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Thema: Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrolle?

  1. #1
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    Standard Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrolle?

    Hallo,

    es gibt hier ja einige Threads zum Thema Pille absetzen, aber so richtig hab ich noch nicht die Antwort auf meine Fragen gefunden.
    Deshalb mache ich ein neues Thema auf, hoffe das ist ok.

    Also:
    Ich habe solange wie ich LT nehme (Euthyrox, in verschiedenen Dosierungen, aktuell 100), auch die Pille dauerhaft (d.h. ohne Pause) durchgenommen. Es war die Valette/Maxim.
    Die werde ich bald, in 2 Wochen, absetzen und mindestens mehrere Monate lang nicht mehr nehmen. Vielleicht auch für immer, je nachdem, wie das Ergebnis ist. Ich möchte wissen, ob meine Probleme von der Pille verursacht sind.

    Da ich leider bisher (haha, in 8 Jahren) noch keinen wirklichen Schilddrüsenspezialisten als betreuenden Arzt gefunden habe, muss ich das irgendwie selbst hinkriegen. Ich weiß jetzt halt nicht, wie lange nach dem Absetzen es denn sinnvoll ist, die SD-Werte (und auch Sexualhormone) kontrollieren zu lassen.
    Das LT sollte ich wohl einfach weiterhin unverändert einnehmen. Habe hier gelesen, manche brauchten danach mehr oder weniger oder halt gleich. Insofern nicht vorhersehbar, was passieren wird.
    Wenn es mir akut schlecht geht, dann natürlich schon vorher mal zum Arzt, klar.
    Die Hormone wie Östrogen und Prolaktin (das war bei mir erhöht) wollte ich erst bei meiner Frauenärztin machen lassen, aber durch meinen Ärztesuche-Thread kam ich drauf, dass ich besser zum Endokrinologen sollte. Der kann dann ja auch gleich alle Werte zusammen angucken. Ich war bisher in meinem ganzen Leben nur einmal (!) bei einem Endokrinologen (bzw. -in, es war eine Ärztin). Und naja, ich mein, ich kann der Frau noch mal ne Chance geben.. hmm.. Was weiß ich.

    Welche Werte sind denn da hormontechnisch gesehen nach Absetzen der Pille eigentlich sinnvollerweise zu bestimmen?

    Bis dann
    Daria

  2. #2
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    Standard AW: Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrol

    Will gerade noch hinzufügen:
    Bezüglich der "Einstellung mit LT", es ist nicht so, dass ich da eine tolle vorhandene Einstellung kaputt machen würde oder so, nö, ich war nach meinem Empfinden noch nie toll eingestellt und würde insofern eh nix verlieren.
    Aber ich hoffe ja, dass sich mit Weglassen der Pille alles wundersam zum Guten wendet

  3. #3
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    Standard AW: Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrol

    Hallo Daria,

    Ich bin auf die antworten gespannt, da ich auch nach etwa 8 Jahren durchgehender pilleneinnahme diese absetzen möchte.
    Ich muss sie auf anraten des Arztes wegen meines pcos nehmen.
    Aber ich habe vor etwa 1 1/2 jahren die pille gewechselt da die anderen nicht gut auf das pcos reagiert haben
    Nur leide ich auffällig seitdem an vermehrtem haarausfall was nie mein Problem war... ich will es nicht automatisch auf das LT schieben, wenn es so richtig mit der Pille angefangen hat.

    Aber ich habe genau so eine angst vor dem absetzen wie du.

    Vor einer Woche hatte ich die einwöchige pause/Blutung und am vorletzten Tag ging es mir schrecklich. Hatte plötzlich ÜF Symptome obwohl ich noch in leichter UF zu sein scheine.
    Erst als ich die Pille wieder anfing ging das weg.

    Wer weiß. .... ich drücke dir die Daumen und möchte das zeug eigentlich auch nicht mehr nehmen

  4. #4
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    Standard AW: Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrol

    Hallo Hashi-san!
    Ich hab eben mal ein bisschen in deinem Thread gelesen. Du hast also PCOS (womit ich mich leider nicht auskenne), die Angst vor den wiederkehrenden Zysten verstehe ich. Ist der Haarausfall der einzige Grund, wieso du die Pille weglassen möchtest? Weil, wenn ich es mir so überlegen würde, dann wäre mir Haarausfall lieber als Zysten. Natürlich leidet man unter Haarausfall, ich kenne das, aber hmm...

    Bei mir wurde kein PCOS diagnostiziert. Bei mir war der Grund der Dauereinnahme ein anderer - meine Regel war wegen davor liegender Essstörungen seit langer Zeit ausgeblieben und ich hatte Sorgen wegen Osteoporose. Dummerweise war ich damals "jung und unerfahren" (als Patientin) und hab somit brav der Frauenärztin alles geglaubt. Es wurden bei mir vor dem Verschreiben der Pille und Anraten der Dauereinnahme keine Hormone, v.a. keine Sexualhormone bestimmt. Nix! Nada! Ich hab also nicht die geringste Ahnung letztendlich, was sein wird, wenn ich die Pille absetze.

    So wie du auch hab ich mal ein "Pausenexperiment" gemacht Das ist nicht so lustig abgelaufen. Ehrlich gesagt, durch die Dauereinnahme kenne ich mich Null mit Zyklus etc. aus. Ich musste mich erstmal ein bisschen einlesen. Dass die Pillenpause ja eine "Hormonentzugsblutung" ist, also künstlich hervorgerufen. Mir ging es in der Pause schlecht. Schmerzen, Übelkeit, Kreislaufprobleme, am liebsten hab ich auf dem Sofa oder im Bett mit Wärmflasche gelegen, und damit verbunden auch psychische Belastung (Angst, wie soll man das jetzt noch jahrelang aushalten, wenn man die Pille nicht mehr durchnimmt?? Wieso bin ich nur eine Frau...).

    Ich habe dieses Jahr auch zwischendrin mal eine andere Pille probiert, die ein anderes Gestagen hat. Denn, die Frauenärztin meinte, dass die Nebenwirkungen eigentlich immer durch das Gestagen ausgelöst werden... ob das jetzt stimmt, weiß ich nicht! Jedenfalls hat sich aber bei mir gar nix geändert (außer, dass ich nach dem Wechsel Pickel bekam). Müdigkeit und so blieben gleich.

    Meine Hoffnung ist, dass vielleicht nur diese anfängliche Hormonentzugsblutung schlimm ist, und es danach besser wird.
    Vielleicht ein frommer Wunsch!

  5. #5
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    Standard AW: Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrol

    Hallo Daria,
    von den meisten Frauenärzten kannst du in Bezug auf Hormone nicht viel mehr erwarten. Mein Frauenarzt meinte mal für Hormonprobleme sind die Endokrinologen zuständig, da würden sich die Frauenärzte nicht so gut auskennen.
    Ich frage mich immer wieder warum die Frauenärzte dann die Pille verschreiben dürfen?
    Meine Tochter ist auch ein Hormonopfer, ihr wurde immer eine andere Pille angeraten sofern es Probleme gab. Es wurde nie wirklich gut sondern immer
    nur anderst meist schlechter.

    Die Pille Valette hat bei ihr schere Migräne in der pillenfreien Woche ausgelöst, sie sollte sie dann wie du im Dauerzyklus ohne Pause nehmen. Von da an
    bekam sie mega Haarausfall der auch nach Jahren nicht mehr aufhörte.

    Daraufhin bekam sie die Diane, Morea Sanol, Neo Eunomin und alles wurde nur noch schlechter. Seit 4 Jahren ist sie ohne Pille und es wurde nicht mehr
    richtig gut. Wenn Haarausfall mal da ist lässt der sich nicht mehr so schnell stoppen.

    Traurigerweise war sie letztens bei einem neuen Frauenarzt und erzählte ihm ihr Problem, er meinte daraufhin sie soll es mal mit der Maxim probieren und
    stellte ihr ein Rezept aus.
    Nach dem Googln von Maxim haben wir erfahren, dass es ein Generikum von Valette ist, mit der ihre Probleme begannen.
    Soviel zu den Frauenärzten.

  6. #6
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    Standard AW: Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrol

    Hallo Kosima,

    geht deine Tochter nach ihren schlechter Erfahrungen mit Frauenärzten jetzt stattdessen zum Endokrinologen? Das größte Problem dabei ist ja meistens der Aufwand, weil die oft eher nicht mal eben um die Ecke ihre Praxis haben... das ist zumindest bei mir der Grund, wieso ich bisher erst einmal da war.
    Aber mittlerweile hab ich doch das Gefühl, dass es sinnvoll wäre, dort hinzugehen statt zum FA.

    Bezüglich der Pille bin ich aber auch schon enttäuscht über die Aufklärung seitens der Frauenärzte über die damit verbundenen Risiken. Es mag sein, dass sie einem noch sagen, dass es ein "erhöhtes Thromboserisiko" gibt (wobei sie das dann schnell aber abwiegeln mit "aber Sie rauchen ja nicht und haben kein Übergewicht"). Aber sie sagen einem nicht, dass die spezielle vorgeschlagene Pille (mit Gestagen der 4. Generation) ein wesentlich höheres Risiko hat als andere Pillen! Genau darüber gab es letztens ja viele Berichte.

    Ich find's ohnehin hart - ich hab Ärzte schon hin und wieder direkt auf Nebenwirkungen angesprochen und die wiegeln das dann ab mit "jaja, die müssen da ja alles reinschreiben, um sich rechtlich abzusichern". Mag ja auch so sein, aber ich träume halt von einer besseren Welt, wo man mich und meine Sorgen ernst nimmt

  7. #7
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    Standard AW: Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrol

    Hallo Daria,
    übrigens ist meine Tochter gleicher Jahrgang wie du.
    Sie war schon in der Heidelberger Endokrinologie, da wurde ihr gesagt, "Haarausfall kommt nicht von der Schilddrüse", die haben zwar viele Werte gemacht,
    die Behandlung war dann bescheiden, hat lediglich LT und gleich 50µg bekommen.
    Dann waren sie noch in Karlsruhe auch da wurden viele Werte gemacht mit Haarausfall kannte sich der Prof. nicht aus.

    Ihr wurden einfach und überall immer wieder die antiandrogenen Pillen verschrieben und damit Hoffnung gemacht, die wären ja so toll für Haut- und Haar.
    Wir haben nur gegenteiliges feststellen können.

    Wir sind dann im Sept. zu einer hier bekannten Ärztin gegangen, sie machte uns Hoffnung und meint meine Tochter hätte einfach zu wenig LT.
    Sie soll auf Obergrenze Ft4 und etwas 70 % Ft3 gehen. Derzeit ist TSH 0,24 und die freien Werte bei ca. 50 %. Sie hat daraufhin um 12,5 LT erhöht und
    morgen sollen neue Werte gemacht werden.
    Evtl. soll sie, je nach Werten 5 µg Thybon nehmen.

    Wir haben schon Eiseninfusionen geben lassen, Sammelurin untersuchen, Zink erhöht, Haaranalyse machen lassen und die ganzen B-Vitamine aufgestockt.
    Biotin, Folsäure und Kieselerde zugeführt.
    Auch haben wir Leberausleitung, Bioresonanz und vieles andere probiert, auch Schüsslersalze.

    Sie hat halt auch viel Stress da sie beruflich lange unterwegs ist und einen stressigen Job hat. Arzttermine wahrzunehmen ist darum auch sehr schwer und
    wenn möglich sollen es auch die richtigen Ärzten sein, alles andere ist Zeitvergeudung.
    Wir haben in diesen 8 Jahren schon so viele Ärzte aufgesucht, bisher alles ohne Erfolg.

    Ich denke aber die Hormone müssen jetzt zügig eingestellt werden und dann muss Ruhe reinkommen in dem Sinne, dass sie möglichst lange bei einer
    Schilddrüsenmedikamentation bleiben kann.

    Ich habe beobachtet, dass sehr viele Frauen angeblich nach Pillenabsetzen mit PCO zu kämpfen haben. Könnte mir gut vorstellen, dass es evtl. einen
    "Stau" in den Eierstöcken gibt und sich deshalb viele Zysten bilden.

    Hab auch schon oft gelesen, dass ausgerechnet die Frauen die antiandrogene Pillen hatten mit Haarausfall zu kämpfen haben.

  8. #8
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    Standard AW: Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrol

    Hallo Kosima,

    ja, ich rechne eigentlich schon damit, dass ich nach dem Absetzen Haarausfall und Pickel bekommen werde. Hoffentlich noch im erträglichen Maße. Und dann hoffe ich auch, dass es sich nach ein paar Wochen, Monaten bessert. Wenn ich daneben keinerlei Verbesserung meines Befindens feststellen sollte (Müdigkeit, depressive Stimmung, Aggressionen), dann kann ich eigentlich die Pille auch wieder nehmen. Ich hab aber schon Berichte gelesen, in denen die ersten Wochen und Monate nicht sonderlich toll waren, es danach aber besser wurde. D.h. ich muss dann schon eine gewisse Zeit "durchhalten", um das Ergebnis richtig einschätzen zu können.

    Ohje, Zysten nach Absetzen der Pille? Klingt nicht gut Aber ich werde es trotzdem durchziehen... aber sehr interessanter Punkt, d.h. ich sollte nicht nur die Werte danach im Auge haben, sondern auch für eine "normale" Untersuchung und Ultraschall zum FA. Weißt du genaueres darüber, nach wie langer Zeit die Zysten denn kamen?

    Lg
    Daria

  9. #9
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    Standard AW: Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrol

    Hallo Daria,

    genau, ich habe PCOs und muss nun laut Gynäkologe so lange es eben geht die Pille nehmen. So die Aussage.
    ich fing allerdings von selbst 2007 damit an als ich 18 wurde und in einer langen Beziehung war, zwecks Verhütung. Tja, damals war es noch die Belara. Die vertrug ich solala. Ich nahm allerdings plötzlich zu. Sehr viel sogar.
    Wie du, hatte ich lange gar keinen Zyklus oder selten und wenn, dann mit solchen Beschwerden, dass gar nichts mehr ging.
    Mit der Pille wurde alles zunächst besser, da sich dieser Kreislauf entwickelte und ich endlich sowas wie eine Blutung hatte! Wie naiv das zu denken, denn es handelte sich ja nur um die Abbruchblutung und nicht der eigene Zyklus!
    Als ich dann einmal versuchte abzusetzen, war es so gravierend, dass ich leider zu mir sagte, dass ich wieder anfangen möchte. Die Beschwerden wurden sogleich besser uvm. Heute bin ich mir nach soo langer Zeit der Einnahme einfach nicht mehr sicher, ob die Pille mir nicht mehr geschadet hat, als dass sie mir geholfen hat.
    Vielleicht hätte ich dieses PCOs ohne sie gar nicht entwickelt? Dann kam ja noch Hashimoto, wo es dann auch hieß, die Pille hätte es ausgelöst haben. Zeitlich gesehen könnte es gut passen. Denn erste Symptome für Hashimoto kamen etwa 2008. Also 1 Jahr nachdem ich die Belara angefangen hatte zu nehmen.

    Es ist also sehr schwierig jetzt zu wissen, was man genau machen soll..... aber inzwischen bin ich der Meinung, dass all dieses künstliche Zeugs den Körper einfach nur daran hindert zu funktionieren. Vielleicht gibt es andere Mittel und Wege um Schwierigkeiten auszugleichen. Ohne die Pille. Das ist kein Heilmittel, sondern eine ziemliche Chemiekeule.

    Ich wünsche dir das Beste, Daria!

    LG Hashi-san

  10. #10
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    Standard AW: Pille nach jahrelanger Dauereinnahme absetzen - Einstellung mit LT / Wertekontrol

    Ich denke auch, dass die Pille nicht wirklich hilft. Wie gesagt meine Tochter war gesund, kein Haarausfall, keine Akne und dann kam die Pille mit all den
    Problemen.

    Wünsche dir viel Kraft beim Absetzten.

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