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Thema: LT Reduzieren - Selbstexperiment

  1. #1
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    Cool LT Reduzieren - Selbstexperiment

    So, ich habe keine Lust mehr. Ich habe seit Wochen wieder Wassereinlagerungen am ganzen Körper und im Gesicht. Schlafe teilweise 10 Stunden am Tag, bin unglaublich müde und leide unter Stimmungsschwankungen. Ich wache morgens auf und bin völlig zerschlagen. Meine Arme schlafen nach wievor immer wieder nachts ein und alles tut weh. Diese Zustände kenne ich nur aus der Zeit vor LT, das alles verschwand schlagartig mit Einnahme meiner ersten 75µg Dosis und ging mit jeder Steigerung auch zuverlässig wieder weg. So lange, bis ich nach einigen Wochen, manchmal Monaten wieder steigern musste. Weshalb ich diese Symptome auch mit einer Unterversorgung in Verbindung bringe. Ich will aber nicht in alle Ewigkeit weiter steigern. Meine Werte waren immer im Referenzbereich. Erst mit den 225µg T4 und den 20µg T3 ist es mir überhaupt gelungen die freien Werte anzuheben.

    Ich habe mir am PC einen kleinen Code entworfen, mit dem ich zumindest die Dynamik des eingenommenen LT beschreiben kann. In der Vergangenheit habe ich das genutzt um Schwankungen in Dosisänderungen besser einschätzen zu können.

    Jetzt möchte ich es nutzen um langsam aber sicher meinen Ausstieg aus den Schilddrüsenhormonen zu planen. Mein gegenwärtiger Plan ist es in kleinen aber stetigen Schritten zu reduzieren. So, dass ich Änderungen im Befinden schnell auffangen kann, wenn ich merke, dass es mir schlechter gehen sollte.

    Das Ziel ist es von meiner jetzigen Dosis in 6,25er Schritten von 225µg LT auf etwa 150 - 170 µg zu senken und die Dosis dann eine Zeitlang zu halten um zu sehen, wann mein TSH wieder messbar wird. Bei 186µg T4 hatte ich das letzte Mal einen messbaren TSH. Primär geht es mir jetzt erst einmal darum meinen TSH wieder hervor zu locken. So lange der TSH supprimiert ist, kann der Körper keine Hormone herstellen. D.h. es ist zu erwarten, dass ich eine Zeitlang mit Hormonen unterversorgt sein werde, so lange bis mein Körper wieder TSH produziert. In der Literatur werden nach langer TSH supprimierender Hormongabe 3 - 6 - 12 Monate bis zur Erholung des TSH angegeben. Auf der Basis dieser Ungewissheit, senke ich langsam aber dennoch zügig, in der Hoffnung, dass sich im Verlauf der drei Monate meine Hypophyse wieder aufrafft TSH zu produzieren.

    Vielleicht bin auch überdosiert und bis obenhin voll mit rT3. Das würde erklären, warum es mir mit mehr T3 besser geht, ich andererseits dann aber auch gleichzeitig das Gefühl (Herzrumpeln, getriebensein, Spannung) habe überdosiert zu sein. Wurde nie gemessen und es ist vermutlich auch aussichtslos meine Ärztin darum zu bitten.

    Nach jeweils 10 Tagen werde ich, wenn es keine große Änderung im Befinden gibt, um weitere 6,25µg senken. Auf diese Weise habe ich über 3 Monate hinweg eine langsame und gleichmäßige Reduktion der von außen zugeführten Hormone. Das erlaubt es mir einerseits verhältnismäßig schnell gegen zu steuern wenn ich merke, dass mein Befinden kippt, andererseits wird sich durch das relativ langsame Sinken der extern zugeführten Hormone mein Körper hoffentlich leichter an ein gesunkenes Angebot gewöhnen.


    Mit supprimiertem TSH nimmt der Körper kein Jod auf, ohne Jod kann meine Schilddrüse keine Schilddrüsenhormone synthetisieren.
    Mit supprimiertem TSH wird die T4 -> T3 Konversion beeinträchtigt, weshalb ich T3 erst später reduzieren werde, oder dann wenn ich merke, dass es eindeutig zuviel ist.

    Ich hoffe ich kann nächste Woche einen Termin zur Blutentnahme bekommen um einen mehr oder weniger aktuellen Status meiner gegenwärtigen Einstellung zu bekommen.

    Mein NEM Programm, alles mehr oder weniger täglich. Manchmal, wenn ich partout keine Lust habe, setze ich bis auf Vitamin C mit allem ein paar Tage aus.

    50mg P-5-P
    mind. 60 g Eiweiß
    tägl. bis sporadisch 100mg Ferro Sanol (mein Stiefkind)
    25.000 iE Vitamin A
    200 - 400µg Selen
    25mg Zink
    125mg B-Komplex mit Pausen
    1000µg Methyl-Folat
    5000µg B12 sporadisch bis täglich mit längeren Pausen
    500mg B5 mit längeren Pausen
    Vitamin C großzügig
    Vitamin D, Solarium und Sonne
    Magnesium (hauptsächlich in der Nahrung) aber auch oral und transdermal (Haferflocken, Kakao, Haselnüsse, Kurkuma, Milch)

    1mg Jod seit ca. 3 Monaten - ja, Jod. Ich hatte in den letzten 5 Jahren kein einziges Mal einen positiven Antikörpertest und meine Schilddrüse sieht im Ultraschall gesund aus. Ich hatte jedoch viele nachgewiesene Mängel, meine Hoffnung ist, dass nun nachdem die Mängel weitgehend beseitigt sein sollten, meine Schilddrüse wieder von alleine funktioniert, sofern ich sie durch die jahrelange TSH Supprimierung nicht ruiniert habe.
    Ich orientiere mich in meinem Selbstexperiment an der Videoreihe von Dr. Haskell https://www.youtube.com/user/hashimotosdoc/videos

    Ich werde mehr essen und vielleicht zunehmen (täte mir wahrscheinlich gar nicht schlecht), da im Hungerstoffwechsel (nicht, dass ich das habe...) die Umwandlung von T4 in rT3 zu ungunsten des T3 hochreguliert wird. Hungerstoffwechsel --> "low-T3-Syndrom". Im Moment nehme ich etwa 1200kcal zu mir, eindeutig zuwenig, aber essen fällt mir schwer. Trotzdem nehme ich nicht ab, sondern lagere im Gegenteil immer mehr Wasser ein.

    Ich habe spontan immer wieder plötzliches schnelles Herzklopfen. Vielleicht ist das auch ein Zeichen einer Überdosierung. Das wird sich bei der Senkung dann ja auch herausstellen. Irgendwann werde ich den Punkt treffen an dem ich mich gut fühle. Durch den Code den ich aufgeschrieben habe, kann ich auch nach mehrmaliger Dosisänderung wenigstens noch grob abschätzen in welchem Bereich sich eine Dosis bewegen müsste um mich ungefähr an den Punkt zu bringen, den ich während der Senkung durchschritten habe.

    Der Sinn dieses Thread ist zum einen eine Dokumentation für mich, damit ich Kontrolle über mein Befinden habe und zum anderen soll dies möglicherweise auch eine Dokumentation für andere sein, die denselben Weg gehen wollen. Ich hoffe, dass ich mit der kontinuierlichen Reduktion in Verbindung mit meinen Berechnungen einen halbwegs zuverlässigen Algorithmus gefunden habe, der es erlaubt relativ schnell und ohne große Einbrüche herauszufinden ob ein Ausstieg aus den Hormonen möglich ist. Wenn es irgendjemandem hilft, dann war das ganze wenigstens nicht umsonst. Auch wenn ich Scheitern sollte, hilft es vielleicht irgendjemandem meine Fehler nicht zu machen.

    Nach fünf Jahren ohne Wiederherstellung des Zustandes den ich kenne, nach fünf Jahren Trägheit und Müdigkeit, halte ich es für sinnvoll mir selbst diese Möglichkeit zu geben. Die Vorstellung mein Leben lang an der Schilddrüseneinstellung herum doktorn zu müssen ist für mich ein Horror. Ein Leben lang die Hormone nehmen zu müssen usw., immer darauf angewiesen zu sein, dass ein Arzt meine hohe Dosierung mitträgt, all das ohne auch nur in Ansätzen die Lebensqualität zu haben, die ich von früher kenne. Für mich lohnt es sich im Moment nicht.

    Ich will nicht ungerecht sein. Vor fünf Jahren kam ich mit LT aus einer schweren Depression heraus. Damals habe ich die Hormone dringend gebraucht. Ich konnte einfach nicht mehr. Aber es war nie "geplant", dass ich nun mein Leben lang ein Medikament nehmen muss, dass zwar besser ist als eine Unterversorung mit Hormonen, das aber den natürlichen Zustand des sich selbst regulierenden Körpers einfach nicht imitieren kann. Vielleicht gibt es irgendwann Implantate, die die Hormone regelmässig über 24 Std. abgeben, zusammen mit einem Messgerät, das es erlaubt Hormonwerte und Befinden abzugleichen, so dass man als Patient seine persönliche Wohlfühlwertekonstellation herausfinden kann. Bis dahin hoffe ich, dass mein Experiment von Erfolg gekrönt sein wird.

    Ich freue mich natürlich über eure Kommentare und Unterstützung und wer weiß, vielleicht hilft mein Selbstexperiment ja dem einen oder anderen bei seinem eigenen Weg.

    Ich breche das Experiment ab, wenn ich merke, dass es mir durch die Reduzierung deutlich schlechter geht als zuvor.

    Drückt mir die Daumen, dass ich diszipliniert genug bin und durchhalte und trotzdem meinen alltäglichen Pflichten nachkommen kann

    Liebe Grüße,
    Gedankenpause



    26. Dezember 2017, 58kg
    225 µg T4 + 20µg T3 (125 + 5, 5, 5, 100 + 5) Ausgangspunkt 225 µg T4 + 15 - 20 - 25 µg T3 je nach Vergesslichkeit und Befinden


    27. Dezember 2017, 58kg
    218,75µg T4 + 25µg T3 (125 + 5, 5, 5, 5, 93,75 + 5)
    Geändert von Gedankenpause (28.12.17 um 22:38 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: LT Reduzieren - Selbstexperiment

    Wow, ein mutiges Vorhaben
    hoffentlich übersiehst Du nix und hältst durch ;-))

    inzwischen gibts einige, die damit Erfolg hatten...

    Hast Du mal die Pille genommen? Östrogendominanz?
    Darm, Leber + Nieren ok?
    weitere Medis?

  3. #3
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    Standard AW: LT Reduzieren - Selbstexperiment

    Dein Plan ist mutig, aber richtig ! Viel Glück !

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von klausk
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    Standard AW: LT Reduzieren - Selbstexperiment

    Na dann werde ich das Experiment mal gespannt verfolgen....mehr aus Interesse denn als SD Loser ist LT für mich lebenslang Plicht
    Deine Hormondosis ist ja echt Mega hoch ...würde mich nicht wundern wenn das der Übeltäter ist ....

  5. #5
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    Standard AW: LT Reduzieren - Selbstexperiment

    Hallo Gedankenpause, nur als kleine Hilfestellung aus meiner eigenen Erfahrung:
    Ich habe 3 Jahre lang TSH-supprimierend verbracht, 2 davon unter 125 T4 + 12,5 T3.
    Die letzte TSH-erhaltende Dosis davor war 88 LT (Mitte 2008), da bin ich munter auf 100 LT + T3 gesprungen, so dass ich nicht weiß, ob das TSH bei einer Erhöhung auf 100 LT ohne T3 noch da gewesen wäre.

    Mit der Reduziererei habe ich ein weiteres Jahr unter supprimiertem TSH verbracht, also insgesamt 3 Jahre.

    Aber: Auf das TSH musste ich gar nicht groß warten, es kam augenblicklich wieder, als ich bei einer für mich TSH-erhaltenden Dosis angekommen war, und die war damals eben bei 100 LT ohne T3

    (hätte ich natürlich sofort oder schneller machen können, von 125+12,5 auf 100, wenn ich es gewusst hätte. Meine Dosis heute ist weit unter 100 LT.)

    Wünsch dir viel Erfolg und dass es leichter wird, als du es vielleicht befürchtest.
    Geändert von panna (28.12.17 um 12:38 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: LT Reduzieren - Selbstexperiment

    Mit supprimiertem TSH nimmt der Körper kein Jod auf, ohne Jod kann meine Schilddrüse keine Schilddrüsenhormone synthetisieren.
    Das stimmt nicht. Es gibt eine natürliche Basis-Autonomie, die unabhängig vom TSH ist und aus dem Jodangebot das Beste macht - sofern man noch funktionierendes Schilddrüsengewebe hat.

    Dein letzter FT4-Wert war schon recht hoch, vielleicht kommen die jüngsten Wassereinlagerungen daher. Die sind nicht exklusiv Unterfunktion.

  7. #7
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    Standard AW: LT Reduzieren - Selbstexperiment

    Da die Zellen, damit auch das Befinden, ca. 6-8 Wochen brauchen, um sich umzustellen, ist es nicht möglich, schon nach 10 Tagen mit einer neuen Dosis, zu beurteilen, ob die jeweilige Dosis paßt. Das ist ein Denkfehler, der zu falschen Schlüssen führen muß, IMHO. Diese Reduzierungsvorgehensweise würde ich alles andere als "langsam" bezeichnen.

    Noch einen Denkfehler sehe ich in der Annahme, daß rT3 hoch ist. Sinnvoll wäre es erst den Wert zu messen, privat, um der Gefahr zu entgehen, daß man anhand einer, möglichen, falschen Annahme entscheidende Schritte unternommen hat. Man muß auch bedenken, daß niemand genau weiß, welcher Wert als "hoch" anzusehen ist, schon davon abgesehen, daß die Wirkung/Bedeutung dieses Wertes größtenfalls unbekannt ist.

    Interessant wäre noch zu wissen, welche Kriterien für das Befinden Du miteinbeziehst. Sind auch die objektiven Größen dabei, wie BD, Puls und Temperatur?

    LG
    Maja

  8. #8
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    Standard AW: LT Reduzieren - Selbstexperiment

    Du hast das alles gut durchdacht und geplant Gedankenpause.

    Zurückrudern ist ja jederzeit möglich, von daher würde ich mir keine großen Gedanken machen. 6,25-er Schritte sind aber schon megaklein, wenn man die lange Halbwertszeit von T4 bedenkt. Ich würde da gar nichts merken, bin aber auch nicht empfindlich, habe immer in 25er Schritten gesenkt und tw. (vor über 30 Jahren) munter in 50er Schritten erhöht.

    Du wirst ja sehen wie es dir ergeht, berichte bitte!

    LG
    Kapsc

  9. #9
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    Standard AW: LT Reduzieren - Selbstexperiment

    Ich kenne die Ausgangslage, habe die selbe. Sonografie bei mehreren Ärzten und Experten unauffällig, sowie negative Antikörper. Allein nur erhöhter TSH.
    Umso interessanter finde ich deinen Thread.
    Mache Ähnliches, wobei nicht ganz durchgeplant wie du. Nehme derzeit gar kein LT mehr nach einer wochenlangen Absetzperiode.
    Die einzigen NEM die ich persönlich noch nehme sind Vitamin D und Vitamin B12. Den Rest sollte man eigentlich durch gezielte Ernährung bewerkstelligen können.

    Wünsche dir viel Glück und berichte bitte regelmäßig wenn es geht
    Geändert von JohnSmith (28.12.17 um 15:03 Uhr)

  10. #10
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    Standard AW: LT Reduzieren - Selbstexperiment

    Vielen lieben Dank für eure Tipps und eure Gedanken Ja, ich werde mich bemühen regelmäßig zu berichten, das war auch die Absicht der Threaderöffnung. Es kann durchaus sein, dass ich das Experiment relativ schnell abbrechen muss, da ich eigentlich sehr empfindlich auf Dosisänderungen reagiere. Bei mir reicht es ja schon, wenn ich ein oder zwei Tage mit dem Einhalten der Nüchternzeit schlampe.

    Letzte Nacht war die zweite Nacht mit meiner Minireduzierung von 6,25µg. Ich habe wieder geschwitzt und bin mit brennenden, schmerzenden Oberarmen, Schultern, Rücken aufgewacht. Davon abgesehen war ich relativ schnell wach. Das Brennen war auch noch einige Stunden spürbar, hat sich dann aber irgendwann aufgelöst.


    Zitat Zitat von Verne61 Beitrag anzeigen
    Hast Du mal die Pille genommen? Östrogendominanz?
    Darm, Leber + Nieren ok?
    weitere Medis?
    Das letzte Mal, dass ich versucht habe die Pille zu nehmen ist etwa 10 Jahre her. Östrogendominanz bzw. Progesteronmangel habe ich auch im Auge. Die Sexualhormone sind bei mir definitiv durcheinander. Testosteron ist zu hoch, Hirsutismus usw. evtl. PCOS. Mein Progesteronwert ist auch in der zweiten Zyklushälfte eindeutig zu niedrig. Progesteron habe ich ausprobiert, allerdings funktioniert das bei mir nicht so gut. Andererseits hat sich meine PMS Symptomatik in den letzten Jahren definitiv verbessert. Ich habe, abgesehen von einem unangenehmem Ziehen, keinerlei Regelschmerzen mehr und muss deswegen seit 2 Jahren auch keine Schmerztabletten mehr nehmen (Einfluss von evtl. Vitamin C und Magnesium, so genau lässt sich das nicht nachvollziehen, weil ich insgesamt einfach zuviele NEMs nehme und sich die Dinge ja auch nicht von einen auf den anderen Tag verändern). Wegen der bei mir zum Teil extremen Stimmungsschwankungen habe ich vor zwei Monaten mit P-5-P (aktive Version des VItamin B6) begonnen und die letzten beiden zweiten Zyklushälften waren stimmungsmässig gut. Die Wassereinlagerungen von denen ich spreche sind nicht zyklusabhängig, also zum Beispiel auch die letzten zwei Monate wenig bis gar nicht in den Brüsten. Ich merke es hauptsächlich im Gesicht, an den Armen und den Beinen.

    Eine Möglichkeit der Wassereinlagerungen könnte sein, dass ich grundsätzlich vermutlich eindeutig zuwenig Eiweiß zu mir nehme. Ich muss da sehr diszipliniert sein und das gelang mir in den letzten Wochen nicht gut, sonst bleibe ich deutlich unter den für mich notwendigen 60g. Ich habe einfach keinen Hunger, keinen Appetit und keine Lust zu essen. Eiweißmangel kann auch zu Wassereinlagerungen führen. Das muss ich auch weiterhin beobachten.

    Wahrscheinlich spielt auch eine rheumatische Geschichte eine Rolle, da ich letztes Jahr mehrere Male erhöhte ANA-Titer (1:1260) hatte, sowie scheinbar Probleme mit der Enzymproduktion in der Bauchspeicheldrüse. Meinem Gefühl und meiner Verdauung nach zu urteilen sollte sich zumindest die Problematik mit der Bauchspeicheldrüse - das war der Grund weshalb ich begonnen habe Zink regelmässig zu supplementieren - verbessert haben. Allerdings steht eine weitere Untersuchung zur Bestätigung meines Gefühls noch aus. Nur habe ich nach dem Aufenthalt in der Rheumaklinik und den unzähligen erfolglosen Arztbesuchen der letzten Jahre im Moment überhaupt keine Lust zum Arzt zu gehen. Meine ANA Titer waren auch bei den beiden letzten Untersuchungen vollkommen negativ, weshalb ich hoffe, dass sich auch die Rheumasache nochmal beruhigt hat. Insgesamt ist mein Körpergefühl ganz gut. Ich komme einfach nur nicht mit den Schilddrüsenhormonen zurecht. Vielleicht ist meine gegenwärtige Dosis auch einfach zu hoch. Alle anderen Werte (Leber, Niere) sind soweit unauffällig, bis auf eine chronisch zu niedrige alkalische Phosphatase.

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