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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankschreibung nach OP



Sonja
29.01.03, 22:32
Hallo an Alle!
Mir steht die OP bevor (irgendwann im Lauf dieses Jahres) und ich würde gern wissen wie lang man sich normalerweise krankschreiben läßt. Mein Arzt meinte ich wäre nach zwei Wochen schon wieder fit, habe aber schon von 4-6 Wochen hier gelesen. Bei mir ist es deshalb so wichtig, weil ich freiberuflich bin und jetzt schon die Projekte und Termine für dieses Jahr planen muß. Falls ich mir tatsächlich 6 Wochen freihalten muß, wäre das für mich natürlich auch ein krasser finanzieller Verlust, ich bekomme ja kein Krankengeld und würde in der Zeit nichts verdienen...
Am ehesten ließe sich das bei mir in den Sommer legen, habe aber gehört daß das Entzündungsrisiko dann höher ist wegen der Hitze, weiß jemand was darüber?
Danke für alle Tips!!!
Sonja

Achim Liederbach
29.01.03, 22:45
Hallo Sonja,
ich war insgesamt 4 Wochen weg von der Arbeit, fühlte mich aber schon weitaus früher wieder fit, hatte aber auch sehr wenige Probleme mit der Stimme.
Es ist gewiss auch eine individuelle Sache, da ja jeder unterschiedlich auf eine OP reagiert.
Wünsche Dir alles Gute für die OP
Gruß
Achim

Sonja
29.01.03, 23:06
Hallo und danke für Deine Antwort! Hoffe auch daß meine Stimme danach ok ist, sonst kann ich meinen Beruf vergessen.
Grüße,
Sonja

Sandra
30.01.03, 18:42
>Hallo,
also ich war insgesamt 11 Wochen krankgeschrieben, wurde im August letztes Jahr operiert.
Ich hatte halt auch starke Probleme mit der Hitze.(Kreislauf usw.)
ürde mich auf alle Fälle nicht ieder im Sommer operieren lassen.
Alles Gute für dich.
Sandra

Jule
31.01.03, 09:08
Hi Sonja,
wenn du Probleme damit hast, lange von der Arbeit weg zu sein und Angst um die Stimme, rate ich heftigst zur Radiojodtherapie. Du merkst nix, bist höchstens 1 1/2 Wochen weg vom Schuß (geht auch kürzer wenn du deinen Zwangsaufenthalt im Krankenhaus übers Wochenende legst) und ich halte die RJT (auch wenn ich dafür hier im Forum manchmal den Kopf dafür einziehen muß) für Leute jeden Alters (ja, auch für gebärfähige und -willige weibliche Leute) für eine elegante Lösung.
Einschränkungen gibt es wohl in Bezug auf die EO, ich muß aber sagen, daß ich selbst damit überhaupt keine Probleme hatte: meine EO hat sich einfach nicht um das geschert, was ich tue, ob RJT, ob Rauchen, ob viel Streß, ob wenig, ob Kneipensitzen oder bioenergetisches Gesundhüpfen... die macht einfach, was sie will ;-)
Grüße
Jule

Sonja
02.02.03, 21:03
Hallo Jule!
Danke für Deinen Rat. Finde Deine Ansicht interessant! Möchtest Du denn noch Kinder?? Mir ist eine RJT einfach nicht so geheuer. Möchte gerne noch Kinder und es ist doch bekannt, daß der Kontakt mit Radioaktivität das Erbgut schädigen kann. Also hab ich das noch gar nicht in Betracht gezogen. Ich weiß, die Dosis ist angeblich so gering... Und wie ist es mit Krebsrisiko? Gibt es da denn Langzeitstudien? So lange gibt es die RJT doch noch gar nicht. Bei mir sträubt sich einfach alles dagegen, mich Radioaktivität freiwillig auszusetzen.
Gruß,
Sonja

Jule
02.02.03, 23:00
Liebe Sonja,
mir ist das Problem mit der Radioaktivität bekannt und auch die Angst davor. Ich hatte sie selbst auch, wenn auch nicht in größerem Ausmaß. Aber ich komme aus der Zeit der AKW-Bewegung und hey: Strahlen??? Igitt!!
Habe mich dann auch lange damit befaßt, weil mir die Option einer Operation noch schlimmer erschien und habe damals nichts gefunden, was wirklich gegen eine RJT sprach, außer einer sehr diffusen Strahlenangst meinerseits.
Später habe ich dann erst richtig realisiert, daß die RJT wohl eher dafür bekannt ist, die EO zu verstärken, ich hatte während der RJT Cortisonschutz und meinen Augen hat es nichts gemacht.
RJT oder OP ist eine Bauchentscheidung, denke ich. Meiner Meinung nach wiegen sich die Risiken gegeneinander auf und ich habe mich deshalb dafür entschlossen, die Sache mit den Strahlen zu ignorieren und mir dafür den Luxus zu gönnen, weder eine Narkose noch eine OP an meinem Hals (für mich eine Horrorvorstellung) über mich ergehen zu lassen. Ich war übrigens zum Zeitpunkt der RJT knapp 30 und sollte ich noch Kinder bekommen, was ich noch nicht weiß, dann werde ich mir darüber sicherlich keine Gedanken machen.
Liebe Grüße
Jule

Dany
04.02.03, 15:10
>Hallo Jule!
>Danke für Deinen Rat. Finde Deine Ansicht interessant! Möchtest Du denn noch Kinder?? Mir ist eine RJT einfach nicht so geheuer. Möchte gerne noch Kinder und es ist doch bekannt, daß der Kontakt mit Radioaktivität das Erbgut schädigen kann. Also hab ich das noch gar nicht in Betracht gezogen. Ich weiß, die Dosis ist angeblich so gering... Und wie ist es mit Krebsrisiko? Gibt es da denn Langzeitstudien? So lange gibt es die RJT doch noch gar nicht. Bei mir sträubt sich einfach alles dagegen, mich Radioaktivität freiwillig auszusetzen.
>Gruß,
>Sonja
Hallo Sonja!
Ich kann Dich total gut verstehen, dass Du Dir bei dieser Entscheidung unsicher bist.
Ich hatte auch die Möglichkeit mich für eine der beiden Behandlungsmöglichkeiten zu entscheiden, ich habe mich für die Rjt entschieden, da die Komplikationen bei der OP(Stimmbandverletzungen und Nebenschilddrüsenbeschädigung) sehr häufig sind.
Ich bin 23 J. und möchte unbedingt Kinder haben. Die Ärzte in der Nuklearmedizin haben mir versichert, dass ich nach 6 Monaten wieder schwanger werden dürfte. Zusätzlich besteht laut Studien kein erhöhtes Krebsrisiko durch die RJT. Die RJT wird schon seit ca. 50 Jahren durchgeführt, dementsprechent gibt es zuverlässige Langzeitstudien.
Ich bin jetzt seit 4 Wochen aus der RJT zurück und mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Die Therapie schlägt auch laut der Laborbefunde schon gut an.
Aber ich weiß ja nicht wie groß Deine Schildrüsen ist oder ob Du kalte Knoten hast. Vielleicht könntest Du ja mal antworten.
Ich hoffe Du findest die richtige Entscheidung für Dich.
Alles Gute
Dany