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Thema: Laborwerte

  1. #1
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    Standard Laborwerte

    Hallo
    Meine Laborwerte sind gegen manch Anderen hier ehr harmlos, trotzdem würde ich ohne LT auf den Zahnfleisch kriechen. Von einem "Einstellen" der Werte hatt bisher kein Arzt gesprochen. Seit gut 7 Jahren kriege ich auf verdacht 50µ LT, das bringt zwar was aber ich hoffe da geht noch was denn so ist noch ziemlich belastent.
    Ich überlege mit der LT-dosierung auf eigene faust zu experimentieren und dabei das Befinden als Masstab zu nehmen.

    Aber von Anfang an:
    Vor etwa 10 Jahren ging es mit Erschöpfung / Antriebslosikeit ohne plausible Erklärung los. Es begann der übliche Ärztemaraton, bis ich schließlich mit suicidgedankent heulend auf der Kautsch saß. Ein Radiologe kam nach Sitigramm, Ultraschall und Blutwerten auf " Verdacht auf Hypothyreose". Auf Verdacht gab es 50µ LT. Eine Nachvolgende Untersuchung vom Endokrinologen konnte es aber nicht bestätigen. Es blieb nur bei Phsychosomatisch. Eine Reha auf Phsycho trichterte mir ein das das ein Menthales Problem sei, half aber nix. Über die Jahre wurde ich vom HA mit LT und Antidepri versorgt. Beruflich und Familier war es schwierig. Phsychotherapie half nur sich mal ausreden zu können und das gefühl sich nicht klein krigen zu lassen. Ein Nerfenzusammenbruch aufgrund Familierer Probleme konnte ich nur durch Behauptung von Suicidabsichten für eine Woche Stattioner auffangen. September 2016 war ich noch mal beim Endokrinologen (die Werte hab ich seit einer Woche).
    Hashi wurde bestätigt, weiterhin 50µ LT + 200µ Selen + Vit.D, Frühestens in einem Jahr wider vorstellen...

    Werte:

    Männlich, mitte 40, 86kg, 1,90m

    1. Radiologe 06/2009: Sitigramm unauffällig, Ultraschall gering echoarm Volumen gesammt 14ml
    fT3 2,8 (2,0-4,4)
    fT4 1,2 (0,9-1,7)
    TSH 1,78 (0,27-4,2)
    TSH-AK 0,9 (negativ<1,8)
    TPO-AK 98,4 (<34)

    2. Endokrinologe 10/2009: Ultraschall 15ml gesammt, unauffällig. Beschwerdesymthomatik nicht auf eine Endokrine erkrankung zurückzuführen.
    fT3 3,4 (2-4)
    ft4 14,3 (8-18)
    TSH 0,92 (027-4,2)
    TPO-AK 115,7 (<35)
    Vit.B12 390 (197-866)
    Vit.D 58,7 (75-116)

    3. Endokrinologe 08/2016: Ultraschall 31ml gesammt, typisches bild einer chronischen Immunthreoiditis
    fT3 4,97 (3,3-6,0)
    fT4 9,8 (7,0-21,1)
    TSH 1,352 (0,3-4,2)
    TPO-AK 45,2 (<35)
    Vit. B12 180 (180-914)
    Vit. D 15,5 (30-100)

    Meine fragen: Macht es überhaupt sinn sich wider eine Phsychoterapeuten zu suche wenn die Ursache nicht Phsychisch ist. Zumal man im augenblick fast unmöglich einen bekommt.
    Sollte das Einstellen der Werte unbeding über einen Arzt laufen oder kann das auch auf basis der Symtome selber gelingen. Bewirkt eine erhöhung von LT eine senkung vom TSH? Nachdem der Endokrinologe im grunde nur das Selen
    und Vit.D neu aufgeschrieben hatt binn ich da enteuscht.
    Oder kann das schon ausreichen? Wenn die Symthome doch so wenig mit den Laborwerten korrelieren, warum wird dann darauf soviel herumgeritten ?
    Vieleicht kann mir jemand da mit seinen Erfahrungen weiter helfen... Gruß R.

  2. #2
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    Standard AW: Laborwer

    Bei Deiner Wertekostellation hast Du mit den 50µg LT wirklich nur den TSH verschönert. Im meinen Augen lässt man Dich "am langen Arm verhungern". Ich würde mir einen anderen Arzt suchen, der Deine Symptome ernst nimmt und Dir mehr LT verschreibt. (Viel mehr als jetzt) Selber probieren kann durchaus auch zum Erfolg führen, aber Du brauchst natürlich auch einen Arzt, der Dir die entsprechenden Dosierungen verschreibt.
    Was ich allerdings genauso besorgniserregend finde, ist Dein Vitamin B12-Wert! Hast Du neurologische Ausfallerscheinungen davon? Da solltest Du ganz dringend etwas tun! Ich denke Spritzen wäre angesagt, am Besten schon vorgestern. Ich empfehle Dir den Eintrag dazu im Forumswissen, genauso zu Vitamin D und deren entsprechende Dosierung, das ist nämlich ebenfalls viel zu niedrig. Wenn man B12-Mangel hat, ist ganz oft auch der Ferritin im Keller. Gibt es dazu Werte?
    Das Deine Symptome alleine von den Mängeln kommen, glaube ich nicht. Ob Du auch noch Psychotherapie brauchst kann Dir keiner sagen, denn man kann selbstverständlich auch Läuse und Flöhe gleichzeitig haben. Aber ich würde sehr, sehr viel dem viel zu niedrigen Hormonspiegel zuschreiben. Vordringlich würde ich mich wohl erstmal um die Einstellung der Schilddrüse kümmern und die Mängel bei Vitamin B12 und D beseitigen.
    LG

  3. #3
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    Standard AW: Laborwer

    Stimme Amalillis voll zu. Spritzen von Pascoe 1.500 I.E. und Vitamin D3 (von WLS) schnell besorgen. Forumswissen, mit allen Links durchlesen.

    Deine Geschichte ist so was von typisch. Man darf nicht alles glauben, was die Ärzte so erzählen. Dafür aber muß man selbst mehr wissen, als der Arzt. Also lesen, lesen, lesen. Auch, um sich selbst gut einzustellen, muß man wissen, was man tut und warum.

    Schon nach Beseitigung der Mängel sollten manche Beschwerden verschwinden. Vor allem die psychischen. Daß Mangelzustände von den beiden Vitaminen Depressionen hervorrufen, scheint sich immer noch nicht herumgesprochen zu haben. Psychopharmaka - wumms.

    Da Du schon Betablocker (?) (Psychopharmaka auch?) nimmst, wird die Versorgung mit SD-Hormonen noch mehr beeinträchtigt. Daher würde ich mir jetzt 100 LT besorgen und erst 3/4 nehmen, ca. 6-8 Wochen, danach Werte. Sollten noch Beschwerden vorhanden sein, weiter steigern. Erstmal. Bis dahin hast Du mehr Ahnung von der Materie, daß Du selbst beurteilen kannst, was zu tun ist. Hoffe ich.
    Geändert von Maja5 (14.04.17 um 21:12 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Laborwer

    Ich schließe mich den Vorschreiberinnen an.

  5. #5
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    Standard AW: Laborwer

    Hallo,
    und herzlichen Dank für eure Antworten. Ja ich bebomme schon lange Betablocker (Bisoprolol) und vor 1 1/2 Jahren von Citalopram auf Velavaxin umgestiegen. Zeitweise Olazipin dazu. Würde gerne davon runter kommen. Seit anfang an hab ich zeitweise Restles Legs und probleme mit kalten Händen, konnte bisher aber keiner erklären. Der ganze Ärztemaraton macht jetzt sinn und war doch für die Katz. So viele Jahre Verzweiflung, ich hab von anfang an das Körperliche als Ursache und das Psychische als Symtom gesehen aber die Ärzte versuchten mir das gegenteil einzureden. Je mehr ich lese desto entäuschter binn ich von den Ärzten. Wiso merkt ein Enokrinologe das nicht ? Das D3 ist Ihr aufgefallen das B12 aber nicht. Was ich zu B12 nachlese ist der Hammer, auf einmal passt alles perfekt zusammen. Verstehe ich das richtig, das Hashi die B12 aufnahme im Darm stört und daher auf dauer als Spritze nötig ist ? Zum Ferritin muß ich noch mal nachlesen, aber ich meine die anderen Werte sind etwa im mittleren Sollbereich.
    Werde mir Di. meine Hausärztin mal vornehme. Mit Fachärzte sieht es ja schlecht aus, die Endokrinologin bringt es anscheinend auch nicht. Nicht einfach jemanden zu finden, der sich damit auskennt.

    LG und Frohe Ostern

  6. #6
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    Standard AW: Laborwer

    Verstehe ich das richtig, das Hashi die B12 aufnahme im Darm stört und daher auf dauer als Spritze nötig ist ?
    Das hängt nicht ursächlich an Hashi sondern an der Tatsache, dass in UD alles schlechter aufgenommen werden kann, nicht nur das B12. Wenn Deine Einstellung besser wird, und Du aus der UD raus kommst, sollte sich das aber wieder einpendeln. Es ist also nicht gesagt, dass Du auf Dauer Spritzen brauchst, aber Dein Wert ist so niedrig, dass es trotzdem sein kann. Maja schrieb dazu mal was.

    Nicht einfach jemanden zu finden, der sich damit auskennt.
    Drum muss man sein eigener Arzt werden! Maja schrieb es ja auch schon.
    LG

  7. #7
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    Standard AW: Laborwer

    Dein B12 ist wirklich bedenklich niedrig, da sollte sofort gespritzt werden! Und nicht nur eine im Monat...

    Auf LT 75 könntest du ohne Sorge gehen. Vermutlich wird das auf Dauer auch nicht reichen, aber das Befinden müßte sich schon verbessern.


    Ich fasse es nicht, da werden immer wieder AD u.ä. in Massen verschrieben, anstatt die SD richtig einzustellen.
    Hoffentlich kommst du irgendwann wieder davon weg.

  8. #8
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    Standard AW: Laborwer

    So, nu hab ich mich bei meiner HÄ als google-hypochonder geautet. Sie hatt zwar positiv anerkannt das ich mich eingelesen habe, blieb aber bei der meinung das Werte TSH,fT3,ft4 super sein, meine Beschwerden könnten damit nicht zusammenhängen. Vitamine, ja da könnte man was tun, ich sollte es mit Tabletten versuchen, Spritzen hielt sie nicht für nötig (aber machbar). Hab (zunägst) auf Spritzen bestanden und die Erste von 10 (50€) direckt reingezogen....
    Es ist zum jetzt bin ich erstmal wider verunsichert. Werde LT mal auf 75 für einige Woche testen und dann mal sehen was die Vit. helfen.
    Alles sehr unbefridigend... HÄ beteuert ihre fachliche Kompetenz und zieht andere Quellen in zweifel.
    Wie unterscheide ich als Laie einen Experten von dehnen die sich nur dafür halten ohne selber einer zu sein ? Scheint als müsste ich selber einer werden, doch reicht dafür die Datenbasis des W.W.W. ?
    Fragen, Fragen, Fragen

  9. #9
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    Standard AW: Laborwer

    Sollte das Einstellen der Werte unbeding über einen Arzt laufen oder kann das auch auf basis der Symtome selber gelingen.
    Wenn man einen kooperativen Arzt hat, ist das möglich. Ich habe es großteils so gemacht, da ich festgestellt habe, dass die Dosissprünge, die Ärzte vorschlagen, für mich viel zu groß sind. Natürlich habe ich rückblickend auch Fehler gemacht, aber das war immer noch das kleinere Übel.

    Aus meiner Erfahrung kann ich dir allerdings empfehlen, das Bestimmenlassen der Werte trotzdem nicht zu sehr zu vernachlässigen. Einstellen nach Werten + Befinden funktioniert hier deutlich besser als nur nach Befinden.
    Sobald du mal Wohlfühlwerte erreicht hast, weißt du auch, wo innerhalb des Referenzbereichs ungefähr dein persönlicher Normalbereich liegt, dann wird es nochmal leichter.

    Für die weitere Verlaufskontrolle von B12 wäre es günstiger, dann den Holo-Tc zu bestimmen. Der reagiert wesentlich sensibler, da er nur das stoffwechselaktive B12 anzeigt, nicht das ganze - hast du wahrscheinlich im Forumswissen hier inzwischen schon gelesen. Kostet in den meisten Labors um die 30€.

  10. #10
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    Standard AW: Laborwer

    Scheint als müsste ich selber einer werden,
    Ja, das ist so!

    Wie unterscheide ich als Laie einen Experten von dehnen die sich nur dafür halten ohne selber einer zu sein ?
    Du brauchst einen Arzt dem Dein Befinden wichtig ist! Und es sollte ein Arzt sein, der nicht ausschließlich nach TSH einstellen will. Deine Ärztin im Moment sieht das leider anders.

    Werde LT mal auf 75 für einige Woche testen
    Das ist denke ich richtig, aber erwarte nicht zuviel von dem bißchen mehr. Ich glaube, dass Du sehr viel mehr LT benötigen wirst.
    LG

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