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Thema: Permanente Sehstörungen?

  1. #1
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    Standard Permanente Sehstörungen?

    Hallo,

    ich sehe seit 3 Monaten permantent positive Nachbilder, nachdem ich ein Objekt fokussiere und dann auf etwas anderes schaue (sieht in etwa so aus, wie auf dem ersten Bild hier) und schwanke seitdem in einem Zustand zwischen Angst und Depression. Da neurologisch und augenärztlich alles abgeklärt ist, ich schon seit Jahren Panikattacken hatte, mein Freund seit einem Jahr chronische Schmerzen hat und ich mich außerdem auf meine Augen konzentriert hatte, weil eine andere Sehstörung mit unbekannter Ursache aufgetreten, und dann aber wieder verschwunden ist (*), hatte ich mich für eine psychosomatische Klinik angemeldet in der Hoffnung, dass die Probleme psychisch sind. Am Freitag war ich dann bei einem Allgemeinarzt, weil ich zur Sicherheit nochmal ein Blutbild machen wollte, und gestern kam dann das Ergebnis, dass mein TSH-Wert bei 4,5 liegt (die anderen beiden Werte wurden aber (noch?) nicht getestet, da muss ich nochmal nachfragen). Der Arzt will jetzt auf jeden Fall noch die Antikörper überprüfen und hat mich zu einer Schilddrüsen-Sonographie geschickt, bei der heute "multiple kleine echoarme Areale disseminiert in beiden Schilddrüsenlappen" festgestellt wurden (aber regelgerechte Echogenität und auch sonst nichts anderes auffälliges). Ich habe jetzt natürlich noch keine definitive Diagnose von einem Arzt für Hashimoto (der Radiologe meinte nur, dass der Ultraschall auf eine Entzündung hindeuten könnte), bin jetzt aber total verunsichert, ob meine psychischen Probleme wirklich psychisch sind, oder von der Schilddrüse kommen? Oder ob die Sehstörungen vielleicht auch damit zusammenhängen können? Hatte hier vielleicht jemand ähnliche Augenprobleme?

    * das hatte sich vorher zweimal darin geäußert, dass ich plötzlich auf einem Auge im Gesichtsfeld einen kleinen roten Punkt gesehen habe, der dann irgendwann zu einer dunklen, teilweise blitzenden blinden Stelle geworden ist, dieses Mal war der 3. rote Fleck dann aber nach 2 Tagen weg, seitdem sehe ich aber häufiger kleine rote Punkte, die dann aber nach 1-5 Stunden wieder verschwinden

    Desweiteren hatte mir der Allgemeinarzt Euthyrox 50mg aufgrund des TSH-Wertes verschrieben und weil ich gesagt hatte, dass ich mich müde/antriebslos fühle - heute morgen habe ich es mal genommen, aber ich bin mir jetzt auch nicht sicher, ob ich es weiternehmen soll, irgendwo hier habe ich, glaube ich, gelesen, dass man mit 25mg anfangen sollte. Und ist das überhaupt sinnvoll, ohne die beiden anderen Werte?

    Tut mir Leid, falls die Sätze zu lang sind oder das ganze etwas wirr ist, ich bekomme es gerade nicht besser hin ^^"

    LG,
    kawa

  2. #2
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    Standard AW: Permanente Sehstörungen?

    Hallo Kawa,

    bei mir kamen diese Bilder von der Unterfunktion. Ich hatte das nicht als NAchbilder...aber auch so wie auf dem Bild..so wie Schatten darüber. Total beängstigend. Mir gings in der Zeit auch sehr schlecht (psychische auswirkungen der Unterfunktion). Wurde schon neurologisch alles geschaut? Auch Bildgebung vom Kopf? MRT? Die anderen schreiben dir bestimmt noch mehr zum befund. ich kann dir auf jeden Fall sagen..ICH hatte diese Sehstörungen auch..und sie sind mit LT weggegangen. (hab auch immer alle leuchtenden Objekte (wie das Senderzeichen in der rechten Ecke vom Fernsehen..bei mir waren es immer 2 Pro 7 Zeichen)

  3. #3
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    Standard AW: Permanente Sehstörungen?

    Ergänzend zum LT: Da dein TSH erhöht ist und Du Symptome hast, macht es auf jeden Fall Sinn, so rasch als möglich damit anzufangen.
    Nimm erstmal 10 Tage bis zwei Wochen 25 (Tablette teilen), dann erst 50, die 50 dann vier bis sechs Wochen halten bis zur nächsten Werteüberprüfung. So kann sich der Körper besser an die Hormongabe von außen gewöhnen.

    Probleme mit den Augen hatte ich nie, aber deine psychischen Probleme können sehr gut auf die Schilddrüsenunterfunktion zurückzuführen sein.

  4. #4
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    Standard AW: Permanente Sehstörungen?

    Hallo maydee und Karawanke,

    danke für die Antworten :-)

    Doppelbilder habe ich keine, solange ich das Objekt anschaue, sondern wirklich nur 1-2 Sekunden nachdem ich auf etwas anderes sehe (das ist natürlich beim Fernsehen extrem störend). Das ist auch der Grund, weshalb bei mir noch keine Lumbalpunktion gemacht wurde, da die beiden Neurologen davon überzeugt waren, dass ich ohne Doppelbilder kein MS habe. Eine Psychiaterin meinte aber, ich sollte sie machen und der nächste Psychologe meinte dann, Psychiater haben meist weniger Ahnung als Neurologen, deswegen habe ich es noch nicht gemacht (werde aber auf jeden Fall noch zu einem Neurologen gehen, der sich mit diesen Nachbildern auskennt, das wird dann auch der letzte Neurologen-Besuch). Ansonsten wurde ein MRT mit Kontrastmittel und eine Untersuchung von Sehnerv im Januar wegen diesen roten Punkten gemacht, und zwei Neurologen plus der Radiologe heute und sämtliche anderen Ärzte sind sich einig, dass kein weiteres MRT notwendig ist, weil in 3 Monaten nichts neues mehr dazugekommen sein könne.

    @Karawanke: Vielen Dank, dann werde ich erstmal mit 25mg anfangen.
    Gibt es da eine Möglichkeit, irgendwie unterscheiden zu können, ob das psychisch ist oder nicht? Denn mir fallen auch ganz viele Gründe, warum es eben doch psychisch ist, alleine das letzte Jahr war wegen der erst nach 6 Monaten diagnostizierten und dann falsch behandelten Krankheit meines Freundes extrem stressig.

    LG,
    kawa

  5. #5
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    Standard AW: Permanente Sehstörungen?

    Und bis zu dem Termin würde ich mich erstmal um die Schilddrüseneinstellung bemühen :D Vielelicht hat sich das Problem ja damit schon gegessen *drück die Daumen*

  6. #6
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    Standard AW: Permanente Sehstörungen?

    Heute habe ich die Ergebnisse der Antikörper bekommen, die ft-Werte wurden leider nicht überprüft:

    Thyreoglobulin-Ak 2,2 (Norm 0.0-4.10)
    TPO-Ak <1.0 (Norm 0.0-5.6)
    TRAK <.1.0 (Norm 0.0-1.8)

    Außerdem wurde bei mir noch ein Vitamin D Mangel festgestellt (12.7 ng/ml, Norm 20-70), dafür soll ich jetzt 1000IE pro Tag nehmen. Ist das in Ordnung so? Ich hatte hier auch irgendwo gelesen, dass man das mit Magnesium koppeln sollte, aber davon hatte der Arzt noch nie was gehört. Und er meint, dass ich Antideprissiva nehmen sollte (Fluoxetin). Eigentlich hatte ich Opipramol genommen, da mir das eine Psychiaterin verschrieben hatte. Das hatte ich auf seine Bedenken hin abgesetzt (und weil es mir nicht wirklich besser damit ging). Allerdings frage ich mich dann, ob ich es überhaupt bemerken würde, wenn Vitamin D oder Levothyroxin anfangen zu wirken...

    Zusätzlich wollte ich noch fragen, ob ich nochmal eine Schilddrüsensonographie bei einem Arzt machen sollte, der sich besser damit auskennt, da ich gelesen hatte, dass meine Schilddrüse rechts 5.1 und links 4.2 ml groß ist, und das ist ja weniger als 10ml. Trotzdem meinte der Radiologe, dass sie normal groß sei.

  7. #7
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    Standard AW: Permanente Sehstörungen?

    *schubs*

    Also, ich habe jetzt nochmal nachgelesen, 7000IE pro Woche für einen Vitamin D Mangel von 12,7 ng/ml sind also zu wenig, es sollten eher 40000 IE sein und dazu 600mg Magnesiumcitrat, habe ich das so richtig verstanden? Wie schwierig ist es denn, Ärzte zu finden, die sich mit sowas auskennen?

    Und reichen echoarme Areale und eine Schilddrüse unter 10ml Größe für die Diagnose Hashimoto? Der Arzt sagte, ich hätte keins, weil die Antikörper nicht erhöht sind und es wegen der Behandlung egal wäre, ob man das Hashimoto nennt, oder nur SU.

  8. #8
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    Standard AW: Permanente Sehstörungen?

    Zwar schon uralt, aber ich würde hier gerne noch einmal einhaken, weil ich relativ ähnliche Symptome habe. Auch bei mir von den Werten alles zu gut/normal, das Volumen unter 10 ml und leichte Echoarmut......noch einer der damals beteiligten hier im Forum?

  9. #9
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    Standard AW: Permanente Sehstörungen?

    kann man übers profil sehen
    kawa war wohl seit 2012 nicht mehr da
    die anderen beiden, Karawanke
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    13.12.14 19:40

    und
    madyeee

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    10.11.14 11:25
    sind wohl noch da

  10. #10
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    Standard AW: Permanente Sehstörungen?

    Da ich jetzt bald von der privaten in die gesetzliche Krankenkasse wechsle, habe ich jetzt nach Ewigkeiten doch noch mal hier reingeschaut.

    Die Nachbilder sind weg bzw. stören mich nicht mehr. D.h. ich kann problemlos Filme mit wechselnden Bildern schauen und sehe keine Nachbilder, wenn ich aber etwas fixiere und dann auf was einfarbiges schaue und versuche, das immer noch zu sehen, dann kann ich die Nachbilder noch sehen (das mache ich aber nicht mehr, sonst würde sich die Symptomatik wahrscheinlich verschlimmern). Rückblickend denke ich, dass das mit den Nachbildern wahrscheinlich wirklich durch Stress bedingt war und ich mich zu sehr auf meine Augen konzentriert habe (und zugegebenermaßen auch bevor die positiven Nachbilder auftauchten, zu intensiv negative Nachbilder beobachtet habe).

    In Bezug auf die plötzlich auftauchenden kleinen roten Flecken im Gesichtsfeld, an denen ich danach nichts mehr sehen kann, hat sich nichts geändert - ca. jedes Jahr kommt ein neuer hinzu. Inzwischen hat mir ein Neurologe gesagt, dass dass eine Restmigräne sein könnte (ich hatte früher Migräne mit Aura), dass man davon aber nicht komplett blind werden sollte. In Anbetracht der Tatsache, dass das nur einmal im Jahr auftritt (wie meine Migräne damals) und die Aura-Migräne von früher auch irgendwann weggegangen ist, bin ich da erstmal zuversichtlich.

    Mein genereller psychischer Zustand wurde damals dann auch besser, als mich meine Psychotherapeutin in der psychosomatischen Klinik anschrie und meinte, ich würde nicht mitarbeiten. Daraufhin war ich dann erstmal total schockiert, weil ich aus meiner Sicht wirklich mitgearbeitet hatte, sämtliches Vertrauen in Psychotherapeuten verloren und für mich festgestellt, dass es keine Menschen gibt, die Interesse daran haben, mir zu helfen und ich wohl so weiterleben muss, egal, wie ich mich dabei fühle. Die Zeit in der Psychosomatischen Klinik habe ich dann noch irgendwie hinter mich gebracht und direkt im Anschluss daran zwei Klausuren geschrieben, die ich dann auch sehr gut bestanden hatte. Das hatte mir dann wieder etwas Mut gemacht. Durch meine Bachelorarbeit kam ich dann auch wieder auf andere Gedanken und ein Wechsel zu einem Präsenzstudium und damit verbundenem politischen Engagement hat meine Agoraphobie dann auch noch verschwinden lassen. Und irgendwann fiel mir dann auf, dass die Sehstörungen verschwunden waren. Insbesondere der Einstieg in die Politik hat mir gezeigt, dass es Dinge gibt, die mir auch Spaß machen würden, wenn ich blind wäre und mich daher auch nochmal beruhigt.

    Beim Vitamin D Mangel habe ich momentan aufgegeben - immer wenn ich es testen lasse, habe ich einen Mangel, aber der Arzt verschreibt mir halt nur die niedrig dosierten Tabletten und macht danach auch keine Kontrolluntersuchung (bzw. fordert mich nicht dazu auf). Der Mangel an sich hängt vermutlich damit zusammen, dass ich Vegetarierin bin und es bei mir eher selten vorkommt, dass ich mal 10 Minuten in der Sonne bin. In einem anderen Forum habe ich aber eine Person gefunden, die in Bezug auf die roten Punkte ähnliche Probleme hat und ebenfalls einen Vitamin D Mangel hatte. Ansonsten stand bei ihr auch noch die Vermutung im Raum, dass es eine Nahrungsmittelunverträglichkeit in Bezug auf Tierprodukte ist, woraufhin sie sich meines Wissens nach vegan ernährt hat.

    Das einzige, was mich - neben dem Vitamin D Mangel - jetzt noch beschäftigt, ist die Frage, ob ich wirklich Hashimoto habe oder nur eine Schilddrüsenunterfunktion (bei der dann ja die Ursache geklärt werden müsste?). Soweit ich das verstanden habe, darf man ja mit Hashimoto kein Blut spenden, aber was soll man machen, wenn man keine eindeutige Diagnose hat? Von meinem Befinden her merke ich wirklich gar nichts - egal, ob ich das L-Thyroxin mal zwei Wochen nicht nehme, weil die Packung leer ist, meine tägliche Sojamenge nach Belieben variiere oder Konbu-Seetang mit hohem Jodgehalt esse, etc.

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