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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dringend, brauche Hilfe! Arbeitsmed. Dienst



Gabi2
24.04.03, 19:22
Hallo,
nachdem ich durch Tetanien, EO, Stimmbandlähmung und hormoneller Einstellung von Arzt zu Arzt/Krankenhaus zu Krankenhaus gerannt bin und es mir trotzdem immer noch total schlecht geht, bekomme ich jetzt von der Krankenkasse die Aufforderung, mich vom arbeitsmedizinischen Dienst begutachten zu lassen. Hat jemand Erfahrung damit? Muß ich mir dann anhören, daß alles nicht so schlimm ist?
Ich habe Angst, daß die mich "durch den Wolf drehen". Es ist doch so schon alles schwer genug. Ich habe auch keine Lust, verschiedenste Krankheiten zu haben, aber was soll ich denn machen. Bitte helft mir!
Liebe Grüße, Gabi

Mellie
24.04.03, 19:31
>Hallo,
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>nachdem ich durch Tetanien, EO, Stimmbandlähmung und hormoneller Einstellung von Arzt zu Arzt/Krankenhaus zu Krankenhaus gerannt bin und es mir trotzdem immer noch total schlecht geht, bekomme ich jetzt von der Krankenkasse die Aufforderung, mich vom arbeitsmedizinischen Dienst begutachten zu lassen. Hat jemand Erfahrung damit? Muß ich mir dann anhören, daß alles nicht so schlimm ist?
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>Ich habe Angst, daß die mich "durch den Wolf drehen". Es ist doch so schon alles schwer genug. Ich habe auch keine Lust, verschiedenste Krankheiten zu haben, aber was soll ich denn machen. Bitte helft mir!
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>Liebe Grüße, Gabi
Hi Gabi,
jetzt mal ganz ruhig. das ist eine Art Gutachten das kenn ich von meinen Patienten.(lerne Krankenschwester)
Keine Angst ich denke da geht es um die Kassen.
Mach dir keinen Stress und denke dir es gibt immer Leute denen es schlimmer geht, das hilft mir immer sehr.
Ganz dolle Dich drückend
Mellie

Gabi2
24.04.03, 19:54
Hallo Mellie,
danke für Deine Antwort. Aber die habe ich, ehrlich gesagt, nicht ganz verstanden. Klar, es geht um die Kasse und ein Gutachten. Aber das ist ja gerade das Problem. Ich habe von arbeitsmedizinischen Diensten nichts Gutes gehört. Und da selbst die Endokrinologen z. B. sagen, das mit den Augen sei ein rein kosmetisches Problem, was soll dann erst mal ein Arzt dieses Dienstes sagen (ob der auch nur ansatzweise was davon versteht, zumal es sich um verschiedene schulmedizinische "Disziplinen" handelt??). Dabei handelt es sich ja nun mal um eine Erkrankung der Augen. Es ist ja nicht so, als würden die normal funktionieren.
Also, sagen die hinterher, ist doch alles prima und dann...????? Und mir reichen Recurrensparese, EO, Hypoparathyreoidismus und hormonelle Einstellungsschwierigkeiten völlig, mehr brauche ich nicht.
Vielleicht postest Du mir noch einmal, was Du genau gemeint hast. Auf alle Fälle danke für Deine schnell Antwort.
Liebe Grüße, Gabi

Moni
24.04.03, 22:09
Hallo Gabi,
ich kann deine Ängste und Befürchtungen sehr gut nachvollziehen, ich war 1 Jahr wegen meinem Basedow und EO krankgeschrieben und mußte 3 mal zum med. Dienst. Der med. Dienst ist von den Krankenkassen beauftragt, die Arbeitsunfähigkeit zu überprüfen. Beim erstmal wurde ich sehr genau von der Ärztin des med. Dienstes untersucht. Ich habe alle Befunde, die mir vorlagen (las dir am besten immer von Allem und allen Ärzten eine Kopie geben) mitgenommen und vorgelegt. Sie wollte dann noch von mir wissen, welche berufliche Tätigkeit ich ausübe und wie stark ich beruflich belastbar bin und ob eventuell eine Wiedereingliederung für ca 3 - 4 Stunden in den Beruf möglich wäre. Ich habe gleich gesagt, dass es mir körperlich und psychisch nicht gut geht und ich absolut nicht belastbar bin. Dann war auch alles okay und für ca. 8 - 9 Wochen Ruhe. Bei der 2. Vorstellung bin ich an eine andere Ärtin geraten, die mir überhaupt nicht zugehört hatte und nur meinte, irgendwann müßte ich ja mal wieder arbeiten gehen und ich solle es ab der kommenden Woche einfach versuchen. Ich war daraufhin total fertig, da es mir immer noch genauso schlecht ging wievorher. Meine Ärztin hat dann sofort Widerspruch gegen den Bescheid des med. Dienstes einlegt, mit der Begründung, dass durch die Aufregung meine Werte sich wieder drastisch verschlechtert hätten und mein gesamter Zustand einen Arbeitsantritt nicht zulasse. Damit war dann wieder für ca. 9 Wochen Ruhe. Bei der letzten Vorstellung kam ich wieder an die Ärztin vom erstmal und die hat nachdem wir miteinander gesprochen hatten und sie mich wieder untersucht hat meiner weiteren Arbeitsunfähigkeit nicht wiedersprochen. Ein viertel Jahr später ging es mir dann soweit wieder besser, dass ich von mir aus wieder meine berufliche Tätigkeit aufgenommen habe.
Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Ausführungen etwas weiter helfen. Mach dich bitte nicht verrückt, es gibt immer einen Weg!
Herzliche Grüße Moni
>Hallo,
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>nachdem ich durch Tetanien, EO, Stimmbandlähmung und hormoneller Einstellung von Arzt zu Arzt/Krankenhaus zu Krankenhaus gerannt bin und es mir trotzdem immer noch total schlecht geht, bekomme ich jetzt von der Krankenkasse die Aufforderung, mich vom arbeitsmedizinischen Dienst begutachten zu lassen. Hat jemand Erfahrung damit? Muß ich mir dann anhören, daß alles nicht so schlimm ist?
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>Ich habe Angst, daß die mich "durch den Wolf drehen". Es ist doch so schon alles schwer genug. Ich habe auch keine Lust, verschiedenste Krankheiten zu haben, aber was soll ich denn machen. Bitte helft mir!
>
>Liebe Grüße, Gabi

Gabi2
24.04.03, 22:35
Liebe Moni,
danke für Deine Schilderung. Das hat sehr geholfen! Obwohl ich immer noch Angst habe, aber so kann man wenigstens ein bißchen einschätzen, was auf einen zukommt. DANKE!!!
Liebe Grüße, Gabi

Moni
24.04.03, 23:23
Liebe Gabi,
freut mich, wenn ich dir ein bischen helfen konnte. Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mich gerne anmailen. Schreib doch bitte auch, was bei deinem Termin rauskommt.
Gute Nacht
Moni
>Liebe Moni,
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>danke für Deine Schilderung. Das hat sehr geholfen! Obwohl ich immer noch Angst habe, aber so kann man wenigstens ein bißchen einschätzen, was auf einen zukommt. DANKE!!!
>
>Liebe Grüße, Gabi

Meike
25.04.03, 10:58
Liebe Gabi!
Es tut mir leid, dass du solche "Panik" vor diesem Antritt vor dem medizinischen Dienst hast. Aber ist das nicht genau das Problem? Die Unfähigkeit, diesen Belastungen gelassen entgegenzusehen?
Schildere denen das, dass sie dich in Angst und Schrecken verstezt haben (oder mit anderen Worten), dass es dir seit der Benachrichtigung noch schlechter geht.
Und: Übertreibe deine Symptome! Weiß ja keiner. Habe nicht nur Eo sondern tu so, als würdest du dich kaum noch auf die Straße trauen und tierische Schmerzen hinter den Augen haben, ständige Belastung durch diesen Schmerz... dass du ständigen hormonellen Schwankungen unterworfen bist, die dich an so menachem Tag völlig dahinstrecken, dich handlungsunfähig machen...
Ich hoffe, dass es dir dennoch nicht ganz so schlecht geht!
Meike
>Hallo,
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>nachdem ich durch Tetanien, EO, Stimmbandlähmung und hormoneller Einstellung von Arzt zu Arzt/Krankenhaus zu Krankenhaus gerannt bin und es mir trotzdem immer noch total schlecht geht, bekomme ich jetzt von der Krankenkasse die Aufforderung, mich vom arbeitsmedizinischen Dienst begutachten zu lassen. Hat jemand Erfahrung damit? Muß ich mir dann anhören, daß alles nicht so schlimm ist?
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>Ich habe Angst, daß die mich "durch den Wolf drehen". Es ist doch so schon alles schwer genug. Ich habe auch keine Lust, verschiedenste Krankheiten zu haben, aber was soll ich denn machen. Bitte helft mir!
>
>Liebe Grüße, Gabi

Mellie
25.04.03, 14:27
>Hallo Mellie,
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>danke für Deine Antwort. Aber die habe ich, ehrlich gesagt, nicht ganz verstanden. Klar, es geht um die Kasse und ein Gutachten. Aber das ist ja gerade das Problem. Ich habe von arbeitsmedizinischen Diensten nichts Gutes gehört. Und da selbst die Endokrinologen z. B. sagen, das mit den Augen sei ein rein kosmetisches Problem, was soll dann erst mal ein Arzt dieses Dienstes sagen (ob der auch nur ansatzweise was davon versteht, zumal es sich um verschiedene schulmedizinische "Disziplinen" handelt??). Dabei handelt es sich ja nun mal um eine Erkrankung der Augen. Es ist ja nicht so, als würden die normal funktionieren.
>Also, sagen die hinterher, ist doch alles prima und dann...????? Und mir reichen Recurrensparese, EO, Hypoparathyreoidismus und hormonelle Einstellungsschwierigkeiten völlig, mehr brauche ich nicht.
>Vielleicht postest Du mir noch einmal, was Du genau gemeint hast. Auf alle Fälle danke für Deine schnell Antwort.
>
>Liebe Grüße, Gabi
>
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Hallo Gabi,
du hast schon recht aber du musst mit aller Härte denen deine Probleme schildern damit die dich auch verstehen.
also toi toi
mellie

Bine
26.04.03, 07:29
Hallo Mellie, es ist zwar tröstlich, was Du schreibst, aber Du mußt noch sehr viel lernen im Leben. Da bringt auch der Hinweis, daß Du Krankenschwester lernst nichts.
Im Leben sieht es nämlich ganz anders aus. Da kann es schon sehr wichtig sein, daß man sich auf solche "Besuche" entsprechend vorbereitet und einstellt. Es gibt nämlich Fälle, wo man mal ganz schnell zwischen den Stühlen sitzen kann. Weil einfach die Krankenkasse nicht mehr zahlt und die Rentenkasse auch nicht.
Da solltest Du Dich z. B. mal in den Rheuma- oder Fibromyalgieforen umhören. Dort sind solche Fälle an der Tagesordnung.
Da ist keinem geholfen mit dem "Alles wird gut"!
Liebe Grüsse

Gabi2
26.04.03, 12:02
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Nicole
29.04.03, 09:20
Hallo!
Bei dieser persönlichen Begutachtung durch den Medizinischen Dienst handelt es sich um eine normale ärztliche Untersuchung. Wenn Du krank bist, dann hast Du normalerweise wirklich nichts zu befürchten. Der Arzt wird Dich untersuchen und dann der Krankenkasse mitteilen, daß Deine Krankmeldung bzw. Krankenhausaufenthalte berechtigt sind. Es kann höchsten sein, daß er andere Behandlungsmethoden wie z. B. einen Kuraufenthalt oder ähnliches vorschlägt.
Aber ansonsten keine Angst davor!
>Hallo,
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>nachdem ich durch Tetanien, EO, Stimmbandlähmung und hormoneller Einstellung von Arzt zu Arzt/Krankenhaus zu Krankenhaus gerannt bin und es mir trotzdem immer noch total schlecht geht, bekomme ich jetzt von der Krankenkasse die Aufforderung, mich vom arbeitsmedizinischen Dienst begutachten zu lassen. Hat jemand Erfahrung damit? Muß ich mir dann anhören, daß alles nicht so schlimm ist?
>
>Ich habe Angst, daß die mich "durch den Wolf drehen". Es ist doch so schon alles schwer genug. Ich habe auch keine Lust, verschiedenste Krankheiten zu haben, aber was soll ich denn machen. Bitte helft mir!
>
>Liebe Grüße, Gabi