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Thema: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

  1. #41

    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Ein anderes Thema. Im April habe ich ein Vorgespräch für die Operation.

    Die Klinik schreibt auf ihrer Website, dass sie Schilddrüsenhormone erst am Tag der Entlassung /am dritten Tag nach der OP geben. Ich hab bereits mit meinem Endo gesprochen, aber er möchte den Ärzten im Krankenhaus nicht reinreden („reinpfuschen“) und mir auch nicht vorher bereits LT verschreiben.

    Weiß jemand eine (für Ärzte seriöse) Quelle, die besagt, dass Patienten mit Morbus Basedow einen Tag nach der Operation mit der Hormongabe beginnen sollen? Ein Artikel aus einer Ärztezeitschrift oder ähnliches.
    Ich möchte meinen Wunsch gerne im Vorgespräch bei der Klinik angeben und es wäre super, auf eine Quelle verweisen zu können.

  2. #42
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Tja. Das wird es nicht geben, Totaloperationen sind relativ selten, wenn wegen Krebs oder wenn bei der OP Krebs gefunden wird, dann wird wegen einer nachfolgender RJT gar kein LT gegeben. Und das ist auch immer das Argument: Befund abwarten. Für alle anderen OP-Arten mit Restgewebe und ohne EO-Risiko für sind die Paar Tage nicht so wichtig. MB-ler sind in der Minderheit, darum werden sie nicht extra berücksichtigt bei den entsprechenden Leitlinien, wie z.B. hier:
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/79...nschilddruesen

    Es gibt noch den anderen Grund, den obiger Artikel explizit erwähnt:

    Einleitung einer Substitutionstherapie verläuft nicht immer unproblematisch (e1), da diese an der Schnittstelle zwischen stationärer (Operation) und ambulanter (Nachbetreuung) Versorgung stattfindet und von unterschiedlichen Fachdisziplinen (Chirurgie, Innere Medizin, Allgemeinmedizin) entweder eingeleitet oder fortgeführt wird.
    Die Konsequenz zieht aber auch dieser Autor nicht - der ja das EO-Risiko bei Unterfunktion, wie alle anderen Beteiligten, sehr wahrscheinlich schlicht nicht kennt oder denkt, wie Chirurgen es oft tun, dass die bei OP freigewordenen Hormone "wochenlang" ausreichen . Ja, die Aussage gab es wirklich. Bloß, MB-Leute von hier sind der lebendige Gegenbeweis - nach sehr wenigen Tagen bereits Unterfunktion und etwa bei Klaus, der uns nicht ganz glauben wollte, Ausbruch einer EO.

    Kurzer Sinn der langen Rede: Am besten beschaffst du dir Thyroxin beim Hausarzt mit ein wenig Augengeklimper ("vielleicht nur 25-er, falls es mir so schlecht geht, dass ich nicht sofort vorbeikommen kann - das würde mich beruhigen, schließlich ist die Schilddrüse dann ganz weg" *Honig um den Bart schmier*). Oder du hast jemanden in der Familie/im Freundeskreis, der dir eine milde Gabe zusichert, die du mitnehmen kannst.

  3. #43

    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Danke, panna. Es ist auf jeden Fall gut fürs Vorgespräch zu wissen, worauf die gängige Empfehlung fußt und warum sie nicht auf MB zugeschnitten ist.

    Mein Hausarzt kennt mich leider nicht gut und weiß auch noch nichts von der anstehenden Schilddrüsen Operation. Da bin ich mir nicht sicher, ob ich vor der Operation LT bekomme. Allerdings ist es bis zur Operation auch noch etwas hin und es ist eine gute Gelegenheit, die Beziehung zu vertiefen. Und dass man nach der OP lieber daheim auf der Couch liegen bleiben möchte als zu Arztpraxen tingeln, stimmt ja auf jeden Fall.

    Ich habe im Bekanntenkreis Menschen, die Schilddrüsenhormone nehmen. Wenn ich nach dem Vorgespräch mehr weiß, werde ich mal rumfragen.
    Ich möchte später LT von Henning nehmen. Keine Ahnung, welche Marke meine Bekannten nehmen. Aber für die 2+ Tage im Krankenhaus ist es egal, welche Marke ich nehme, oder?

    Aus meiner Block & Replace Zeit habe ich noch Henning L Thyroxin 50 zu hause. Jedoch mit Verfallsdatum 01/2018… darauf möchte ich eigentlich nicht zurückgreifen.

  4. #44
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Es wird ja nicht schlecht, das alte Thyroxin, verliert nur (eventuell) etwas an Wirkung. Genauer: Der Hersteller garantiert nicht die volle Wirkung.

    Aber die Bekannten, das wäre dann doch eine bessere Option. Welche Marke, das ist egal.

    Und verlass dich nicht ganz auf die Versprechungen im Krankenhaus. Die diensthabende Schwester wird nichts von der (mündlichen) Vorbesprechung wissen.

    Falls du dich doch mit dem HA einigen kannst: Die 25-er wäre allein schon aus dem Grund eine gute Sache, weil man damit die Dosis leichter modifizieren kann.

  5. #45

    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    So werde ich es machen, panna.
    Hormongabe im Vorgespräch in der Klinik ansprechen. Dennoch parallel Bekannte und Hausarzt fragen. Und notfalls auf mein altes LT zuhause zurückgreifen.

  6. #46

    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Hallo,

    ich war Anfang der Woche in der Radiologie zwecks Szintigramm für die Operation. Der Arzt dort hat Ultraschall und Labor gleich noch mitgemacht.

    März == 18.03.2019 == Labor 5
    FT3 2,70 (2,0-4,4) pg/ml
    FT4 1,13 (0,90-2,00) ng/dl
    TSH 0,04 (0,27-4,2) µIU/ml
    TRAK 3,32 (< 0,80) IU/l
    TPO 226 (< 34) U/ml
    Tg-AK 315 (< 115) U/ml

    Leider ein anderes Labor als das, von dem ich normalerweise meine Werte habe.
    Was meint ihr? Eine Dosisempfehlung habe ich nicht bekommen, nehme gerade noch wie besprochen 10 mg Thiamazol. Soll ich 7,5 mg nehmen oder gar auf 5 mg runter?
    Das nächste Mal Labor habe ich am 4. April bei meinem Endo.

    Ultraschall ergab: „Normal große Schilddrüse mit einem Gesamtvolumen von 15 ml. Echoarme inhomogene Schallstruktur passend zu einer immunogenen Thyreopathie. In beiden Schilddrüsenlappen finden sich multiple teils echoreiche, teils echoärmere noduläre Umbauvorgänge. Mäßige Hyperperfusion des Schilddrüsenparenchyms. Kein Nachweis vergrößerter Lymphknoten in den lateralen Halsweichteilen beiderseitig.“

    Das „In beiden Schilddrüsenlappen finden sich multiple teils echoreiche, teils echoärmere noduläre Umbauvorgänge“ verstehe ich nicht. Ich habe nodulär mal schnell gegoogelt und da kam ‚knotig‘ raus. Der Arzt hatte auf Nachfrage zum Sono nur gesagt, dass es etwa dem meines Endos vom Januar entspricht.

    Mein Uptake-Wert von 9,6 % besagt wohl nur, dass ich eine MB-SD habe, die schön viel schluckt oder kann anhand des Wertes eine genauere Aussage getroffen werden?

  7. #47
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Könntest du bitte nicht, wie geplant, 14 Tage nach diesem Ergebnis Werte aus dem gleichen Labor holen:
    Laborergebniss vom 7. März (unter 10 mg Thiamazol):
    FT3 4,76 (3,00-5,40) pmol/l
    FT4 14,50 (10,2-17,9) pmol/l
    TSH < 0,01 (0,30-4,00) µIU/ml
    ?

    Dein Uptake ist ganz schön kräftig, da sollten die letzten Werte vom 18.3. nicht darüber hinwegtäuschen, stimmigerweise ist auch das TSH noch nicht wieder da. Es wäre besser, wenn es dasselbe Labor sein könnte. Und auf 5 würde ich sicher nicht senken.

    Es käme auch darauf an, wann die OP ist? eine erneute ÜF würde ich nicht riskieren wollen kurz vor dem Termin. Also: Montag Werte im gleichen Labor wie vorher möglich oder nicht? Sind die Werte vom 13.3. vom Endo?

    Die nodulären Umbauvorgänge sind Knoten, nicht weiter aufregend, keiner von ihnen kalt und sie wären teilweise vielleicht gar nicht mehr da, wenn sich der MB beruhigt haben würde. Vielleicht teils auch nur knoten*artig* aussehendes unruhiges Gewebe.

  8. #48
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    bei den Werten würde ich vor einer OP die Hemmer nicht senken. Dein Uptake ist noch deutlich erhöht und damit der MB noch recht aktiv.

  9. #49

    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Also: Montag Werte im gleichen Labor wie vorher möglich oder nicht? Sind die Werte vom 13.3. vom Endo?
    Nein, leider ist das nicht möglich. Ich fliege diesen Sonntag bis Anfang April in den Urlaub; direkt danach ist dann der nächste Labortermin beim Endo. Ich habe diese Woche leider keinen kurzfristigen Termin fürs Labor beim Endo bekommen, weil die Radiologie ja schon die Werte genommen hat (vom abweichenden Labor wusste ich nichts)…
    Die Werte vom 7. März (sowie alle in den drei Jahren davor (im Profil als ‚Labor 3‘ angegeben)) sind vom Endo.

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Es käme auch darauf an, wann die OP ist? eine erneute ÜF würde ich nicht riskieren wollen kurz vor dem Termin.
    Ich habe Anfang April erstmal ein Vorgespräch in der Klinik für die Operation. Also allerfrühestens wäre die Operation dann in der Woche vom 15. April. Ich weiß nicht, wie die Wartezeiten dort sind und ich wollte auch das Vorgespräch abwarten: mein Endo hat Bedenken bzgl der Klinik und ich hoffe, das im Vorgespräch klären zu können. :/

    Ich würde mir wünschen, dass die Operation noch im April über die Bühne geht, aber stimmige Werte in der Zwischenzeit sind natürlich auch wichtig.

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Die nodulären Umbauvorgänge sind Knoten, nicht weiter aufregend, keiner von ihnen kalt und sie wären teilweise vielleicht gar nicht mehr da, wenn sich der MB beruhigt haben würde. Vielleicht teils auch nur knoten*artig* aussehendes unruhiges Gewebe.
    Okay, Danke.

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