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Thema: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

  1. #1281
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    Standard AW: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

    Hallo Ulrich

    Zitat Zitat von ulrich Beitrag anzeigen
    Dieser Aussage widerspreche ich energisch, das ist recht und schlecht nicht wahr. Ich habe ganz erstaunliche Effekte bei höheren Xylitol-Tagesdosen erlebt.

    Natürlich reichten 10 Gramm Xylitol für die Zahnreinigung und die Kariesvorbeugung oft aus, doch viel half immer sehr viel , besonders am Zahnfleisch.
    Da ich selbst keine Zahnfleischprobleme habe, nehme ich nur abends einen Teelöffel (also ca. 5g) Xylitol zum Zähneputzen.

    Welche Effekte hast DU bei 10g und mehr feststellen können?

    lg
    Nico

  2. #1282
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    Standard AW: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

    Zitat Zitat von Apomet Beitrag anzeigen
    Hungert Xylit auch S. salivarius aus? Weiß man das?
    Ich hatte mir die Zusammenarbeit laienhaft so vorgestellt: Xylit hungert S. mutans aus und macht so den Platz frei für S. salivarius oder andere gute Bakterien. Aber so einfach scheint es nicht zu sein.
    Verhungern ist nicht ganz exakt. Streptococcus mutans kann ja trotzdem noch Zucker bekommen. Entscheidend ist, das die Bakterien Xylitol im Stoffwechsel nicht verabeiten können und daran zugrunde gehen. Das ist einfach so.

    Aber, und das ist entscheidend, es gehen offensichtlich nicht alle Bakterien zugrunde. Eine dauerhafte, regelmäßige Anwendung ist notwendig.

    "Dreimal täglich ein halber Teelöffel" - das einfach optimal formuliert

    Wie immer, Ausnahmen bestätigen die Regel. Der eine braucht etwas mehr, andere erreichen auch mit etwas weniger gute Resultate.

    Zitat Zitat von Apomet Beitrag anzeigen
    Auch BASF hat sich 2006 mit diesem Thema beschäftigt und mit dem Lactobacillus anticaries einen angeblichen Gegenspieler der Karies-Keime gefunden...

    Da stellt sich natürlich die Frage: Wozu probiotische Produkte wenn das simple und billige Xylit sogar besser wirkt?
    Ganz einfach: Xylitol (oder deutsch: Xylit) ist als Wirkstoff nicht patentierbar. Damit lässt sich kein Geschäftsmodell aufbauen. Jeder kann einfach aus Xylit beliebige Produkte herstellen und verkaufen. Fachlich ausgedrückt: es gibt keine Markteintrittsbarrieren. Aufgrund der unbeschränkten Konkurrenz wäre die Gewinnspanne marginal (minimal).

    Mit eigenen Erfindungen ("probiotische Produkte") und Patenten die Konkurrenz fern gehalten werden. Kein Konkurrenz, höhere Preise, höhere Gewinne.

    Deshalb werden Pharmahersteller nicht müde, die Wirkung eines Allerweltsprodukts wie Xylit in Frage zu stellen. Ebenso auch Zahnärzte.

    Man beachte die potenziellen Folgen einer massenhaften Xylit-Anwendung:
    keine Plaque > sehr viel weniger Karies > geringerer Bedarf an zahnärztlichen Leistungen und folglich Zahnärzten (!) > geringerer Absatz an zahnärztlicher Praxisausstattung, Instrumenten, Medikamenten etc. > massive Umsatzeinbußen der Medizinausrüster, Pharmahersteller und des Pharmagroßhandels.

    Dieselbe Diskussion ließe sich auch hinsichtlich der Vitamin- und Mineralversorgung der deutschen Bevölkerung führen.

    Allen "Immer-noch-Zweiflern":
    Bitte nicht vergessen, in Finnland nutzt eine ganze Nation Xylitol! Seit über 30 Jahren!
    Zwei unterschiedliche Forenteilnehmer berichteten nach einem Kanadaaufenthalt, dass dort ebenfalls ganz selbstverständlich Xylitol als Pulver verwendet wird.

    Aber wie schon hingewiesen wurde, es bewegt sich langsam etwas:
    http://www.kinderzahnheilkunde-onlin...esden_2008.pdf
    (Der anschließende Tagungsberichtsband wäre interessant...)

    Beste Grüße

  3. #1283
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    Standard AW: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

    Zitat Zitat von mathew Beitrag anzeigen
    Aber wie schon hingewiesen wurde, es bewegt sich langsam etwas:
    http://www.kinderzahnheilkunde-onlin...esden_2008.pdf
    (Der anschließende Tagungsberichtsband wäre interessant...)
    Ich denke, wir werden davon hören...

  4. #1284
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von ulrich
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    Daumen hoch AW: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

    Zitat Zitat von mathew Beitrag anzeigen
    "Dreimal täglich ein halber Teelöffel" - das einfach optimal formuliert

    Ganz einfach: Xylitol (oder deutsch: Xylit) ist als Wirkstoff nicht patentierbar. Damit lässt sich kein Geschäftsmodell aufbauen. Jeder kann einfach aus Xylit beliebige Produkte herstellen und verkaufen. Fachlich ausgedrückt: es gibt keine Markteintrittsbarrieren. Aufgrund der unbeschränkten Konkurrenz wäre die Gewinnspanne marginal (minimal).

    Mit eigenen Erfindungen ("probiotische Produkte") und Patenten die Konkurrenz fern gehalten werden. Kein Konkurrenz, höhere Preise, höhere Gewinne.

    Deshalb werden Pharmahersteller nicht müde, die Wirkung eines Allerweltsprodukts wie Xylit in Frage zu stellen. Ebenso auch Zahnärzte.

    Man beachte die potenziellen Folgen einer massenhaften Xylit-Anwendung:
    keine Plaque > sehr viel weniger Karies > geringerer Bedarf an zahnärztlichen Leistungen und folglich Zahnärzten (!) > geringerer Absatz an zahnärztlicher Praxisausstattung, Instrumenten, Medikamenten etc. > massive Umsatzeinbußen der Medizinausrüster, Pharmahersteller und des Pharmagroßhandels.

    Dieselbe Diskussion ließe sich auch hinsichtlich der Vitamin- und Mineralversorgung der deutschen Bevölkerung führen.

    Allen "Immer-noch-Zweiflern":
    Bitte nicht vergessen, in Finnland nutzt eine ganze Nation Xylitol! Seit über 30 Jahren!
    Zwei unterschiedliche Forenteilnehmer berichteten nach einem Kanadaaufenthalt, dass dort ebenfalls ganz selbstverständlich Xylitol als Pulver verwendet wird.

    Aber wie schon hingewiesen wurde, es bewegt sich langsam etwas:
    http://www.kinderzahnheilkunde-onlin...esden_2008.pdf
    (Der anschließende Tagungsberichtsband wäre interessant...)

    Beste Grüße
    @Mathew



    Ein Tagungsbericht folgt

  5. #1285
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von ulrich
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    Daumen hoch AW: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

    Zitat Zitat von Nico_ Beitrag anzeigen
    Hallo Ulrich



    Da ich selbst keine Zahnfleischprobleme habe, nehme ich nur abends einen Teelöffel (also ca. 5g) Xylitol zum Zähneputzen.

    Welche Effekte hast DU bei 10g und mehr feststellen können?

    lg
    Nico
    @ Nico

    1. Zu meiner damaligen Überraschung bildeten sich chronisch-entzündliche Zahnfleischwucherungen zurück. Das ging langsam,doch nach etwa 6 Wochen war das Zahnfleisch in diesen Fällen wieder normal.
    Eigentlich operiert man so etwas, genau das war geplant und wurde überflüssig.
    Das ist wissenschaftlich noch nicht nachgeprüft worden, das wäre jetzt an der Zeit !

    2. Parodontose wurde sehr viel besser als es eigentlich durch gutes Zähneputzen zu erwarten gewesen wäre.
    Lockere Zähne festigten sich wieder , was in den Fällen unerklärlich und unerwartet war.
    Auch hier steht die wissenschaftliche Bestätigung noch aus.

    3. Entzündungen um neue Zahnimplatate ,die auf keine andere Massnahme ( z.B. Chlorhexidin ) ansprachen , verschwanden innerhalb einer guten Woche, wenn Xylitol gebraucht wurde.
    Auch das, unerklärlich !

  6. #1286
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    Standard AW: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

    Ich habe einen "toten Zahn", dessen Füllung leicht nach innen gewölbt ist. Zudem spüre ich den Zahn immer wieder ganz leicht. Mein ZA meint, dass alles okay wäre und dieses "spüren" durchaus noch eine Zeitlang vorkommen könnte.

    Seit März putze ich meine Zähne mit Xylit und nach einiger Zeit war dieser eine Zahn komplett "gefühllos", also ich spürte ihn nicht mehr. Im Urlaub im Juli war es mir ab und an zu doof, mit dem Xylit zum waschen zu gehen (Camping) und ich benutzte die Zahncreme meines Mannes. Und was war? Richtig, der Zahn meldete sich wieder!

    Wieder daheim, habe ich wieder konsequent mit Xylit geputz und der Zahn schweigt jetzt wieder.

    Komisch, aber es ist so.

    LG Sigga

  7. #1287
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von ulrich
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    Standard AW: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

    Zitat Zitat von Sigga Beitrag anzeigen
    Ich habe einen "toten Zahn", dessen Füllung leicht nach innen gewölbt ist. Zudem spüre ich den Zahn immer wieder ganz leicht. Mein ZA meint, dass alles okay wäre und dieses "spüren" durchaus noch eine Zeitlang vorkommen könnte.

    Seit März putze ich meine Zähne mit Xylit und nach einiger Zeit war dieser eine Zahn komplett "gefühllos", also ich spürte ihn nicht mehr. Im Urlaub im Juli war es mir ab und an zu doof, mit dem Xylit zum waschen zu gehen (Camping) und ich benutzte die Zahncreme meines Mannes. Und was war? Richtig, der Zahn meldete sich wieder!

    Wieder daheim, habe ich wieder konsequent mit Xylit geputz und der Zahn schweigt jetzt wieder.

    Komisch, aber es ist so. LG Sigga
    @ Sigga

    Ja, komisch auf den ersten Blick, und es ist natürlich ohne zahnärztliche Untersuchung kein Kommentar möglich.
    Allerdings ,ich hab ja vielfach bei Patienten "unerklärliche" Besserung am Zahnfleisch und in Zahnfleischtaschen gesehen.

    Ich würde mich an Deiner Stelle nur darüber freuen und schauen ,was die Zeit zu Tage fördert.

    Gewisse , sagen ich es mal neutral, "Krankheitsprozesse" konnten durch Xylitol gestoppt ,deutlich gemildert oder sogar geheilt werden .
    Wissenschaftliche Beläge gibts dafür noch keine, doch es sind Forschungen im Gange, doch darüber möchte ich hier noch schweigen. Bitte Geduld, Wissenschaft braucht Zeit.

    Bisher geht es in der Wissenschaft bei Xylitol nur um Karies und Zahnhygiene,
    doch es gibt unbekannte Wirkungen im Bereich der Zahnfleischgesundheit und Zahnfleischerkrankungen.
    Offensichtlich bedarf es dafür grösserer Xylitolmengen als es für die Kariesvorbeugung nötig ist. Und mit Kaugummigebrauch erreicht man diese Wirkungen wegen zu geringer X.-Menge möglicherweise nicht.
    Ich beschreibe meine Beobachtungen an Patienten, den wissenschaftlichen Beweis mittels kostspieliger Studien zu erbringen ist Aufgabe für die Zukunft

  8. #1288
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    Standard AW: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

    @ Ulrich

    Zitat Zitat von ulrich Beitrag anzeigen
    @ Nico

    1. Zu meiner damaligen Überraschung bildeten sich chronisch-entzündliche Zahnfleischwucherungen zurück. Das ging langsam,doch nach etwa 6 Wochen war das Zahnfleisch in diesen Fällen wieder normal.
    Eigentlich operiert man so etwas, genau das war geplant und wurde überflüssig.
    Danke.
    Sowas hatte ich bei meiner alten Katzendame im Sinn.
    Deshalb auch die Suche, ob man Xylitol bei Katzen anwenden darf.

    lg
    Nico

  9. #1289
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von stuppsi
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    Standard AW: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

    Kam denn etwas heraus ob man es bei Katzen auch anwenden darf? Mein einer Kater hat auch immer mal Entzündungen in der Mundschleimhaut und am Zahnfleisch.
    Da ich bei mir auch grad einen Testlauf mache, wäre es kein Problem...

  10. #1290
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von germknederl
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    Standard AW: Mit Xylit gegen Karies und Parodontose :Dreimal täglich ein halber Teelöffel

    hab bei uns in der apotheke einen xylit-kaugummi mit orangengeschmack gefunden und gekauft
    wenn sich meine beißer vom zahnarzt erholt haben, werd ich den ersten kaugummi seit vielen jahren genießen. ein stück coolness wird zurück erobert

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