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Thema: wer hat die gärtner-studie zu selen?

  1. #1
    Heike H.
    Gast

    Standard wer hat die gärtner-studie zu selen?

    oder eine ahnung wie man dran kommt?
    danke heike

  2. #2
    Blue
    Gast

    Standard RE: wer hat die gärtner-studie zu selen?

    Hallo Heike,
    ich (von ihm selbst).
    Muß mal suchen, wo ich sie abgelegt habe.
    Kann sie dir als eMail-Anhang rüberschicken.
    Willst du Deutsch oder Englisch?
    LG Nicole

  3. #3
    Kristin
    Gast

    Standard RE: RE: wer hat die gärtner-studie zu selen?

    Hallo! Ich habe diese Mail gelesen und wollte fragen, ob Du mir die Studie ebenfalls schicken könntest! In Auszügen habe ich schon einige Dinge darüber gelesen, würde mich aber gerne noch besser informieren. Wenn es nicht machbar sein sollte, auch nicht schlimm!
    Viele Grüße Kristin
    Hallo Heike,
    >ich (von ihm selbst).
    >Muß mal suchen, wo ich sie abgelegt habe.
    >Kann sie dir als eMail-Anhang rüberschicken.
    >Willst du Deutsch oder Englisch?
    >LG Nicole

  4. #4
    Heike H.
    Gast

    Standard RE: RE: wer hat die gärtner-studie zu selen?

    >Hallo Heike,
    >ich (von ihm selbst).
    >Muß mal suchen, wo ich sie abgelegt habe.
    >Kann sie dir als eMail-Anhang rüberschicken.
    >Willst du Deutsch oder Englisch?
    >LG Nicole
    klar kannste mir die als anhang schicken bitte in deutsch! ... bei meinem englisch sitzt ich da mimmer so lange dran ;-)
    danke heike

  5. #5
    Norbert
    Gast

    Standard RE: RE: wer hat die gärtner-studie zu selen?

    >Hallo Heike,
    >ich (von ihm selbst).
    >Muß mal suchen, wo ich sie abgelegt habe.
    >Kann sie dir als eMail-Anhang rüberschicken.
    >Willst du Deutsch oder Englisch?
    >LG Nicole
    Ich hätte si auch gern. Habe zwar auch auszüge aber das Ganze ...
    Viele liebe Grüße
    Norbert

  6. #6
    Mic
    Gast

    Standard interessanter Zusammenhang Jod - Selen - Hashi(/MB) -> Gärtne

    Hallo zusammen,
    dies ist ein Auszug aus dem deutschen Text zur Gärtner-Studie, den mir Nicole (Blue) dankenswerterweise geschickt hat. Er unterstreicht nochmal deutlich was ich bereits mehrfach in meinen Beiträgen angesprochen habe. Das Problem der Jodsubstitution bei Hashi hängt in erster Linie mit einem gleichzeitig bestehenden Selenmangel zusammen (extreme Jodüberempfindlichkeitsreaktionen wie die von Simona mal ausgenommen). Jod an sich ist gar nicht sooo <em>das</em> Problem, gefährlich ist die alleinige Jodsubstitution bei weiter bestehendem Selenmangel (bei MB kann Jod natürlich auch zu einer ÜF beitragen). Hier liegt der Hase im Pfeffer, und das dürfte auch die Ursache für die Zunahme der SD-Autoimmunerkrankungen seit Beginn der Jodierungskampagnen in vielen Ländern sein. Von natur aus jodreiche Nahrungsmittel wie Seefisch/Meeresfrüchte enthalten gleichzeitig auch immer ausreichend Selen (wenngleich das durch die Belastung mit Quecksilber und anderen Schwermetallen leider immer weniger davon bioverfügbar ist). Die Substitution mit Jodsalz aber hat zu einem massiven Ungleichgewicht zwischen Jod und Selenaufnahme geführt und daher (vermutlich kausal) zu einer Zunahme von Immunthyreopathien (Hashimoto, Morbus Basedow) geführt. Bei der Verarbeitung des Jods in der SD zu SD-Hormonen entstehen große Mengen Sauerstoffradikale die normalerweise von der Glutathion-Peroxidase (GPx), einem selenhaltigen Enzym abgefangen werden, damit sie keinen Schaden anrichten können. Bei Selenmangel (verminderte GPx-Aktivität) und Defiziten an weiteren Antioxidantien schädigt jedes in die SD aufgenommene und verarbeitete Jod diese und kann dadurch einen Autoimmunprozess in Gang setzen bzw. weiter fördern.
    Die künstliche Jodierung ist daher viel problematischer als von natur aus jodreiche Nahrungsmittel. Zum Ausgleich sollte man sie auf alle Fälle durch eine ausreichende Selenversorgung kompensieren, da man ihr ja leider nicht 100 %ig entkommt. Das gilt auch vorbeugend, v.a. bei Kindern von betroffenen Eltern. Jodvermeidung ist gut, Selenversorgung ist besser. Jodvermeidung ist auch nur sinnvoll, wo durch ohnehin notwendige Hormoneinnahme eine ausreichende Versorgung möglich ist. Muss jemand keine Hormone nehmen (z.B. Kinder von Betroffenen), sollte man auf eine ausreichende Selenversorgung <em>UND</em> Jodversorgung achten (sonst ist die Hormonversorgung wieder nicht optimal), letzteres aber bevorzugt über natürliche Lebensmittel mit höherem Jodgehalt. Leider sind diese oft schwermetallbelastet, was erst recht zusätzliches Selen erfordert. Ebenso bei vorhandenen Amalgamfüllungen. Das ganze ist wiedermal ein Beispiel wie der Mensch oft vorschnell, mit unvollständigem Wissen, in die natürlichen Abläufe eingreift. Leider ja alles andere als ein Einzelfall ...
    LG, Mic
    <font face="Times New Roman, Roman, Times">
    <big><b>Selen und Immunthyreopathie</b></big><br>
    Roland Gärtner, Medizinische Klinik Universität München, Campus Innenstadt<br><br>
    In Gegenden mit ausgeprägtem Selen- und Jodmangel (Zaire, China) findet man schon bei Kleinkindern eine hohe Inzidenz einer atrophischen Thyreoiditis und myxödematösem Kretinismus. Eine alleinige Jodidsubstitution verstärkt die Destruktion der Schilddrüse, eine ausreichende Selensubstitution vor der Jodidsubstitution kann diese verhindern. Auch in Gegenden mit einem milden Selenmangel besteht eine inverse Korrelation zwischen Plasma - Selenspiegeln und der Inzidenz einer Autoimmunthyreoiditis (AIT), wie in der großen epidemiologischen Studie aus Frankreich bei über 2000 Testpersonen (SU.VI.MAX) gezeigt. <br>Aus tierexperimentellen Untersuchungen ist schon lange bekannt, dass ein Selenmangel in der Nahrung mit einer verminderte GPx - Aktivität in den Schilddrüsenzellen einhergeht. Dadurch werden weniger Sauerstoffradikale, die während der Schilddrüsenhormonsynthese gebildet werden reduziert und die Schilddrüsenzellen dadurch geschädigt. Eine ausreichende Selenzufuhr normalisiert die GPx - Aktivität in den Zellen und verhindert eine Zellschädigung.
    Selen-abhängige Enzyme haben außerdem eine Schlüsselstellung in der Immunreaktion. So kommt es bei Selenmangel zu einer eher überschießenden Immunreaktion mit Gewebedestruktion, z.B. bei Viruspneumonien häufiger zum ARDS, bei Sepsis häufiger zum Multiorganversagen. Bei Autoimmunerkrankungen wie M.Crohn oder rheumatoider Arthritis ist der Selenspiegel und damit die GPx-Aktivität im Serum invers zur Krankheitsaktivität korreliert. </font>

  7. #7
    Miriam
    Gast

    Standard An Mic:- - - - -> Gärtner

    Hallo Mic!
    Dann verstehe ich das aber nicht, was ich heute in <a href="http://www.schilddruese.net/">Schilddrüse-Net</a>
    gefunden habe. Dazu muß man auf Wissenschaft und dann auf Klinische Studien gehen.
    Schlussfolgerung der Autoren
    Zur Verringerung der Inzidenz einer Autoimmunthyreopathie ist bei disponierten Patienten eine täglich zugeführte Iodprophylaxe ggf. günstiger als hochdosierte wöchentliche Applikationen.
    Diese Medikation in Kombination mit einer Hormontherapie kann selbst bei einer bestehenden Thyreoditis Hashimoto sowohl die Tg- als auch die TPO-AK signifikant senken.
    Was kann ich denn nun glauben? Doch Jod?
    mfg
    >Hallo zusammen,
    >
    >dies ist ein Auszug aus dem deutschen Text zur Gärtner-Studie, den mir Nicole (Blue) dankenswerterweise geschickt hat. Er unterstreicht nochmal deutlich was ich bereits mehrfach in meinen Beiträgen angesprochen habe. Das Problem der Jodsubstitution bei Hashi hängt in erster Linie mit einem gleichzeitig bestehenden Selenmangel zusammen (extreme Jodüberempfindlichkeitsreaktionen wie die von Simona mal ausgenommen). Jod an sich ist gar nicht sooo <em>das</em> Problem, gefährlich ist die alleinige Jodsubstitution bei weiter bestehendem Selenmangel (bei MB kann Jod natürlich auch zu einer ÜF beitragen). Hier liegt der Hase im Pfeffer, und das dürfte auch die Ursache für die Zunahme der SD-Autoimmunerkrankungen seit Beginn der Jodierungskampagnen in vielen Ländern sein. Von natur aus jodreiche Nahrungsmittel wie Seefisch/Meeresfrüchte enthalten gleichzeitig auch immer ausreichend Selen (wenngleich das durch die Belastung mit Quecksilber und anderen Schwermetallen leider immer weniger davon bioverfügbar ist). Die Substitution mit Jodsalz aber hat zu einem massiven Ungleichgewicht zwischen Jod und Selenaufnahme geführt und daher (vermutlich kausal) zu einer Zunahme von Immunthyreopathien (Hashimoto, Morbus Basedow) geführt. Bei der Verarbeitung des Jods in der SD zu SD-Hormonen entstehen große Mengen Sauerstoffradikale die normalerweise von der Glutathion-Peroxidase (GPx), einem selenhaltigen Enzym abgefangen werden, damit sie keinen Schaden anrichten können. Bei Selenmangel (verminderte GPx-Aktivität) und Defiziten an weiteren Antioxidantien schädigt jedes in die SD aufgenommene und verarbeitete Jod diese und kann dadurch einen Autoimmunprozess in Gang setzen bzw. weiter fördern.
    >
    >Die künstliche Jodierung ist daher viel problematischer als von natur aus jodreiche Nahrungsmittel. Zum Ausgleich sollte man sie auf alle Fälle durch eine ausreichende Selenversorgung kompensieren, da man ihr ja leider nicht 100 %ig entkommt. Das gilt auch vorbeugend, v.a. bei Kindern von betroffenen Eltern. Jodvermeidung ist gut, Selenversorgung ist besser. Jodvermeidung ist auch nur sinnvoll, wo durch ohnehin notwendige Hormoneinnahme eine ausreichende Versorgung möglich ist. Muss jemand keine Hormone nehmen (z.B. Kinder von Betroffenen), sollte man auf eine ausreichende Selenversorgung <em>UND</em> Jodversorgung achten (sonst ist die Hormonversorgung wieder nicht optimal), letzteres aber bevorzugt über natürliche Lebensmittel mit höherem Jodgehalt. Leider sind diese oft schwermetallbelastet, was erst recht zusätzliches Selen erfordert. Ebenso bei vorhandenen Amalgamfüllungen. Das ganze ist wiedermal ein Beispiel wie der Mensch oft vorschnell, mit unvollständigem Wissen, in die natürlichen Abläufe eingreift. Leider ja alles andere als ein Einzelfall ...
    >
    >LG, Mic
    >
    >
    ><font face="Times New Roman, Roman, Times">
    ><big><b>Selen und Immunthyreopathie</b></big><br>
    >Roland Gärtner, Medizinische Klinik Universität München, Campus Innenstadt<br><br>
    >In Gegenden mit ausgeprägtem Selen- und Jodmangel (Zaire, China) findet man schon bei Kleinkindern eine hohe Inzidenz einer atrophischen Thyreoiditis und myxödematösem Kretinismus. Eine alleinige Jodidsubstitution verstärkt die Destruktion der Schilddrüse, eine ausreichende Selensubstitution vor der Jodidsubstitution kann diese verhindern. Auch in Gegenden mit einem milden Selenmangel besteht eine inverse Korrelation zwischen Plasma - Selenspiegeln und der Inzidenz einer Autoimmunthyreoiditis (AIT), wie in der großen epidemiologischen Studie aus Frankreich bei über 2000 Testpersonen (SU.VI.MAX) gezeigt. <br>Aus tierexperimentellen Untersuchungen ist schon lange bekannt, dass ein Selenmangel in der Nahrung mit einer verminderte GPx - Aktivität in den Schilddrüsenzellen einhergeht. Dadurch werden weniger Sauerstoffradikale, die während der Schilddrüsenhormonsynthese gebildet werden reduziert und die Schilddrüsenzellen dadurch geschädigt. Eine ausreichende Selenzufuhr normalisiert die GPx - Aktivität in den Zellen und verhindert eine Zellschädigung.
    >Selen-abhängige Enzyme haben außerdem eine Schlüsselstellung in der Immunreaktion. So kommt es bei Selenmangel zu einer eher überschießenden Immunreaktion mit Gewebedestruktion, z.B. bei Viruspneumonien häufiger zum ARDS, bei Sepsis häufiger zum Multiorganversagen. Bei Autoimmunerkrankungen wie M.Crohn oder rheumatoider Arthritis ist der Selenspiegel und damit die GPx-Aktivität im Serum invers zur Krankheitsaktivität korreliert. </font>

  8. #8
    Blue
    Gast

    Standard Jod oder nicht Jod - das ist hier die Frage

    Hallo,
    „Zur Verringerung der Inzidenz einer Autoimmunthyreopathie ist bei disponierten Patienten eine täglich zugeführte Iodprophylaxe ggf. günstiger als hochdosierte wöchentliche Applikationen. Diese Medikation in Kombination mit einer Hormontherapie kann selbst bei einer bestehenden Thyreoditis Hashimoto sowohl die Tg- als auch die TPO-AK signifikant senken.“
    Da hakt es wohl ein bisschen am analytischen Vermögen von den Herren Rink, Schroth, Holle und Garth. Man könnte auch einfach sagen, dass geringere Mengen Jod generell eher toleriert werden, als große Mengen.
    Die Aks sind für mich auch kein Parameter, weil nicht klar ist, ob sie überhaupt ein Zeichen für die Krankheitsaktivität sind. Weder bei der o.g. Studie noch bei der von Prof. Gärtner. Vielleicht sind die AKs ja auch gesunken, weil Jod den Immunprozeß anheizt und die Thyreoiditis dann ausgebrannt ist. Wer weiß das schon?
    Am Thema Jod scheiden sich einfach die Geister:
    -Prof. Hotze meint, Mengen bis 200 µg machen uns Hashis nicht.
    -Die Schilddrüsenliga plappert eifrig nach und hängt das Fähnchen nach dem Wind.
    -Prof. Schumm-Draeger verkündet im Hessischen Ärzteblatt 3/2002, dass eine stark erhöhte Jodzufuhr sowohl in der Initialphase als auch im Verlauf der Autoimmunthyreoiditis den Autoimmunprozeß ungünstig beeinflusst. Sie verkündet gleichzeitig, Deutschland sei ein Jodmangelgebiet und plädiert für eine verbesserte Jodversorgung.
    -Prof. Meng schlussfolgert in seiner Studie „Jodtherapie der Jodmangelstruma und Autoimmunthyreoiditis“, dass geringere Jodmengen von unter 200 µg bevorzugt werden sollten.
    -Die Internetseiten jodkrank oder jodkritik zeigen schon mit dem Namen wo sie stehen.
    -In der Studie von Prof. Gärtner steht „In Gegenden mit ausgeprägtem Selen- und Jodmangel findet man ... eine hohe Inzidenz einer atrophischen Thyreoiditis..“ Da kann man wie Mic schlussfolgern, es liegt am Selenmangel. Man könnte auch sagen, ganz ohne Jod geht es auch nicht.
    -Ich als Betroffene sage, mir geht es bei der Aufnahme größerer Mengen Jod schlechter – ich merke wie der Immunprozeß antickt.
    Mein Fazit: Für einen Gesunden ist Jod sinnvoll, um eine Jodmangelstruma zu verhindern. Bei Hashis liegt die Toleranzgrenze vermutlich so um 200 µg, natürlich individuell verschieden. 80 % aller Hashis merken ja nicht mal, dass ihre Schilddrüse den Bach runtergeht – die reagieren auch nicht auf Jod. Vielleicht sollte man einfach mal ein paar von uns Hardcore-Hashis einbeziehen?
    Grüße Nicole

  9. #9
    sigrid
    Gast

    Standard RE: interessanter Zusammenhang Jod - Selen - Hashi(/MB) -> Gä

    >Hallo zusammen,
    >
    >dies ist ein Auszug aus dem deutschen Text zur Gärtner-Studie, den mir Nicole (Blue) dankenswerterweise geschickt hat. Er unterstreicht nochmal deutlich was ich bereits mehrfach in meinen Beiträgen angesprochen habe. Das Problem der Jodsubstitution bei Hashi hängt in erster Linie mit einem gleichzeitig bestehenden Selenmangel zusammen (extreme Jodüberempfindlichkeitsreaktionen wie die von Simona mal ausgenommen). Jod an sich ist gar nicht sooo <em>das</em> Problem, gefährlich ist die alleinige Jodsubstitution bei weiter bestehendem Selenmangel (bei MB kann Jod natürlich auch zu einer ÜF beitragen). Hier liegt der Hase im Pfeffer, und das dürfte auch die Ursache für die Zunahme der SD-Autoimmunerkrankungen seit Beginn der Jodierungskampagnen in vielen Ländern sein. Von natur aus jodreiche Nahrungsmittel wie Seefisch/Meeresfrüchte enthalten gleichzeitig auch immer ausreichend Selen (wenngleich das durch die Belastung mit Quecksilber und anderen Schwermetallen leider immer weniger davon bioverfügbar ist). Die Substitution mit Jodsalz aber hat zu einem massiven Ungleichgewicht zwischen Jod und Selenaufnahme geführt und daher (vermutlich kausal) zu einer Zunahme von Immunthyreopathien (Hashimoto, Morbus Basedow) geführt. Bei der Verarbeitung des Jods in der SD zu SD-Hormonen entstehen große Mengen Sauerstoffradikale die normalerweise von der Glutathion-Peroxidase (GPx), einem selenhaltigen Enzym abgefangen werden, damit sie keinen Schaden anrichten können. Bei Selenmangel (verminderte GPx-Aktivität) und Defiziten an weiteren Antioxidantien schädigt jedes in die SD aufgenommene und verarbeitete Jod diese und kann dadurch einen Autoimmunprozess in Gang setzen bzw. weiter fördern.
    >
    >Die künstliche Jodierung ist daher viel problematischer als von natur aus jodreiche Nahrungsmittel. Zum Ausgleich sollte man sie auf alle Fälle durch eine ausreichende Selenversorgung kompensieren, da man ihr ja leider nicht 100 %ig entkommt. Das gilt auch vorbeugend, v.a. bei Kindern von betroffenen Eltern. Jodvermeidung ist gut, Selenversorgung ist besser. Jodvermeidung ist auch nur sinnvoll, wo durch ohnehin notwendige Hormoneinnahme eine ausreichende Versorgung möglich ist. Muss jemand keine Hormone nehmen (z.B. Kinder von Betroffenen), sollte man auf eine ausreichende Selenversorgung <em>UND</em> Jodversorgung achten (sonst ist die Hormonversorgung wieder nicht optimal), letzteres aber bevorzugt über natürliche Lebensmittel mit höherem Jodgehalt. Leider sind diese oft schwermetallbelastet, was erst recht zusätzliches Selen erfordert. Ebenso bei vorhandenen Amalgamfüllungen. Das ganze ist wiedermal ein Beispiel wie der Mensch oft vorschnell, mit unvollständigem Wissen, in die natürlichen Abläufe eingreift. Leider ja alles andere als ein Einzelfall ...
    >
    >LG, Mic
    >
    >
    Hallo Mic,
    wenn ich das jetzt alles richtig verstanden habe, ist es also sinnvoll, den Kindern von Betroffenen Hashimoto-Patienten, Selen zu geben.
    Oder benötigen diese Selen und Jod??
    Sigrid

  10. #10
    Michael D‘Angelo
    Gast

    Standard RE: An Mic:- - - - -> Gärtner

    >Hallo Mic!
    >Dann verstehe ich das aber nicht, was ich heute in <a href="http://www.schilddruese.net/">Schilddrüse-Net</a>
    >
    >gefunden habe. Dazu muß man auf Wissenschaft und dann auf Klinische Studien gehen.
    >
    >Schlussfolgerung der Autoren
    >Zur Verringerung der Inzidenz einer Autoimmunthyreopathie ist bei disponierten Patienten eine täglich zugeführte Iodprophylaxe ggf. günstiger als hochdosierte wöchentliche Applikationen.
    >
    >Diese Medikation in Kombination mit einer Hormontherapie kann selbst bei einer bestehenden Thyreoditis Hashimoto sowohl die Tg- als auch die TPO-AK signifikant senken.
    >
    >Was kann ich denn nun glauben? Doch Jod?
    >mfg
    >
    Hallo Miriam!
    Tja, das liebe Jod brauchen wir immer, das ist Fakt. Allerdings wissen wir nicht genau, was passiert, wenn die SD schon eine Autoimmunerkrankung hat und wie das SD-Gewebe und die Antikörper nun auf die Jodgabe reagieren.
    Mit Jod und Selen scheint einer richtige Kombination für die SD-Prophylaxe gefunden zu sein, allerdings so einfach ist es auch nicht, denn man muß auch vielelicht bestimmt Proteine/Globuline oder Flavonoide dazu geben, so daß Jod etwas natürlicher in den Körper kommt.
    Es kann und darf natürlich bei einigen SD-Spezialisten sein, daß sie jetzt nicht mehr das Jod nehmen wollen, denn dieses Spurenelement haben sie jahrzehntelang als Super-SD-Präparat zur Prophylaxe dargestellt.
    Das Jod weglassen kommt für viele SD-Experten gar nicht in Frage.
    Ich stelle mir nur die Frage, was soll Jod in einer kaputten Autoimmthyreoiditis noch bewirken? Die SD ist kaputt und dann kommt Jod dazu? Was soll das?? Es hat keinen Sinn, Jod bei einer Hashimoto- oder MB-Erkrankung zu geben!
    Außerdem haben wir heute schon genügend Jod in der Nahrung, wir brauchen keine zusätzliche Jodierung mehr, wir brauchen mehr Selen in der Nahrung, sonst gibt es in der SD massiv Probleme.
    Liebe Grüße
    Michael D&lsquo;Angelo

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