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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Versicherung und MB?



Bettina W
11.06.03, 08:31
Hallo,
ich stehe gerade vor der Frage, ob ich eine neue Unfallversicherung abschließe.
Nun ist dabei aber das Problem, dass ja dort der Gesundheitszustand geprüft wird. Dann müsste ich ja angeben, dass ich MB habe und Rückenprobleme. Ist doch dann eigentlich schlecht oder? Bei meinem alten mußte ich das noch nicht angeben. Hat MB überhaupt was mit Unfall zu tun? Muß man das überhaupt angeben?
Vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit. Bin jetzt nämlich ein bischen durcheinander, was ich machen soll.
Gruß
Bettina

uli
11.06.03, 09:08
Hallo Bettina,
wer soll beim Thema Versicherung auch nicht durcheinander werden?
Also es gibt zwei verschiedene Arten von Versicherungen, die du durcheinander wirfst.
Es gibt ein Unfallversicherung. Die zahlt nur bei Invalidität oder Tod infolge eines Unfalls. Deshalb ist hier auch keine Gesundheitsprüfung erforderlich, denn Unfall hat ja mit dem Gesundheitszustand eigentlich nichts zu tun. Hier wird übrigens meistens eine Kapitalzahlung vereinbart. Da der Versicherungsschutz nur auf Unfallschäden begrenzt ist, ist die Versicherung auch nicht so teuer.
Daneben gibt es noch die Berufsunfähigkeitsversicherung (BUR). Diese Versicherung leistet auch dann, wenn jemand aufgrund einer Erkrankung nicht mehr arbeiten kann. Nachdem die gesetzliche Rentenversicherung an Leute, die nach 1960 geboren wurde anstelle einer Berufsunfähigkeitsrente nur noch eine Erwerbsminderungsrente zahlt (was im Klartext heißt, daß es weniger Geld gibt und das auch erst, wenn einem wirklich schon der Kopf abgefallen ist) ist der private Abschluß einer BUR eigentlich ziemlich wichtig geworden.
Bei einer BUR wollen die Versicherer natürlich "schlechte" Risiken aussieben und nehmen eine Gesundheitsprüfung vor. Meistens werden hier Rentenversicherungen abgeschlossen. Bei kleineren Renten stellt der Versicherer erst mal nur Fragen. Diese sollten aber schon wahrheitsgemäß beantwortet werden, denn wenn die Versicherung später rauskriegt, daß z.B. jemand an MB leidet, das verschwiegen hat und dann wg. MB berufsunfähig wird, dann leistet die Versicherung auch nicht. Sagt man der Versicherung, daß man an MB leidet, dann holen die ärztlich Attests ein und nehmen nähere Prüfungen vor. Ich vermute einfach mal, daß die Versicherungen dann den Kopf schütteln oder zumindest MB ausschließen. Ich weiß nicht, ob man eine Gesellschaft findet, die einen trotz MB versichert.
Wenn du sonst noch Fragen zu deiner Versicherung hast, dann melde dich. Ich werde zumindest versuchen sie zu beantworten.
Gruß Uli
>Hallo,
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>ich stehe gerade vor der Frage, ob ich eine neue Unfallversicherung abschließe.
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>Nun ist dabei aber das Problem, dass ja dort der Gesundheitszustand geprüft wird. Dann müsste ich ja angeben, dass ich MB habe und Rückenprobleme. Ist doch dann eigentlich schlecht oder? Bei meinem alten mußte ich das noch nicht angeben. Hat MB überhaupt was mit Unfall zu tun? Muß man das überhaupt angeben?
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>Vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit. Bin jetzt nämlich ein bischen durcheinander, was ich machen soll.
>
>Gruß
>Bettina

Bettina W
11.06.03, 10:19
Hallo,
danke erstmal. Aber bei denen Versicherungen, die ich hier habe steht darin, dass man die Ärzte von der Schweigepflicht entbindet und sie über Erkrankungen Auskunft einholen.
Und es gibt ein Feld, indem man angeben muß, was man für Erkrankungen hat.
Das wundert mich halt, weil ja z.B. MB nichts mit einem Unfall zu tun hat. Wenn ich jetzt aber angebe, dass ich auch Rückenprobleme habe und einen Unfall erleide, zahlen sie wahrscheinlich nicht, wenn ich dann was am Rücken habe. Weil ich ja vorhin schon Probleme habe. Weiß jetzt auch nicht so recht, ob ich das alles angeben muß.
Bei der alten Versicherung hätte ich halt den Vorteil, dass sie nichts mehr überprüfen, weil sie das nur 5 Jahre nachdem der Vertrag abgeschlossen ist machen. Und damals hatte ich noch keine Probleme.
Ist doch echt doof, mit den Versicherungen.
Gruß
Bettina

Uli
11.06.03, 14:05
Hallo Bettina,
das ist ja wirklich sonderbar. Wie du dir vielleicht schon denken kannst, arbeite ich bei einer Versicherung. Mein Kollege (ein echter Profi) schaut mich ganz ungläubig an, als ich ihm von deinem Problem erzähle.
Was hälst du davon, wenn du mir an meine private e-mail-Adresse deine Telefonnummer mailst. Dann rufe ich dich mal an und wir können uns mal in Ruhe über das Problem unterhalten?
Gruß Uli
>Hallo,
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>danke erstmal. Aber bei denen Versicherungen, die ich hier habe steht darin, dass man die Ärzte von der Schweigepflicht entbindet und sie über Erkrankungen Auskunft einholen.
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>Und es gibt ein Feld, indem man angeben muß, was man für Erkrankungen hat.
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>Das wundert mich halt, weil ja z.B. MB nichts mit einem Unfall zu tun hat. Wenn ich jetzt aber angebe, dass ich auch Rückenprobleme habe und einen Unfall erleide, zahlen sie wahrscheinlich nicht, wenn ich dann was am Rücken habe. Weil ich ja vorhin schon Probleme habe. Weiß jetzt auch nicht so recht, ob ich das alles angeben muß.
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>Bei der alten Versicherung hätte ich halt den Vorteil, dass sie nichts mehr überprüfen, weil sie das nur 5 Jahre nachdem der Vertrag abgeschlossen ist machen. Und damals hatte ich noch keine Probleme.
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>Ist doch echt doof, mit den Versicherungen.
>
>Gruß
>Bettina

Simi
11.06.03, 16:07
Hallo ,
also ich hab mal gefragt wg privater Krankenversicherung, gleiches Thema, da hab ich erzählt bekommen, daß wenn man eine Diagnose hat und dann beim Arzt war die Krankheit als "behandelt" gilt, haha. Deswegen ist das dann nur eine kleine Schilddrüsengeschichte, die halt an Beitrag dann ein wenig mehr Geld kostet.
Bei ner Berufsunfähigkeit ist es so ähnlich. Angeben mußt du das auf jeden Fall, aber mehr als dass die Beiträge ein bißchen höher sind wird dir wahrscheinlich nicht passieren, wie gesagt außer uns findet ja keiner diese Krankheit schlimm, kann auch ein Vorteil sein.
Und da in diesem "neuen" Scheinselbständigengesetz auch ein Absatz über Renten-und Berufsunfähigkeitsversicherungen ohne Gesundheitsprüfung steht gibt es mittlerweile Versicherungsgesellschaften, die auch ohne Gesundheitsprüfung versichern.
Grüße Simi
>Hallo,
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>ich stehe gerade vor der Frage, ob ich eine neue Unfallversicherung abschließe.
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>Nun ist dabei aber das Problem, dass ja dort der Gesundheitszustand geprüft wird. Dann müsste ich ja angeben, dass ich MB habe und Rückenprobleme. Ist doch dann eigentlich schlecht oder? Bei meinem alten mußte ich das noch nicht angeben. Hat MB überhaupt was mit Unfall zu tun? Muß man das überhaupt angeben?
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>Vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit. Bin jetzt nämlich ein bischen durcheinander, was ich machen soll.
>
>Gruß
>Bettina

Bettina W
12.06.03, 08:24
Hallo,
bei einer Kollegin weiß ich, dass die private Krankenversicherung ihre Schilddrüse aus der Versicherungsleistung raus genommen hat. Ich weiß nicht genau, was sie genau hat, aber ich glaube eine Schilddrüsenunterfunktion.
Deshalb dachte ich eigentlich, dass man da gar nicht mehr versichert wird.
Gruß
Bettina

Bettina W
12.06.03, 08:26
Hallo Uli,
danke für das Angebot, ich werde heute abend dir eine Mail schicken.
Gruß
Bettina

Uli
13.06.03, 07:41
Hallo Bettina,
what´s the matter?
Habe noch keine mail erhalten!
Gruß Uli