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Thema: Verhaltenstherapie oder Unterfunktion??

  1. #1
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    Standard Verhaltenstherapie oder Unterfunktion??

    hallo,

    habe eben bei meiner HA mal wieder den Psycho-Stempel bekommen

    Trotz meiner normalen Blutwerte (wobei TSH erhöht ist, wenn man den Referenzwert nicht bei 4 sieht), aber stark erhöhten Antikörpern fühle ich mich seit längerem total erledigt und immer kurz am rande der Depression. Vor ein paar Wochen bin ich wegen was anderem zu ihr & habe dann erzählt, wie ich mich fühle, und habe das alles auf den Stress geschoben mit Promotion, unfähigem Betreuer und Streit im Institut....ich solle eine Verhaltenstherapie machen. Nun ist dagegen ja prinzipiell nichts schlechtes zu sagen, aber der Witz ist ja, ich weiss, woran es liegt, aber habe einfach nicht mehr die Kraft, mich damit auseinander zu setzen.

    nach der järhlichen SD-Kontrolluntersuchung musste ich selbst fragen.

    Nun bin ich heute früh hin, um eine Überwiesung zum Endokrinologen zu holen. keine Ahnugn, ob sie bzw ihr Mann (Gemeinschaftspraxis) etwas sauer sind, dass ich jetzt nochmal zum Facharzt will. ich habe dann gesagt, ob es nicht Sinn machen würde, erstmal die Hormone zu nehmen und dann notfalls immer noch die VT anzufangen, denn alles könne doch auch mit dern "gefühlten Unterfunktion" zu tun haben. Nein, meine Werte wären alles super in Ordnung, das könne gar nicht sein, ich solle mal mit der VT anfangen und selen nehmen.

    aha.

    Sie meinte zwar, klar soll ich zum Endokrinologen gehen. Aber was mich echt ärgert, ist dieses Beharren auf der Psychoschiene.Anscheinend war mein fehler, dass ich neulich heulend vor ihr sass und sagte, ich fühle mich sowas von müde und leer (übrigens, auf meine Ferritin-Blutkontrolle konnte ich auch wieder selbst beharren - kommt noch - , hatte vor 2 Jh. extremen mangel und Eisen genommen). Gestern abend fühlte ich mich auch total grippig, ging heute wieder. daraufhin kam auch nur, das läge am Stress.

    ist Euch das auch passiert? Oder bin ich jetzt überempfindlich, was solche Kommentare angeht?? Die HA haben alle befunde seit 1999 wegen meiner SD vorliegen, aber anscheinend bekam ich heute unterstellt, ich hätte mir jetzt das Symptom SD ausgesucht, weil es so toll passt anstatt eine VT machen zu wollen.... ...kann es sein, dass trotz kaum veränderter Blutwerte (TPO*#s sind aber gestiegen) man sich im Vergleich zum Vorjahr einfach schlechter fühlt, oder ist das alles doch nur vom Stress????

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Ingma
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    Hier ein Link zu Auswirkungen der SD auf die Psyche... wissenschaftlich fundiert. Vielleicht als Argumentationshilfe. Bitte ganz nach unten scollen, es geht erst auf S 56 los.
    http://www.endokrinologie.net/profil...03/02_2003.pdf

    lg Ingma

  3. #3
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    danke für die info

  4. #4
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    Ach Coffea,

    versuch das zu ignorieren. Du selbst weißt ja, dass es von der SD kommt. Ich wünschte nur, die Ärzte hätten die Krankheit selbst, um endlich mal Respekt vor der SD zu haben.

    Bei mir war jetzt seit einigen Wochen bzw. Monaten die Heulerei angesagt. Ich hatte das sichere Gefühl an manchen Tagen, ich werde verrückt. Der SD-Arzt riet zum Reduzieren, weil ich diese Probleme früher nicht hatte und es ja von zu viel Hormonen kommen könnte. Dabei war mein fT3 plötzlich auf nur noch 21 % runter. Aber weil eine Freundin von mir von ähnlichem Verhalten ihrer Mutter berichtete, bei der es dann tatsächlich ´ne ÜF war, habe ich reduziert (seit 10.11.2005). Und was soll ich sagen: am Stress bei mir hat sich nichts geändert, aber der Heulzwang ist seit Sonntag so gut wie weg. Also doch wieder: die Schilddrüse! Leider hatte ich letzte Woche noch einen Termin beim Hausarzt, der mir natürlich wegen der Heulerei eine Therapie empfahl. Auch er kapiert nicht, was die Schilddrüse alles kann. Zum Glück hält er sich aus der Therapie raus und überlässt alles meinem Schilddrüsen-Dok.

    Von daher: mach Dir nix draus, und sieh zu, dass das mit den Hormonen hinhaut.

    LG Apjunseno

  5. #5
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    danke für deine antwort...dazu kam, dass ich mir eben selbst noch von meinem schwager, der radiologe ist (und in der NUK anfing) anhören, ich wäre übersensibel, mit den werten würde er gar nix machen. das macht er auch - hat selber erhöhte antikörper, läßt seine SD aber seit jahre nicht mehr kontrollieren. seine einstellung dazu ist, dass man das alles auch dramatisieren kann. zum glück ist der heute nur noch radiologe!!

    aber solche kommentare kann man dann echt noch gebrauchen....

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Rikki
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    Standard Verhaltenstherapie

    Hi,

    bei mir lief es lange unter 'Angstneurose' bevor ich die Diagnose HT bekam. Mir hat kognitive Gesprächstherapie sehr geholfen, mein Leben gut einzurichten, Kindheitserlebnisse zu verarbeiten, etc. und auch mit den Ängsten umzugehen. Aber durch alle Konfrontation mit angstauslösenden Situationen habe ich nur gelernt, irgendwie durch diese Situationen durchzukommen und nicht (mehr) zu vermeiden, aber die Ängste an sich gingen erst weg als die Dosis stimmte und kommen wieder, wenn sie nicht mehr stimmt.

    Die ganzen Jahre hindurch war ich mir sicher, dass Verhaltenstherapie mir nicht helfen kann. Heute weiß ich warum.

    LG
    Rikki

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Myrthe
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    Hallo Coffea,
    damals wurde mir auch eine Verhaltenstherapie verschrieben und ich wußte noch nicht, daß hashimoto irgendwelche Auswirkungen hat... jedenfalls hat mir die Psychologin sehr geholfen, auch gewisse Verhaltensänderungen vorzunehmen: Was mache ich, wenn ich mitten in ner Panikattacke stecke, auch wenn die Attacke von der Schilddrüse her kommt! Mir hat es geholfen, von einer Fachfrau zu hören, daß meine Psyche völlig in Ordnung ist, es hat mir auch geholfen, mit einer erfahrenen Therapeutin über die Krankheit zu reden, die mich ein Leben lang begleitet, womit Freunde und Familie häufig überfordert sind.
    Es hat mir nicht die Beschwerden genommen, aber ich wollte vieles andere an Ursachen ausschließen, wie auch Augenarzt, MRT usw. und nun ist NUR die hashimoto-Thyreoiditis übriggeblieben, als Ursache meiner Probleme.
    Damit möchte ich nur sagen, daß es auch positive Sichtweisen einer Verhaltenstherapie gibt! Ich hoffe, das ist so rübergekommen....
    viele Grüße kordula

  8. #8
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    danke, Kordula - ich habe ja auch wie gesagt nichts dagegen, evtl je nachdem wie es läuft würde ich sogar eine VT machen, da es mir sicher dabei helfen würde, darüber mit meinem familiären umfeld zu kommunizieren (die mich als kompletten hypochonder abstempeln; an meine bewiesene lebensmittelallergien samt2 x anaphylaktischer schock glaubt da auch keiner...sei der stress?!!!).

    allerdings hatte ich heute früh das gefühl, das sei jetzt das mittel der wahl meiner HA, nun ALLES auf meine psyche zu schieben und mir noch zu unterstellen, ich würde - weil ich was von dieser internetseite erzählt habe - mir die symptome anderer leute aneignen, MIR könne es doch mit den werten gar nicht schlecht gehen...

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Rikki
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    Hallo Kordula,

    könnte es sein, dass ich da nicht mehr auf dem laufenden bin ? Ich habe Verhaltenstherapie noch nach dem Marburger Modell abgespeichert: "Wenn man etwas nur lange und oft genug macht, dann gehen die Ängste weg." Und dies hat bei mir einfach nicht geklappt.

    Ich bin aber heute froh die Gesprächstherapie gemacht zu haben, da sie mir auf jeden Fall 'das Leben allgemein' und natürlich auch den Umgang mit der Tatsache einer chronischen Erkrankung enorm erleichtert hat.

    LG
    Rikki

  10. #10
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    Hi Coffea!

    Ich kann dich wirklich gut verstehen. Ich bin genau in deiner Situation. Promotion und Hashi sind wirklich eine sch.... Kombination. Zu Beginn meiner Promotion war ich in einer extremen Stresssituation, in deren Folge ich einen Kloß im Hals hatte.... Tja, ich habe dann ein halbes Jahr gelitten und schließlich sowohl eine Gesprächstherapie angefangen als auch meine SD untersuchen lassen. Ich kann Dir nur den Rat geben: Achte selbst auf Dich, bleib dran, Arztwechsel und Hormone, denn die Einstellung kann dauern und eine Promotion hat im Regelfall nun mal nur drei Jahre. Eine Therapie neben her ist bestimmt auch sinnvoll (du sagst ja selbst, dass du es in Erwägung ziehst), denn der Wind kann bei einer Promotion ziemlich eisig wehen und das ist eine echte Umstellung und ungewohnt für jemanden, der gerade noch studiert hat.
    Ich möchte Dich aber auch trösten: Ich komme jetzt in mein drittes Jahr und ich sehe, nachdem ich endlich wieder einigermaßen Antrieb und Konzentration habe (nach zwei fast vergeudeten Jahren), sogar Land.
    Alles Gute, Kampfgeist und Durchhaltevermögen
    Alpha

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