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Thema: Schilddrüsen-Operation, Berichte (Sammelthread)

  1. #11
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    Standard AW: Schilddrüsen-Operation, Berichte (Sammelthread)

    Snowsi:

    Zitat Zitat von Snowsi Beitrag anzeigen
    Liebe Alle
    So meine Schilddrüse ist nun Geschichte. Anbei ein Bericht.

    Ich habe mich lange vor der Operation gesträubt, mich aber dann auf Anraten von diversen Ärzten und wegen meiner EO doch dafür entschieden. Ich war dann auch lange überfordert in welches Spital und zu welchen Chirurgen ich gehen soll. Bekam natürlich verschiedene Meinungen zu hören. Ich habe mich dann gegen einen der grossen Schilddrüsenspitäler in der Schweiz entschieden, sondern für das kleine Spital, bei dem ich seit MB in Behandlung bin. Dort fühlte ich mich bei meiner Endo stets wohl. Ich traf dann zuerst mal den Chefchirurgen zu einem Gespräch und er konnte alle meine Fragen beantworten und mich total beruhigen. Er operiert nicht nur Schilddrüsen, hat aber damit über 20 Jahre Erfahrungen. Da auch meine HNO Ärztin, die Resultate von ihm vorher und nach Operation sieht, war mein Entschied gefallen und ich habe auf mein Bauchgefühl gehört.

    Am 22.01.2019 war nun der grosse Tag. Einen Tag vorher bekam ich kurzzeitig Panik hatte aber noch das Anästhesiegespräch. Da ich gleich als Erste an die Reihe kam, hiess es um 6.45 einrücken und um 7.17 im OP sein. Die Beruhigungstabletten haben meiner Meinung bis dahin gar nicht gewirkt und ich war echt nervös. Vor dem Kontrollverlust in der Narkose hatte ich fast am meisten Angst und davor nicht mehr aufzuwachen.

    Ich bin dann im Aufwachraum wieder zu mir gekommen mit riesigem Durst. Gleich war eine Pflegerin zur Stelle und gab mir zu trinken und fragte mich etwas. Meine Stimme war noch da, zwar krächzig aber die Stimmbänder waren ok. Die Nebenschilddrüsen sind alle auch noch drin.

    Die Operation hat ca. 3 Stunden gedauert und wie mir der Chirurg sagte, war es eine typische klebrige Basedow Schilddrüse zu entfernen. Die Narbe wurde mit Sekundenkleber geklebt.

    Da ich eine starke Narkose benötigt habe, war ich noch ca. 5 Stunden im Aufwachraum und kam dann wieder aufs Zimmer. Das Schlimmste an den nächsten zwei Tagen war dann die Übelkeit. Schmerzen hatte und habe ich fast keine. Geschwollen ist auch fast nichts und der Hals lässt sich schön bewegen. Nebenschilddrüsen waren minim am ersten Tag leicht beleidigt. Essen und Trinken ging auch gleich wieder ohne Schluckbeschwerden,

    Nach drei Nächten konnte ich wieder nach Hause.

    Am Tag nach der OP bekam ich schon Euthyrox 100. Zuerst wollten hiess es Euthyrox 75 jetzt aber doch 100. Bin noch unsicher ob das nicht zu hoch ist? Geht mir soweit aber gut. Habe zeitweise ein bisschen Kreislaufprobleme und Herzklopfen und morgens bin sehr müde. Kann natürlich auch an der Narkose liegen. Meine Stimme klingt belegt, wenn ich zu viel spreche aber sie funktioniert. Emotional schwanke ich noch zwischen happy und traurig. Denke ich brauche noch Zeit alles zu verarbeiten. Bin jetzt noch für zwei Wochen krankgeschrieben.

    Erst Blutkontrolle findet dann in 4 Wochen statt. Falls ich das Gefühl habe vorher wieder in Überfunktion zu rutschen, soll ich einfach bis dahin ausharren? Nächste Woche findet dann auch nochmals eine Kontrolle beim Chirurgen statt.

    Lieben Dank dem Forum für Alles

  2. #12
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    Standard AW: Schilddrüsen-Operation, Berichte (Sammelthread)

    OP-Bericht Martina69:

    Zitat Zitat von martina69 Beitrag anzeigen
    Liebes Forum,
    nach langer Zeit melde ich mich wieder um von meiner Total OP zu berichten.

    Letzten Herbst hatte ich erst ca. drei Monate eine stabile Einstellung mit 1,25 Thiamazol und 2x pro Woche 12,5 LT. Dann auf einmal Schweißausbrüche nachts wie verrückt, Befinden wie Grippe ohne Symptome (Rezidiv?). TSH ging Richtung Keller, freie kratzten am oberen Rand und TRAK plötzlich bei 30. Also entschied ich mich schnell mit meiner neuen Hausärztin zur OP, nachdem ich meine Zeit mit zwei Hausärzten, drei Endos und einem Nuk vergeudet habe. Sie ließ alle notwendigen Werte bestimmen, passte die Dosis an und sagte: „Bitte kommen Sie in zwei Wochen zur Kontrolle.“ Da wusste ich, jetzt habe ich den richtigen Arzt gefunden. Die Werte habe ich übrigens schon alle unter „MB – erledigt“ abgelegt. Schnell waren sich alle einig, obwohl mein Schilddrüse wohl sehr verklebt und vernarbt aussah und „es wohl etwas aufwändiger werden würde“.

    Am 4.2.19 hatte ich dann meine OP, die dann glücklicherweise doch keine anderthalb Stunden dauerte. Ich muss dazu sagen, dass ich schon einige OP’s hinter mir habe und die Chirurgen immer bei mir einen sehr guten Job gemacht haben. Also hatte ich nicht so viel Angst davor wie manch Anderer. Die Möglichkeit endlich etwas zu tun gab mir eher Zuversicht. Drei Tage Krankenhaus. Keine Komplikationen, keine Schmerzen, ich konnte sofort normal sprechen, kein Ärger mit den Nebenschilddrüsen, die Narbe ist schon jetzt fast unsichtbar. Die Ärztin, die mindestens drei mal am Tag auf meinem Zimmer war, erklärte mir noch, dass meine Schilddrüse immer noch hochgradig entzündet war und der Mittelteil nach oben Richtung Kehlkopf gewachsen war. Also richtiger Zeitpunkt. Ich fühle mich seit langer Zeit endlich wieder ausgeglichen, kann gut schlafen, mein Herz rast nicht mehr, ich bin viel gelassener und hoffe, dass jetzt Ruhe einkehrt, denn ich glaube, dass ein permanenter Immun- oder Entzündungsprozess nicht gut für den Körper ist und Stress nicht nur den Prozess triggert, sondern auch viel durch die Krankheit verursacht wird. Meine Werte sind übrigens jetzt fünf Wochen nach der OP bei 87,5 LT völlig in der Norm und unauffällig.

    Danke an das Forum für die vielen Informationen, die mir gezeigt haben worauf ich achten muss. Schnell habe ich mich jedoch letztes Jahr wieder ausgeklinkt. Mein Befinden war Gott sei Dank nie ganz richtig schlecht und ich möchte mich einfach nicht täglich mit der Krankheit beschäftigen. Nochmal die Ungewissheit, dass vielleicht der Basedow zu irgendeinem Zeitpunkt zurückkehrt und alles wieder von vorne los geht, ist für mich keine Option. Und schließlich muss sich auch Jeder selbst für einen Weg entscheiden. Ich wünsche Allen, dass Jeder seinen Weg findet und der Basedow, Hashimoto oder sonst wer sich verflüchtigt und wieder Ruhe einkehrt. Viel Glück!!!

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