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Thema: Wer unterschreibt Offenen Brief an Schumm-Draeger vom Jodmangelkreis?

  1. #1
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Leni
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    Standard Wer unterschreibt Offenen Brief an Schumm-Draeger vom Jodmangelkreis?

    Hallo,
    hier der Brief an Schumm-Draeger zu ihrem Beitrag in der Apotheken Umschau (siehe http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1044665).

    Wer möchte gerne mit unterschreiben?

    Der teile mir bitte seinen Namen und Wohnort per Antwort oder PN ( Private Nachricht) oder per Mail ( leni@hl-reuters.de) mit. Alles Weitere werde ich dann erledigen.

    Einen guten Abend wünscht Euch Leni


    Sehr geehrte Frau Professor Schumm-Draeger,

    zu Ihren Äußerungen in der neuen Apotheken Umschau im Bericht „Krank durch die Schilddrüse“ möchten wir mit diesem Schreiben unsere Enttäuschungen zum Inhalt des Artikels kundtun. Warum immer diese Halbwahrheiten, warum nichts über Hashimoto Thyreoiditis und darüber, dass Jod nicht für alle gut ist. Ach Gott, werden sie jetzt vielleicht denken, wieder welche, die spinnen. Wir würden uns dennoch freuen, wenn Sie den Brief zu Ende lesen würden. Uns liegt es sehr am Herzen, Ihnen die folgenden Gedanken mitzuteilen.

    Hashimoto gehört zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen, ist aber leider wenig bekannt, selbst bei Ärzten. Hashimoto kann durch zuviel Jod ausgelöst werden, und wenn man die Krankheit hat, ist es sinnvoll, sich jodarm zu ernähren.

    Im Bericht steht: „In Deutschland bekommen wir immer noch zu wenig Jod. Die WHO empfiehlt 150-200µg.“ Stimmt nicht. Von der WHO wird der Jodstatus in Deutschland als optimal bezeichnet (siehe: Iodine status worldwide, WHO 2004, ISBN 92 4 159200 1, Seite 11 ). In Deutschland ist fast alles jodiert: Salz, Fertigprodukte, Brot beim Bäcker, Nahrungsergänzungsmittel und alle tierischen Produkte dank der Tierfutterjodierung, so dass die tägliche Jodaufnahme bereits 2003 bei ca. 190µg lag (Hampel, Zöllner, „Zur Jodversorgung und Belastung mit strumigenen Noxen in Deutschland“, Ernährungs-Umschau 51 (2004) Heft 4 Seite 132) . Laut WHO brauchen wir pro Kilogramm Körpergewicht 1-2µg Jod.

    Das Risiko, zuviel Jod abzubekommen, ist viel grösser als zu wenig. Leute, die behaupten, dass Jodzusätze zu Nebenwirkungen und Allergien führen können, haben definitiv Recht. Wieso werden denn Nebenwirkungen z.B. im Pschyrembel oder auf dem Beipackzettel von PVP-Jod-ratiopharm Salbe oder von Jodtabletten aufgeführt. Ist das alles Unsinn? Wir verstehen absolut nicht, wie man behaupten kann, dass Jodzusätze nichts machen. Wir haben es doch am eigenen Leib erfahren, was dann passiert. Sind wir alles Spinner oder sogar Lügner? Hashimoto kann eben so oder so verlaufen. Zu welcher Seite man gehört, das kann man sich leider nicht aussuchen. Wir finden, nichts, aber auch nichts auf der Welt rechtfertigt, Menschen einen Stoff unters Essen zu mischen, den sie nicht vertragen. Wir mischen ja auch keine Beta-Blocker unter das Essen, wo doch so viele Bluthochdruck haben, oder Aspirin (Schmerzen haben zahlreiche Menschen). Uns ärgert mächtig die Arroganz, mit der von höchster Stelle immer verleugnet und auch heruntergespielt wird, dass man Beschwerden durch Jod im Essen gar nicht haben kann.

    Wir finden es absolut nicht richtig überall Jod beizumischen. Jeder ist und isst individuell. Jeder ist ein Unikat. Jeder reagiert anders. Warum werden wir eigentlich nicht ernst genommen? Nein, manche werden sogar noch krank dadurch, bewusst krank gemacht! (siehe: K.-M. Derwahl & J. Spitz, Schilddrüse und Arzneimitteltherapie, Probleme und offene Fragen, ISBN 3-9808004-4-X, ab Seite 45 ).

    Wir fragen uns, haben die Verantwortlichen eigentlich kein schlechtes Gewissen? Zählt der Mensch nichts mehr, sondern nur noch das Geld? Denkt man, wer es verträgt, hat Glück, und wer nicht, der hat eben Pech gehabt?

    Die Hashimoto-Kranken wurden vor der Lebensmitteljodierung prozentual noch gar nicht erfasst. Danach ist diese Krankheit rapide in die Höhe gegangen, was Radiologen bestätigen (siehe auch: Hotze u. Schumm-Draeger, Schilddrüsen-Krankheiten, 2003, ISBN 3-88040-002-4).

    Das Problem mit den Vergrößerungen wird mit der Jodprophylaxe auch nicht gelöst. Eben weil jeder anders ist, muss jeder individuell behandelt werden und jeder soll seine persönliche zusätzliche Joddosis bekommen, wenn es sein muss. Was für den Einen zuviel ist, kann für den Anderen noch immer zu wenig sein. Die Jodprophylaxe hat auch keinen Einfluss auf die Anzahl der Knoten. Diese sind sogar noch mehr geworden (siehe oben genannten Artikel von Hampel und Zöllner). Dem entsprechend hat die Anzahl der Schilddrüsen Operationen auch nicht abgenommen.

    Also, warum das falsche Spiel mit dem Jod? Wem nützt es eigentlich? Wir finden es nicht Recht, was da abläuft, dagegen wehren wir uns. Hashimoto wird als Macht-Nix-Krankheit dargestellt. Der Wissensstand unserer Ärzte bezüglich Diagnose und Therapie ist schlecht. Wieso? Können Sie sich überhaupt vorstellen, wie verletzend es für uns Betroffene ist, immer wieder zu hören und zu lesen, dass Jod nichts macht, und dass Hashimoto eine Macht- Nix- Krankheit ist, die ja leicht in den Griff zu kriegen ist. Das ist leider nicht immer so. Es geht vielen der Betroffenen schlecht – und zum Teil sehr schlecht. Die ganzen Beschwerden zählen wir hier nicht auf, Sie werden sie ja wohl kennen.

    Seien Sie froh, dass Sie nicht betroffen sind und hoffen Sie, dass Sie es auch nicht werden. Das Leben ist dann schnell ein anderes.

    Wir freuen uns, wenn Sie den Brief gelesen haben, auch wenn wir wissen, es wird nichts nützen. Oder vielleicht doch? Irgendwann? In ein paar Jahren? Wer weiß es?

    Es grüßen Sie herzlich

    Leni Reuters, Linnich
    .....

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von URS
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    hallo Leni, du hast PN

    LG Urs und viel Erfolg

  3. #3
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    hallo leni--PN unterwegs--viel Erfolg Sylvi

  4. #4
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    hi leni...ich bin dabei...mail unterwegs...super!!!
    Geändert von deni (05.02.06 um 18:21 Uhr)

  5. #5
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    Hallo Leni
    Ich bin dabei!!Ich hoffe das noch mehr dazu kommen.

    LG Anne

  6. #6
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    Hallo Leni,
    PN ist unterwegs, ich wünsche Erfolg.
    Liebe Grüße
    Anke

  7. #7
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    Daumen hoch Jod..........ich erhole mich gerade !!

    Hallo Leni,
    Ich habe mit begeisterung dein Brief gelesen höfflich, freundlich aber bestimmt. Auch das Du darauf hingewiesen hast
    Wir finden es absolut nicht richtig überall Jod beizumischen. Jeder ist und isst individuell. Jeder ist ein Unikat. Jeder reagiert anders. Warum werden wir eigentlich nicht ernst genommen?
    Ich erhole mich gerade von zuviel Jod. Habe warscheinlich etwas gegessen worin wieder Jodsalz enthalten war aber nicht erkennbar.
    Leider gehöre ich zu diejenige die sofort auf Jod reagieren, meine Augen entzünden z.B sich ich fühle mich elend. Mich ergert es auch maßlos das die allgegenwärtige Jodbeimischung so verharmlost wird. Es ist sogar in Babynahrung. Schön wenn es deklariert wird ist aber leider nicht immer der Fall. Ich möchte mich frei entscheiden wann und wieviel Jod ich nehme oder gar keins.

    Also ich bin dabei. Ich danke Dir für dein Engagement.

    Liebe Grüße

    Leni Q

  8. #8
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    Standard Auf das der Brief gelesen wird.

    Hallo Leni,

    der Brief trifft das Problem auf den Punkt genau!

    Den unterschreibe ich und würde ihn gerne in der Apothekenrundschau mit gleich beilegen lassen.

    Auf das der Brief Erfolg haben wird.

    Grüsse

    Anne

    P.S. : PN ist unterwegs

  9. #9
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    Standard Brief ausdrucken?

    Hallo Leni,

    darf ich den Brief ausdrucken und meinem HA unter die Nase reiben? Natürlich lieb und freundlich, da mein HA ja auch immer lieb und freundlich zu mir ist.

    LG

    Anne

  10. #10
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    Das ist ja pfiffig, wenn der Zusammenhang stimmt und du damit ihren eigenen Widerspruch und Wandel vom Saulus zum Paulus aufzeigst (kenne die Veröffentlichung leider nicht):

    "Die Hashimoto-Kranken wurden vor der Lebensmitteljodierung prozentual noch gar nicht erfasst. Danach ist diese Krankheit rapide in die Höhe gegangen, was Radiologen bestätigen (siehe auch: Hotze u. Schumm-Draeger, Schilddrüsen-Krankheiten, 2003, ISBN 3-88040-002-4)."

    PN unterwegs. Hoffe es unterschreiben so viele, daß dein Briefkasten bald überquillt

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