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Thema: Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

  1. #1
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    Frage Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

    Hallo zusammen!

    Ich hatte am Freitag wieder einen Schwächeanfall mit Lähmung der Beinmuskulatur und wurde deswegen zum 3.Mal im KH untersucht und behandelt.

    Diese Anfälle haben zeitgleich mit dem Ausbruch von Hashimoto angefangen.Während die anderen Ärzte bei dem 1.KH-Aufenthalt nur einen Kaliummangel diagnostizierten, bzw. beim 2.Aufenthalt vollkommen ratlos waren (Psychiatrie), stellte der Internist im KH diesmal den Verdacht auf hypokaliämische periodische Paralyse (HPP oder periodische hypokaliämische Lähmung), obwohl mein Kalium (im Serum) zum Zeitpunkt der BE (18 Uhr, der Anfall war am Frühnachmittag gegen 14 -15 Uhr) im Normbereich war (aber grenzwertig normal).

    Im Sommer 2008 hatte ich bereits einen solchen Anfall gehabt, hatte mich deswegen selbst ins KH eingewiesen, weil ich mich bereits in der Nähe befand.Ich war vor dem Parkplatz zusammengebrochen und wurde deswegen auf die Intensivstation verlegt.Dort war der Kalium knapp unter Norm (3,49 mval/ml, ein Wert unter 3,6 gilt als Hypokaliämie), der Magnesiumwert (Serum) grenzwertig niedrig (wenn man sich aber auf die Normwerte mancher Lehrbücher für innere Medizin bezieht, war der Wert eigentlich auch unter Norm).Die Hypokaliämie war diesmal aber kaliumrefraktär, sprich die Lähmung blieb trotz Kaliuminfusion.Ich wurde nach 2 Kaliuminfusionen als "gesund" nach Hause entlassen, obwohl ich am Abend das KH fast im gleichen Zustand verliess.Mic (aus dem Forum) wies mir zum Glück auf den niedrigen Magnesiumwert hin und riet mir, Magnesium hochdosiert einzunehmen.Mit 600 (oder 900 mg?) Magnesium (-citrat) und 20 mmol Kalium (-citrat) verschwand die Muskellähmung innerhalb ein paar Tage.

    Dann machte ich den Fehler, Magnesium nach ein paar Wochen wieder abzusetzen.

    1-2 Jahr später ließ ich Magnesium im Vollblut messen, weil ich immer wieder Muskelkrämpfe (Bauch, Waden) hatte.Der Wert war deutlich unter Norm.Ich finge an, 300 mg Magnesium (-citrat) täglich einzunehmen, allerdings auch nicht regelmäßig.

    Ein paar Wochen später bekam ich einen neuen Lähmungsanfall.Wieder spürte ich am Morgen ca. 1 Stunde nach dem Aufstehen eine große allgemeine Schwäche mit Schwindel, meine Beinmuskulatur war sehr schwach und ich konnte nach ein paar Meter keinen Schritt mehr machen, die Beinmuskel waren gelähmt.Meine HÄ überwies mich leider-obwohl mein Neurologe eine dringende Einweisung in die Neurologie am Tel.empfohlen hatte-in die geschlossene Psychiatrie, weil sie aufgrunde meiner früheren depressiven Episoden (ausgelöst durch SD UF + VitB12- und Eisenmangel) fest davon überzeugt war, daß die Ursache psychosomatisch war.Trotz meinen Hinweisen auf die Hypokaliämie 2 Jahre früher und mein Ansprechen auf Kalium und Magnesium, wurde ich dort nicht auf diese Mängel untersucht und 3 Tage später ohne Diagnose und Behandlung entlassen.Ich nahm zu Hause wieder Kalium und Magnesium hochdosiert ein und die Muskellähmung/-schwäche verschwand wieder innerhalb ein paar Tagen.

    Am Freitag wieder das Gleiche: am Vormittag 1-2 Stunden nach dem Aufstehen allgemeines Schwächegefühl, leichter Schwindel, dann 1-2 Stunden nach dem Mittagsessen plötzlich Kreislaufkollaps, enormes Schwächegefühl, das Gefühl, gleich in Ohnmacht zu fallen und diese enorme Schwäche der Beinmuskel mit anschliessender Lähmung.Als ich dann von der Küche ins Esszimmer gehen wollte, um die Terrassentür zu schliessen, konnten mich meine Beine nicht mehr tragen, ich bin auf den Boden gefallen und konnte dort eine Zeit lang nicht mehr aufstehen, habe dann irgendwann es geschafft, auf allen Vierern zu krabbeln, bin dann zum Büro gekrabbelt, um meine Freundin anzurufen, die mich dann zu einem Internisten gebracht hatte (zu meiner HÄ wollte sie nicht hin).Der konnte am EKG einen Herzinfarkt ausschliessen und als ich ihm meinen Verdacht auf Hypokaliämie äusserte (die er aber am EKG nicht diagnostzieren konnte), überwies er mich ins KH (ein anderer KH als 2008).

    Dort nahmen die Ärzte meine Beschwerden sehr ernst und verabreichten mir nach einem EKG, BE und Sauerstoff (die Sauerstoffsättigung war zu niedrig) eine Kaliuminfusion.Schon währen der Infusion spürte ich eine Wiederkehr der Muskelkraft, nach der Infusion konnte ich schon wieder aufstehen und fast normal gehen, wenn auch noch mit leichtem Schwindeln und wackeligen Beinen.Am nächstenTag bekam ich wieder eine Kaliuminfusion, zusätzlich eine Magnesiumtablette und konnte das KH vor Mittag verlassen.Die Muskelkraft war noch nicht zu 100% wieder hergestellt, aber deutiich besser und als ich zu Hause 600 mg Magnesium (-citrat) nahm, war die Muskelkraft ein paar Stunden fast wieder vorher.

    Am Sonntag habe ich von alledem nichts mehr gespürt, ich konnte den Tag voll geniessen.Ich nahm allerdings morgens 1 Kaliumbrausetablette und im Laufe des Tages 600 mg Magnesium.

    Was mich sehr überrascht war nicht nur, daß der Arzt im KH sich mit dieser hypokaliämischen periodischen Paralyse auskannte und den Verdacht nach meinen Schilderungen der früheren Anfälle gleich äusserte, sondern daß er auch sagte, Hashimoto Patienten hätten öfter diese Erkrankung der Muskel.In der Tat kann ich mich nicht daran erinnern, vor dem Ausbruch von Hashimoto vor 6 Jahren jemals an solche Anfälle gelitten zu haben.Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie ich 1 Jahr nach dem Ausbruch einen solchen Anfall hatte, damals 2 Stunden auf der Liege bei der HÄ mit geschlossenen Augen verbrachte (diesmal waren alle Muskel betroffen, nicht nur die Beinmuskel), weil ich nicht mal die Kraft hatte, die Augen zu öffnen.Die HÄ machte damals kein EKG, nahm kein Blut ab und entliess mich um 18 Uhr in dem Zustand nach Hause.Damals ahnte ich selbst nichts vom Kaliummangel und dachte, daß es an der SD UF lag (ich nahm damals nur 25 µg L-T und hatte einen TSH um 5-6).1-2 Tage später ging es mir wieder besser.Seitdem habe ich mehrere Anfälle gehabt, 5-6 ungefähr, die immer auf die Gabe von Kalium und Magnesium angesprochen haben.

    Jetzt meine Frage an die Hashimoto Patienten hier: leidet hier auch jemand unter dieser periodischen Lähmung?Gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dieser hypokaliämische periodische Lähmung und Hashimoto?

    Ich konnte in der Suchfunktion nur den Beitrag einer Patientin finden, die aber unter periodischen hyperkaliämischen Lähmung leidet.

    Studien dazu habe ich noch nicht gefunden.Wenn jemand eine Studie findet (HPP bei Hashimoton Patienten oder Patienten mit AIs), wäre ich sehr dankbar für den Hinweis.

    Bekannt ist m.E. nur die Hypokaliämische Lähmung aufgrunde einer Schilddrüsenüberfunktion (bei Morbus Basedow Patienten z.B.):

    http://www.springerlink.com/content/wj6720161532445t/

    Da mein TSH zur Zeit bei 1,5 liegt, konnten die Ärzte diese Ursache ausschliessen.

    Falls es jemand interessiert, hier ein paar Links zur Hypokaliämie und HPP:

    http://www.med4you.at/laborbefunde/l...bef_kalium.htm

    http://www.med4you.at/laborbefunde/l..._kalium_dd.htm

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hypokali%C3%A4mie

    http://www.investimed.ch/Hypokaliamie_INV_Dt.07.pdf

    http://de.wikipedia.org/wiki/Periodische_L%C3%A4hmung

    http://www.dgm.org/files/periodische_paralysen.pdf

    Falls jemand hier unter diesen wiederkehrenden Lähmungen leidet, würde mich auch interessieren, welche Behandlung von euerem Arzt vorgeschlagen wurde.Ich soll jetzt täglich 20 mmol Kalium einnehmen, laut Literatur nütze diese vorbeugende Einnahme aber nichts.Beim Auftreten einer Lähmung werden dagegen 3 x 20 mmol Kalium (Kalinor) empfohlen.

    LGHashimota
    Geändert von Hashimota (23.05.11 um 10:03 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

    Ich kann Dir zu der Krankheit selber nichts sagen, aber zu Kalium
    Die Grenzwerte sind beim Kalium wie üblich so, dass der untere Grenzwert bei vielen schon Beschwerden macht.
    Zudem sollte man Kalium immer zusammen mit Magnesium substituieren, da aufgrund der Transport in die Zellen diese Stoffe nur gut aufgenommen werden, wenn sie zusammen an der Membran vorliege.
    Das Auffüllen von K und Mg dauert aber viele Monate.
    Bevor Du aber hochdosiert beide Stoffe [v.a. Kalium] zu Dir nimmst, lass einmal Deine Nieren checken, nicht dass da ein versteckter Fehler irgendwo ist. Bei Nierenproblemen ist die Gabe von Kalium nicht mehr ganz so ungefährlich, da dies ausschließlich darüber ausgeschieden wird und zu hohe K-Konzentrationen (durch die fehlerhafte Nierenleistung) dann nicht gerade gesund sind.

  3. #3
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    Standard AW: Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

    Jetzt habe ich gerade etwas gefunden:

    Periodic paralysis as an unusual presentation of autoimmune hypothyroidism with goiter

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19264714

    Leider kein Abstract.

  4. #4
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    Standard AW: Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

    Zitat Zitat von Hashimota Beitrag anzeigen
    Jetzt habe ich gerade etwas gefunden:

    Periodic paralysis as an unusual presentation of autoimmune hypothyroidism with goiter

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19264714

    Leider kein Abstract.
    PN

  5. #5
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    Standard AW: Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

    Zitat Zitat von Xylo Beitrag anzeigen
    Ich kann Dir zu der Krankheit selber nichts sagen, aber zu Kalium
    Die Grenzwerte sind beim Kalium wie üblich so, dass der untere Grenzwert bei vielen schon Beschwerden macht.
    Zudem sollte man Kalium immer zusammen mit Magnesium substituieren, da aufgrund der Transport in die Zellen diese Stoffe nur gut aufgenommen werden, wenn sie zusammen an der Membran vorliege.
    Das Auffüllen von K und Mg dauert aber viele Monate.
    Bevor Du aber hochdosiert beide Stoffe [v.a. Kalium] zu Dir nimmst, lass einmal Deine Nieren checken, nicht dass da ein versteckter Fehler irgendwo ist. Bei Nierenproblemen ist die Gabe von Kalium nicht mehr ganz so ungefährlich, da dies ausschließlich darüber ausgeschieden wird und zu hohe K-Konzentrationen (durch die fehlerhafte Nierenleistung) dann nicht gerade gesund sind.
    Vielen Dank Xylo!

    Über den Zusammenhang zwischen Kalium und Magnesium weiss ich schon Bescheid, ich hatte schon mal hier Links dazu gepostet.Hier ein paar Artikel, falls es jemand interessiert:

    Magnesium ist ein wichtiger Ko-Faktor bei der Kaliumabsorption und dient zur Aufrechterhaltung des intrazellulären Kaliumspiegels.
    Für die PRAXIS:
    �� Bei gleichzeitig vorhandener Hypokaliämie und Hypomagnesiämie wird
    ein «kalium-refraktärer» Zustand beobachtet, bei dem die Hypokaliämie
    nur bei gleichzeitiger Substitution mit Magnesium behoben werden kann.
    �� Eine Magnesiumsubstitution ist bei Vd. auf Hypomagnesiämie immer indiziert
    (Risikopatienten: schlecht ernährte Patienten, Alkoholiker). Diese
    Magnesiumsubstitution ist initial empirisch... aber sicher nicht schädlich!
    http://www.investimed.ch/Hypokaliamie_INV_Dt.07.pdf

    Magnesium- und Kaliummangel treten fast immer gleichzeitig auf (Klassen,
    1986).

    Das gemeinsame Auftreten von Magnesium und Kaliummangel
    hat aber auch einen lange bekannten physiologischen Grund: Das für den
    Kaliumtransport in der Zelle verantwortliche Enzym (die Natrium-Kalium-
    ATP-ase) kann bei Magnesiummangel nur unzureichend Kalium in die Zelle
    einschleusen, da sie durch Magnesium aktiviert werden muss (Haralambie,
    1982). Daher kommt es bei Magnesiummangel sogar dann zu einem Kaliummangel,
    wenn die Ernährung kaliumreich ist. Selbst eine gezielte Kaliumzufuhr
    ist bei Magnesiummangel weitgehend erfolglos, weil das Kalium nicht in
    die Zellen kann.
    http://www.eder-health-nutrition.de/...1089280296.pdf

    Bei dieser Lähmung im Sommer 2008 hatte ich gleichzeitig einen Kalium-und Magnesiummangel (auch wenn der Mg-Wert in der Norm war.Prof.Liebscher wies mir aber darauf hin, daß der Normwert in diesem KH viel zu niedrig war und daß mein Wert demnach nach den Normwerten von Lehrbüchern unter Norm war-Grund für diese niedrige Norm der Intensivstation: der größte Teil der Patienten auf Intensivstation leidet unter akutem Magnesiummangel!) und die Lähmung war kaliumrefraktär und verschwand erst nach Gabe von Kalium und Magnesium.

    Diesmal nahm ich aber regelmäßig Mg (ca. 2 x 300 mg/Tag, wobei ich die 2.Gabe am Nachmittag manchmal vergesse).Ich nehme an, daß dies der Grund für mein gutes Ansprechen auf die Kaliuminfusion war.

    In der Literatur findet man den Hinweis, daß ein chronischer Magnesiummangel zu einem Kaliummangel führen kann:

    http://www.investimed.ch/Hypokaliamie_INV_Dt.07.pdf

    Es wird in der Niere zu viel Kalium ausgeschieden.

    Magnesiummangel
    Der Magnesiummangel wurde bei mir 2008 (Serum) und 2010 (Vollblut) diagnostiziert.Seitdem nehme ich Mg hochdosiert (meist 2 x 300 mg/Tag) täglich.Warum bekomme ich trotz diesen Mg-Gaben immer wieder eine Hypokaliämie?

    Eine mögliche Erklärung wäre diese Ionenkanalkrankheit (genetischer Defekt), die für die hypokaliämische periodische Paralyse verantwortlich sein soll.Hier allerdings kommt es eher zu einer Verschiebung des Kaliums vom extrazellulären Raum (deswegen Wert im Serum erniedrigt) in den intrazellulären Raum und nicht zu einem intrazellulären Kaliummangel (Angaben ohne Gewähr, bin nur am Anfang meiner Recherchen).

    Da ich unter dieser extrazellulären Hypokaliämie mit und ohne Hypomagnesämie leide, nehme ich an, daß der Magnesiumspiegel bei mir keine Rolle spielt.

    Ich suche aber immer noch den Zusammenhang mit Hashimoto, da diese HPP bei mir eindeutig zeitgleich mit Hashimoto aufgetreten ist.

    Ach ja...laut Chefarzt im KH sind meine Nieren gesund, ich darf Kalium (20 mmol/Tag) täglich zu mir nehmen.
    Geändert von Hashimota (23.05.11 um 10:36 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

    Zitat Zitat von Hashimota Beitrag anzeigen
    Der Magnesiummangel wurde bei mir 2008 (Serum) und 2010 (Vollblut) diagnostiziert.Seitdem nehme ich Mg hochdosiert (meist 2 x 300 mg/Tag) täglich.Warum bekomme ich trotz diesen Mg-Gaben immer wieder eine Hypokaliämie?
    Weil Du vielleicht einfach einen "ganz normalen" Kaliummangel hast? Woher auch immer der dann kommt?

    Zitat Zitat von Hashimota Beitrag anzeigen
    Ich suche aber immer noch den Zusammenhang mit Hashimoto, da diese HPP bei mir eindeutig zeitgleich mit Hashimoto aufgetreten ist.
    Vielleicht gibt es den gar nicht und Dein Körper reagiert einfach nur empfindlicher auf das Ungleichgewicht der Elektrolyte?

    Zitat Zitat von Hashimota Beitrag anzeigen
    Ach ja...laut Chefarzt im KH sind meine Nieren gesund, ich darf Kalium (20 mmol/Tag) täglich zu mir nehmen.
    Na dann - hau rein
    Das war nämlich das Einzige, wo mein HA drauf bestand - Nieren testen

  7. #7
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    Standard AW: Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

    Zitat Zitat von Xylo Beitrag anzeigen
    Weil Du vielleicht einfach einen "ganz normalen" Kaliummangel hast? Woher auch immer der dann kommt?
    Ja, woher.Ist eigentlich meine Frage.*gg* Ich hatte diese Lähmungen und diesen Kaliummangel vor Hashimoto eindeutig nie.Es muß ein Zusammenhang geben!

    Vielleicht gibt es den gar nicht und Dein Körper reagiert einfach nur empfindlicher auf das Ungleichgewicht der Elektrolyte?
    Ich weiß nicht.Ich haben die ersten Lähmungen eindeutig zeitgleich mit Hashimoto gehabt.Ich konnte dann die Treppe nicht hochgehen.Nach der Hashimoto Diagnose (1 Jahr nach Ausbruch) dachte ich, diese Schwäche lag an der SD UF.Jetzt habe ich aber seit 4 Jahren keine SD UF und leide weiterhin ca. 1-2 Mal im Jahr an diese Muskelschwäche/-lähmung.

    Na dann - hau rein.
    Das war nämlich das Einzige, wo mein HA drauf bestand - Nieren testen.
    Ich werde die 20 mmol Kalium auf jeden Fall jetzt ein paar Wochen nehmen.Ich weiß allerdings nicht, ob es Sinn macht, es langfristig zu machen, da die Abstände zwischen den Lähmungen bei mir relativ lang sind.In der Literatur wird eher davon abgeraten.

  8. #8
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    Standard AW: Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

    Naja, ich weiß auch nicht, woher mein Kaliummangel kommt - ich weiß nur, dass er lange vor Hashi bestand und dass ich den Wert nur durch Ernährung weder erhöhen, noch auf Level halten kann.
    Ergo gibt's immer wieder K/Mg-Pillen und gut ist.
    Man KÖNNTE da 'ne genetische Analyse machen ... klar, aber um ehrlich zu sein, ändert nichts und kostet nur Geld - da geh ich liebe rEis essen für

    Mit ein paar Wochen kommste bei Klaium aber nicht hin, den Spiegel anzuheben. Das geht echt im Scheckentempo, weil eben viel ausgeschieden wird. So'n halbes Jahr hat's bei mir gedauert.
    Wieviel mg sind denn die 20 mmol *zu faul zum rechnen ist*

  9. #9
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    Standard AW: Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

    Zitat Zitat von Xylo Beitrag anzeigen
    Naja, ich weiß auch nicht, woher mein Kaliummangel kommt - ich weiß nur, dass er lange vor Hashi bestand und dass ich den Wert nur durch Ernährung weder erhöhen, noch auf Level halten kann.
    Ergo gibt's immer wieder K/Mg-Pillen und gut ist.
    Achso, du hast auch diesen K/Mg-Mangel!

    Hast du deswegen auch unter dieser Muskelschwäche und Lähmung gelitten?

    Man KÖNNTE da 'ne genetische Analyse machen ... klar, aber um ehrlich zu sein, ändert nichts und kostet nur Geld - da geh ich liebe rEis essen für
    Ja! Wobei ich jetzt mit Süßigkeiten aufpassen werde, weil ich gelesen habe,daß KH einen Lähmungsanfall auslösen können.In der Tat ging es mir am Freitag nach dem Mittagessen (Reis) rasch deutlich schlechter.

    Wobei der Anfall wahrscheinlich durch die 1,5 Std Sport am Vortag ausgelöst wurde.Intensive Bewegung kann nämlich sowas auch auslösen.Jetzt traue ich mich nicht mehr, meine Joggingschuhe anzuziehen, obwohl es mir die letzten Wochen so viel Spaß gemacht hat.Treibst du regelmäßig Sport?

    Mit ein paar Wochen kommste bei Klaium aber nicht hin, den Spiegel anzuheben. Das geht echt im Scheckentempo, weil eben viel ausgeschieden wird. So'n halbes Jahr hat's bei mir gedauert.
    Ja, nach der 1.Infusion ist der K-Wert von 3,8 auf 3,84 gestiegen!Trotzdem ging es mir schon während Infusion besser, danach konnte ich sogar allein zur Toilette.

    Wieviel mg sind denn die 20 mmol *zu faul zum rechnen ist*
    Weiß auch nicht mehr.

    Welche K-Tabletten nimmst du denn?

    Ich nahm bisher die Kalinor Brausetabletten aber sie schmecken so grässlich, daß mir der Oberarzt Kapsel für das WE gegeben hat.Sie entalten aber nur 8 mmol, weshalb ich 3 am Tag nehmen soll.Leider kann ich mich an den Namen des Präparates nicht mehr erinnern.Weißt du es vielleicht? Ich nehme jetzt die letzten Kalinor, dann muß ich die Kapsel kaufen.Bekommt man sie übrigens auf KK Rezept (bin gesetztlich versichert), wenn der K-Wert in der Norm war? Oder muß man sie wie Mg auch selbst bezahlen?

  10. #10
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    Standard AW: Wiederkehrende Lähmung der Beinmuskulatur...wer ist auch betroffen?

    Neben der oben erwähnten Studie gibt es noc 2 Studien über hypokaliämische Lähmung bei hypothyreoten Patienten:

    Kinoshita I, Usa T, Satoh A, Tsujihata M.
    A case of hypothyroidism associated with hypokalemic periodic
    paralysis
    .
    Rinsho Shinkeigaku. 1990;30:100-102.

    7. Chaudhary SP, Gupta K, Guta RK, Tahilaramani H.
    Hypokalemic paralysis during management of hypothyroidism.
    Indian Pediatr. 2000;37:1261-1263.

    In der oben genannten Studie hatte das 8-jährige Mädchen Hashimoto.

    The mechanism by which thyroid disorders lead
    to periodic paralysis is not completely understood.
    One possible explanation is that this may be a result
    of altered activity of the skeletal muscle Na/KATPase
    pump in thyroid disorders.
    For instance,
    there is an increase in number as well as activity of
    the Na/K-ATPase pump in thyrotoxicosis and even
    more so in patients with TPP. This causes a rapid
    and massive shift of potassium from the extracellular
    into the intracellular compartment, mainly into the
    muscles leading to hypokalemia.4 On the other hand,
    hypothyroidism is known to decrease the Na/KATPase
    pump activity in skeletal muscle resulting in
    a shift of potassium from intracellular to extracellular
    compartment leading to hyperkalemia
    .8

    Conclusion

    Periodic paralysis, a group of muscle disorders with
    varied etiology, is characterized by flaccid muscle
    weakness of proximal muscles and absent deep tendon
    reflexes. Primary periodic paralysis is hereditary
    and caused by defective sodium, potassium, chloride,
    or calcium channels. Secondary causes of periodic
    paralysis include thyrotoxicosis, hypokalemia
    ,
    hyperkalemia, endocrinopathies, drugs, and rarely
    hypothyroidism.
    http://cpj.sagepub.com/content/48/6/677.extract

    Ich kann meinen Hut vor diesem Arzt nur ziehen.

    Er hat mir übrigens am Samstag gesagt, er hätte sich im Internet informiert.Ein Tag vorher sagte mir der überweisende Internist, im Internet gäbe es nur wenige seriöse Informationsquellen!

    Ich sage nur: Vive internet!
    Geändert von Hashimota (23.05.11 um 11:19 Uhr)

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