lösung heißt "Aushalten und durchhalten" aber das versuche ich gerade herauszufinden. Und wenn’s etwas anderes gibt, dann finde ich das nur heraus, wenn ich frage .

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