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Thema: Mut-mach- & mir-geht's-wieder-gut-Thread, besonders @Hashi-Neulinge

  1. #21
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    Daumen hoch

    Hallo!

    das ist wirklich ne super Idee!!!!!
    hab meine Diagnose auch erst vor ein paar Wochen bekommen und war ziemlich überfordert damit, und als ich dann hier so durch Forum stöberte wurde mir Angst und Bange was mir noch alles bevorsteht und das wo ich zwar verwirrt aber irgenwie erleichtert vom Arzt heim bin weil endlich was gefunden wurde und ich die Hoffnung hatte das alles wieder besser wird.
    Da tut es dann gut von Leuten zu lesen denen es wieder gut/besser geht und zu sehen das es doch noch Hoffnung auf Besserung gibt und es sich lohnt weiter zu kämpfen.

    Ich wünsche allen das nötige Durchhaltevermögen und alles Gute!!!!!

    LG Nadine

  2. #22
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Rikki
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    Standard darf ich mal was positives schreiben...

    Man muss sich nicht entschuldigen, wenn es einem gut geht !!

    Hallo alle zusammen,

    nachdem ich letzte Woche so frustriert war und es mir gar nicht gut ging. sorry. Muss ich heute mal was positives schreiben. Nehme jetzt doch LT 75 und mir geht es richtig gut. Meine Haare leben wieder, ich laufe singend durch die Wohnung, habe Antrieb ohne Ende, freue mich am Leben und habe Spaß. Mir geht es einfach richtig gut. Hoffe das bleibt so. Ich weiß erst jetzt wie unerträglich ich in den letzten Monaten gewesen sein muß. Ich weiß das das jetzt viele frustriert aber ich musste das einfach mal loswerden. Und nochmal sorry wegen meiner Panikmache letzte Woche. War einfach verunsichert.
    Danke nochmal an alle die mir geholfen haben. Und ich find das Forum klasse. Hat mir in den letzten 3 Wochen echt geholfen. Vorallem dabei mich selber zu verstehen.

    LG

    Michelle

  3. #23
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    Standard

    Ich find das ganz wichtig das es auch Mal was Positives zu sagen gibt und deswegen:

    Also seit letzten Samstag ging es mir urplötzlich supermies. Gott sei Dank stand Montag der Termin beim NUK schon länger zur Kontrolletti. SD ist 2ml kleiner geworden in 3 monaten. Donnerstag Bluergebnisse: TSH 6.68 (hatte vorher Dope genommen, daher fts unnütz. mach ich in Zukunft nimmer. Danke Forum )
    sollte auf 75µg erhöhen. habsch getan. freitag erst 12,5 mehr und samstag sofort auf 75 weil super super mies. ganzen tag im bett und so. hab auch selen bekommen 100µg. nehm ich auch brav. gestern ging so lala, heute gehts schon ganz gut. müde noch, aber immerhin wach. und nur bissel besoffen, aber das hat ja unter umständen auch was

    also gehts bergauf... ist ja mal was... kann auch manchmal ganz schnell gehen mit dem befinden und deswegen an alle ganz neuen: KOPF HOCH!!! DON´T WORRY!!! Den Humor, zumindest innerlich nicht, verlieren... man kann wirklich allem was Positives abgewinnen ("Besoffen" auf Kosten der Kasse ist doch auch was Nettes manchmal. Andere Menschen geben nen Haufen Geld dafür aus! Nur als Beispiel...)

    Gruss

    Vicky

  4. #24
    Benutzer Avatar von ninaetta
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    Standard happy :-)

    also, dass ist ja sehr schön das der thread grade heute, wo ich mit dem festen Vorsatz online gegangen bin hier was rein zu schreiben so weit oben ist.

    Mir gehts heute sehr sehr gut...bis auf die leichten kopfschmerzen...die aber nicht von hashi, sondern wohl eher von dem feucht-fröhlichen Feuerzangenbowle-Abend gestern kommen

    Hab dieses WE eine Freundin in MA besucht und ich war Freitags weg bis drei Uhr nachts und gestern war ich auch nicht früh im Bett. Und das beste ist mir gehts immer noch gut und ich hab das ohne probleme durchgehalten.
    Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal an zwei Abenden am WE was unternommen hab. Achso und Samstag waren wir auch noch ziemlich lange shoppen.

    Ich finds toll, dass es mir auch nach so kurzer zeit mit LT schon wieder so gut geht!!!! ich hoffe das bleibt so.

    VIele liebe Grüsse von der total glücklichen Nina

  5. #25
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    Standard Hallo Ihr Glücklichen, denen es Euch schon besser geht...

    ...ich hätte da nur mal eine kleine Anmerkung:
    Sehnsüchtig lese ich immer diese Berichte, mich würde aber auch brennend interessieren, wie lange Ihr schon am Einstellen seit und wie lange es bei Euch so gedauert hat, bis Ihr so positive Berichte vermelden könnt.
    Danke. http://www.cosgan.de/images/midi/xmas/d025.gif
    Liebe (Weihnachts)-Grüße von der Becksin.

  6. #26
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Rikki
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    Standard

    Weg zur guten Einstellung von Rikki ( 18 Monate!!)
    Hallo Becksin,
    kein Problem - von mir gibt es das schon:

    Hi,

    da ich mir nun mal die Mühe gemacht habe, alle meine Werte übersichtlich in eine Tabelle einzutragen, dachte ich, das Forum kann da auch etwas davon haben . In der Anfangszeit wurde bei mir entweder NUR der TSH gemacht, oder aber mal gebundene oder mal freie und auch noch in verschiedenen Labors. Daher stelle ich hier nur die Entwicklung des TSH anfangs mit Datum und Dosis rein.

    01.10.2002 ----------- TSH 8,4 ------------- kein Thyroxin
    15.11.2002 ----------- TSH 7,68 ------------ 25 µg
    16.01.2003 ----------- TSH 1,39 ------------ 50 µg
    12.03.2003 ----------- TSH 0.54 ------------ 50 µg
    07.05.2003 ----------- TSH 24 -------------- 50 µg
    12.06.2003 ----------- TSH 7.85 ------------ 75 µg (fT3 9%/ fT4 37%)
    23.07.2003 ----------- TSH 1.19 ------------ 62,5 T4+10 T3 (fT3 32%/fT4 6%)
    09.10.2003 ----------- TSH 0.223------------ 75 T4 + 10 T3 ( 57/40%)
    11.02.2004 ----------- TSH nicht gemacht --- 75 T4 + 15 T3 ( 74/41%)
    17.06.2004 ----------- TSH nicht gemacht --- 93,75 T4 + 15 T3 ( 91/90)
    DAS WAR SIE - DIE DOSIS !!! Endlich ging es mir gut!!

    Inzwischen haben mir die freien auch bei 78% gereicht. Ich denke, es war damals das T4, das endlich reichte. Im Forum habe ich mich ab etwa Herbst 2003 informiert.

    Wenn ich den Verlauf bei jemand anderem sehen würde, dann würde ich selbstverständlich sagen: erst einmal T4 erhöhen!! Da es im Mai/ Juni 2003 nicht vorwärts ging, wurde ich von meiner Ärztin früh auf Novothyral umgestellt. Im März 2003 hatte ich eine Tetanusimpfung - kA ob das zu dem Rekord TSH von 24 beigetragen hat oder sich über die Wintermonate vorher die Schilddrüse verabschiedet hatte.



    Ich möchte den 'Neuen' hier zeigen, dass es dauern kann ( Oktober 2002 bis Sommer 2004 ) bis die Einstellung stimmt. Aber jetzt geht es mir ( mit Nachregulieren bei der Dosis!) konstant gut.

    LG
    Rikki

  7. #27
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    Standard

    Natürlich komme ich der bitte von RIKKI nach und stelle auch hier meinen "mir geht es gut" Thread rein! Ich hoffe wirklich ich kann manchen ein wenig hoffnung geben.

    Hallo ihr lieben,

    ich möchte euch mal von meiner Geschichte erzählen, damit man sieht, dass es auch relativ harmlose Hashimotofälle gibt.

    Als im September bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert wurde, war ich erst noch nicht soooo beunruhigt. Erst als ich dann vom Spezialisten erfuhr dass diese Unterfunktion von Hashimoto kommt, begann ich mich im Internet zu informieren. Dabei bin ich gleich zu Anfang auf diese Seite hier gestossen. Ich verschlang regelrecht die ganzen Beiträge, und fühlte mich von Beitrag zu Beitrag schlechter.
    Ich dachte mir, dass ich bestimmt Schwierigkeiten haben werde, jemals Schwanger zu werden, mit sicherheit Depressionen bekomme, und es mir im gesamten mit meinem anfangs TSH wert von 6,6 richtig mies gehen wird. und laut der meisten Beiträge, hab ich mir auch keine großen Hoffnungen gemacht, dass dieser Wert schnell sinken könnte.
    Mir wurde L-Thyroxin 50 verschrieben, was ich innerhalb von 3 Wochen auf L-Thyroxin 75 erhöhen musste. Gleich nach der Erhöhung ging es mir nicht gut. Ich glaube das war einfach zu schnell eine zu hohe Dosis, das Unwohlsein legte sich jedoch nach ca. 3 Wochen. Nach 6 Wochen hatte ich noch einen TSH wert von 2,4. Das war ende Oktober. Seit dem nehme ich L-Thyroxin 100, und mein jetziger TSH wert liegt bei 0,93.

    Was ich damit sagen möchte ist, diese Krankheit kann nicht optimal verlaufen, MUSS aber nicht. Und wenn man sich mit der frischen Diagnose HASHIMOTO in Netz stürzt, dann kommt man auf diese, sehr gute und informative Seite. Jedoch ist diese Seite auch recht negativ lastig, wenn ich das mal so sagen darf. Klar, schreiben eher Leute hier rein denen es schlecht geht, die haben auch mehr bedarf sich auszutauschen wie diejenigen denen es mit Hashimoto gut geht. Jedoch wird es mit Sicherheit einigen so gegangen sein wie mir, die total verunsichert und geschockt wurden, durch diese oft doch sehr negativen berichte hier im Forum.

    Mir ist es jetzt eben ein sehr großes anliegen dass ich diesen Beitrag noch hier rein stelle, um einfach neudiagnostizierten Hashimotos ein wenig die angst zu nehmen, dass es ihnen zwangsläufig schlecht gehen muss.

    Ich hoffe es wird mir jetzt auch nicht negativ ausgelegt, von den vielen Usern hier, denen es nicht so gut geht, und deren verlauf nicht so leicht war wie meiner. (seit Diagnose bis jetzt sind 4,5 Monate vergangen)
    Mein Anliegen ist nur mut zu machen!

    Ich wünsche euch allen alles gute!

    Liebe Grüße
    Manu

  8. #28
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    Daumen hoch Auch von mir was positives...

    Hallo,
    dann möchte auch ich mal über meine positiven Erfahrungen berichten.

    Seit jetzt ca. 2 Monaten geht es mir bei einer Dosis von 125 Euthyrox richtig gut.

    Für alle die meine Geschichte nicht kennen: die Diagnose Hashi erhielt ich im Mai diesen Jahres. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich schon seit 12 Jahren Thyronajod wg. einer Unterfunktion und hatte massive gesundheitliche Probleme: Bluthochdruck, extremes Übergewicht, Herzprobleme, Kreislaufprobleme, Karpaltunnel-Syndrom, extreme Müdigkeit, zahlreiche Infekte usw. Zum Glück geriet ich an einen guten Endokrinologen, der angesichts eines tsh von 2,5 (bei Medi-Einnahme) und der Symptome sofort auf Hashi schloss (was die Szinti dann auch bestätigte) und eine deutliche Höherdosierung mit reinem T4 anordnete. Dann ging es erstmal auf und ab. Ich bekam gleich eine Kombi, um den Stoffwechsel zu unterstützen. Dadurch supprimierte der tsh. Dann sollte ich doch reines T4 nehmen, war aber zu ungeduldig und besorgte mir Thybon dazu. Das funktionierte gar nicht und letztendlich katapultierte ich mich in eine sehr unangenehme ÜF. Vor ca. 2 ½ Monaten entschied ich mich dann lieber doch reines T4 zu nehmen und seitdem wurde es stetig besser.

    Mein Blutdruck hat sich komplett normalisiert, ich habe kein Herzstechen mehr und nur noch sehr, sehr selten mal Herzrasen (vor allem in der Einschlafphase). Kein Karpatunnelsyndrom und ich habe seit langen wieder einen Sommer erlebt, in dem ich nicht mit Watte im Kopf rumlief. Meine Kreislaufprobleme tauchen fast gar nicht mehr auf (nur bei extremen Wetterwechseln oder großer Hitze), ich bin wieder voller Elan und auch wieder in der Lage selber Sport zu treiben. Neben meinem Job schaffe ich es mittlerweile wieder 8h die Woche als Trainer ehrenamtlich am Beckenrand zu stehen und auch selber ein- oder zweimal für bis zu 3km ins Wasser zu springen. Und das ohne Herzschmerzen oder Erschöpfungszustände. Selbst bei der Organisation von Großveranstaltungen (wie unserer Weihnachtsfeier am WE für gut 150 Leute) kann ich wieder mitmischen. Erstaunlicherweise sind selbst meine extrem starken Regelbeschwerden (wegen der ich seit dem 13. Lebensjahr ununterbrochen die Pille genommen habe) weg. Ich fühle mich momentan so gut wie seit Jahren nicht mehr. Das einzige Problem ist und bleibt noch immer das Gewicht – aber zumindest geht es nicht mehr aufwärts.

    Wichtig ist Geduld und dass man sich nicht an falsche Vorstellungen klammert. Ich habe mich an die Kombi und später an das Thybon geklammert, weil ich dadurch (auch bei normalen Werten) Gewicht verlor. So habe ich eigenmächtig an der T3 Schraube gedreht und letztendlich alles durcheinander gebracht. Jetzt geht es mir super gut (letzte tsh bei 1,3) und ich hoffe, dass das noch lange so bleibt. Außer meinen Hormonen (auf deren Einnahme ich wie ein Fuchs aufpasse) nehme ich noch Magnesium und ab und zu Selen und verzichte auf zusätzliches Jod (wenig Fisch, wenig Fertiggerichte, unjodiertes Salz).

    Ich hoffe ich konnte einigen Mut machen und falls es wieder Probleme gibt, dann ist das Forum immer für mich da!

  9. #29
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    Hallihallo,

    endlich komme ich dazu, mal mein Versprechen von Beitrag No. 1 wahrzumachen und meine "Mut-mach- & mir-geht's-wieder-gut-Geschichte" loszuwerden.

    Im August hatte ich ja diesen Thread eröffnet und wollte damals eigentlich auch gleich noch meine persönlichen Erfahrungen anfügen. Meine Diagnose wurde Ende April dieses Jahres gestellt und Ende Juli/Anfang August ging es mir dann das erste mal wirklich richtig gut.
    Den Durchbruch brachte damals die Eiseneinnahme (darauf bin ich auch erst durch das Forum hier gekommen). Ca. 1 Woche nach Beginn der Eiseneinnahme war diese bleierne Müdigkeit, die mich wie so ein Vorhang umfing und von der Außenwelt abzuschirmen schien, verschwunden und es ging mir echt total klasse. In dieser Situation eröffnete ich diesen Thread. Da ich zu der Zeit aber Semesterferien und keinen Job hatte, nutze ich dann die Zeit und mein gutes Befinden, um endlich mal wieder so richtig Urlaub zu machen und Segeln zu gehen und deshalb kam ich auch nicht dazu, hier was reinzuschreiben. Es war aber einfach eine klasse Zeit und mir ging es so gut, wie ich seit bestimmt mindestens 1999 nicht mehr erlebt hatte.

    Mitte September blieb dann auf einmal wieder meine Regel aus und ab da ging es dann wieder bergab mit dem Befinden (aber nicht mit meinen Werten).
    In dieser Zeit etwas Aufmunterndes hierhineinzuschreiben, das versuchte ich erst gar nicht. So oder so bin ich eher selten im Forum unterwegs, wenn es mir schlecht geht. Jammern liegt mir einfach nicht, das würde mich einfach nur noch mehr hinunterziehen und deshalb bin ich dann meistens "stumm" (Nein, ich will keinem verbieten zu jammern, das tut auch mal gut. Aber ICH kann das einfach nicht hier über das Forum).
    Mir hilft es dann mehr, mich darauf zu beschränken, meine Symptome sachlich zu betrachten und genauer zu beobachten, ob mir daran was auffällt oder ich sie einordnen kann. Führe Befindlichkeitstagebuch und -listen und stöbere durch meine Sammlung von Fachbüchern oder per Suchfunktion hier im Forum nach bestimmten Themen, um vielleicht eine Idee zu bekommen, was es sein könnte. Aber allgemein lese ich dann nicht mit und melde mich auch so gut wie gar nicht zu Wort.

    (Dummerweise tue ich mich auch extrem schwer, zu einem Arzt zu gehen, wenn es mir schlecht geht. Das liegt wohl daran, dass jeder Arztbesuch immer ein Kampf und wilde Diskussionen bedeuteten und dem bin ich nicht gewachsen, wenn es mir schlecht geht. Da kann ich einfach nicht gut argumentieren und meine Wünsche und Probleme schlüssig schildern - aber mittlerweile habe ich einen supertollen, verständnisvollen Arzt gefunden, so dass das hoffentlich sich bald auch gibt).

    Direkt an dem Tag, wo ich meine Diagnose bekam, habe ich mich an den Computer gesetzt und nach "diesem komischen Begriff" Hashimoto Thyreoiditis gesucht und die Seite von Fr. Brakebusch gefunden (in das alte Forum kam ich nicht rein, da stürzte immer meine lahme Internetverbindung ab) und bin dann gleich abends noch in die Stadt um mir das Buch zu bestellen.

    Schon alleine das Buch und die Internetseite haben mir unbeschreiblich viel geholfen ... und als ich dann auch noch selbst in das neue Forum reinkam...

    Es ist für mich total wichtig, mich möglichst gut, über meine Krankheit und alles was damit zusammenhängt, zu informieren.


    Das hängt einmal damit zusammen, dass ich schon vorher bei etwas anderem sehr schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht hatte und seitdem keinem Arzt mehr vertrauen kann. So lange ich noch irgendwie "Pieps" sagen kann, werde ich auch keinen Arzt irgendwelche Entscheidungen über/für mich fällen lassen. Im Endeffekt bestimme ich, welche Behandlung ich machen lasse und wenn mir ein Arzt nicht schlüssig erklären kann, warum dies oder jenes nötig sein soll oder ich anderer Meinung bin, dann wird das nicht gemacht, basta!

    Zum anderen will ich verstehen, was mit mir vorgeht. Weil nur wenn ich das verstehe, habe ich auch keine Angst davor und nur was ich verstehe, kann ich auch selbst erkennen und beurteilen. Denn ich selbst erkenne doch am besten, was mit mir nicht stimmt (->Symptome). Ich glaube nicht, dass ein Arzt in einem üblichen Praxis-Gespräch dies selbst zu erfragen in der Lage ist.

    Außerdem gibt mir dieses Wissen auch ganz, ganz viel Hoffnung und Zuversicht. Es gibt noch so vieles, was ich ausprobieren kann und was vielleicht Besserung für mich bedeuten könnte und dank diesem ganz tollen Forum und den unendlich vielen tollen und netten Leuten, die bereit sind, Ihre Zeit darauf zu verwenden, Ihr Wissen weiterzugeben, auszutauschen und anderen zu helfen ... der Selbsthilfegruppe, die wir hier in Flensburg auf die Beine gestellt haben ... der tollen Fachliteratur, die ich bisher entdecken konnte (ich kann glücklicherweise Englische recht gut lesen u. verstehen) ... kommt laufend mehr Neues dazu, als ich aktuell selbst auf einmal verdauen oder gar ausprobieren kann.
    Selbst wenn dies jetzt nicht der entgültige Durchbruch war, bin ich ja noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angelangt, es wird immer noch irgendwas geben, was man ausprobieren oder untersuchen lassen können wird. Und ich bin fest davon überzeugt, dass man das Ende dieser Fahnenstange wahrscheinlich niemals erreichen wird, weil es immer noch einen anderen Weg, etwas anderes geben wird, weil ja auch immer wieder Neues dazukommt.

    Irgendwie ist es mittlerweile für mich zu einer Herausforderung geworden, Wissen über Hashi und alles drumherum zu sammeln und meinen eigenen Körper verstehen zu lernen.
    Dadurch habe ich jetzt auch schon viel an meiner Lebensweise geändert, was nicht in direktem Zusammenhang mit Hashi steht. Irgendwie lebe ich auch viel gesünder und bewußter. Manchmal frage ich mich, ob das was jetzt am Ende herauskommen wird, nicht vielleicht sogar was positiveres ist, als wenn es mein Hashi nicht gäbe und alles so weitergelaufen wäre, wie vorher. Mhhhh ... man kann doch auch trotz Hashi das beste daraus machen. Es wird wahrscheinlich nicht dasselbe sein, wie ohne Hashi ... aber muss es deswegen wirklich schlechter werden? Ist doch am Ende alles nur Ansichtssache.

    So jetzt ist kein Platz mehr für meine eigentliche Mut-mach-Geschichte oder den Grund, warum ich momentan so auf Höhenflug bin.
    Lest Euch doch einfach den letzten Beitrag in meinen Thread oder den ganzen Thread durch (Achtung der Anfang ist noch ohne "mir-geht's-wieder-gut")

    tschau Dagi

  10. #30
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    Standard Schon viel besser

    1998 wurde bei mir zum ersten Mal die Schilddrüse untersucht. Bei mir sind TG-AK vorhanden und TR-AK und TPO-AK über der Norm. Zuerst wurde ich mit Carbimazol behandelt, was meinen Zustand nicht verbesserte. Dann bekam ich lange Jahre keine Medikamente. Im Frühjahr dieses Jahres riss mein Geduldsfaden und ich wollte endlich mal vernünftig behandelt werden. Mein Hausarzt verschrieb mir T4 zur Entlastung der Schilddrüse ("eigentlich brauchen Sie nichts"), was ich nun seit 7 Monaten einnehme. Ich bin jetzt bei einer Dosis von 125 µg angekommen und mein fT3 liegt bei 62,5% und mein fT4 bei 102,5%, der TSH ist supprimiert. Damit bin ich mit T4 am äußersten Limit angekommen und könnte höchstens noch etwas durch T3 und / oder Selen ändern.

    Sehr viele Beschwerden, die ich jahrelang hatte, haben sich ganz stark gebessert oder sind sogar vollständig verschwunden!!!
    - immer mal wieder tageweise Ausfall des Hörvermögens (Symptom ganz weg)
    - Morbus Basedow-Augen, Augenschmerzen (Symptom ganz weg)
    - Lidödeme (Symptom stark gebessert)
    - Herzstiche (Symptom ganz weg)
    - Haarausfall (Symptom stark gebessert)
    Da sieht die Welt doch schon ganz anders aus!!! Ich hoffe, dass sich mit fortgesetzter Therapie auch noch die anderen Symptome verbessern (Übergewicht, stressanfällig, infektanfällig, oft müde, schlechtes Hautbild). Ich denke, dass ich jetzt daran gehen werde, mich mal mit dem Thema Vitamine und Spurenlemente zu beschäftigen. Ich habe das bisher ganz bewußt ausgeklammert, um erst einmal herauszufinden, was sich durch Thyroxin ändert. Das war schon viel und jetzt kommt die Feinarbeit.

    Liebe Grüße,
    Hosanna

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