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Thema: Arbeitskreis Jodmangel

  1. #161
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Sugarhashi
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    Standard AW: Arbeitskreis Jodmangel

    @N'olin Danke!

    Herrlich, die fossile Herrenrunde...

  2. #162
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    Standard AW: Arbeitskreis Jodmangel

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Ja, in anderen Ländern war die Situation teils gravierender. In armen Ländern werden wenig tierische Lebensmittel konsumiert und wenn die gängigen Lebensmittel noch leicht kropfbildend sind, ist das ein Problem.

    Aber der Arbeitskreis Jodmangel ist ja nicht von der Uno installiert.
    nicht von der uno, aber von der bundesregierung. der akj ist nur ausführend, der hat mit der entscheidung, durchgehend zu jodieren, gar nichts zu tun. in deutschland ist die einführung ja auch erst extrem spät erfolgt, lange nach vielen anderen ländern. weltweit dürfte jodmangel tatsächlich früher ein enormes problem gewesen sein. zusammen mit den damals weit schlechteren therapiemöglichkeiten für schildrüsenkranke gehörte eine verbesserte jodversorgung sicherlich berechtigt zu den wichtigsten weltpolitischen gesundheitszielen.
    https://en.wikipedia.org/wiki/World_Summit_for_Children 1990 fand diese konferenz statt, und diese verpflichtungen, darunter die verbesserung der jodversorgung, hat die bundesregierung unterschrieben. das damals jodmangel zu den 9 schwersten weltweiten bedrohungen kindlicher gesundheit gezählt wurde, zeigt die bedeutung auf. der akj ist also klarerweise gar nicht der initiator. es ist die regierung.

    die so schwer betroffene freundin hat nach ihrer rettung jura studiert. sie überlegt heute, ob die jodierung ein fall für eine verfassungsbeschwerde sein könnte. wir haben laut verfassung das recht auf körperliche unversehrtheit. wenn es wirklich so ist, das autoimmun kranke durch die jodierung krank werden, dann greift die maßnahme ein in unser grundrecht. in diesem falle müsste die verhältnismäßigkeit geprüft werden. also so ein eingriff ist erlaubt, wenn er verhältnismäßig ist, wenn er z. b. wichtige ziele umsetzt unter größmöglicher beachtung unseres grundrechtes. ohne zweifel wird die jodierung nicht ziellos vorgenommen, sie ist teil einer internationalen vertragsverpflichtung und dient dem gesundheitsschutz. der punkt ist nur, ob sie die rechte des einzelnen so weit schützt, wie es möglich ist.
    darüber denken wir nach, und wir sehen das im jahr 2018 nicht mehr erfüllt. eine maßnahme zum schutz autoimmunkranker könnte z. b. die bereitstellung aktueller jodgehaltstabellen für lebensmittel sein. oder die verpflichtende führung von registern autoimmun schildrüsenerkrankter, also die festellung, wie weit tatsächlich die fallzahlen ansteigen. momentan kennen wir stellungnahmen des akj, die das leugnen, gleichzeitig aber inoffiziell etliche hinweise darauf. wie z. b. die aussage prof. schatzs, in den 80ger jahren sei in den usa die zahl der autoimmunkranken viel höher gewesen, während bei uns ohne jodierung die kröpfe überwogen. oder wie in münchen. man hat ja das gefühl, die wissen das alle und spielen es herunter. ich bin auch fassungslos, wenn man mir sagt, autoimmune thyreoididen seien harmlos, während kröpfe ein riesenproblem seien.

    werden unsere grundrechte ausreichend geschützt? ein grundsätzliches verbot der jodierung ist undenkbar. denn verantwortlich ist nunmal nicht der akj, sondern die bundesregierung. die darf so eine maßnahme beschließen. um verfassungswidrigkeit an sich kann es also nicht gehen, wohl aber um unseren schutz und einen wissenschaftlichen umgang mit den autoimmunen schildrüsenkrankheiten einschließlich untersuchungen z. b. zur arbeitsfähigkeit und zu den therapiekosten.
    das mal so in kürze, darum sind wir sehr dankbar auch für die hier bereitgestellten infos.

  3. #163
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Sugarhashi
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    Standard AW: Arbeitskreis Jodmangel

    Ein lediglich ausführendes Element ist der AKJ nun aber auch nicht.

    Er wendet sich aber auch an das lebensmittelproduzierende Gewerbe und die Nahrungsmittelindustrie und entwickelt darüber hinaus Initiativen auf gesetzgeberischer Ebene.
    https://jodmangel.de/der-arbeitskreis-jodmangel/

    Da steckt schon ganz schön Einfluss dahinter.

    Zur Verfassungsbeschwerde: Ein sinnloses Unterfangen, schätze ich. Es ist ja nicht so, dass die Jodierung jahrelang von allen so hingenommen wurde. Es gab einige Initiativen und Aktionen.
    Geändert von Sugarhashi (23.07.18 um 13:31 Uhr)

  4. #164
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    Standard AW: Arbeitskreis Jodmangel

    Zitat Zitat von Sugarhashi Beitrag anzeigen
    Ein lediglich ausführendes Element ist der AKJ nun aber auch nicht.


    https://jodmangel.de/der-arbeitskreis-jodmangel/

    Da steckt schon ganz schön Einfluss dahinter.

    Zur Verfassungsbeschwerde: Ein sinnloses Unterfangen, schätze ich. Es ist ja nicht so, dass die Jodierung jahrelang von allen so hingenommen wurde. Es gab einige Initiativen und Aktionen.
    meines wissens gab es bisher keinen rechtlichen versuch, sich zu wehren? denn der wäre nur möglich über verfassungsbeschwerde, einen anderen weg sehen wir nicht. der akj führt den auftrag der regierung aus. er soll ja für mehr jod sorgen. einfluss natürlich, grundentscheidungen nicht.

    für uns ist allerdings bei allen rechtlichen fragen eins auch sehr wichtig: ist die frage von großer bedeutung für zumindest teile der bevölkerung? was meine freundin angeht, selbstverständlich ja, und sie kennt so 20 oder 30 andere, die auch erwerbsunfähig wurden und schwer krank. aber wenn man sich nur einmal fernsehnachrichten anguckt, muss man auch relativieren. die welt ist so kaputt, es toben kriege über kriege. lohnt es den aufwand? solche fragen finde ich jedenfalls weit wichtiger als das geschimpfe auf den akj.

  5. #165
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    Standard AW: Arbeitskreis Jodmangel

    Das meinte ich ja gerade, der Aufwand lohnt sich nicht.
    Es betrifft zu wenige und letztendlich hat eine Minderheit eben einfach Pech gehabt. Man scheitert doch bereits an der Frage der Kausalität.

    Nichts desto trotz, wenn Deine Bekannte den Weg beschreiten möchte, wünsche ich ihr viel Erfolg. N'olin hätte bestimmt viele gute Infos auf Lager, aber ich weiß nicht, ob er derzeit viel schreiben kann.

  6. #166
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    Standard AW: Arbeitskreis Jodmangel

    Zitat Zitat von Sugarhashi Beitrag anzeigen
    Ein lediglich ausführendes Element ist der AKJ nun aber auch nicht.


    https://jodmangel.de/der-arbeitskreis-jodmangel/

    Da steckt schon ganz schön Einfluss dahinter.

    Zur Verfassungsbeschwerde: Ein sinnloses Unterfangen, schätze ich. Es ist ja nicht so, dass die Jodierung jahrelang von allen so hingenommen wurde. Es gab einige Initiativen und Aktionen.
    ….ja, die gab es 2004/5 - ging leider mangels Vorliegen eines Prozessgegenstandes in die Hose. Es wird ja nach wie vor auch von Merkel die Freiwilligkeit wie eine Monstranz vorgeschaltet. Es würde ja niemand gezwungen.....Nachdem im BfR kein Großklaus mehr verantwortlich ist, scheint dort etwas mehr Neutralität zu herrschen, was beim RKI nun wieder nicht ausgemacht werden kann (KIGGS).

    http://www.juraindividuell.de/pruefu...ngsbeschwerde/

    https://www.uni-trier.de/fileadmin/f..._Grundfall.pdf

    Leider ist die Bevölkerung in dieser Sache völlig eingelullt. Sonst wird gegen jede Einschränkung der Persönlichkeitsrechte gemeckert und gestritten. Hier herrscht Stille....

    Zur Statistik: Ich wüsste nicht, dass Todesfälle aufgrund Thyreotoxicosis statistisch erfasst werden..... passagerer Zunahme von Überfunktionen - so nahm man die erhöhte Sterberate in Kauf....Nil nocere!

    N'olin

  7. #167
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    Standard AW: Arbeitskreis Jodmangel

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    nicht von der uno, aber von der bundesregierung. der akj ist nur ausführend, der hat mit der entscheidung, durchgehend zu jodieren, gar nichts zu tun. in deutschland ist die einführung ja auch erst extrem spät erfolgt, lange nach vielen anderen ländern. weltweit dürfte jodmangel tatsächlich früher ein enormes problem gewesen sein.
    Das kann man im Nachhinein nicht mehr feststellen, welcher Anteil der früheren Kröpfe auf Kosten von Jodmangel ging oder Nitratüberschuss oder Verwertungsstörung oder kriegsbedingte Mangelernährung, weil es die heutige Diagnostik noch gar nicht gab, auch nicht in der Forschung.

    Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie hat in ihrem Blog tatsächlich ein historisches Video (von Quervain, also medizinhistorisch durchaus interessant) mit geistig Behinderten gezeigt und als Drohkulisse genutzt - was angeblich passiert, wenn z.B. Schwangere nicht brav Jod verwenden. Aber vielleicht hatten diese Menschen eine angeborene Hypophysenstörung oder sonstwas. Ein TSH-Screening ist ja erst seit einigen Jahrzehnten möglich, auch Ultraschall gab es vor 100 Jahren noch nicht.

    Offenbar ist das Blog außerhalb der Szene kaum bekannt, sonst hätte irgendein Behindertenverband oder Antidiskriminierungsbeauftragter den alten Herren die Ohren lang gezogen. Heute beschwert man sich ja schon, wenn der Rollstuhl als Argument für den Sicherheitsgurt verwendet wird.

    Kropf gleich Jodmangel, dieser Schluss war früher genauso falsch wie heute, auch wenn sich die Ursachen verschoben haben dürften.
    Geändert von Irene Gronegger (23.07.18 um 16:27 Uhr)

  8. #168
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    Zitat Zitat von Sugarhashi Beitrag anzeigen
    Das meinte ich ja gerade, der Aufwand lohnt sich nicht.
    Es betrifft zu wenige und letztendlich hat eine Minderheit eben einfach Pech gehabt. Man scheitert doch bereits an der Frage der Kausalität.

    Nichts desto trotz, wenn Deine Bekannte den Weg beschreiten möchte, wünsche ich ihr viel Erfolg. N'olin hätte bestimmt viele gute Infos auf Lager, aber ich weiß nicht, ob er derzeit viel schreiben kann.
    ja, die sinnhaftigkeit ist schon eine berechtigte überlegung. aber im prinzip geht es bei den meisten verfassungsbeschwerden nicht um persönliche große schäden, beim jod sicherlich eher um größere als in anderen fällen. grade wurde z. b. zu den rundfunkgebühren geurteilt. für den einzelnen peanuts gegen das risiko von autoimmunkrankheiten, oder?
    wir denken auch, 2004 z. b. dürfte noch niemand aussagekräftige belege für die kausalität der jodierung bei schweren krankheiten, erwerbsunfähigkeit usw. gehabt haben. das genau scheint sich allmählich zu ändern. wenn schon, wie irene berichtet, münchner ärzte mit größter selbstverständlichkeit zugeben, basedow und hashimoto entstehen durch die staatlich erzwungene jodierung, sieht die sache anders aus als früher.
    mal gucken. eine ernsthaft vorbereitete verfassungsbeschwerde braucht wohl mehrere jahre vorbereitungszeit und einen spezialisierten fachanwalt, das ist keine aktuelle sache jetzt. vielen dank für die infos an alle.

  9. #169
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    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen

    Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie hat in ihrem Blog tatsächlich ein historisches Video (von Quervain, also medizinhistorisch durchaus interessant) mit geistig Behinderten gezeigt und als Drohkulisse genutzt - was angeblich passiert, wenn z.B. Schwangere nicht brav Jod verwenden...(...)

    Offenbar ist das Blog außerhalb der Szene kaum bekannt, sonst hätte irgendein Behindertenverband oder Antidiskriminierungsbeauftragter den alten Herren die Ohren lang gezogen. Heute beschwert man sich ja schon, wenn der Rollstuhl als Argument für den Sicherheitsgurt verwendet wird.
    Ja, an dieses furchtbare Video erinnere ich mich. Ich hatte damals der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung eine Mail geschickt. Falls eine Antwort kam, muss sie nichtssagend gewesen sein. Ich erinnere mich nicht mehr daran, meine aber, es gab erst gar keine Reaktion.

  10. #170
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    Standard AW: Arbeitskreis Jodmangel

    Gegen welches Gesetz oder welche staatliche Maßnahme soll sich denn die Verfassungsbeschwerde richten?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungsbeschwerde

    Das jodierte und deklarierte Speisesalz ist ja nicht das Problem, und der Rest ist v.a. Propaganda, die nicht allein vom Staat ausgeht. Wenn z.B. eine Zeitung eine Presseinformation des AK Jodmangel abdruckt, ist das nicht vom Staat angeordnet.

    Ich glaube, das ist eine komplexere gesellschaftliche Sache.

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