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Thema: Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR

  1. #1
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Sugarhashi
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    Lächeln Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR

    Huhu Ihr,

    hier mal ein Auszug aus dem Arzneimittel-Verzeichnis (1979), herausgegeben vom Institut für Arzneimittelwesen der DDR.

    Thyreocomb
    Zusammensetzung: Liothyronin 0,01 mg; Levothyroxin 0,07 mg; Kaliumjodid 0,15 mg je Tabl.
    Anwendungsgebiet: Antihypothyreotikum (euthyreote Struma)
    Dosis: individuell, je nach Alter, Krankheitsbild und -verlauf
    Packung: 50 Tabletten
    1,65 M

    Thyreotom
    Z: Liothyronin 10 µg; Levothyroxin 40 µg je Tabl.
    A: Antihypothyreotikum (Schilddrüsenunterfunktion)
    D: individuell
    P: 100 Tabl.
    Lagerungshinweis: vor Licht geschützt lagern
    2,15 M

    Thyreotom forte
    Z: Liothyronin 30 µg; Levothyroxin 120 µg je Tabl.
    P: 100 Tabl.
    L: vor Licht geschützt lagern
    5,40 M

    Trijodthyronin "Berlin-Chemie" 20 µg
    Z: Liothyronin 0,02 mg je Tabl.
    A: Antihypothyreotikum (Adipositas, Depressionen, Exophthalmus, Hypothyreose, Kleinwuchs, Kretinismus, Myxödem, Struma)
    D: je nach Indikation tgl. 5 - 150 (sic!) µg
    P: 50 Tabl.
    1,30 M

    Trijodthyronin "Berlin-Chemie" 50 µg
    Z: Liothyronin 0,05 mg je Tabl.
    P: 50 Tabl.
    1,95 M

    Jorondellen
    Z: Jod 0,05 mg; Kaliumjodid 0,5 mg; Eukalyptusöl 0,01 mg je Perle
    A: Jodtherapeutikum
    D: tgl. 1 Perle, bei Struma tgl. 1-3 Perlen
    P: 50 Perlen
    0,80 M

    Ja, man war erfinderisch! Das waren unsere Ersatzperlen!

    LG,

    sugarhashi

  2. #2
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    Standard AW: Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR

    riechtier (*) liebriecht ossi perlen!! (also meistens, gibt auch im osten total unperlige leute )

    sind aber schon gute dosen beim jod und beim t3 - respect!!


    (*) ex-wessi-mädchen das nach ost-berlin ausgewandert ist (als es noch echt underground war da zu wohnen.... aber jetzt läuft hier eh die ganze welt rum, und es gibt lofts für 2000+ euro zu mieten oder gleich zum kaufen für unendlich geld, und mehr cocktailbars als menschen, und mehr touristen als cocktailbars, pfffft , aber ich hoff ja immer noch die verkrümeln sich bald alle nach neukölln, also ich bleibe!)

    riechtier muss weiter (süßtier kommt!)
    aber riecht euch lieb, ihr drüschentiger (ost+west+dazwischen) =)

  3. #3
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    Standard AW: Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR

    Hallo,

    interessant ist, daß es nur Präparate mit T3-Anteil gab.

    Mein Endo meinte dazu, daß es Probleme gab das T4 so herzustellen, daß es von Körper auch gut aufgenommen wird (was auch immer das heisst). Deswegen gab es lange keine reinen T4-Präparate (die Wirkung war einfach zu schlecht).

    lg moritz

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Sugarhashi
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    Standard AW: Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR

    Huhu Ihr,

    ich hatte letztens bei URS gelesen, dass es wohl nur Kombinationen aus T3 und T4 gab. Da mir nun gerade das etwas antike Arzneimittelverzeichnis (Erbstück von der Tante) in die Hände fiel, musste ich mal drin stöbern.

    daß es Probleme gab das T4 so herzustellen, daß es von Körper auch gut aufgenommen wird
    Moritz, danke für die Info. Hm, wenn das T4 nun generell so schlecht gewirkt hat, sind die vergleichsweise hohen T3-Anteile ja vielleicht auch verständlicher.

    LG,

    sugarhashi

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von URS
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    Standard AW: Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR

    Ich nahm 40 T4 und 10 T3 und war damals der Meinung, mir ging es sehr gut. Hatte das ja viele Jahre genommen.

    Im nach hinein, würde ich aber sagen, die Wirkung war nicht so stark, wie in den jetzigen Tabletten.

    Ich stelle dann auf reines T4 von Henning um und begann mir 50.

    Seit dem bekam ich die Wassereinlagerungen, nahm an Gewicht zu von 48 bis 50 Kilo auf jetzt 58 bis 60 Kilo.

    Ich wurde steifer und unbeweglicher, sportliche Aktivitäten schliefen langsam ein.

    Meine Schwindelanfälle begannen und einiges mehr. Und der krasse tägliche Durchfall.

    Besser wurde es, als ich auf Euthyroxs umstellte. Der Durchfall war dann ganz weg.

    Das Thybon scheint mir ebenfalls stärker zu wirken, als das T3 in der Thyreotom.

    Mein NUK wollte es mir ja noch mal verschreiben, er meinte, das gibt es noch. Aber ich habe Angst vor der hohen T3 Dosis.

    Auch dieses Verhältnis bekomme ich nicht mehr hin. Die Tablette war früher anders. Allerdings hatte ich oft Dauerblutungen und dann wieder Wochen nicht. Ich hatte dann eine GM OP, weil die Blutstürze sich häuften.

    Ob das vom hohen T3 Anteil war, weiß ich nicht, vermute es aber.

    Nun ja, die Zeit zum noch mal ein Kind bekommen, was vorbei und ich habe die Op problemlos überstanden. Keine Wechseljahreprobleme.

    Aber wohl gefühlt habe ich mich sehr, hbae die Dosis über viele Jahr gehalten, bis der Westen kam und unsere Ärzte Hennig verschrieben.

    Ich wollte schon immer mal schauen, was es für Zusatzstoffe enthielt gegenüber den jetzigen. Habe aber keinen Beipackzettel mehr gefunden.

    Schönen Abend Urs

  6. #6
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    Standard AW: Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR

    Ich wollte schon immer mal schauen, was es für Zusatzstoffe enthielt gegenüber den jetzigen. Habe aber keinen Beipackzettel mehr gefunden.
    Hi Urs,

    im Arzneimittelverzeichnis stehen leider keinerlei Angaben zu den Hilfsstoffen. Aber ich glaube, Conny2 hatte mal einen Beipackzettel als Datei angehängt, vielleicht findet der sich ja noch im Archiv.

    Meine Mutter nahm auch jahrelang Thyreotom. Im Nachhinein ist uns mal aufgefallen, dass sie wahrscheinlich zu hoch eingestellt war. Sie hatte immer Knast, konnte aber alles essen ohne an Gewicht zuzulegen. Dass sie heute Herzrhythmusstörungen hat, hängt u. U. mit der früheren Dosierung zusammen. Man kann es nicht ausschließen.

    Aber ehrlich gesagt, ich hatte mich anfangs schon gewundert, wieso meine Ma von ihrem Hashi so wenig gemerkt hat, während ich dann später rumhing wie ein Schluck Wasser.

    LG,

    sugarhashi

    Wer gute Augen hat, kann sich hier weiterbilden: http://www.ht-mb.de/forum/showpost.p...4&postcount=19
    Geändert von Sugarhashi (04.09.10 um 23:02 Uhr) Grund: Beitrag gefunden

  7. #7
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    Standard AW: Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR

    Hallo Shugar,

    hm, als ich deinen Thread las, dachte ich gleich an meinen damaligen.

    Ich versuche nochmal den Beipackzettel anzuhängen.

    Aber ich glaube, ich hatte ihm damals abgetippt, da es auf dem Foto (man muss die Fotos ja verkleinern vorm Reinstellen) schlecht zu lesen war.

    Ich schau mal nach. Ich müsste den Text noch abgespeichert haben.

    Bis gleich...

    LG Conny

    Zitat Zitat von Sugarhashi Beitrag anzeigen
    Hi Urs,

    im Arzneimittelverzeichnis stehen leider keinerlei Angaben zu den Hilfsstoffen. Aber ich glaube, Conny2 hatte mal einen Beipackzettel als Datei angehängt, vielleicht findet der sich ja noch im Archiv.

    Meine Mutter nahm auch jahrelang Thyreotom. Im Nachhinein ist uns mal aufgefallen, dass sie wahrscheinlich zu hoch eingestellt war. Sie hatte immer Knast, konnte aber alles essen ohne an Gewicht zuzulegen. Dass sie heute Herzrhythmusstörungen hat, hängt u. U. mit der früheren Dosierung zusammen. Man kann es nicht ausschließen.

    Aber ehrlich gesagt, ich hatte mich anfangs schon gewundert, wieso meine Ma von ihrem Hashi so wenig gemerkt hat, während ich dann später rumhing wie ein Schluck Wasser.

    LG,

    sugarhashi

    Wer gute Augen hat, kann sich hier weiterbilden: http://www.ht-mb.de/forum/showpost.p...4&postcount=19

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Sugarhashi
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    Standard AW: Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR

    Hi Conny,

    halt, hiergeblieben! Du hattest es damals schon auszugsweise abgetippt!

    Standen da auch keine weiteren Inhaltsstoffe im Beipackzettel? Das wäre mal interessant für Urs, denke ich.

    LG,

    sugarhashi

  9. #9
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    Standard AW: Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR



    Der Editor schimpft und kann die Grafik nicht noch mal einfügen, da sie hier im Forum schon herumgeistert.

    Das habe ich früher schon bemerkt, man kann eine Grafik immer nur einmal einfügen. Werde sie daher umbenennen, in der Hoffnung, dass es dann klappt.

    So das war jetzt ein wenig EDV-Unterricht.

  10. #10
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    Standard AW: Dereinst im Osten: Schilddrüsenmedikamente in der DDR

    Neuer Versuch:

    Juhu, es hat geklappt.


    Hier mal noch der Thread, wo es um die DDR-Präps ging:

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1130035

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