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Thema: MB -Autoimmunkrankheit und Vitaminpräparat, EO

  1. #1
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    Standard MB -Autoimmunkrankheit und Vitaminpräparat, EO

    Hallo,

    da bin ich schon wieder.
    Ich habe da eine Frage, die mir eigentlich niemand so richtig beantworten kann.
    Ich habe mir das Wirkstoffdossier von Carbimazol besorgt und da heißt es:

    "(Carbimazol = Thioharnstoffderivat) Es gibt auch Hinweise für eine immunsuppressive Wirkung der Thioharnstoffderivate, die vor allem bei Patienten mit Morbus Basedow für Bedeutung ist"

    Mir ist bekannt, dass es MB Fälle gibt, wo immunsupprimierende Substanzen wie Methrotrexat eingesetzt werden.
    Immunsuppression hat eine positive Auswirkung auf die bösen Antikörper.

    In diesem Dossier steht allerdings auch:

    "Ein eventuell vorhandener Exophtalmus geht nicht zurück bzw. kann noch verstärkt werden" ; "Auftreten oder Verschlimmerung der EO ist weitgehend unabhängig vom Verlauf der Schilddrüsenerkrankung"

    Ich sehe das als wiedersprüchlich an, zumal einem der Endo und auch der AA sagen, dass die Augenschwellungen sich mit der SD-Hormonsuppression zurückbilden.

    Nun meine Frage:
    Seht Ihr es als sinnvoll an, bei einer Autoimmunkrankheit ein Multivitaminpräpatat (Orthomol vital f) einzunehmen?
    Die Jodtablette lasse ich selbstredend weg!
    Ist das kontraproduktiv, immunsystemstimulierend?
    Das Präparat ist praktisch der Ferrari unter diesen Produkten und tut mir eigentlich sehr gut; d.h. man merkt die Power-Wirkung schon nach einigen Tagen.

    LG

    Miristheiss

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von nea_sanni
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    Standard AW: MB -Autoimmunkrankheit und Vitaminpräparat, EO

    Hey miristheiss,

    bei sd-erkrankungen kommt es oft zu mineral- und vitalstoffmängeln. Ich hab mal in die inhaltsliste geschaut - das sind ja alles minerasstoffe, davon wirkt nichts "immunstimulierend" ausser dem jod, was du ja weglässt.

    Ich persönlich halte aber nichts von diesen multivitaminpräparaten, viele vitalstoffe bekommt man besser über die nahrung, wo sie auch oft besser verträglicher sind als wenn man sie "künstlich" aufnimmt.

    Der individuelle verbrauch/mangel ist bei jedem menschen so unterschiedlich, dass jeder mensch auch eine für ihn abgestimmte dosierung bräuchte, da auf verdacht etwas zu nehmen, ist oft wenig sinnvoll. Ich fände richtiger, wenn man seine mängel abchecken lässt und gezielt nem nimmt, die man auch wirklich benötigt. So ist vitamin a durchaus skeptisch zu sehen; ein zuviel kann oft zu schäden führen.

    Es ist m.m. nach auch eine kostenfrage - wenn du wüsstet, was du genau brauchst, bräuchteat du nicht "unnütz" geld fur dinge ausgeben, die nicht nötig sind, du aber beim kauf des präparats mit bezahlst. So sagst du, das ist ein "booster" und du fühlst dich danach besser. Allerdings wirst du nicht genau sagen können, auf welches der inhaltsstoffe du so positiv reagierst, das konntest du u.u. auch günstiger bekommen.

    Hast du schon mal deine mineralstoffe checken lassen - calcium, natrium, kalium? Auch ferritin? Magnesium kann man gut extra substituieren, das ist ziemllich kostengünstig, einen mangel hat fast jeder und ein zuviel merkst du auch, das ist recht ungefährlich.

    Es bleibt natürlich deine entscheidung, was und wieviel du wovon nimmst und das hier nur meine persönliche meinung dazu. Wenn es dir gut tut, dann warum nicht nehmen?

    Zur eo und dem verlauf der sd-erkrankung: das hatten wir hier neulich als thema. Es ist schon richtig, dass die sd-erkrankung im engeren sinn nicht für die eo verantwortlich ist. Es sind die antikörper, die zum einen mb verurachen und zum anderen auch die augenerkrankung, demzufolge ist das fehlgeleitete immunsystem der ursächliche verursacher, deswegen sind die eo und die sd-problematik zwar thematisch verbunden, aber doch auch wieder unabhängig voneinander. Carbi behandelt die folgen der ai, daraufhin geht die antikörperzahl und die damit verbundenen beschwerden wie eo und üf zurück etc.

  3. #3
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    Standard AW: MB -Autoimmunkrankheit und Vitaminpräparat, EO

    "
    (Carbimazol = Thioharnstoffderivat) Es gibt auch Hinweise für eine immunsuppressive Wirkung der Thioharnstoffderivate, die vor allem bei Patienten mit Morbus Basedow für Bedeutung ist"
    Eine leichte immunsuppressive Wirkung wird den Präparaten nachgesagt, mit Betonung auf "leicht".
    Mir ist bekannt, dass es MB Fälle gibt, wo immunsupprimierende Substanzen wie Methrotrexat eingesetzt werden.
    Immunsuppression hat eine positive Auswirkung auf die bösen Antikörper.
    Meines Wissens: Nur bei so starker EO, dass das Augenlicht gefährdet ist. Starke Immunsuppression ist ja nicht nebenwirkungsfrei.

    "Ein eventuell vorhandener Exophtalmus geht nicht zurück bzw. kann noch verstärkt werden" ; "Auftreten oder Verschlimmerung der EO ist weitgehend unabhängig vom Verlauf der Schilddrüsenerkrankung"
    EO ist zum Teil unabhängig von der Schilddrüsenerkrankung, ja. Kann sich verselbstständigen. Allerdings bleibt meist der positive Wirkung einer guten Hormoneinstellung bestehen.
    Oder sagen wir so: die negative Wirkung schlechter Einstellung.

    Ich sehe das als wiedersprüchlich an, zumal einem der Endo und auch der AA sagen, dass die Augenschwellungen sich mit der SD-Hormonsuppression zurückbilden.
    Was meinst du mit Hormonsuppression? Meinst du Immunsuppression? Die Augen können allgemein besser werden, wenn die Hormonwerte besser sind. Können, nicht müssen.
    Genau das ist gemeint mit der relativen Eigenständigkeit von EO.

    Nun meine Frage:
    Seht Ihr es als sinnvoll an, bei einer Autoimmunkrankheit ein Multivitaminpräpatat (Orthomol vital f) einzunehmen?
    Nicht wirklich wegen der Autoimmunkrankheit als solche, zumal es hier nicht darum geht, dass das Immunsystem verstärkung oder Stimulation braucht.

    Früher war es hier verbreitet, Thyreoprotect bzw. Macula zu nehmen (hier klicken: http://www.schilddruesenguide.de/hinkel.html), aber ausschließlich wegen der Augen. Eine Wirkung ist nicht wirklich nachweisbar, schaden tut es sicherlich nicht, es handelt sich vorwiegend um Antioxidativa.

  4. #4
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    Standard AW: MB -Autoimmunkrankheit und Vitaminpräparat, EO

    Hi Nea-sanni,

    mach mal Deinen Posteingang ein bisle leer, dann kann ich Dir eine PN schicken.

    LG

  5. #5
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    Standard AW: MB -Autoimmunkrankheit und Vitaminpräparat, EO

    Hi Panna,

    die Inhaltsstoffe dieser Produkte sind ziemlich ähnlich, bei meinem fehlt zwar das Lutein, doch da das nur gegen die UV-bedingte Makuladegeneration hilft, wenn überhaupt, kann man das vernachlässigen.
    Ich denke, was sich bei mir positiv auswirkt und was ich auch wirklich körperlich spüre, ist die Wirkung der B- Vitamine. Angeblich sollen, laut Hersteller, die sekundären Pflanzenstoffe auch ganz toll wirken (?)
    Natürlich kann man sich, wie Nea_sanni auch ganz richtig bemerkt, diese ganzen Sächelchen auch über die Nahrung zuführen, wenn man denn die Zeit und die Muse dazu hat. Die fehlen mir manchmal; und wenn ich so nach einem langen Arbeitstag um 20.15 Uhr nach Hause komm, dann ist nichts mit vitaminreich und ausgewogen, dann hamma Hunger und keine Lust mehr zu Kochen und dann muss auch mal ein Döner herhalten.

    Ich stelle jetzt mal meine Werte ins Profil.

    LG

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