Seite 5 von 19 ErsteErste ... 234567815 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 188

Thema: Ungewöhnliche ÜF-Symptome

  1. #41
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.04.05
    Ort
    Köln
    Beiträge
    3.312

    Standard ÜF durch Substitution

    Nochmal zum Thema ÜF unter Thyroxin:
    Bei der Feineinstellung wirkt erschwerend, daß eventuelle Symptome längst nicht so ausgeprägt sind wie bei "echter" ÜF oder UF. Die meisten ÜF-Patienten haben FT-Werte deutlich über Norm und dazu passende Symptome, wobei selbst da wie man in dem Thread hier gesehen hat, ganz ungewöhnliche Verläufe vorkommen.
    Wenn nun die Hormoneinstellung nur um wenig falsch liegt, die Werte nicht oberhalb der Norm sind, sondern nur um ein Geringes zu hoch für den Betreffenden, wird die Zuordnung der entsprechenden Symptome um ein Vielfaches schwerer. Leichte ÜF und leichte UF außerhalb des individuellen Normbereiches, der weit enger gefaßt ist, als der Labornormbereich, können massive Beschwerden machen und sind schwer zu unterscheiden. So ist meine Erfahrung.
    Die Symptome werden oft nicht so klar verlaufen, mein Grundpuls war beim Basedow erhöht, unter zu hoher Hormoneinnahme nicht mehr, selbst bei FT3-Werten von 120%. Ich war dabei todmüde und hätte klar auf UF getippt damals.
    Dazu kommt, daß alleine Dosisveränderungen oft vorübergehend heftige Beschwerden machen können, ohne daß man daraus ersehen könnnte, ob diese Dosis nun zu hoch oder zu niedrig ist. Bei mir und vielen anderen treten bei Reduktion und bei Erhöhung oft vorübergehend paradoxe Symptome auf. Bei Reduktion kommt es dann zu massiver Unruhe, Tremor, Hitzewallungen, bei Erhöhung kann es zu verstärker Müdigkeit etc. kommen. Während dieser Zeit (bis zu 2 Wochen nach Änderung) kan es schlecher sein als vorher. So hatte ich oft bei zuviel Thyroxin eher Müdigkeit und erst bei der dringend nötigen Reduktion kam es zum Händezittern und zum Aufdrehen. Ich erkläre mir das mit einer veränderten (verstärkten bzw. reduzierten) Tätigkeit der Deiodinasen, die aus T4 T3 machen. Irgendwie scheint der Körper oft nur zu unterscheiden: Achtung, hier kommt weniger Hormon als sonst, also hochdrehen,egal ob es vorher zuviel war. Paradox, aber es passiert und verunsichert.
    All das führt m.E. dazu, daß eine (teils leichte) ÜF unter Substitution noch schwerer zu erkennen ist als die echte ÜF.
    Wie seht ihr das?
    Liebe Grüße,
    nette

  2. #42
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Nicole T.
    Registriert seit
    23.04.05
    Ort
    Nähe Koblenz/Rhein
    Beiträge
    1.097

    Standard

    Hallo

    Meine Symptome bei ÜF durch Schub:

    Ganz normale ÜF-Symptome mit Herzrasen, Gewichtsverlust und schwitzen.

    ÜF-Symptome durch zuviel Thyroxin:

    Habe ich keine, denn eine ÜF durch Thyroxin ist wie UF-Symptome

    Frieren, müde und Gewichtszunahme.

    Gruß Nicole

  3. #43
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    01.07.05
    Beiträge
    320

    Standard

    Hallo nette,
    schaue heute erst seit längerem wieder in den Beitrag. Zu Deiner Frage: man könnte es sicher auch als Brennen im Oberschenkel bezeichnen, allerdings ist der Muskel auf der Oberseite total fest angespannt, deshalb habe ich es als Krämpfe bezeichnet. Durch eine leichte Massage ist vorübergehend Besserung zu erreichen. Gesteigerte Magnesiumzufuhr hilft nur am Anfang, nach mehreren Wochen nicht mehr. Seltsamerweise half mir die Einnahme eines Eisenpräparates, was für mich für einen Zshg. zu den ruhelosen Beinen spricht, denn die gehen ja durch "Eisenzufuhr" weg.
    LG Tina

  4. #44
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.04.05
    Beiträge
    1.202

    Beitrag

    Zitat Zitat von Floh
    .Wenn wir irgendwo zum Essen eingeladen waren,musste ich mich sehr bremsen um nicht als 'Fresssack' (schreibt man das jetzt mit 3 s?) abgestempelt zu werden..

    Kennt Jemand diese Exzesse?
    Hallo Floh,

    jaaaaaa, das kenne ich zu gut! Ich habe gefressen wie ein Scheunendrescher, das Gefühl von "satt sein" kannte ich überhaupt nicht mehr. Mein Mann war fassungslos über die Mengen, die ich in mich hineinstopfen konnte. Er meinte damals immer, dass ich eigentlich total kugelig fett sein müsste, bei den Mengen...

    Wenn wir irgendwohin gefahren sind, habe ich eine Riesentasche voll mit "Fressalien" gehabt (die Tasche war größer als die, die ich immer dabei hatte, als meine Kinder noch klein waren...).

    Bin mir auch immer ziemlich blöd vorgekommen, wenn wir eingeladen waren und die Leute gejammert haben, dass sie "total satt" sind und einfach "nicht mehr können" und ich hatte immer noch ein großes Loch im Bauch... - und blickte neidisch auf die Essensreste, die dann in die Küche getragen wurden... - ach, wie gerne hätte ich..., aber...

    Nach den Mahlzeiten hatte ich jedoch immer Durchfall - und prompt kam das Hungergefühl wieder auf.

    Diesen Zustand hatte ich aber während der gesamten Aktutzeit, also trotz Behandlung und angeblich guter Werte. Erst nach der OP hatte ich wieder "normale" Essgelüste.

    Auch musste ich eigentlich jede Nacht aufstehen, um mir noch was "einzuverleiben" (obwohl ich vor dem Schlafengehen natürlich noch etwas gegessen habe)

    LG Gabi

  5. #45
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.04.05
    Beiträge
    1.202

    Beitrag Ach ja...

    habe ja noch was vergessen.

    War während meiner ÜF-Phase ebenfalls sehr kreativ, konnte, obwohl ich eigentlich total fertig war, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen. "Nur" fernsehen z. B. gab es nicht.

    Heute bin ich nicht mehr in der Lage, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen, muss immer schön "eins nach dem anderen" machen. Und eigentlich fehlt mir die Zeit dafür...

    Meine Schrift wurde total krakelig, allerdings ist sie während der UF auch nicht viel besser...., während der ÜF sah sie jedoch zittriger aus (wie von einer alten Frau...).

    Außerdem habe ich während dieser Zeit sehr viele Tippfehler beim Schreiben am PC gemacht.

    Dazu kamen natürlich alle "lehrbuchmäßigen ÜF-Beschwerden", von denen ich eigentlich keine ausgelassen habe und die ich eigentlich auch, meist schön im Wechsel (also nieeee alle gleichzeitig, außer die "Fressattacken"), bis zu meiner OP hatte. Obwohl ich lt. Blutwerten gut eingestellt sein sollte.

    LG Gabi

  6. #46
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.04.05
    Ort
    Köln
    Beiträge
    3.312

    Standard

    Zitat Zitat von Gabi H
    habe ja noch was vergessen.

    War während meiner ÜF-Phase ebenfalls sehr kreativ, konnte, obwohl ich eigentlich total fertig war, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen. "Nur" fernsehen z. B. gab es nicht.


    Meine Schrift wurde total krakelig, allerdings ist sie während der UF auch nicht viel besser...., während der ÜF sah sie jedoch zittriger aus (wie von einer alten Frau...).

    Außerdem habe ich während dieser Zeit sehr viele Tippfehler beim Schreiben am PC gemacht.

    sollte.

    LG Gabi

    Hallo Gabi,
    spezielle Tippfehler? Ich meine bei mir bemerkt zu haben, daß es speziell Buchstabendreher sind (nciht statt nicht, aebr statt aber)und Buchstaben "rüberziehen" zum nächsten Wort ( z.B. nich tmehr). Kopf/Fingerkoordination will dann nicht mehr klappen.
    Schrift kenne ich auch so, in UF winzig klein, aber ordentlich, in ÜF krakelig und unleserlich, meine Kids machen sich dann über die Einkaufszettel lustig (kann sie im Extremfalle selber nicht mehr lesen, das ist doof ).
    Auch das Multitasking habe ich erlebt, wobei ich das nicht besonders effektiv getan habe. Eher so, daß ich beim Telefonieren mich noch an den Compi gesetzt habe und gar nicht mehr zuhörte oder Fernseher lief und ich las dabei, derartige Dinge dann nicht als Ausnahme, sondern waren die Regel.
    Konnte auch nicht mehr konzentriert zuhören, wenn mein Mann von der Arbeit oder Kids von der Schule erzählten, sie brauchten mir alle zu lange.
    Liebe Grüße,
    nette
    Geändert von nette (31.08.05 um 16:05 Uhr)

  7. #47
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.04.05
    Beiträge
    1.202

    Standard

    Zitat Zitat von nette
    Hallo Gabi,
    spezielle Tippfehler? Ich meine bei mir bemerkt zu haben, daß es speziell Buchstabendreher sind (nciht statt nicht, aebr statt aber)und Buchstaben "rüberziehen" zum nächsten Wort ( z.B. nich tmehr). Kopf/Fingerkoordination will dann nicht mehr klappen.
    Schrift kenne ich auch so, in UF winzig klein, aber ordentlich, in ÜF krakelig und unleserlich, meine Kids machen sich dann über die Einkaufszettel lustig (kann sie im Extremfalle selber nicht mehr lesen, das ist doof ).
    Auch das Multitasking habe ich erlebt, wobei ich das nicht besonders effektiv getan habe. Eher so, daß ich beim Telefonieren mich noch an den Compi gesetzt habe und gar nicht mehr zuhörte oder Fernseher lief und ich las dabei, derartige Dinge dann nicht als Ausnahme, sondern waren die Regel.
    Konnte auch nicht mehr konzentriert zuhören, wenn mein Mann von der Arbeit oder Kids von der Schule erzählten, sie brauchten mir alle zu lange.
    Liebe Grüße,
    nette
    Hallo nette,

    ob es spezielle Tippfehler waren, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen - habe ja damals nicht darauf geachtet, ich kann mich lediglich daran erinnern, dass es häufiger vorkam - und ist ja auch meinen Vorgesetzten aufgefallen.

    Zum Multitasking: Also Telefongespräche habe ich grundsätzlich im Badezimmer geführt (war der einzigste Raum, indem ich wirklich ungestört war...).
    Privat war ich während meiner ÜF-Zeit eigentlich nie am Computer, so dass diese Punkte bei mir wegfallen.

    Beim Fernsehen habe ich eher gebastelt, gestrickt etc., was ich heute überhaupt nicht mehr mache. Ich habe während dieser Zeit definitiv mehr "geackert" als heute.

    LG Gabi

  8. #48
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    30.04.05
    Ort
    nähe Berlin
    Beiträge
    3

    Standard

    Hallo Nette,

    ehrlich gesagt erinnere ich mich nur ungerne an die Zeiten meiner ÜF vor 2 Jahren. Von den üblichen Symptomen wie Herzrasen, Herzrythmusstörungen,
    Haarausfall u.s.w. mal abgesehen, empfand ich bei mir die ewigen Panikattaken in allen möglichen Situationen, sowie ständige Angst Leider ging es soweit, daß für mich das öffentliche Leben so gut wie tabu war. Ich habe mich ja nirgendwohin getraut. Das Auto fahren wurde zur Qual, jede rote Ampel wurde für mich zum unüberwindbaren Hindernis.
    Komischerweise lese ich immer wieder das die meisten Patienten mit ÜF abnehmen, bei mir war es leider das ganze Gegenteil, ich habe 20 KG zugenommen und die Kilos sind mir bis heute erhalten geblieben. Inzwischen habe ich die Hoffnung schon aufgegeben das ich die mal wieder abnehme.
    Wichtiger ist mir aber das es mir heute, nach RJT und guter Einstellung mit L - Thyroxin wieder gut geht und ich auch wieder am Leben draussen Spaß haben kann, Ohne Angst
    Diese Zeit jedoch möchte ich nicht nochmal mitmachen

    Gruß Jacky!

  9. #49
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    08.05.05
    Beiträge
    17

    Standard

    Hi Nette!

    Bei mir waren es Durchfall, Übelkeit, Herzrasen, massive Schlafstörungen und Zittern wie ein Junkie, welches mich erst zu HA und dann ins Krankenhaus geführt haben.

    Ach ja, und hoffnungslose Aggressivität und Weinerlichkeit, die mich und mein Umfeld fast verzeifeln lassen haben.

    Außerdem habe ich extrem abgenommen - also eigentlich der klassische Basedower.

    Allerdings habe ich Glück und bis heute keinerlei Augensymptomatik entwickelt.

    (Nov. 2002 Diagnose/RJT März 2003)

    Lieben Gruß aus dem hohen Norden,
    Julia HH

  10. #50
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.04.05
    Ort
    Köln
    Beiträge
    3.312

    Standard

    Schubs.
    nette

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •