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Thema: Thrombozytopenie

  1. #1
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    Standard Thrombozytopenie

    Hallo,
    vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen bzw. mich ein wenig beruhigen: Seit meiner ersten SS 2000 weiß ich, dass ich eine Thrombozytopenie habe. Mal sind die Thrombos im Normbereich, meistens drunter, manchmal recht niedrig; z. Zt. gerade bei 40.000; es waren auch schon einmal nur 28.000. Bei der letzten BE vor ein paar Monaten waren es 113.000. Während meiner SS waren die Thrombos immer sehr niedrig und schwankend. Der Gerinnungsmediziner sagte 2005 bei der 3. SS es sei aber alles voll funktionsfähig, und nix weiter. Ich sollte mir keine Gedanken machen. Es hat mich auch nie gestört.
    Beim ersten Rezidiv meines MB hat eine junge KH-Ärztin einen Riesenaufstand gemacht und seither bin ich sehr verunsichert. Nun habe ich - weil 2. Rezidiv - wieder ein großes Blutbild machen lassen, jetzt sind es wieder 40.000 und die (neue) Partnerin der Gemeinschaftspraxis hat mich angerufen, um mich auf diesen schrecklichen Umstand hinzuweisen. Da ich seit meinem MB und dem Beginn der WJ?? unter Ängsten leide, ist das natürlich nicht hilfreich für meine Seele. Im Gegenteil, jetzt habe ich richtig Angst. Ich kann zwar nichts ändern, aber plötzlich denke ich an Blutkrebs etc.pp. Machen oder behandeln kann man wohl nichts?
    Gibt es unter Euch jemand, der auch niedrige Thrombos hat und damit gut zurecht kommt? Vielleicht kann man auch irgendwie zur Vermehrung beitragen? Habt Ihr Tipps? Bin für jeden Hinweis dankbar.
    LG Callisto

  2. #2
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    Standard AW: Thrombozytopenie

    Der Gerinnungsmediziner ist der Fachmann, dem würdeich vertrauen. Evtl. zur Beruhigung und wegen der grösseren Zeitspanne nochmal in einer anderen Hämostaseologie eine Zweitmeinung einholen.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Prototyp
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    Standard AW: Thrombozytopenie

    Wenn der Hämastologe Gerinnungsstörungen ausschließt hast du wahrscheinlich Morbus Werlhof. Dabei werden die Zellen zwar immer normal gebildet und sie sehen auch normal aus, aber es heften sich Antikörper daran und zerstören sie. Genauso wie bei der SD. Tritt auch gerne gemeinsam auf. Bei mir ist es auch auf die Lymphozyten übergesprungen. Dort konnte der Hämatologe auch direkt die SD Antikörper auf den Zellen nachweisen.

    Solang keine unstillbaren Blutungen auftreten ist das alles unbedenklich. Mein Arzt erzählte mir von Patienten die bei einem normalen Blutbild einen Stand von 8000 hatten und trotzdem keinerlei Beschwerden.

    Ich denke das gesunde Ernährung, ein guter Eisen/Ferritinspiegel und halbjährliche Kontrolle reicht.

    Gehe am besten zu einem Hämatologen und lasse einen kompletten Blutstatus machen.

  4. #4
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    Lächeln AW: Thrombozytopenie

    Vielen Dank für Euren Input.
    Ich bin jetzt etwas beruhigter. Der Hämatologe ist ein guter Tipp. Am Donnerstag habe ich einen Termin bei meinem regulären HA, den werde ich auch noch genauer befragen, auch zum Morbus Werlhof; Mal schauen, was er meint; er könnte die Überweisung ja dann auch ausstellen.

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
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    Standard AW: Thrombozytopenie

    Also mit Thrombozytopenie laufe ich schon so 15 Jahre durch die Gegend. Meine Werte sind zwar noch etwas höher (80-120tsd) aber ausgemacht hat das noch nie irgendwo etwas.

  6. #6
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    Standard AW: Thrombozytopenie

    Nochmal Danke für Euren Input und Zuspruch. Zwischenzeitlich habe ich einen Hämatologen aufgesucht und die Diagnose Idiopathisch thrombozytopenische Purpura (ITP) bekommen, also den Morbus Werlhof. Derzeit keine Behandlungsnotwendigkeit. Bei der Untersuchung waren es dann schon 50Tsd. Thrombos, also das übliche auf und ab. Hoffentlich bleibt es so
    LG Callisto

  7. #7
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    Standard AW: Thrombozytopenie

    Hallo Ralf,

    lange nix gehört - weil ich lange nicht mehr hier war, obwohl Herr Basedoof mich nicht in Ruhe lässt ;-)
    Wollte gerade zum gleichen Thema einen thread eröffnen.

    Habt Ihr die (Nicht-Schwurbel)-Presse verfolgt und eine Position zur Covid-Impfung für Euch abklären können?

    Ich hatte nach der Pneukokken-Impfung vor einem Jahr erstmalig einen deutlichen Petechien-Auftritt und bin dann entsetzt auf autoimmune Vasculitis gestossen.
    Immer vor dem Hintergrund, dass wer eine AI hat, für weitere AI prädestiniert ist (regelmässig angedroht wurde mir Diabetes - obwohl ich kein Gewichtsproblem habe).

    Vor wenigen Monaten wurde anlässlich eines verstorbenen Thrombozytopeniers erstmalig veröffentlicht, dass die Covid-Infizierten, die Autoimmunantikörper entwickelt hatten, genau diese Sorte hatten.
    Für mich stehen daher mehrere Fragen aktuell an:
    Hatte ich vorher schon das AI-Thrombo-Dingens? Nach Euren Aussagen nein; das wäre im Blutbild jemand aufgefallen.
    Hatte ich einen symptomlosen Covid zufällig kurz nach Impfung?
    Hatte ich eine Thrombo-Impfreaktion auf die Pneukokken-Impfung?

    ! Wie reduziert man das Risiko für die Covid-Impfung? Noch dazu als Frau mit generell stärkeren Immunsystem-Antworten (und Nebenwirkungen)?
    Weniger Impfstoff in die Spritze?

    ! Wen kann man fragen? Im Spiegel glaube ich wurde Paul Ehrlich - auch für private Einzelanfragen - genannt.
    Die dürften ja vielleicht zur Zeit andere Sorgen haben als Einzelanfragen zu beantworten.

    Danke
    sona
    Geändert von sona (06.04.21 um 01:50 Uhr)

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Prototyp
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    Standard AW: Thrombozytopenie

    Da ich ja sowohl Morbus Werlhof als auch Leukopenie habe neben Hashimoto und Allergien und noch ein paar andere AI verdächtige Krankheiten, ziehe ich nur den Schluß mich überhauptt nicht gegen Covid impfen zu lassen. Mir ist das Risiko heftiger Reaktionen und lebenslanger Verschlimmerung meines Zustandes zu hoch. Ich zähle auf die Herdenimmunität und verschwinden der Viren auf nimmerwiedersehen Weniger Wirkstoff wirkt wahrschinlich nicht. Oder vielleicht auf 4 Termine aufteilen? Vielleicht erwickeln die Forscher ja noch einen sanften Impfstoff.

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Thrombozytopenie

    Zitat Zitat von Prototyp Beitrag anzeigen
    Ich zähle auf die Herdenimmunität .
    ... allerdings zählt die Herdenimmunität auf dich als Teil der Herde :-))

    Bald kommen traditionelle Impfstoffe (Totimpfstoffe). Wohl noch dieses Jahr.

  10. #10
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    Standard AW: Thrombozytopenie

    Hallo Prototyp,

    ja auf nicht impfen läuft's jetzt langsam auch für mich raus, obwohl ich jetzt bald dran wäre und prinzipiell möchte.

    Weniger wegen der klassischen Impfreaktion (die ja auch wieder geht) sondern wegen der zusätzlichen AI, die dadurch begünstigt/beschleunigt werden kann.
    Und ich hätte - wenn schon - gerne eine weniger unangenehme zusätzliche AI ;-)

    Und dann ist nicht die Risikoabschätzung "qualvoll an Covid ersticken /oder/ kurzzeitige Impfreaktion" sondern "weitere noch mehr einschränkende lebenslängliche AI /oder/ langweilig Zuhausebleiben"!

    Habe mir jetzt einen Wolf gesucht und finde nur die neuesten Erkenntnisse, was bei den Impfreaktions-Thrombosen gecheckt und gemacht wird. Darum geht's mir aber gar nicht:

    https://www.medizin.uni-greifswald.d...eneca-impfung/
    https://gth-online.org/wp-content/up...3_19032021.pdf

    Statt den Thrombose- und Hämostase Fachleuten bräuchten wir eigentlich eine Einschätzung der Risiken von den Autoimmun-Fachleuten: Welcher Verband könnte denn da Ansprechpartner sein?

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