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Thema: Hashi Studis. Wie gehts euch?

  1. #1
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    Standard Hashi Studis. Wie gehts euch?

    Wie bekommt ihr euer Studium hin? Also ich habe erst angefangen und ich muss sagen ich habe noch ziemliche Probleme. Es ist schwer für mich weil ich viel vergesse und dadurch auch des öfteren mal was verpasse. Mit den Texten und dem Lesen gibts vorerst keine Probleme.

    Es ist einfach schwer mit dieser Krankheit ein Studium durchzuziehen. Ich fühle mich viel eigener und anders als früher. Die Motivation geht auf und ab. Ich habe gar nicht mehr so viele soziale Kontakte, die bauen sich viel schwerer auf.

    Wie ists bei euch? Würde mich mal interessieren wies den anderen so geht!

  2. #2
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    Standard AW: Hashi Studis. Wie gehts euch?

    Liebe Divine,

    ich habe inzwischen mein Studium abgeschlossen. Es gab einige Ups and downs und manchmal hat Hashi da ganz schön reingefunkt - Vergesslichkeit, nicht konzentrieren können, unendliche Müdigkeit. Einige Seminare und Vorlesungen hab ich nur abgesessen und kann mich nicht wirklich erinnern.

    Nun aber das Gute: man kann trotzdem studieren und am Ende alles packen! Ich habe nach meinem ersten Abschluss (Magisterstudium) sogar noch ein Aufbaustudium draufgelegt und am Ende mit gut eingestellter SD eine 1,5 Durchschnittsnote bekommen! Insgesamt hab ich ein wenig mehr Zeit gebraucht, weil ich durch Un-Fitness in so manchem Semester wirklich wenig machen konnte, aber ich denke 11 Semester (davon 1 Ausland, 1 für Prüfungen) statt 9 Regelstudienzeit sind ganz ok.

    Ich drück dir die Daumen, dass du alles schaffst. Achte auf deinen Körper, der Rest wird dann auch!

    LG, Anke

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von k-fux
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    Standard AW: Hashi Studis. Wie gehts euch?

    hallo divine, bis zu meiner sd-op im januar hab ich das studium total gut gepackt und konnte als mit abstand älteste in meinem jahrgang absolut mithalten. die op hat dann alles aus der bahn geworfen und ich hab ein ganzes jahr verloren, da ich durch die einstellungsprobleme weder zum lernen geschweige denn zu prüfungen in der lage war. jetzt versuch ich es wieder und werde mich im dezember zur ersten prüfung zittern. keine ahnung, was bis dahin alles noch im kopf drin ist. aber ich merke auf jeden fall, dass mich das lernen viel mehr anstrengt und ich schneller nicht mehr aufnahmefähig bin. vor allem kann ich nicht mehr so viel gleichzeitig machen - haushalt, arbeiten, lernen und diplomarbeit vorbereiten. das wäre noch vor einem jahr gut gegangen ist aber wohl von der menge her auch nicht ganz die norm ich drück dir ganz doll die daumen, dass du alles schaffst! lg ines

  4. #4
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    Standard AW: Hashi Studis. Wie gehts euch?

    Hi,

    ich schreibe gerade an meiner Diplomarbeit und habe auch einige komische Achterbahnfahrt-Jahre hinter mir. Vielleicht wäre alles anders gelaufen, wenn Hashi schon '97 erkannt worden wäre, aber was soll's. Es ist jedenfalls möglich, ein Studium auch mit Hashi durchzuziehen, bei mir hat's allerdings bis jetzt nur für ne 2,4 gereicht und Auslandsaufenthalt war wegen Geldnot und Arbeiten nicht drin. Ich hab schon deutliche Abstriche bei den Noten machen müssen, was mich zwar ärgert, aber irgendwie bin ich doch froh, dass ich es mit dem Siebgehirn überhaupt so weit gebracht hab Ein schlimmes Tief hatte ich leider auch zu verzeichnen, ein Jahr in dem ich (dank unerkanntem Hashi) gerade mal eine Prüfung bestanden habe. Aber Du bist da echt im Vorteil, weißt dass Du Hashi hast und kannst entsprechend reagieren. Zumindest wünsche ich Dir das!
    Aber falls es Dich tröstet, die Motivationslöcher treffen auch Gesunde, die definitiv nix an der SD haben. Ein Freund von mir hat für Maschinenbau 18 Semester gebraucht, weil er einfach eine faule Ratte ist (hab mit ihm ein paar Jahre zusammengewohnt, darf das sagen). Ok, ist auch nicht das einfachste Studium, aber er hat es echt übertrieben. In der Zeit hab ich 1,5 Studiengänge durchgezogen (aber leider nur ein Diplom, so ein Vordiplom zählt nix).
    Und was das soziale Leben an der Uni betrifft... an einer großen Uni kann man "herrlich" in der Masse verschwinden, wer nicht vom ersten Semester in eine Gruppe rutscht hat es super schwer, sich neue Kontakte zu besorgen (zumindest ging es mir so beim Studiengangwechsel). Vielleicht würde ja der Uni-Sport oder sonstige freiwillige Veranstaltungen helfen, aber ich konnte meinen Hintern da auch nie hinbewegen. Aber mit der Zeit kommen die Kontakte von ganz allein, nur nicht verzagen! Und lieber wenige gute Freunde als viele, mit denen man eh nix anfangen kann.

    Grüßle
    Cordelia

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von germknederl
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    Standard AW: Hashi Studis. Wie gehts euch?

    hi divine,

    ich wollte schon lang studieren, aber hashi - damals noch unerkannterweise - hat mich an ziemlich kurzer leine gehalten.
    daher war es das erste, als ich mit mehr hormonen mehr zu leben begann.

    ich lerne anders, versuche, mir das ganze bestmöglich einzuteilen und hab immer bargeld fürs taxi dabei. meine lernunterlagen sind recht beliebt, die tausche ich gern für andere goodies, die mir die uni erleichtern.
    krieg manchmal gar nix mit - aber den andern gehts auch so, und die haben nicht so eine gute ausrede wie ich. ich bin total ausgepowert, da ich nebenbei arbeite und dabei auch geistiges leisten sollte. aber ich hab keine depressionen in richtung mein leben ist für nix. sondern es geht genau in meine gewünschte richtung.
    am studentenleben nehme ich nicht teil und dieses semester hab ich zb nur pflichtlehrveranstaltungen, da ich davon ausgehe, dass es mir mit der zeit immer besser gehen wird (bitte ab bald *g*) und ich dann auch mehr leisten kann.
    aber dieses semester ist echt hart. hab zb heute glücklicherweise mitbekommen, dass ich übermorgen eine klausur hab. aber ich hätte -> hashi - eh nicht früher begonnen zu lernen. wär sinnlos
    genauso wie notenjagd.

    lg
    karin

  6. #6
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    Standard AW: Hashi Studis. Wie gehts euch?

    Hi Divine!
    Bevor ich meine Diagnose hatte, habe ich immer gedacht, wenn ich gesund bin, dann ist es wohl mein Charakter und ich bin furchtbar faul. Seit ich die Hormone nehme, habe ich erstmal gemerkt, was ich leisten kann und traue mir in guten Phasen auch mehr zu. Leider ist es ja gerade in der ersten Einstellungszeit noch ein ständiges auf und ab. Ich finde auch, dass es wichtig ist, zu wissen, was los ist, weil man sich dann auch besser darauf einstellen kann. Ich kann mich oft nicht zum Lernen aufraffen und in den Seminaren kann ich mich oft nich so lange konzentrieren, aber bisher hat alles trotzdem ganz gut geklappt. Sport tut auch ganz gut, wenn ich mich dazu aufraffen kann
    Was ich als das größte Problem ansehe, ist, wenn man z.b. in Gruppenarbeit etwas machen muss, oder wenn andere mitkriegen, dass man für manche Sachen länger braucht, denen dann zu erklären, was los ist. Die meisten haben ja von Hashi noch nie was gehört und die Symptome klingen ja auch erstmal so, als würde man sich eine Ausrede dafür suchen, dass man den Hintern nicht hochbekommt....Dann glaubwürdig rüberzubringen, dass man wirklich krank ist und gar nicht so faul, wie es scheint......und das noch bei Leuten, die man nicht gut kennt, finde ich schon schwierig. Meistens versuche ich, mir nichts anmerken zu lassen und irgendwie mitzuhalten.

  7. #7

    Standard AW: Hashi Studis. Wie gehts euch?

    Ja, "sich nichts anmerken lassen und irgendwie mithalten" ist ein gutes Stichwort... Ich muss mich an der Uni leider häufig zusammenreißen. Dabei spult es mich noch öfters, da ich noch nicht so gut eingestellt bin.
    Glücklich bin ich darüber, dass ich das letzte Jahr durchgestanden habe, obwohl ich ahnungslos mit sämtlichen üblen Symptomen rumgelaufen bin, bevor ich irgendwas von der Schilddrüse wusste. Ich fand es echt hart, habe mein Studium verflucht und wollte aufhören. Zum Glück habe ich es durchgezogen und mein Grundstudium (Psychologie) trotzdem gut geschafft.
    Aufhören? Auf keine Fall. Ich versuche noch optimistisch zu denken, dass es eben mit der Einstellung besser wird.
    Natürlich leiden die Noten drunter, man braucht für alles mehr Aufwand und mehr Zeit. Von der Leistung von früher bin ich noch weit entfernt. Auch für anderes bleibt nicht mehr so viel Kraft am Tag. Vieles ist eben anders geworden... Es ist zeitweise bitter. Was Freunde angeht, versuche ich, egal wie es geht, am Ball zu bleiben. Es sind meistens diese, die einen in Not auffangen.
    Trotzdem denke ich, dass das letzte Wort nicht gefallen ist Es muss einfach wieder gut werden!

  8. #8
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    Standard AW: Hashi Studis. Wie gehts euch?

    So manches Semester bin ich auch nur in die Uni gegangen ohne etwas mitzubekommen, aber mit einer guten Einstellung ging es am Ende ganz gut. Auch bei mir haben ein paar Noten drunter gelitten (hatte zum Beispiel in 'ner mündlichen Prüfung so ein AHA-Erlebnis - als ich mich am Ende der Frage des Profs nicht mehr an die Frage erinnern konnte!!!). Glücklicherweise kamen dann auch bessere Zeiten. Wo ich mich an Inhalte aus gelesenen Texten erinnern kann, wo ich frei mitdiskutieren kann und wo ich mich ganze 90 Minuten konzentrieren kann! Es geht also!

    Freunde hab ich an der Uni wenige gefunden, dafür viele Bekannte. Man kommt doch mit den Nachbarn in Seminar und Vorlesung ins Gespräch. Und beim Uni-Sport gab es bei uns tolle Angebote, bei denen ich auch viele Leute getroffen habe - Tai Chi, Badminton, Yoga, Pilates. Hat sich auch körperlich gelohnt.

    Also, liebe Studis, nicht aufgeben, SD einstellen, manchmal ewige Tiefs durchstehen und dann geht's aufwärts! So ein Hashi kann einen doch nicht vom Traumberuf abhalten...

    LG von der heute sehr positiv gestimmten
    Anke

  9. #9
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    Standard AW: Hashi Studis. Wie gehts euch?

    Ja Sport halte ich auch für wichtig. Mir geht es oft so, dass ich denke, ich würde am liebsten nur noch schlafen....und wenn ich mich dann aufraffe und zum Sport gehe, bin ich danach viel wacher und fühl mich besser. Der innere Schweinehund ist bei uns wohl noch extremer, als bei den Gesunden, aber wen wundert das?
    Was mir bezüglich des Studiums Sorgen macht, ist, dass eigentlich überall erwartet wird, dass man wer weiß wie viele Praktika und am Besten noch einen Auslandsaufenthalt gemacht hat. Aber ich bin froh, wenn ich die Pflichtsachen an der Uni schaffe.....nur wie soll man das später einem Arbeitgeber erklären?

  10. #10
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    Standard AW: Hashi Studis. Wie gehts euch?

    kennt ihr das auch, das ihr das Gefühl habt ein Brett vor dem Kopf zu haben, und die Umwelt nur durch ein kleines Guckloch sehen könnt?
    Mir gehts so, seit ich studiere und ich bin grad am Zweifeln, obs einfach an mir liegt, oder obs Hashi ist.
    Habe gerade mein Vordiplom bestanden und eigentlich auch nicht so schlecht (genaue Note weiß ich aber noch nicht), aber der Satz meines Prüfers hat mir zu denken gegeben: "Wenn sie noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen, dann wird es noch besser." Ich muss dazu sagen, meine Fachrichtung ist sehr philosophisch angehaucht. Ich verstehe inzwischen fast alles, was diskutiert wird, aber ich kann nicht mitreden, weil ich selbst niemals auf diese Gedanken kommen würde. Wenn ichs dann versuche, stammel ich irgendwas banales und belangloses. In meinem Kopf kann ich die Gedanken schon miteinander verbinden, aber ich kanns nicht aussprechen. Das ist das eine Problem.

    Das andere ist, dass ich (schon immer) die einfachsten Zusammenhänge nicht mitbekomme und greifen kann. Das war schon in der Schule so - Erdkunge-LK. Da hab ich schlichweg versagt, genau aus dem Grund. Und jetzt in der Uni stehe ich wieder vor dem Problem.

    Ja, und dann ist da noch das Siebhirn, was mich ziemlich frustriert. In letzter Zeit saß ich öfters hier und dacht nur "verdammt, genau das hast du vor 1Monat fürs Vordiplom gelernt und kannst dich trotzdem an nichts mehr erinnern, nur DAS du es gelernt hast." So gehts mir dauernd.

    Was macht ihr dagegen? Meine Werte bessern sich inzwischen stetig, sie waren lange lange Zeit nicht in Ordnung. Allgemein gehts mir auch wieder richtig gut, aber verschwindet auch dieses "Brett"? Oder muss ich damit leben? Oder gibts ne andere Möglichkeit um dagegen anzugehen?
    Ich muss ehrlich sagen, die erste Hürde habe ich genommen, aber in 2 Jahren will ich das Diplom machen und da sind die Herren/Damen um einiges anspruchsvoller. Und im Moment zweifel ich wirklich, ob ich dem gerecht werden kann. Und wie soll das erst werden, wenn ich in die Arbetswelt eintrete? *hilfe*

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