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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenkasse verweigert mir weiterhin Krankengeld wegen Arbeitsu



Caro
06.05.03, 12:27
Hallo an alle,
ich hab ein großes Problem. Ich bekam heute einen Brief von meiner Krankenkasse und die schreiben, das sie mir noch längstens bis heute Krankengeld gewähren, da eine Arbeitsunfähigkeit nicht weiter vorliegt. Diese Entscheidung wird fachärztlich unterstützt.
Ich weiß zwar nicht von welchem Facharzt dies unterstützt wird, aber die Krankenkasse hat schon öfters einfach so irgendetwas behauptet.
Auch schreiben die weil ich vor Beginn der Erkrankung arbeitslos gewesen wäre, sei eine arbeitsspezifische Belastung nicht gegeben.
Aber ich war gar nicht arbeitslos, das stimmt auch wieder nicht. Ich schildere mal meine Situation, damit ihr das mal einschätzen könnt.
Im August 2002 wurde bei mir MB festgestellt. Im Dezember ging es plötzlich mit meinem Befinden voll bergab. Im Januar stellte sich raus warum: ich war schanger. Während der Schwangerschaft ging es mir sehr schlecht, ich bin eigentlich auf fast nur im Bett gelegen. Deswegen wurde ich auch im Januar krankgeschrieben. Da aber mein Arbeitsvertrag nur ein Jahresvertrag war und der am 28.02.03 ablief, war ich erst danach ohne Arbeit. Mitte März meldete sich dann auch die Krankenkasse bei mir, bla bla bla, sie akzeptieren keine weiteren Krankmeldungen mehr, ich soll zum Arbeitsamt, da würde eh keine erwarten, das ich, während ich schwanger bin zum arbeiten geh und ich soll da auch ja nicht sagen das ich nicht arbeitsfähig bin usw. Begründung war: damit ich Erziehungsgeld bekomme. Aber es änderte sich alles. Es wurde festgestellt das mein Kind nicht überlebensfähig ist aufgrund Anencephalus (offene Schädeldecke) und es wurde vor 2 1/2 Wochen ein Abbruch gemacht nach tagelanger Wehen in der 20. Woche. Natürlich bin ich jetzt psychisch sowie physisch total angeschlagen und finde es echt der Hammer das die Krankenkasse mich so behandelt als ob ich nur zu faul wäre zum arbeiten. Ich habe gehört das Patienten mit MB länger als 1 Jahr krankgeschrieben waren. Mir fehlt echt die Kraft einen 8-Stunden-Job täglich auszuüben, außerdem habe ich Probleme mit der Konzentration, ich hab echt Angst das ich nur Mist machen würde. Ich wollte mich in den nächsten Wochen nach einer Halbtagsstelle umschauen, damit ich auch wieder auf die Beine komme. Es ist momentan nicht geplant eine OP oder RJT zu machen. Bitte teilt mir unbedingt mit welche Erfahrungen ihr gemacht habt, damit ich bei der Krankenkasse dagegen halten kann. Ich habe beim letzten Termin schon gesagt das ich total fertig bin von der Überfunktion, aber ich glaube denen ist das egal.
Bitte bitte um Hilfe, ich kann das grad alles nicht mehr bewältigen!
viele Grüße von
Caro

Anna D.
06.05.03, 14:04
Hallo Caro,
hat dich aktuell ein Arzt arbeitsunfähig geschrieben? Wenn ja, liegt die Bescheinigung deiner Krankenkasse vor? Wenn nein, hast du einen Arzt, eine Ärztin, die dir eine Bescheinigung ausstellt? Hast du einen Bescheid oder lediglich ein Schreiben von der Krankenkasse erhalten? Wenn du einen Bescheid erhalten hast, dann solltest du umgehend einen Widerspruch einlegen und darin deine Situation schildern mit den Fakten und frage gezielt nach, auf welches fachärztliche Gutachten die Entscheidung beruht. Schwierig wird es ja auch, wenn du dich arbeitslos meldest, ohne arbeitsfähig zu sein. Denn, wenn du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst, erhälst du keine Leistungen von dort.
Es ist nervig, sich neben der großen psychischen Belastung auch noch diesen Dingen auszusetzen. Vielleicht kannst du auch jemanden um Unterstützung bitten, das kann helfen.
Persönliche Erfahrungen kann ich dir leider nicht weiter geben.
Viel Kraft wünsche ich dir.
Anna D.

Roswitha
06.05.03, 15:00
>Hallo !
Habe z.Zt. das gleiche Problem.
Mußte am 23.3.03 zum Medi-Dienst und bekam am 30.4.03 ein Schreiben von der K.K.dass ich ab dem 5.5.arbeitsfähig geschrieben.
Mein Arbeitsfeld ist zu 85% Bildschrimarbeit,dass auch der Kasse bekannt ist..
(Arbeitsplatzbeschreibung liegt auch vor)
Habe MB mit starker E.O. zweimal Radiojod ..letzte Okt.02
(Doppelbilder)und der erste Auslassversuch,der gleich nach 14 Tagen scheiterte.
Habe mich sofort mit meinen Ärzten in Verbindung gestetzt
(Augenarzt..Internist und Nuk-Medi..)die mir meine Arbeitsunfähigkeit bescheinigten.
Habe Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt per Einschreiben und die ärztlichen Befunde dazu getan.
Sollte ich jetzt innerhalb der nächsten Tage keine Stellungnahme bekommen,
werde ich einen RA für Arbeitsrecht in Anspruch nehmen.
...Das würde ich Dir Auch raten......
Denk daran, jede Aufregung vermeiden,such Dir rechtlichen Schutz:-)
Sollte z.Zt.Deine finanzelle Lage es nicht erlauben, ca. vier Wochen
auf dein Krankengeld zu warten,gibt es mehrere Möglichkeiten.
Beim Arbeitsamt,erstmal Arbeitslos melden..gleich Deine Lage...
(Widerspruch bei Kasse)mit ärztlichen Attest Deiner Arbeitsunfähigkeit
vorlegen,dann bist Du nicht vermittelbar und bekommst auch Arbeitslosenunterstützung..
oder beim Sozialamt Überbrückungsgeld beantragen.
Ich hoffe ,es hat Dir etwas geholfen...keine Panik...
gute Besserung und viele Grüße aus Berlin
Roswitha
>ich hab ein großes Problem. Ich bekam heute einen Brief von meiner Krankenkasse und die schreiben, das sie mir noch längstens bis heute Krankengeld gewähren, da eine Arbeitsunfähigkeit nicht weiter vorliegt. Diese Entscheidung wird fachärztlich unterstützt.
>
>Ich weiß zwar nicht von welchem Facharzt dies unterstützt wird, aber die Krankenkasse hat schon öfters einfach so irgendetwas behauptet.
>
>Auch schreiben die weil ich vor Beginn der Erkrankung arbeitslos gewesen wäre, sei eine arbeitsspezifische Belastung nicht gegeben.
>Aber ich war gar nicht arbeitslos, das stimmt auch wieder nicht. Ich schildere mal meine Situation, damit ihr das mal einschätzen könnt.
>
>Im August 2002 wurde bei mir MB festgestellt. Im Dezember ging es plötzlich mit meinem Befinden voll bergab. Im Januar stellte sich raus warum: ich war schanger. Während der Schwangerschaft ging es mir sehr schlecht, ich bin eigentlich auf fast nur im Bett gelegen. Deswegen wurde ich auch im Januar krankgeschrieben. Da aber mein Arbeitsvertrag nur ein Jahresvertrag war und der am 28.02.03 ablief, war ich erst danach ohne Arbeit. Mitte März meldete sich dann auch die Krankenkasse bei mir, bla bla bla, sie akzeptieren keine weiteren Krankmeldungen mehr, ich soll zum Arbeitsamt, da würde eh keine erwarten, das ich, während ich schwanger bin zum arbeiten geh und ich soll da auch ja nicht sagen das ich nicht arbeitsfähig bin usw. Begründung war: damit ich Erziehungsgeld bekomme. Aber es änderte sich alles. Es wurde festgestellt das mein Kind nicht überlebensfähig ist aufgrund Anencephalus (offene Schädeldecke) und es wurde vor 2 1/2 Wochen ein Abbruch gemacht nach tagelanger Wehen in der 20. Woche. Natürlich bin ich jetzt psychisch sowie physisch total angeschlagen und finde es echt der Hammer das die Krankenkasse mich so behandelt als ob ich nur zu faul wäre zum arbeiten. Ich habe gehört das Patienten mit MB länger als 1 Jahr krankgeschrieben waren. Mir fehlt echt die Kraft einen 8-Stunden-Job täglich auszuüben, außerdem habe ich Probleme mit der Konzentration, ich hab echt Angst das ich nur Mist machen würde. Ich wollte mich in den nächsten Wochen nach einer Halbtagsstelle umschauen, damit ich auch wieder auf die Beine komme. Es ist momentan nicht geplant eine OP oder RJT zu machen. Bitte teilt mir unbedingt mit welche Erfahrungen ihr gemacht habt, damit ich bei der Krankenkasse dagegen halten kann. Ich habe beim letzten Termin schon gesagt das ich total fertig bin von der Überfunktion, aber ich glaube denen ist das egal.
>
>Bitte bitte um Hilfe, ich kann das grad alles nicht mehr bewältigen!
>
>viele Grüße von
>
>Caro

Caro
06.05.03, 15:44
Hallo Roswitha,
das ist aber ganz schön hart. Geht das mit den Doppelbildern am Bildschirm arbeiten??? Ich weiß nicht wie die Doppelbilder sind, aber ich krieg einen richtigen Film auf den Augen wenn ich vorm PC (privat) sitze, so fühlt es sich zumindest an und dann seh ich total verschwommen. Damit ich dann noch einigermaßen was sehe, muß ich meine Augen zusammenkneifen und dann meldet sich gleich als nächstes der Kopfschmerz. Das ist doch auch keine Basis.
Das lustigste ist ja das ich nicht beim med. Dienst war. Ich war also noch bei keiner Untersuchung die von der Krankenkasse angeordnet wurde. Ich habe immer gedacht ich sei nicht nur bei der teuersten sondern auch bei der besten Krankenkasse.
Ist doch einfach nur zum kotzen. Aber danke für deinen Tip, ich habe Gott sei Dank eine Rechtsschutz.
Gruß caro
>>Hallo !
>Habe z.Zt. das gleiche Problem.
>Mußte am 23.3.03 zum Medi-Dienst und bekam am 30.4.03 ein Schreiben von der K.K.dass ich ab dem 5.5.arbeitsfähig geschrieben.
>Mein Arbeitsfeld ist zu 85% Bildschrimarbeit,dass auch der Kasse bekannt ist..
>(Arbeitsplatzbeschreibung liegt auch vor)
>Habe MB mit starker E.O. zweimal Radiojod ..letzte Okt.02
>(Doppelbilder)und der erste Auslassversuch,der gleich nach 14 Tagen scheiterte.
>Habe mich sofort mit meinen Ärzten in Verbindung gestetzt
>(Augenarzt..Internist und Nuk-Medi..)die mir meine Arbeitsunfähigkeit bescheinigten.
>Habe Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt per Einschreiben und die ärztlichen Befunde dazu getan.
>Sollte ich jetzt innerhalb der nächsten Tage keine Stellungnahme bekommen,
>werde ich einen RA für Arbeitsrecht in Anspruch nehmen.
>...Das würde ich Dir Auch raten......
>Denk daran, jede Aufregung vermeiden,such Dir rechtlichen Schutz:-)
>Sollte z.Zt.Deine finanzelle Lage es nicht erlauben, ca. vier Wochen
>auf dein Krankengeld zu warten,gibt es mehrere Möglichkeiten.
>Beim Arbeitsamt,erstmal Arbeitslos melden..gleich Deine Lage...
>(Widerspruch bei Kasse)mit ärztlichen Attest Deiner Arbeitsunfähigkeit
>vorlegen,dann bist Du nicht vermittelbar und bekommst auch Arbeitslosenunterstützung..
>oder beim Sozialamt Überbrückungsgeld beantragen.
>Ich hoffe ,es hat Dir etwas geholfen...keine Panik...
>gute Besserung und viele Grüße aus Berlin
>Roswitha
>
>>ich hab ein großes Problem. Ich bekam heute einen Brief von meiner Krankenkasse und die schreiben, das sie mir noch längstens bis heute Krankengeld gewähren, da eine Arbeitsunfähigkeit nicht weiter vorliegt. Diese Entscheidung wird fachärztlich unterstützt.
>>
>>Ich weiß zwar nicht von welchem Facharzt dies unterstützt wird, aber die Krankenkasse hat schon öfters einfach so irgendetwas behauptet.
>>
>>Auch schreiben die weil ich vor Beginn der Erkrankung arbeitslos gewesen wäre, sei eine arbeitsspezifische Belastung nicht gegeben.
>>Aber ich war gar nicht arbeitslos, das stimmt auch wieder nicht. Ich schildere mal meine Situation, damit ihr das mal einschätzen könnt.
>>
>>Im August 2002 wurde bei mir MB festgestellt. Im Dezember ging es plötzlich mit meinem Befinden voll bergab. Im Januar stellte sich raus warum: ich war schanger. Während der Schwangerschaft ging es mir sehr schlecht, ich bin eigentlich auf fast nur im Bett gelegen. Deswegen wurde ich auch im Januar krankgeschrieben. Da aber mein Arbeitsvertrag nur ein Jahresvertrag war und der am 28.02.03 ablief, war ich erst danach ohne Arbeit. Mitte März meldete sich dann auch die Krankenkasse bei mir, bla bla bla, sie akzeptieren keine weiteren Krankmeldungen mehr, ich soll zum Arbeitsamt, da würde eh keine erwarten, das ich, während ich schwanger bin zum arbeiten geh und ich soll da auch ja nicht sagen das ich nicht arbeitsfähig bin usw. Begründung war: damit ich Erziehungsgeld bekomme. Aber es änderte sich alles. Es wurde festgestellt das mein Kind nicht überlebensfähig ist aufgrund Anencephalus (offene Schädeldecke) und es wurde vor 2 1/2 Wochen ein Abbruch gemacht nach tagelanger Wehen in der 20. Woche. Natürlich bin ich jetzt psychisch sowie physisch total angeschlagen und finde es echt der Hammer das die Krankenkasse mich so behandelt als ob ich nur zu faul wäre zum arbeiten. Ich habe gehört das Patienten mit MB länger als 1 Jahr krankgeschrieben waren. Mir fehlt echt die Kraft einen 8-Stunden-Job täglich auszuüben, außerdem habe ich Probleme mit der Konzentration, ich hab echt Angst das ich nur Mist machen würde. Ich wollte mich in den nächsten Wochen nach einer Halbtagsstelle umschauen, damit ich auch wieder auf die Beine komme. Es ist momentan nicht geplant eine OP oder RJT zu machen. Bitte teilt mir unbedingt mit welche Erfahrungen ihr gemacht habt, damit ich bei der Krankenkasse dagegen halten kann. Ich habe beim letzten Termin schon gesagt das ich total fertig bin von der Überfunktion, aber ich glaube denen ist das egal.
>>
>>Bitte bitte um Hilfe, ich kann das grad alles nicht mehr bewältigen!
>>
>>viele Grüße von
>>
>>Caro
>

Roswitha
06.05.03, 16:26
>Hallo Caro!
Bildschirmarbeit geht nämlich nicht,kann vielleicht 5-10min. am bildschirm sitzen.
Über Schmerzen mag ich schon garnicht mehr reden,der Druck im Kopf läßt kaum nach..(ich stehe ständig neben mir:-)..)
So kämpfe ich seit zwei Jahren dagegen an..hab nach langen suchen gute Ärzte die mich verstehen und helfen so gut es geht.Auch dieses Forum hat mir geholfen
mehrere Behandlungsmethoden mit den Ärzten zu besprechen.
Ich schau ab und zu rein zur Information schreib sehr wenig, wegen meiner Augen.
"... An alle..." Danke!
Wie heißt es immer...Gedult ..Gedult.und hoffen, dass es Bergauf geht:-)
Roswitha
>
>das ist aber ganz schön hart. Geht das mit den Doppelbildern am Bildschirm arbeiten??? Ich weiß nicht wie die Doppelbilder sind, aber ich krieg einen richtigen Film auf den Augen wenn ich vorm PC (privat) sitze, so fühlt es sich zumindest an und dann seh ich total verschwommen. Damit ich dann noch einigermaßen was sehe, muß ich meine Augen zusammenkneifen und dann meldet sich gleich als nächstes der Kopfschmerz. Das ist doch auch keine Basis.
>
>Das lustigste ist ja das ich nicht beim med. Dienst war. Ich war also noch bei keiner Untersuchung die von der Krankenkasse angeordnet wurde. Ich habe immer gedacht ich sei nicht nur bei der teuersten sondern auch bei der besten Krankenkasse.
>
>Ist doch einfach nur zum kotzen. Aber danke für deinen Tip, ich habe Gott sei Dank eine Rechtsschutz.
>
>Gruß caro
>
>>>Hallo !
>>Habe z.Zt. das gleiche Problem.
>>Mußte am 23.3.03 zum Medi-Dienst und bekam am 30.4.03 ein Schreiben von der K.K.dass ich ab dem 5.5.arbeitsfähig geschrieben.
>>Mein Arbeitsfeld ist zu 85% Bildschrimarbeit,dass auch der Kasse bekannt ist..
>>(Arbeitsplatzbeschreibung liegt auch vor)
>>Habe MB mit starker E.O. zweimal Radiojod ..letzte Okt.02
>>(Doppelbilder)und der erste Auslassversuch,der gleich nach 14 Tagen scheiterte.
>>Habe mich sofort mit meinen Ärzten in Verbindung gestetzt
>>(Augenarzt..Internist und Nuk-Medi..)die mir meine Arbeitsunfähigkeit bescheinigten.
>>Habe Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt per Einschreiben und die ärztlichen Befunde dazu getan.
>>Sollte ich jetzt innerhalb der nächsten Tage keine Stellungnahme bekommen,
>>werde ich einen RA für Arbeitsrecht in Anspruch nehmen.
>>...Das würde ich Dir Auch raten......
>>Denk daran, jede Aufregung vermeiden,such Dir rechtlichen Schutz:-)
>>Sollte z.Zt.Deine finanzelle Lage es nicht erlauben, ca. vier Wochen
>>auf dein Krankengeld zu warten,gibt es mehrere Möglichkeiten.
>>Beim Arbeitsamt,erstmal Arbeitslos melden..gleich Deine Lage...
>>(Widerspruch bei Kasse)mit ärztlichen Attest Deiner Arbeitsunfähigkeit
>>vorlegen,dann bist Du nicht vermittelbar und bekommst auch Arbeitslosenunterstützung..
>>oder beim Sozialamt Überbrückungsgeld beantragen.
>>Ich hoffe ,es hat Dir etwas geholfen...keine Panik...
>>gute Besserung und viele Grüße aus Berlin
>>Roswitha
>>
>>>ich hab ein großes Problem. Ich bekam heute einen Brief von meiner Krankenkasse und die schreiben, das sie mir noch längstens bis heute Krankengeld gewähren, da eine Arbeitsunfähigkeit nicht weiter vorliegt. Diese Entscheidung wird fachärztlich unterstützt.
>>>
>>>Ich weiß zwar nicht von welchem Facharzt dies unterstützt wird, aber die Krankenkasse hat schon öfters einfach so irgendetwas behauptet.
>>>
>>>Auch schreiben die weil ich vor Beginn der Erkrankung arbeitslos gewesen wäre, sei eine arbeitsspezifische Belastung nicht gegeben.
>>>Aber ich war gar nicht arbeitslos, das stimmt auch wieder nicht. Ich schildere mal meine Situation, damit ihr das mal einschätzen könnt.
>>>
>>>Im August 2002 wurde bei mir MB festgestellt. Im Dezember ging es plötzlich mit meinem Befinden voll bergab. Im Januar stellte sich raus warum: ich war schanger. Während der Schwangerschaft ging es mir sehr schlecht, ich bin eigentlich auf fast nur im Bett gelegen. Deswegen wurde ich auch im Januar krankgeschrieben. Da aber mein Arbeitsvertrag nur ein Jahresvertrag war und der am 28.02.03 ablief, war ich erst danach ohne Arbeit. Mitte März meldete sich dann auch die Krankenkasse bei mir, bla bla bla, sie akzeptieren keine weiteren Krankmeldungen mehr, ich soll zum Arbeitsamt, da würde eh keine erwarten, das ich, während ich schwanger bin zum arbeiten geh und ich soll da auch ja nicht sagen das ich nicht arbeitsfähig bin usw. Begründung war: damit ich Erziehungsgeld bekomme. Aber es änderte sich alles. Es wurde festgestellt das mein Kind nicht überlebensfähig ist aufgrund Anencephalus (offene Schädeldecke) und es wurde vor 2 1/2 Wochen ein Abbruch gemacht nach tagelanger Wehen in der 20. Woche. Natürlich bin ich jetzt psychisch sowie physisch total angeschlagen und finde es echt der Hammer das die Krankenkasse mich so behandelt als ob ich nur zu faul wäre zum arbeiten. Ich habe gehört das Patienten mit MB länger als 1 Jahr krankgeschrieben waren. Mir fehlt echt die Kraft einen 8-Stunden-Job täglich auszuüben, außerdem habe ich Probleme mit der Konzentration, ich hab echt Angst das ich nur Mist machen würde. Ich wollte mich in den nächsten Wochen nach einer Halbtagsstelle umschauen, damit ich auch wieder auf die Beine komme. Es ist momentan nicht geplant eine OP oder RJT zu machen. Bitte teilt mir unbedingt mit welche Erfahrungen ihr gemacht habt, damit ich bei der Krankenkasse dagegen halten kann. Ich habe beim letzten Termin schon gesagt das ich total fertig bin von der Überfunktion, aber ich glaube denen ist das egal.
>>>
>>>Bitte bitte um Hilfe, ich kann das grad alles nicht mehr bewältigen!
>>>
>>>viele Grüße von
>>>
>>>Caro
>>
>

Gabi H.
06.05.03, 19:25
Liebe Caro,
erst einmal möchte ich dir sagen, wie leid mir das tut. Es muss wirklich sehr schwer für dich sein. Aber ich hoffe, es wird sich alles wieder einrenken.
Ich weiß zwar nicht, ob ich dir weiterhelfen kann - ich kann dir lediglich etwas berichten, was einem Freund von mir passiert ist:
Er war auch über mehrere Wochen krankgeschrieben (Bandscheibenvorfall). Die Krankenkasse verweigerte nötige Behandlungsmaßnahmen. Unser Freund ist dann mit dem Schreiben der Krankenkasse zu dem behandelnden Facharzt. Dieser Arzt hat dann bei der Krankenkasse angerufen und hat richtig "Krach geschlagen". Dies hat funktioniert, einen Tag später rief eine Mitarbeiterin der Krankenkasse bei unserem Freund an. Ergebnis des "Krach schlagens" durch den behandelnden Arzt: die Behandlung wurde prompt genehmigt!
Vielleicht solltest du dich auch an deinen behandelnden Arzt wenden? Wenn du Glück hast, haut der für dich mal kräftig auf den Tisch.
Ich wünsche dir, dass du es schaffst!
LG
Gabi Hinkel

Tiffy
06.05.03, 19:38
>Hallo,
tut mir total leid was Du so durch machst ( hilft Dir auch nicht weiter, ich weiß....) Kommst Du zufällig aus Berlin? Hätte ienen guten Arzt, der sicher mit Dir kämpft!

Margarete
07.05.03, 09:30
Hallo Caro,
ich habe gute Erfahrungen mit der Rechtsberatung des VdK ("Verband der Schwerbehinderten und Kriegsgeschädigten" o.ä., findest du im Internet, es gibt Dienststellen in jeder Stadt) gemacht. Du kannst dort sofort eintreten für Beitrag 5,- Euro im Monat und jederzeit deren Rechtsanwalt um Rat bitten, der sich bestens mit Krankenkassen auskennen wird und dir immer die passenden Paragraphen nennen kann, die man in einem Widerspruchsschreiben angeben muss. Auf eigene Faust zu kämpfen mit Hilfe eines Arztes mag auch klappen, aber mit einem Verband im Rücken ist es bestimmt leichter.
Alles Gute
Margarete
>Hallo an alle,
>
>ich hab ein großes Problem. Ich bekam heute einen Brief von meiner Krankenkasse und die schreiben, das sie mir noch längstens bis heute Krankengeld gewähren, da eine Arbeitsunfähigkeit nicht weiter vorliegt. Diese Entscheidung wird fachärztlich unterstützt.
>
>Ich weiß zwar nicht von welchem Facharzt dies unterstützt wird, aber die Krankenkasse hat schon öfters einfach so irgendetwas behauptet.
>
>Auch schreiben die weil ich vor Beginn der Erkrankung arbeitslos gewesen wäre, sei eine arbeitsspezifische Belastung nicht gegeben.
>Aber ich war gar nicht arbeitslos, das stimmt auch wieder nicht. Ich schildere mal meine Situation, damit ihr das mal einschätzen könnt.
>
>Im August 2002 wurde bei mir MB festgestellt. Im Dezember ging es plötzlich mit meinem Befinden voll bergab. Im Januar stellte sich raus warum: ich war schanger. Während der Schwangerschaft ging es mir sehr schlecht, ich bin eigentlich auf fast nur im Bett gelegen. Deswegen wurde ich auch im Januar krankgeschrieben. Da aber mein Arbeitsvertrag nur ein Jahresvertrag war und der am 28.02.03 ablief, war ich erst danach ohne Arbeit. Mitte März meldete sich dann auch die Krankenkasse bei mir, bla bla bla, sie akzeptieren keine weiteren Krankmeldungen mehr, ich soll zum Arbeitsamt, da würde eh keine erwarten, das ich, während ich schwanger bin zum arbeiten geh und ich soll da auch ja nicht sagen das ich nicht arbeitsfähig bin usw. Begründung war: damit ich Erziehungsgeld bekomme. Aber es änderte sich alles. Es wurde festgestellt das mein Kind nicht überlebensfähig ist aufgrund Anencephalus (offene Schädeldecke) und es wurde vor 2 1/2 Wochen ein Abbruch gemacht nach tagelanger Wehen in der 20. Woche. Natürlich bin ich jetzt psychisch sowie physisch total angeschlagen und finde es echt der Hammer das die Krankenkasse mich so behandelt als ob ich nur zu faul wäre zum arbeiten. Ich habe gehört das Patienten mit MB länger als 1 Jahr krankgeschrieben waren. Mir fehlt echt die Kraft einen 8-Stunden-Job täglich auszuüben, außerdem habe ich Probleme mit der Konzentration, ich hab echt Angst das ich nur Mist machen würde. Ich wollte mich in den nächsten Wochen nach einer Halbtagsstelle umschauen, damit ich auch wieder auf die Beine komme. Es ist momentan nicht geplant eine OP oder RJT zu machen. Bitte teilt mir unbedingt mit welche Erfahrungen ihr gemacht habt, damit ich bei der Krankenkasse dagegen halten kann. Ich habe beim letzten Termin schon gesagt das ich total fertig bin von der Überfunktion, aber ich glaube denen ist das egal.
>
>Bitte bitte um Hilfe, ich kann das grad alles nicht mehr bewältigen!
>
>viele Grüße von
>
>Caro

Caro
07.05.03, 11:08
>>Hallo,
>
>tut mir total leid was Du so durch machst ( hilft Dir auch nicht weiter, ich weiß....) Kommst Du zufällig aus Berlin? Hätte ienen guten Arzt, der sicher mit Dir kämpft!
Hi,
bin leider nicht aus Berlin. Bin aus Süddeutschland, aber trotzdem danke.
Gruß Caro