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Thema: Sammelthread: HT und Psyche

  1. #1
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Rikki
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    Standard Sammelthread: HT und Psyche

    Hi,

    viele unter uns haben ja auch psychische Symptome und oft kommen Zweifel auf (oder auch die klare ärztliche Ansage ) " Das kommt nicht von HT". Wenn man bei der Umfrage zu den zusätzlichen Medikamenten schaut, nehmen doch viele Antidepressiva.

    Deshalb lasst uns hier mal Informationen, threads und Studien zu diesem Thema sammeln, damit wir einen besseren Überblick bekommen.

    Hier schon mal passende Umfragen

    Angst aus dem Haus zu gehen ( Agoraphobie) etc.

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1035043

    Angst / Panic / Psyche mit Hashimoto

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1032637

    Es gibt sicher noch mehr! Wer hat Zeit??

    LG
    Rikki

  2. #2
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    Standard Fachinformation - Schilddrüse und Psyche

    http://www.forum-schilddruese.de/fachinfo_psyche.php

    Schilddrüse und Psyche (PD Dr. Joachim Feldkamp für das Forum Schilddrüse e.V.)

    Es gibt eine enge Beziehung zwischen der psychischen Befindlichkeit des Menschen und seiner Schilddrüsenfunktion. Sowohl die Unterfunktion (Hypothyreose) wie auch die Überfunktion (Hyperthyreose) sind mit psychischen Symptomen gekoppelt.

    Einteilung der Depressionen (auch wg schilddrüse)
    http://www.medizinfo.de/kopfundseele...eprgruppen.htm
    Geändert von Elaine (15.03.06 um 09:51 Uhr)

  3. #3
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    Hallo,

    in den Münchener Symposien wird darauf eingegangen, insbesondere:

    http://www.schilddruese.net/medien/muenchen_2003.pdf - ab Seite 17

    LG - Norbert

    PS: Mich würde einmal interessieren, wer Serotoninwiederaufnahmehemmer einnimmt und welche Erfahrungen damit gemacht wurden, bzw. mit welchen Schwierigkeiten ein Absetzen verbunden ist.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Norbert Nehring
    Hallo,

    in den Münchener Symposien wird darauf eingegangen, insbesondere:

    http://www.schilddruese.net/medien/muenchen_2003.pdf - ab Seite 17

    LG - Norbert

    PS: Mich würde einmal interessieren, wer Serotoninwiederaufnahmehemmer einnimmt und welche Erfahrungen damit gemacht wurden, bzw. mit welchen Schwierigkeiten ein Absetzen verbunden ist.
    .....Hintergrund meiner Frage - unter anderem:

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/64/48016/

  5. #5
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    Hallo Norbert,

    ich nehme seit knapp 4 Wochen Reductil. Hab jetzt gegoogelt und gelesen es ist ein kombinierter Serotonin-/Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer!!!!!! Das wußte ich nicht (oder hab ich nicht evtl. mitgekriegt)!

    Es ist mir verschrieben worden, weil ich wg. Diabetes-1 mit den Schilddrüsenmedikamenten runtergehen sollte. Ich hatte allerdings auch den Werten (nicht dem Empfinden!!) nach eine SD-Überdosierung, TSH suppr. und fTs u. Gesamt-Ts deutlich (aber nicht dramatisch) über der Norm. Der Nervenleitgeschwindigkeits-Test war auch in der unteren Norm -> d.h. keine Überfunktion eher Gegenteil.

    Das Reductil soll mich morgens munterer machen (steh immer so neben mir, allerdings den ganzen Tag!) und außerdem beim Abnehmen helfen (BMI steigt immer mehr, ist jetzt fast 30 u. Körperfettanteil deutlich zu hoch.), auch wg. Diabetes u. Insulinverbrauch.

    Es macht mich zwar wacher, aber den "Nebel" nimmt es nicht weg. Abgenommen hab ich glaub ich auch nicht, obwohl ich damit weniger Appetit habe. Allerdings ist mein Appetit eh nicht übermäßig.

    Der Beipackzettel von dem Zeug gefällt mir ehrlich gesagt gar nicht. Auch wg. mgl. Erhöhung v. Leber-/Nierenwerten und so.

    LG
    Ninotschka

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Rikki
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    von InaDIN:
    Antidepressiva schlagen laut wissenschaftlichen Studien nicht/oder nur sehr schwer bei hormonellbedingten Stimmungsschwankungen und bei Panikzuständen meist garnicht.

    Wenn also wenn Sie beschreibt, Depressionen nicht als Depressionen auftauchen, sondern nur ein Symptom sind, dann behandelt man ja nicht den wirklichen Kern.

    Wenn es ungeklärte Probleme oder Ängste gibt, lösen sich diese nicht allein durch die Einnahme von ADs. Setzt man die ab, vorrausgesetzt man schafft dann den Sprung irgendwann mal aus der Abhängigkeit, sind die Probleme immernoch da bzw. kommen wieder. Mal abgesehen von den ganzen Nebenwirkungen.
    U. anderem ist mein Hashi deshalb so spät entdeckt worden, weil man MIR immer die Schuld an allen Symptomen gab. Und ich habe gedacht, ich muß mich nur meinen Ängsten stellen und meine Probleme besiegen, dann wird alles gut. Und weil es nicht geklappt hat, hatte ich ständig Schuldgefühle weil es mir so schlecht ging. Ich hatte ja selbst schuld. War ja klar! Wäre ich endlich mal fähig meine Probleme zu lösen, dann wäre meine Müdigkeit und meine Depressionen/Selbstmordgedanken endlich weg.
    Auch sympathiere ich mit dieser Aussage von dir. Mir ging es da nicht anders! Aber Antidepressiva haben da nichts besser gemacht. Kein Psychokeulen-Tablettchen der Welt hat dafür gesorgt, dass ich wieder einkaufen gehen konnte ohne Panikattacken. Klar die ersten 2-3 Wochen hab ich fest daran geglaubt, dass mit der Tablette alles weg geht und siehe da ich traute mich aus dem Haus, nur war ich jetzt zu müde dank des ADs dafür. Ruck zuck kam jedoch alles wieder, während der Einnahme des ADs. Ich gehe jetzt schon seit 4 Jahren zur Verhaltenstherapie und habe dort immer mal wieder Fortschritte für mich erwirken können. Aber meine Panikattacken sind immernoch da... was mir helfen wird ist kein AD, sondern die richtige hormonelle Einstellung.

    Warum fühle ich mich darin zu bestätigt? Weil ich im Laufe der Jahre unzählige Bekanntschaften gemacht habe, nach 4 Jahren Psychologiestudium in Berkley ich mich durchaus einiges an Fachwissen mächtig fühle und auch meine persönliche Erfahrung in die obige Richtung weist.

    Ich kann dir jedoch auch ganz tolle Geschichten erzählen von Leuten wo ein AD geholfen hat. Aber diese Leute hatten auch eine Depression und kein hormonelles Problem. So wird heutzutage in den meisten Depressionskliniken erst einmal die SD-Werte genommen um auszuschließen, dass die Probleme daher kommen. Dann gibt es dort auch keine Antidepressiva für die Patienten, sondern SD-Hormon. In der Zeit die AD braucht um seine volle Wirkung zu entfalten (4 Wochen bei den meisten Präperaten) zeigt ein SD-Hormon bereits auch eine Wirkung.
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1042694

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von gucci
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    Hallo Rikki,

    habe auch was gefunden:

    http://www.endokrinologie.net/profil...03/02_2003.pdf

    ab Seite 30.

    LG gucci

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Rikki
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    Standard ADs mit ihrer Wirkung auf die Werte

    SD-Krankheiten sind die einzigen Krankheiten, bei denen AD NICHT helfen, sondern im Gegenteil, sie BRINGEN DEN GANZEN HORMONHAUSHALT NUR NOCH MEHR DURCHEINANDER Das wird hier so generell immer behauptet, stimmt aber so auch nicht. Für die meisten Fälle mag es ja gelten, aber so wie es oben steht klingt es so, als ob man sagen kann: hilft ein AD, dann ist die Depression NICHT von der SD. Und das habe ich eben anders erlebt.SSRI können den TSH senken.(Womitund wie sie das tun weiß ich (man) nicht, aber sie können). Und so hat mir Cipramil geholfen: nahm ich es, dann war mein TSH niedriger, setze ich es ab, dann stieg er wieder und es ging mir schlechter....
    Lieben Gruß, Christiane
    Und:
    Phenytoin und Carbamazepin führen zu einer Verminderung der freien T4-Konzentrationen, während FT3 normal bleibt. Der Effekt ist nicht allein durch die Wirkung auf die Proteinbindung zu erklären. Unter der Behandlung sank auch das basale TSH ab.
    ********************
    Effekte einer Carbamazepin-Monotherapie wurde bei Kurzzeittherapie und bei Langzeittherapie untersucht: T4, FT4 und TBG waren vermindert sowohl nach 2, nach 12 Monaten und bei Langzeittherapie. TSH war unverändert, im TRH-Test stieg die TSH-Antwort an. Die Effekte werden interpretiert als Folge gesteigerter hepatischer Clearance von T4.
    ********************
    Die Behandlung mit Lithium-Carbonat für 4 Wochen bei gesunden Frauen und Männern führt zu einer Zunahme des SD-Volumens nur bei den Frauen , obwohl bei beiden Geschlechtern basales und stimuliertes TSH anstieg und TT4 absank.
    ********************
    Lithium-Chlorid in hoher Dosierung wirkt thyreostatisch, ähnlich dem PTU. Die T4-Konzentrationen sinken ab: mit der Folge der TSH-Stimulation, Strumawachstum und Hypothyreoseentwicklung.
    ********************
    SSRI – Komedikation - erhöhte Plasmaspiegel der TZA (TZA = trizyklische Antidepressiva), dadurch vermehrte Nebenwirkungen; z. T. Hinweise für besseren antidepressiven Effekt
    ********************
    Carbamazepin, Phenytoin – Komedikation - Enzyminduktion, dadurch erniedrigte Plasmaspiegel, evtl. geringere klinische Wirkung von AD; jedoch auch Hinweise für pharmakodynamische Wirkungsverstärkung

    LG von Kassandra
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1038954

  9. #9
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    Macht Autoimmunerkrankung therapieresistent?
    von Dr. Julia Hofmann

    Ob Depressionen mit einer Unterfunktion der Schilddrüse zusammenhängen, wird seit Jahren kontrovers diskutiert.

    Die Schilddrüse, ein sensibles Organ - höhere Level an Antikörpern könnten ihre Funktion beeinträchtigen. Foto: Archiv

    15.03.05 - Eine aktuelle griechische Studie lässt nun vermuten, dass manche Depressive an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse laborieren, die den Heilungsprozess behindert. Außerdem gibt es offenbar Indikatoren der Schilddrüsenfunktion, die es erlauben, den Erfolg von Antidepressiva-Gaben vorherzusagen. Forscher der Universität Thessaloniki untersuchten 30 Patienten mit unipolarer ,,Major Depression“ und 60 gesunde Personen. Nach eingehenden psychiatrischen Interviews explorierten die Forscher die Schilddrüsenhormone freies T3, T4 und TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon). Obwohl T3, T4 und TSH bei allen Studienteilnehmern im Normbereich lag, wiesen Depressive höhere Level von Thyreoid-bindenden inhibitorischen Immunglobulinen (TBII) im Blut auf, was die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen kann.

    Zwei Jahre nach Beginn der Studie ergab eine Nachuntersuchung der Patienten, dass der Therapieerfolg mit der Höhe der Schilddrüsenhormone und des TBII im Blut assoziiert war. Mit einem Algorithmus, der auf den Schilddrüsen-Parametern basiert, gelang es dem Forscherteam zu 90 Prozent, den Erfolg einer Therapie mit Antidepressiva vorherzusagen. Höhere Werte an Immunglobulinen waren mit einer schlechteren Therapieantwort assoziiert. Um solchen Patienten zu helfen, wären dann möglicherweise spezifische therapeutische Interventionen nötig. Anhand eines weiteren Algorithmus ließen sich umgekehrt in 80 Prozent der Fälle von Depressionen diese auch diagnostizieren. Diese Daten zeigen, dass die Präsenz eines zu Grunde liegenden Autoimmunprozesses die Schilddrüse depressiver Patienten beeinflusst.
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1038954

  10. #10
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    Hallo,

    habe im Netz folgende Dissertation (Nov. 2005) gefunden. Bisher leider nur quergelesen (102 Seiten), aber scheint mir in mehrfacher Hinsicht interessant zu sein:
    - gute, prägnante Zusammenfassung der Hormonregelkreise
    - Zusammenfassung bisheriger Studien zum Thema SD und Depression
    - und nebenbei noch ein Nachweis, daß durch T3 / Thybon in einem kombinierten TRH-T3-Test der Tsh sofort supprimiert wird (siehe Zusammenfassung)

    Funktionsprüfung der Schilddrüsenhormonachse bei Patienten mit endogener Depression im Vergleich zu gesunden Probanden
    http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokser...=977776158.pdf

    Aber ein bißchen mühsam, eher für Fortgeschrittene , deshalb hab ichs auch nur quergelesen.

    LG caropepita

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