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Thema: 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

  1. #1
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Birgit67
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    Standard 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

    Hi Foris !

    Meine Werte sind die letzte Zeit ziemlich in den Keller gegangen ... so tiefe Werte hatte ich schon lange nicht mehr - und so mies ging es mir auch schon ewig nicht mehr

    Und jetzt fiel es mir wie Schuppen von den Augen ...

    Ich habe von Januar bis Juli eine relativ strikte Ernährungsumstellung durchgezogen: Weniger Fett, weniger Zucker und kaum Kohlehydrate (sprich vor allem Getreide konsequent vom Ernährungsplan gestrichen).
    Nun habe ich ein wenig 'geschwächelt' (Urlaubszeit etc.) ... habe wieder vermehrt Brot, Brötchen etc. gegessen.
    Auf Fett und Zucker aber weiterhin geachtet.

    Kann das sein dass die vermehrte KH-Zufuhr sich schlecht auf meine freien Werte auswirkt ????
    Das wäre für mich die einzig plausible Erklärung. Hier gibt es einiges über KH - aber nix in Zusammenhang mit den SD-Werten. Immer nur im Zusammenhang mit MB oder MT ... vielleicht habe ich es auch einfach nur überlesen ... denn Lesen von ewig langen Beiträgen schaffe ich zur Zeit auch nicht mehr

    Auf Antworten bin ich gespannt.

    LG
    Birgit

  2. #2
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    Standard AW: 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

    Hallo Birgit,

    da gibt es einen Zusammenhang zumindest den ich kenne über das rT3, irgendwie kann eine höhere Kohlenhydratzufuhr mit mehr rT3 in Verbindung stehen, und wenn mehr unwirksam gemacht wird, bleibt auch weniger übrig.

    Das ist aber alles sehr kompliziert und großteils auch noch englisch geschrieben. Hyperinsulinismus, Metabolisches Syndrom, Insulinresistenz, rT3 - so hängt das irgendwie zusammen.

    Bei mir gibt es ja interessanterweise immer wechselnde Phasen - wenn es mir gut geht niedriger SD- und Insulinbedarf, in den anderen (meistens) hoher SD- und Insulinbedarf.

    Vielleicht ist aber auch einfach Dein Bedarf gestiegen, Fortschreiten der Erkrankung?

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Birgit67
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    Standard AW: 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

    Hi Samia !

    Zitat Zitat von Samia Beitrag anzeigen
    da gibt es einen Zusammenhang zumindest den ich kenne über das rT3, irgendwie kann eine höhere Kohlenhydratzufuhr mit mehr rT3 in Verbindung stehen, und wenn mehr unwirksam gemacht wird, bleibt auch weniger übrig.
    Hm ... rT3 - muss ich mich mal einlesen, aber gerade zur Zeit fällt mir das überaus schwer

    Vielleicht ist aber auch einfach Dein Bedarf gestiegen, Fortschreiten der Erkrankung?
    Habe ja keine SD mehr (RJT). Und SD-Restgewebe beträgt schon eine lange Zeit 3 ml. TRAKS sind auch keine mehr da ...

    Danke für Deine Antwort !

    LG
    Birgit

  4. #4
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    Standard AW: 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

    Hallo Birgit!

    Nun habe ich ein wenig 'geschwächelt' (Urlaubszeit etc.) ... habe wieder vermehrt Brot, Brötchen etc. gegessen.
    Auf Fett und Zucker aber weiterhin geachtet.

    Kann das sein dass die vermehrte KH-Zufuhr sich schlecht auf meine freien Werte auswirkt ????
    Interessante Beobachtung, die du da gemacht hast. Und vielleicht ist tatsächlich was dran? Denn auch meine Werte hatten sich (nach lange stabiler Dosis und ungefähr gleichbleibenden Werten) sehr extrem verschlechtert. Und ich weiß bis heute nicht genau, was der Grund dafür war. Ich hatte das für mich eigentlich bisher ausgeschlossen, aber nachdem Du nun ganz ähnliche Erfahrungen gemacht hast, bin ich nun doch sehr am Grübeln, ob es vielleicht doch an der Ernährung/Kohlenhydraten liegen könnte?

    Ich mach ja schon seit Ende 2005 Logi (low glycemic index = kohlenhydratarme Ernährung). Und eigentlich auch mit recht gutem Erfolg. Hab damit immerhin gute Resultate erzielt, mein Gesicht grundsätzlich um einiges reduzieren können (von Vor-Logi 107 kg auf durchschnittlich 90 kg und im Großen und Ganzen auch die ganzen Jahre weitestgehend stabil (Schwankungen zwischen 89 - 92 kg) gehalten.

    Wobei ich allerdings zwischendurch auch immer mal wieder Phasen hatte, wo ich (leider) nicht ganz so konsequent war und doch wieder in die Kohlenhydratfalle tappte. Also wieder mehr Kohlenhydrate aß.

    Meistens sind das die Zeiten, wo sich unsere Familiengeburtstage häufen oder rund um Feiertage, wo all die leckeren (aber meistens eben leider auch sehr kohlenhydratreichen) Sachen wie Kuchen oder Kekse sehr locken und es mir leider dann oft auch ausgesprochen schwer fällt, immer nein zu sagen bzw. immer was gesundes "Alternatives" statt dessen zu essen, wenn der ganze Rest der Familie sich an der leckeren Bisquitrolle oder ähnlichen Kohlenhydratbomben "labt".

    Gemeinerweise bewirken diese kohlenhydratlastigen "Ausrutscher" auch immer, daß ich dann auch in den Tagen danach auf einmal wieder diesen unbändigen Heißhunger auf Kohlenhydrate bekomme (Brot, Nudeln, Süßes etc.) und es dann leider oft nicht nur bei einem kurzen "Ausrutscher" bleibt, sondern ich dann eben noch einige Zeit länger wieder arg zu kämpfen habe, bis ich wieder "in der Spur" bin und wieder die Finger von Brot und Co. lassen kann.

    Aber normalerweise brachte mich der Anblick der Zahlen auf der Waage doch wieder zur Vernunft und ich tat dann hinsichtlich der Kohlenhydrate doch immer spätestens auf die Bremse, wenn sich die Waage wieder der 92 kg-Marke näherte.

    Weihnachten 2008 hatte ich auch wieder so eine Phase, wo ich einfach nicht die Finger von den ganzen Weihnachtsleckereien lassen konnte. Als die Waage sich dafür dann auch bitter rächte, indem sie mir nach Weihnachten schließlich "stolze" 92,5 kg anzeigte, beschloß ich, mich als "Neujahrsvorsatz" endlich mal wieder auf die Logi-Grundsätze zurückzubesinnen und mich wieder sehr strikt an die Logi-Pyramide zu halten.

    Hab ich auch geschafft, ab dem 1. Januar war ich wirklich konsequent und hab es dann auch geschafft, innerhalb der nächsten 3 Monate die Weihnachtskilos und noch 2 weitere wieder herunterzubekommen. War ganz stolz auf mich und weil es so gut lief, peilte ich als Ziel auch endlich mal die (bisher magische und noch nicht erreichte) 85 kg-Grenze an. Auf 87 kg hatte ich es schon geschafft, da sollten die nächsten 2 kgs doch eigentlich auch noch zu schaffen sein.

    Dachte ich jedenfalls. Nun ja, aber der Teufel ist leider ein Eichhörnchen und dann kam der Geburtstag meiner ältesten Tochter, dann Ostern und dann auch noch der Geburtstag von meiner jüngsten Tochter, der meines Mannes und der meiner Nichte. Und mit all den leckerchen Österhäschen und Geburtstagskuchen krümmelten auch mal wieder all meine guten Vorsätze dahin und ich aß doch wieder Kohlenhydrate. Und diesmal sogar extrem reichlich - ich hatte diesmal einen regelrechten Kohlenhydrate-Flash und fiel wieder total zurück in alte Ernährungsgewohnheiten.

    Und die Waage zeigte mir natürlich auch die Konsequenzen auf. Als ich dann wieder bei 92 kg war *kreisch*, hab ich es dann doch endlich geschafft, wieder die Reißleine zu ziehen und mich wieder auf eine kohlenhydratarme Ernährung zurückzubesinnen.

    Aber diesmal war irgendwie was anders. Denn fieserweise blieb dieses Mal trotz konsequenter Reduktion der Kohlenhydrate der Heißhunger auf Kohlenhydrate bestehen. Sonst war es immer so, daß spätestens nach einer Woche konseqeuter Logi-Kost der Kohlenhydrathunger wieder Geschichte war und es mir dann nicht mehr allzu schwer fiel, mich weiter kohlenhydratarm zu ernähren.

    Aber dieses Mal blieb der Hunger auf Süsses und ich hatte erstmals seit langem auch wieder richtige fühlbare Unterzuckerungen mit Herzklopfen, Zittern und allem drum und dran. Und hatte wohl auch deswegen dieses Mal mit der Rückbesinnung auf kohlenhydratarme Kost enorme Schwierigkeiten. Es fiel mir sehr, sehr schwer und - was noch demotivierender war - dieses Mal wollten auch die Kilos überhaupt nicht runter.

    Das kam mir merkwürdig vor und ich hatte da schon die böse Ahnung, daß wohl evtl. was mit meinen SD-Werten nicht stimmen könnte (Unterzuckerungen hatte ich jedenfalls zuletzt bei meiner Umstellung auf T3 gehabt, sonst nicht mehr).

    Aber da ich ja operiert bin und da ja eigentlich die Dosis eigentlich dauerhaft recht stabil sein sollte und ich ja nun auch nicht sooooo viel zugenommen hatte, als daß das einen wirklich erhöhten Hormonbedarf hätte zur Folge haben können, hab ich mir erstmal noch gesagt: ach was, das bildest Du dir jetzt nur ein, du kannst doch gar keine UF haben.

    Aber dann wurde ich auch immer müder, meine Muskeln begannen, weh zu tun und meine Verdauung wurde auch immer träger und ich hatte auf einmal auch wieder PMS. Da wurde ich doch langsam unruhig und als dann schließlich auch noch mal wieder meine Haare vermehrt zu rieseln begannen und ich trotz aller Mühen überhaupt nicht abnahm, bin ich schließlich doch ins Labor.

    Erst dachte ja noch, es ist evtl. nur Eisenmangel, was mir die Beschwerden verursacht und hab deswegen - zusätzlich zu den SD-Werten - auch noch Ferritin bestimmen lassen. Aber es war kein Eisenmangel, der Ferritin-Wert auf dem Laborbefund war mit 75 wirklich bestens.

    Dafür war meine fT4-Wert wirklich (jedenfalls für meine Verhältnisse) grottenschlecht, bei 12,4 (7,5 bis 20) und fT3 bei 3,3 (2,1 - 4,8). Ein Jahr zuvor - unter derselben Dosis wie nun - war mein fT4 noch bei 16,4 gewesen und fT3 bei 3,8 (bei denselben Normwerten und demselbem Labor). Und in den Jahren davor auch (bei sehr ähnlichen Dosen) auch immer sehr ähnlich.

    Die Werte waren nun ein echter Schock, erklärten aber natürlich durchaus meine Beschwerden. Die ich zwar allesamt als recht UF-typisch erkannt hatte, aber eben doch erst nicht als UF-typisch wahrhaben wollte, weil es ja - so dachte ich jedenfalls - gar nicht sein konnte, daß ich nach all der Zeit mit einem recht stabilen Hormonbedarf nun auf einmal doch mehr Hormone brauchte.

    Tja, war wohl aber doch so und ich steigerte meine Dosis. Von vorher 175 T4 + 30 T3 auf 200 T4 und 30 T3 und 2 Wochen später dann auf 200 T4 + 35 T3.

    Zuerst rechnete ich noch damit, daß mir die Steigerung nicht bekommen würde und ich wohl bald ÜF-Symptome bekommen würde (hatte irgendwie doch noch Zweifel, ob die Laborergebnisse wirklich richtig und die Werte wirklich so abgesackt waren), aber ich merkte eigentlich fast gar nichts. Die UF-Symptome blieben.

    Trotzdem bibberte ich bei der nächsten Blutabnahme 8 Wochen später und fürchtete (obwohl ich keinerlei ÜF-Symptome hatte), daß ich nun doch sicherlich mit den Werten haushoch aus der Norm rausgeschossen bin, weil die Werte vorher ja eigentlich nur falsch sein konnten. So einen plötzlichen und krassen Hormonmehrbedarf konnte ich doch als Operierte gar nicht mehr haben, das schien mir total unlogisch.

    Aber siehe da, trotz der Steigerung von 25 T4 und 5 T3, waren meine Werte nur minimal besser geworden, fT4 lag nun bei 13,4 und fT3 bei 3,2 (selbes Labor und Normwerte wie oben). Also wirklich kein Irrtum möglich - mein Hormonbedarf hat sich tatsächlich enorm erhöht!

    Da ich noch immer UF-Symptome hatte, steigerte ich dann nochmals um 25 T4 und 5 T3 und bin jetzt bei sage und schreibe 225 T4 und 40 T3! Das sind 50 T4 und 10 T3 mehr als noch letztes Jahr!

    Fortsetzung ...
    Geändert von Jutta K. (27.09.09 um 15:53 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

    Unter der Dosis hab ich noch keine neuen Werte machen lassen (müßte ich aber demnächst, sind schon wieder fast 2 Monate unter dieser Dosis), denke aber, sie werden jetzt wieder besser sein. Fühle mich zumindest wieder besser (wenn auch noch nicht so ganz optimal), deswegen bin ich ganz hoffnungsvoll, daß ich so langsam wieder mein Soll erreicht habe.

    Aber ich bin noch immer sehr verwirrt, was denn nun diesen krassen Hormonmehrbedarf bei mir ausgelöst haben könnte. Und ich weiß es noch immer nicht, aber vielleicht sind ja tatsächlich die Kohlenhydrate des Rätsels Lösung? Zumindest trat das mit dem ersten merklichen UF-Symptomen bei mir auf, nachdem ich im Frühjahr diesen totalen Rückfall in alte Ernährungsgewohnheiten hatte und wieder sehr viele Kohlenhydrate gegessen habe. Von daher würde das schon passen.

    Anderseits ... müßte dann ja aber der Hormonbedarf auch wieder sinken, wenn ich die Kohlenhydrate wieder reduziere, oder? Aber das passiert offenbar nicht, denn auch wenn ich derzeit eher gemässigt nach Logi esse (d.h. schon kohlenhydratreduziert, aber nicht sooooo streng), fühl ich mich keinesfalls üf-fig und glaube auch nicht, daß die Werte unter der jetzigen Dosis eine Überdosierung anzeigen werden.

    Aber was könnte es sonst sein? Hab schon an folgenden anderen Gründen überlegt:

    Tabletten schlecht (zu heiß geworden im Sommer, Produktionsfehler o.ä.)?

    Kann aber nicht sein, weil zwischenzeitlich schon mehrmals neue Packung Euthyrox bzw. Thybon begonnen und wenn`s daran gelegen hätte, hätte ich ja spätestens nach Beginn der neuen Packung in ÜF kommen müssen, was ich aber sicherlich nicht bin.

    Evtl. geänderte Tabletten-Rezeptur beim Euthyrox?

    Es gibt tatsächlich einen Unterschied zu früheren und jetztigen Tabletten , allerdings m. E. nur im Design der Umverpackung. Die Euthyrox-Schachtel hat sich leicht verändert (etwas andere Farben als vorher) und als Hersteller steht jetzt Merck-Serono drauf (statt früher nur Merck, die haben wohl umfirmiert). Aber die Tablettenblister und auch die Tabletten selbst sehen genauso aus wie vorher und laut Beipackzettel haben sich die Tabletten in ihrer Zusammensetzung auch nicht geändert, Hilfsstoffe sind alle immer noch dieselben.

    Vielleicht Magen-Darmprobleme und dadurch schlechtere Resorption?

    Aber ich hab eigentlich keine Magen-Darmprobleme, zumindest keine fühlbaren. Okay, ab und an mal Sodbrennen, wenn ich was Saures gegessen hab, aber das hab ich eigentlich schon immer und auch nur bei bestimmten (eben sauren) Lebensmitteln. Seit der letzten Steigerung hab ich auch keine Verstopfung mehr. Durchfall hab ich auch nicht und Übelkeit/Erbrechen ebenfalls nicht. Magen-Darmprobleme klammere ich als Ursache für den Hormonmehrbedarf deswegen eigentlich auch eher aus.

    NEMS oder andere Medikamente und dadurch bedingte Minderung der Resorption?

    Andere Medis neben SD-Hormonen nehme ich nicht. Ich nehme alle meine NEMS immer sehr stark zeitversetzt zu den Hormonen ein und auch so wie früher auch. Einziges neues NEM, was ich im Winter/Frühjahr eine Weile genommen habe, war Vitamin D. Aber das hab ich immer erst abends genommen und sobald die Sonne sich im Juni wieder vermehrt gezeigt hab, hab ich es gar nicht mehr genommen. Glaube daher eigentlich auch nicht, daß das Vitamin D der "Hormonräuber" ist.

    Weibliche Hormone bzw. Hormonschwankungen in diesem Bereich?

    Das war - zumindest bisher - der für mich wahrscheinlichste Faktor. Denn ich bin 41 und steuere damit so langsam aber sicher auf die Wechseljahre zu, was ja bekanntermaßen auch Hormonschwankungen bei den Sexualhormonen mit sich bringen kann - und damit auch bei den SD-Hormonen.

    Was mich an dieser Theorie bisher aber etwas stört und mich doch auch an deren Zutreffen zweifeln lässt, ist, daß ich zum einen meine Regel immer noch sehr regelmässig bekomme und diese auch nicht anders (weder auffallend kürzer, noch länger, noch schwächer oder stärker) ist als früher, zum anderen dachte ich eigentlich immer, daß es bei einsetzten Wechseljahren doch eigentlich eher zu einem Abfall des SD-Hormonbedarfs kommen müßte (aufgrund sinkender Östrogenspiegel und damit abfallender SD-Hormonbindung), aber doch nicht zu einem Anstieg? Oder kann`s vielleicht sein, daß die Eierstöcke noch mal richtig powern, bevor sie schließlich den Geist aufgeben???

    Veränderungen der körperlichen Aktivität?

    Kann ich auch für mich ausschließen, ich mache nicht mehr oder weniger Sport als in der Zeit vorher auch.

    Veränderung des Gewichts und/oder der Muskelmasse?

    Gewicht hab ich zwar schon etwas zugelegt gegenüber früher, aber auch nicht sooo viel, als daß das den krassen Mehrbedarf wirklich erklären könnte. Muskelmasse hab ich auch nicht zugelegt oder abgenommen, zumindest nicht, daß ich wüßte.

    Weitere Gründe fallen mir grad nicht ein.

    Du siehst also: ich rätsele auch.

    Liebe Grüße
    Jutta

  6. #6
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    Standard AW: 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

    Hallo Samia!

    da gibt es einen Zusammenhang zumindest den ich kenne über das rT3, irgendwie kann eine höhere Kohlenhydratzufuhr mit mehr rT3 in Verbindung stehen, und wenn mehr unwirksam gemacht wird, bleibt auch weniger übrig.
    Meinen Infos nach ist das eher genau umgekehrt. Höhere Kohlenhydratzufuhr FÖRDERT die Bildung von aktivem T3 (und mindert die Bildung von rT3), während Kohlenhydratmangel (bzw. Nahrungsmangel allgemein) eine verminderte Bildung von aktiven T3 (und vermehrte Bildung von rT3) zur Folge hat.

    Zitat aus einem Fachbuch:
    "Fasten führt innerhalb von 24 Stunden zum Abfall der TT3-Spiegel, während die TT4-Spiegel nicht beeinflusst werden. fT4 kann innerhalb der Normgrenzen geringgradig ansteigen. Nach Wiederauffütterung steigen die TT3-Spiegel wieder prompt an, wenn die Nahrung Kohlenhydrate enthält. Mit einer reinen Protein/Fettdiät kann eine Normalisierung der TT3-Werte nicht erreicht werden. Das belegt die Bedeutung der Glukose im Rahmen der T4/T3-Konversion. Glukose induziert die Monodeiodierung zum aktiven T3. Das refllektiert den Shift von der T3- auf die rT3-Bildung während der Fastenperiode."
    Quelle: Schilddrüsenerkrankungen, W. Meng, Urban & Fischer Verlag

    Und:
    "Adipositas: Überernährung mit kohlenhydratreicher Ernährung induziert signifikant höhere TT3-Spiegel (ca. 25 %). Insofern finden sich bei Adipositas häufig überraschend hohe TT3-Werte. "
    Quelle: Schilddrüsenerkrankungen, W. Meng, Urban & Fischer Verlag

    Ob bei Adipositas tatsächlich die TT3-Spiegel erhöht sind, kann ich leider nicht sagen, da bei mir noch nie TT-3 (=Gesamt-T3)-Spiegel bestimmt worden sind. fT3 war bei mir allerdings trotz Adipositas definitiv nicht besonders hoch, sondern - im Gegenteil - nach der SD-OP sogar immer eher niedrig (weswegen ich ja auch T3 zusätzlich nehme).

    Aber ich nehme mal an, die zitierten Aussagen beziehen sich ohnehin nur auf eigentlich SD-Gesunde - unter SD-Hormonsubsitution und insbesondere bei Einnahme von T3 - könnten sich da sicherlich andere Bilder ergeben.

    Doch daß Kohlenhydrate eigentlich eher die Umwandlung in aktives T3 fördern und weniger Kohlenhydrate eher schmälern, dürfte in den Grundzügen dennoch auch auf uns SD-Hormonnehmer zutreffen.

    Ist ja eigentlich auch nur logisch, denn bei vielen Kohlenhydraten hat der Körper doch keinen Grund, Energie zu sparen. Energie sparen muß er doch nur, wenn es an Energie mangelt.

    Der Shift auf vermehrte rT3-Bildung ist ja ein (internes) Energiesparprogramm, von daher macht es für mich keinen Sinn, wenn das ausgerechnet bei Überernährung vermehrt gebildet werden sollte.

    Liebe Grüße
    Jutta
    Geändert von Jutta K. (27.09.09 um 16:18 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

    Ich finde den wichtigsten Teil nicht.

    Hier ist jedenfalls der eine Artikel:

    http://www.huffingtonpost.com/kent-h..._b_192933.html
    High carbohydrate diets and in particular high-fructose corn syrup is shown to significantly increase leptin resistance and is a likely mechanism that high fructose corn syrup is associated with obesity, especially in children. Avoidance of high fructose corn syrup and carbohydrates would be recommended for those with high leptin levels.
    -> Wenn man viele KH isst, kann Leptin hochgehen und Leptinresistenz entstehen. Diese Leptinresistenz ist ungünstig, weil:
    The body secretes leptin as weight is gained to signal the brain (specifically the hypo¬thalamus) that there are adequate energy (fat) stores. The hypothalamus should then stimulate metabolic processes that result in weight loss
    -> Leptin ist das Hormon, das dem Körper sagt, dass genug Energie da ist und man vom Sparmodus runtergehen kann und somit das Abnehmen erst ermöglicht. Das heißt mit Leptinresistenz wird jedes Gramm gespart.

    Weiter im Artikel als anderer Mechanismus:
    The production of reverse T3 is found to be a major method by which the body 'tries" to regain any lost weight with dieting.
    -> Eine der wichtigsten Methoden des Körpers um Gewichtsverlust zu verhindern im Sparmodus ist die Produktion von rT3.

    Was ich jetzt noch nicht gefunden habe, ist ein direkter Zusammenhang zwischen rT3 und Kohlenhydrataufnahme.

    Sind so viele Links, die ich da gelesen hatte. Hier ist der Thread jedenfalls: http://www.ht-mb.de/forum/showthread...1119555&page=4

    Es findet sich auch ein Artikel, dass Vitamin D-Mangel dick macht, passenderweise, @Jutta K. *g*

    LG
    Samia

  8. #8
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    Standard AW: 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

    Hallo Birgit,

    meine Dosierung und Werte waren einige Jahre konstant und stabil.

    Mit Beginn der WJ (rückblickend kann ich heute sagen es waren die WJ, trotz damals noch regelmässigem Zyklus), reichte die Dosis nicht mehr aus.

    Insgesamt nehme ich heute 62,5 T4 und 10 - 15 T3 mehr, als in den Jahren zuvor. Finde es selber erschreckend wenn ich schreibe das ich mal mit 100 Novo blendend zurecht gekommen bin und heute 162,5 LT und 30 - 35 T3 brauche. Dabei liegen die fTs nich mal erschreckend hoch, fT4 bei knapp 70% und fT3 knapp über 50 %.

    Habe auch mehrmals gedacht es kann nicht sein, denn viele berichten ja gegenteiliges und müssen ihre Dosis reduzieren.
    Doch ich habe keinen anderen Hintergrund finden können.
    Dummerweise habe ich sehr lange gezögert die gefallenen Werte zu korrigieren, welches mir einige unerwünschte Pfunde (viele!), mehr bescherte.

    Magen und Darmprobs (HP) habe ich zwar, aber nicht mehr als in den Jahren mit geringerer Dosis.

    Oder ob vielleicht doch die 2 ml Restgewebe dafür verantwortlich waren das 5 Jahre diese Dosis ausreichend sein konnte?
    Und diese 2 ml heute nur noch Narbengewebe und keine Hormonproduzierenden Zellen
    Ich weiss es wirklich nicht, reine Vermutung.

    Nichts destotrotz denke ich, bleibt Dir eh nichts anderes übrig als auf ein angemessenes Level anzupassen.

    Grüße Sabine
    Geändert von Sabinemoto (27.09.09 um 20:41 Uhr)

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Birgit67
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    Standard AW: 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

    Hallo Jutta !

    Erstmal vielen Dank für Deine, wie immer, ausführliche Antwort :-))))

    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    Du nun ganz ähnliche Erfahrungen gemacht hast, bin ich nun doch sehr am Grübeln, ob es vielleicht doch an der Ernährung/Kohlenhydraten liegen könnte?
    Ich grübele schon seit längerem darüber ... und ich glaube es ist was dran.

    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    Da ich noch immer UF-Symptome hatte, steigerte ich dann nochmals um 25 T4 und 5 T3 und bin jetzt bei sage und schreibe 225 T4 und 40 T3! Das sind 50 T4 und 10 T3 mehr als noch letztes Jahr!
    Das ist mal was - 225 T4 und 40 T3 ... ich habe fast die Vermutung da ich da auch bald hinkommen werde !!!! Als ich noch kein Thybon nahm war ich auch mal bei 275 LT ...

    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    Zumindest trat das mit dem ersten merklichen UF-Symptomen bei mir auf, nachdem ich im Frühjahr diesen totalen Rückfall in alte Ernährungsgewohnheiten hatte und wieder sehr viele Kohlenhydrate gegessen habe. Von daher würde das schon passen.


    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    Anderseits ... müßte dann ja aber der Hormonbedarf auch wieder sinken, wenn ich die Kohlenhydrate wieder reduziere, oder?
    Nein warum ? Viele hier nehmen 20 Kilo und mehr ab ohne ihre SD-Medikation zu verändern ... warum sollte es bei den KH nicht auch so sein ?

    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    Vielleicht Magen-Darmprobleme und dadurch schlechtere Resorption?
    Könnte vielleicht ein Grund bei mir sein ... schon alleine wegen meiner damals hohen LT-Dosis ...
    Habe nun einen Termin für Spiegelungen ... in zwei Wochen ist es soweit und ich bin vielleicht mal schlauer. Magenprobs habe ich aber keine - auch kein Sodbrennen.

    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    NEMS oder andere Medikamente und dadurch bedingte Minderung der Resorption?
    Nehme nichts ansonsten ... sporadisch Magnesium - sonst nix mehr.

    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    Weibliche Hormone bzw. Hormonschwankungen in diesem Bereich?
    Wechseljahre ??? Bin 42 geworden ... Kann sein. Mein Zyklus hat sich sehr verkürzt ... was ganz Neues, früher bekam ich die Mens pünktlich und sie dauerten gleich lang.

    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    Veränderungen der körperlichen Aktivität?
    Hm ... Seit Januar abendliches Muskelaufbauprogramm (250 Situps, 250 BFs etc). Ab Juli nicht mehr (zu heiss) dafür aber fast tägliches Schwimmen.
    Seit Mitte September wieder Muskelaufbau.

    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    Veränderung des Gewichts und/oder der Muskelmasse?
    2 Kilo - kann es also auch nicht sein ...


    Bin auch überfragt - und trotzdem bin ich mir fast sicher dass es an diesen verdammten KH liegt !!!!!!


    Danke Dir nochmal !

    LG
    Birgit
    Geändert von Birgit67 (28.09.09 um 10:14 Uhr) Grund: Ich Schussel ... ;-)

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von roxanne
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    Standard AW: 'Fressen' Kohlehydrate die freien Werte ????????

    Wenn dem so wäre müßten sich meine Werte ja mit der jetzigen Diät erheblich verbessern, bzw über die Norm steigen.
    Bis zu Diätbeginn habe ich nämlich sehr viele Kohlenhydrate in Form von Schoki u.ä. konsumiert. Im Moment esse ich so gut wie gar keine Süßigkeiten mehr und bei Brot nur die Glutenersatzstoffe.

    Die nächste BE wäre Anfang Januar und bis dahin ungefähr muß ich das noch einhalten.

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