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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : @Steffi wegen Reha-Antrag



Sarah
24.07.03, 08:31
Hallo Steffi,
ich habe MB seit 1998, letztes Jahr im Mai dann RJT, nach der es mir noch schlechter ging.
Habe mittlerweile schon 2 Reha-Anträge bei der BfA gestellt, die Entscheidung des Widerspruches vom ersten steht noch aus. Den zweiten musste ich von der Krankenkasse aus zusätzlich stellen, da ich mittlerweile seit Anfang März arbeitsunfähig bin.
Der zweite wurde jetzt auch abgelehnt, weil meine Erwerbsfähigkeite ja nicht eingeschränkt sei (verstehe nicht warum, da 4 Monate krankgeschrieben sein, ja nicht gerade von Leistungsfähigkeit zeugen).
Bei Dir schien es mit der BfA ja besser gelaufen zu sein. Was hast Du denn damals so angegeben? Und Du hast einen Reha-Berater der BfA erwähnt.. wie und wo kommt man denn an so jemanden ran?
Wäre nett, wenn Du mir einen Tipp geben könntest!
LG Sarah

Biggi
24.07.03, 10:54
>Hallo Steffi,
>
>ich habe MB seit 1998, letztes Jahr im Mai dann RJT, nach der es mir noch schlechter ging.
>Habe mittlerweile schon 2 Reha-Anträge bei der BfA gestellt, die Entscheidung des Widerspruches vom ersten steht noch aus. Den zweiten musste ich von der Krankenkasse aus zusätzlich stellen, da ich mittlerweile seit Anfang März arbeitsunfähig bin.
>Der zweite wurde jetzt auch abgelehnt, weil meine Erwerbsfähigkeite ja nicht eingeschränkt sei (verstehe nicht warum, da 4 Monate krankgeschrieben sein, ja nicht gerade von Leistungsfähigkeit zeugen).
>
>Bei Dir schien es mit der BfA ja besser gelaufen zu sein. Was hast Du denn damals so angegeben? Und Du hast einen Reha-Berater der BfA erwähnt.. wie und wo kommt man denn an so jemanden ran?
>
>Wäre nett, wenn Du mir einen Tipp geben könntest!
>LG Sarah
>
Hallo Sahra,
habe im moment das selbe Problem mit der Bfa (allerdings lief der Kurantrag auf med.Reha bei Deppressionen und Erschöpfungszustand).
Den Basedow Befund habe ich ihnen allerdings auch eingereicht.
Gerade eben bekam ich ein schreiben das ich mich bei einem Neurologen ihrer Wahl vorstellen muß.
Bin jetzt seit Februar krank und bin auch weiterhin nicht arbeitsfähig.
Habe keine Ahnung wie ich mich dabei jetzt verhalten soll.
Mich nervt das so ab!!!
Schreib mal wie es bei dir weitergegangen ist.
LG Biggi

Sárah
24.07.03, 16:36
Hallo Biggi,
habe heute im Internet mal nach BfA-Infos und so gesucht und bin auf der BfA-Homepage auf den Punkt Reha-Berater gestoßen und habe dort auch gleich mal einen angerufen.
Hat mich aber auch nicht weitergebracht. Die Dame sagte mir, dass über die Bewilligung der Reha die Ärzte dort entscheiden und ein Antrag eigentlich nur dann genehmigt werden könne, wenn mit der Maßnahme eine Verrentung abgewendet werden kann.. irgendwie seien die Vorschriften dort verschärft worden.
Was soll man dazu noch sagen?
So elend, dass keine Aussicht auf Besserung mehr besteht, geht es mir dann ja zum Glück nun doch nicht.
Verstehe dieses ganze System nicht, zum einen schreiben die doch, dass eine Minderung der Leistungsfähigkeit abgewendet werden soll und dann sagen sie einem, dass man nur ne Reha kriegt, wenn man nur dadurch noch von der Rente bewahrt werden kann.. ist das nicht irgendwie ganz schön hirnverbrannt.
Ich mache jetzt ja so ne Wiedereingliederungsmaßnahme und arbeite erstmal nur den halben Tag (ist auch schon Quälerei genug), an meinem Zustand ändert sich nach dem ersten Erfolg durch L-Thyroxin auch nichts.. tja irgendwie empfinde ich das dann noch zusätzlich als Dämpfer, wenn man sich mit der BfA so rumschlagen muss.
Naja, ich werde jetzt mal einen Widerspruch schreiben gegen die Ablehnung des zweiten Antrages und den dann nachher zu meinem Arzt mitnehmen. Der wird dann sicher auch wieder seinen Teil dazu schreiben, denn er ist auch der Meinung ich solle dringend zur Kur fahren, um wieder zu Kräften zu kommen.. und dann bin ich auch mal auf die neuesten Werte gespannt.
Warum muss man uns eigentlich das Leben noch schwerer machen? Reicht der ganze MB-Mist nicht schon?
Achja, der Arzt von der BfA, bei dem ich zur Untersuchung war, war der letzte Idiot.. also mach Dich schon mal auf was gefasst.. aber vielleicht hast Du ja auch Glück und gerätst an einen ganz netten und kompetenten! Ich drücke die Daumen!
Und noch was zur Erheiterung: Am Samstag vor ner Woche bekam ich ein Schreiben von der BfA (datiert 10.07.) mit der Ablehnung meines Antrags. Am Montag danach bekam ich wieder Post von der BfA (datiert 08.07.), wo drin stand, das mein Antrag eingegangen sei, die Entscheidung einige Zeit dauern wird und ich auf Nachricht von denen warten soll! Na.. da haben die ja sicherlich sehr intensiv meinen Antrag geprüft.. in zwei Tagen.. da hat wohl einer die Standardablehnung aus dem Ärmel geschüttelt, was?
Berichte doch auch mal, wie es bei Dir weitergeht!
LG Sarah

Gabi H
24.07.03, 17:09
Hallo Sarah,
ich habe zwar keine Erfahrung speziell mit Kuranträgen usw., aber aus vielen anderen Bereichen kann ich dir insofern Recht geben, dass wohl erst einmal grundsätzlich ein ablehnender Bescheid in Form eines vorgefertigten Schreibens fällig ist.
So nach dem Motto: Vielleicht geht es "dem oder der" so schlecht, dass "die oder der" auf Widerspruch verzichtet, dann haben wir schon wieder Geld gespart..
Daher möchte ich dich darin bestärken Widerspruch einzulegen - auch wenn es mal wieder sehr viel Kraft kostet.
LG Gabi

Biggi
24.07.03, 18:03
Hallo Steffi,
habe ich das jetzt richtig verstanden,die genehmigen einem die Kur nur noch wenn man Chancen hat nicht berentet zu werden???
Eigendlich dachte ich das mich eine Kur soweit bringen soll das ich wieder Arbeiten gehen kann und nicht das wenn sie abgelehnt wird ich Rente bekomme.
So ein Schwachsinn.
Ich kann auch nicht in Rente gehen da ich erst 33 und (bald wieder) alleinerziehend bin.
Wie sollte ich das dann schaffen?
Die haben Nerven!!
Ich dachte das sie mich mal aus dem Alltagstrott rausangeln ich Erholung und neue Kräfte schöpfen kann.
Ich kann doch jetzt noch nicht in Rente.
Also das verstehe ich echt nicht.
Ich mache mir schon das ganze Leben den Rücken für andere krumm, bin Krankenschester und wisch jedem der es braucht den Arsch ab-
und jetzt brauche ich mal hilfe und sie wird mir nicht gewährt.
Diesen Staat soll man mal verstehen.
Ich werde weiter kämpfen und wenn sie mir die Kur ablehen wieder Widerspruch einlegen und gegen einen Rentenbescheid werde ich auch angehen-DIE SPINNEN DOCH!!!
Ich wünsche dir viel Kraft
Alles liebe Biggi

Sarah
24.07.03, 20:29
Danke Gabi,
habe vorhin den Brief eingesteckt. Mal sehn, was daraus wird.. ich werde berichten.
Mein Arzt meinte vorhin zu der Ablehnung: Es gibt immer wieder unglaubliche Dinge, zu denen einem kaum noch was einfällt. Die Begründung der Ablehnung sei ja nun total absurd in meinem Fall.
Ist gut zu wissen, dass wenigstens mein Arzt so hinter mir steht.
LG Sarah

Sarah
24.07.03, 20:54
Hallo Biggi,
nein, so habe ich das nicht gemeint.. sorry, wenn ich mich da vielleicht missverständlich ausgedrückt habe.
Also, die Dame am Telefon sagte mir, dass man heute eigentlich nur dann eine Reha-Maßnahme bekäme, wenn ohne diese Maßnahme eine Verrentung nicht mehr abzuwenden sei.
Was aber nicht heißt, dass man in Rente gehen muss, wenn der Reha-Antrag abgelehnt werden würde.
Man müsste halt nur quasi schon rentenreif sein, dann würde man ne Reha kriegen, um die Rente noch ein bisschen aufzuhalten.
So sagte, mir es die Dame von der BfA. Glauben kann ich das nicht.
Denn ich kenne einige, die schon bei der Kur waren und die wegen ihrer Krankheit nicht kurz vor einer Rente standen.
Ich denke, uns geht es doch eigentlich schon schlecht genug für ne Kur.. naja.
Ich bin auch erst 29 Jahre und denke auch noch nicht an Rente. Habe auch gedacht, dass ich bei einer Kur wieder neue Kraft schöpfen kann, um auch den weiteren Krankheitsverlauf durchzustehen.
Habe den Widerspruch vorhin in den Briefkasten geworfen und bin jetzt mal gespannt auf die Antwort. Die Entscheidung über den ersten Antrag steht ja auch noch aus.
Habe schon überlegt, ob ich bei einer Ablehnung Klage vor dem Sozialgericht einlegen sollte; das ist kostenfrei und einen Anwalt braucht man nicht.
Die Frage ist nur, ob sowas nicht mehr Kraft kostet, als eine Kur einem bringen würde!?!
Lass Dich nicht unterkriegen!
LG Sarah

Gabi H
25.07.03, 09:34
Mir wurde von einer Ärztin von einem Fall berichtet, die eine Reha nicht genehmigt bekam, sondern gleich in Rente geschickt wurde.
Unbekannt ist mir jedoch, auf welchen medizinischen Grundlagen dieser Reha beantragt wurde.
LG Gabi

Steffi
25.07.03, 10:18
Hallo Ihr Lieben,
bei mir lief das etwas anders.
Auch ich konnte meinen Beruf als Rechtsanwaltsfachangestellte nicht mehr ausübern, wegen der Augen usw.
Ich bin dann zum Arbeitsamt und wurde zum Amtsarzt geschickt.
Der hat sich alle Befunde eingeholt, ich wurde sehr gründlich untersucht und dann wurde ein Gutachten gefertigt und ich war, da ich meinen Beruf nicht mehr ausübern konnte, ein Reha Fall.
Ich habe mich dann an die BfA gewandt, die auch sofort bereit war mich zu fördern und zu unterstützen. Ich bekam einen Termin beim Reha-Berater und dann wird überlegt, ob man eine Umschulung macht oder welche berufliche Tätigkeit man ausüben kann (die dann auch die BfA fördert). Wie gesagt dieser Reha Berater war sehr kompetent und hat mir wirklich sehr gute Vorschläge unterbreitet, was ich beruflich machen könnte. Habe dann auch sehr schnell einen neuen Job gefunden.
In dieser Reha wurde ich dann aber erneut krankgeschrieben und dann wurde mir geraten einen Rentenantrag zu stellen, was auch das Beste war, da es echt nicht ging.
Eine Kur kam dann in meinem Fall nicht in Frage, da damit die Arbeitsfähigkeit nicht wieder herzustellen ging, sondern nur noch die Rente, da wie gesagt noch andere Autoimmunerkrankungen dazu kamen. Aber ansonsten hätte ich auch eine Kur beantragen können, nur hätte sie in meinem Fall echt nichts gebracht.
Eine andere Möglichkeit wäre eine Mutter Kind Kur zu machen, die beantragt man bei der Krankenkasse und man kann sich dort auch sehr gut erholen und für die Mütter wird sehr viel getan. Und da hat man gute Chancen sie zu bekommen.
Einfach in Rente kann einen niemand schicken, dass muß man schon beantragen.Und ich denke man bekommt sie auch nicht so einfach, da muß man erstmal eine Reha gemacht haben (sprich Kur, Umschulung, andere berufliche Tätigkeit usw.). Die können einem nur Vorschläge machen, ob man es dann annimmt, ist ja die 2. Frage.
Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben, wenn noch Fragen sind, meldet Euch.
Liebe Grüße
Steffi
>Hallo Steffi,
>
>ich habe MB seit 1998, letztes Jahr im Mai dann RJT, nach der es mir noch schlechter ging.
>Habe mittlerweile schon 2 Reha-Anträge bei der BfA gestellt, die Entscheidung des Widerspruches vom ersten steht noch aus. Den zweiten musste ich von der Krankenkasse aus zusätzlich stellen, da ich mittlerweile seit Anfang März arbeitsunfähig bin.
>Der zweite wurde jetzt auch abgelehnt, weil meine Erwerbsfähigkeite ja nicht eingeschränkt sei (verstehe nicht warum, da 4 Monate krankgeschrieben sein, ja nicht gerade von Leistungsfähigkeit zeugen).
>
>Bei Dir schien es mit der BfA ja besser gelaufen zu sein. Was hast Du denn damals so angegeben? Und Du hast einen Reha-Berater der BfA erwähnt.. wie und wo kommt man denn an so jemanden ran?
>
>Wäre nett, wenn Du mir einen Tipp geben könntest!
>LG Sarah
>