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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reha definitiv abgelehnt !



Barbara
02.01.03, 12:11
Hallo,
erstmal ein gutes, vor allem gesundes neues Jahr !
Ich muß jetzt mal meinen Frust loswerden ! Am Samstag vor Weihnachten erhielt ich als nettes Weihnachtsgeschenk
von der BFA die endgültige Ablehnung meines Kurantrages! Zur Vorgeschichte:
Ich war wg. Basedow( nach OP) + Hormoneinstellungsproblemen 2002 so krank, daß ich 4 Monate lang krankgeschrieben war.
Die Symptome reichten von heftigem Bluthochdruck, Herzrasen, zu hohem Blutzucker, dann aber sehr häufigem Unterzucker,
der auch durch Essen nicht besser wurde, bis hin zu Depressionen. Ich war in zwei Provinzkrankenhäusern wg. meiner akuten Symptome
-die waren völlig überfordert mit mir - danach in der Endokrinologischen Abteilung der Düsseldorfer Uniklinik- auch die konnten mir nicht helfen.
Ich war total am Ende, habe 10 kg abgenommen und gedacht, mein letztes Stündlein hat bald geschlagen.
Der Reha-Antrag wurde abgelehnt- ich ging in Widerspruch - das war im Mai 2002. Bis zum Entscheid und zur Ablehnung des Widerspruches hat die BfA dann noch 7 Monate gebraucht !!! Die Begründung für die Ablehnung lautete- ich solle mich in ein Fachkrankenhaus zur medikamentösen Einstellung begeben und dafür sei die BfA nicht zuständig. Ich frage mich, wohin ich noch hätte gehen sollen, nachdem ich schon in der Endokrinologie
der Düsseldorfer Uniklinik war. Es scheint mir, als ob die Bfa abgewartet hat, ob ich mir nicht einen Strick nehme und sich das Problem damit von allein löst.
Geholfen hat mir schließlich ein Frauenarzt in Freiburg, der mir Agnucaston verschrieb und nur damit mein völlig konfuses Hormonsystem wieder in Ordnung brachte. Trotzdem hätte ich eine Reha nach diesem Horrortrip dringend gebraucht.
Wer hat Ähnliche Erfahrungen gemacht und gegen die BfA geklagt ? Besteht Aussicht auf Erfolg ?
Würde mich über Rückmeldungen freuen.
Viele Grüße, Barbara

Martina H.
02.01.03, 13:18
> Hallo,
>erstmal ein gutes, vor allem gesundes neues Jahr !
> Ich muß jetzt mal meinen Frust loswerden ! Am Samstag vor Weihnachten erhielt ich als nettes Weihnachtsgeschenk
> von der BFA die endgültige Ablehnung meines Kurantrages! Zur Vorgeschichte:
> Ich war wg. Basedow( nach OP) + Hormoneinstellungsproblemen 2002 so krank, daß ich 4 Monate lang krankgeschrieben war.
> Die Symptome reichten von heftigem Bluthochdruck, Herzrasen, zu hohem Blutzucker, dann aber sehr häufigem Unterzucker,
>der auch durch Essen nicht besser wurde, bis hin zu Depressionen. Ich war in zwei Provinzkrankenhäusern wg. meiner akuten Symptome
>-die waren völlig überfordert mit mir - danach in der Endokrinologischen Abteilung der Düsseldorfer Uniklinik- auch die konnten mir nicht helfen.
>Ich war total am Ende, habe 10 kg abgenommen und gedacht, mein letztes Stündlein hat bald geschlagen.
>Der Reha-Antrag wurde abgelehnt- ich ging in Widerspruch - das war im Mai 2002. Bis zum Entscheid und zur Ablehnung des Widerspruches hat die BfA dann noch 7 Monate gebraucht !!! Die Begründung für die Ablehnung lautete- ich solle mich in ein Fachkrankenhaus zur medikamentösen Einstellung begeben und dafür sei die BfA nicht zuständig. Ich frage mich, wohin ich noch hätte gehen sollen, nachdem ich schon in der Endokrinologie
>der Düsseldorfer Uniklinik war. Es scheint mir, als ob die Bfa abgewartet hat, ob ich mir nicht einen Strick nehme und sich das Problem damit von allein löst.
>Geholfen hat mir schließlich ein Frauenarzt in Freiburg, der mir Agnucaston verschrieb und nur damit mein völlig konfuses Hormonsystem wieder in Ordnung brachte. Trotzdem hätte ich eine Reha nach diesem Horrortrip dringend gebraucht.
>Wer hat Ähnliche Erfahrungen gemacht und gegen die BfA geklagt ? Besteht Aussicht auf Erfolg ?
>Würde mich über Rückmeldungen freuen.
>
>Viele Grüße, Barbara
>
>
>hallo barbara,
ich habe mal einen bericht im radio gehört (ich glaube vom verbrauerschutz) in dem es hieß, man solle auf jeden fall klagen, da man gute chancen hätte. vielleicht hast du ja auch eine rechtschutzversicherung, dann kann dir gar nichts passieren.
liebe grüße
martina
>

karin
02.01.03, 13:48
hallo barbara,
na da ist ja der hammer und wieder typisch für unsere gesundheitsreform.ich weiß garnicht was ich dazu sagen soll.hmmmmm und grüüübel.
warst du noch krank geschrieben als du die kur beantragt hast oder warst du schon wieder arbeiten? das ist glaube ich sehr wichtig.
ich habe meine kur beantragt,als ich noch krank geschrieben war und bin auch krank geschrieben in die kur gegangen.Während der kur haben mich die ärzte dort noch weiter krank geschrieben.Dadurch brauchte ich keinen tagessazt an die krankenkasse zu bezahlen.war mein vorteil.mein ganzes krankgeschreibe hat fast ein jahr gedauert.das ist kein trost für dich im augenblick,aber ich denke,du solltest dir nun wirklich beistand holen.
habe doch schon mal über den VdK berichtet.
das ist ein sozialer rechtschutz,der dir genau in solchen fällen weiterhilft.
www.vdk.de
schau dort mal bitte nach und lass dir gegebenenfalls einen termin in deiner umgebung geben.die helfen dir nämlich bei widerspruch.
wenn ich an deiner stelle wäre,dann würde ich mich sofort wieder krank schreiben lassen und auch krank geschrieben bleiben!!!( was nicht passt,das müssen wir halt passend machen:-)
wenn du eine psychologin an deiner seite hattest,dann bitte erneut depressionen haben( weiß ja keiner,das du sie nicht hast *g*) und einen erneuten termin mit ihr ausmachen.hattest du noch keine psychologin,dann such dir bitte eine.
da wirst du nicht drum herum kommen,befürchte ich,wenn du erfolg haben willst.
leider ist es so,das du deine kur am schnellsten über die psychoschiene bekommst.und für die psychoschiene sind wir MBler bei unseren ärzten ja bekannt.
so traurig das auch alles ist.aber wenn die das nicht anders haben wollen,dann sollen sie ihre depression auch bekommen.
ich würde mich jedenfalls nicht abwimmeln lassen und wenn du kannst,dann hol dir den VdK an deine seite.
drücke dir jedenfalls die daumen und wenn noch fragen sind helfe ich dir gern.
liebe grüße
karin

Iris N.
02.01.03, 17:32
> Hallo,
>erstmal ein gutes, vor allem gesundes neues Jahr !
> Ich muß jetzt mal meinen Frust loswerden ! Am Samstag vor Weihnachten erhielt ich als nettes Weihnachtsgeschenk
> von der BFA die endgültige Ablehnung meines Kurantrages! Zur Vorgeschichte:
> Ich war wg. Basedow( nach OP) + Hormoneinstellungsproblemen 2002 so krank, daß ich 4 Monate lang krankgeschrieben war.
> Die Symptome reichten von heftigem Bluthochdruck, Herzrasen, zu hohem Blutzucker, dann aber sehr häufigem Unterzucker,
>der auch durch Essen nicht besser wurde, bis hin zu Depressionen. Ich war in zwei Provinzkrankenhäusern wg. meiner akuten Symptome
>-die waren völlig überfordert mit mir - danach in der Endokrinologischen Abteilung der Düsseldorfer Uniklinik- auch die konnten mir nicht helfen.
>Ich war total am Ende, habe 10 kg abgenommen und gedacht, mein letztes Stündlein hat bald geschlagen.
>Der Reha-Antrag wurde abgelehnt- ich ging in Widerspruch - das war im Mai 2002. Bis zum Entscheid und zur Ablehnung des Widerspruches hat die BfA dann noch 7 Monate gebraucht !!! Die Begründung für die Ablehnung lautete- ich solle mich in ein Fachkrankenhaus zur medikamentösen Einstellung begeben und dafür sei die BfA nicht zuständig. Ich frage mich, wohin ich noch hätte gehen sollen, nachdem ich schon in der Endokrinologie
>der Düsseldorfer Uniklinik war. Es scheint mir, als ob die Bfa abgewartet hat, ob ich mir nicht einen Strick nehme und sich das Problem damit von allein löst.
>Geholfen hat mir schließlich ein Frauenarzt in Freiburg, der mir Agnucaston verschrieb und nur damit mein völlig konfuses Hormonsystem wieder in Ordnung brachte. Trotzdem hätte ich eine Reha nach diesem Horrortrip dringend gebraucht.
>Wer hat Ähnliche Erfahrungen gemacht und gegen die BfA geklagt ? Besteht Aussicht auf Erfolg ?
>Würde mich über Rückmeldungen freuen.
>
>Viele Grüße, Barbara
>
>
>
>Hi Barbara!
Ich habe seit 10 Jahren MB mit e.O. und auch einen Leidensweg hinter mir. Leider musste ich auch den Weg über die psychische Schiene gehen, sonst hätte ich meine Kur nicht bekommen.
Aber wir wissen ja alle, dass es nich die Psyche ist!
Aber die Kostenträger wollen das wohl eben so, leider.
Mir tat die Kur sehr gut und ich habe mir dort das geholt was ich brauchte.
Allerdings war ich vorher auch nicht krank geschrieben, aber ich hatte zuvor einige Krankheitstage "vorzuweisen".
Nach welchen Kriterien die BfA entscheidet, das weiß wohl keiner.
Beim VdK habe ich mich jetzt auch angemeldet und wenn derartiges, z. B. eine Ablehnung der Kur, passiert, dann werde ich mir dort Hilfe holen, oder aber über die Retsschutzversicherung, soweit du eine hast.
Lass den Kopf nicht hängen! Halt dich wacker.
Iris

Barbara
02.01.03, 19:51
>
>hallo barbara,
>na da ist ja der hammer und wieder typisch für unsere gesundheitsreform.ich weiß garnicht was ich dazu sagen soll.hmmmmm und grüüübel.
>warst du noch krank geschrieben als du die kur beantragt hast oder warst du schon wieder arbeiten? das ist glaube ich sehr wichtig.
>ich habe meine kur beantragt,als ich noch krank geschrieben war und bin auch krank geschrieben in die kur gegangen.Während der kur haben mich die ärzte dort noch weiter krank geschrieben.Dadurch brauchte ich keinen tagessazt an die krankenkasse zu bezahlen.war mein vorteil.mein ganzes krankgeschreibe hat fast ein jahr gedauert.das ist kein trost für dich im augenblick,aber ich denke,du solltest dir nun wirklich beistand holen.
>habe doch schon mal über den VdK berichtet.
>das ist ein sozialer rechtschutz,der dir genau in solchen fällen weiterhilft.
>www.vdk.de
>schau dort mal bitte nach und lass dir gegebenenfalls einen termin in deiner umgebung geben.die helfen dir nämlich bei widerspruch.
>wenn ich an deiner stelle wäre,dann würde ich mich sofort wieder krank schreiben lassen und auch krank geschrieben bleiben!!!( was nicht passt,das müssen wir halt passend machen:-)
>wenn du eine psychologin an deiner seite hattest,dann bitte erneut depressionen haben( weiß ja keiner,das du sie nicht hast *g*) und einen erneuten termin mit ihr ausmachen.hattest du noch keine psychologin,dann such dir bitte eine.
>da wirst du nicht drum herum kommen,befürchte ich,wenn du erfolg haben willst.
>leider ist es so,das du deine kur am schnellsten über die psychoschiene bekommst.und für die psychoschiene sind wir MBler bei unseren ärzten ja bekannt.
>so traurig das auch alles ist.aber wenn die das nicht anders haben wollen,dann sollen sie ihre depression auch bekommen.
>ich würde mich jedenfalls nicht abwimmeln lassen und wenn du kannst,dann hol dir den VdK an deine seite.
>drücke dir jedenfalls die daumen und wenn noch fragen sind helfe ich dir gern.
>liebe grüße
>karin
Liebe Karin,
danke Dir herzlich für Deine ausführliche Antwort. Ich habe die Kur allerdings auch aus der Krankschreibung heraus beantragt, und auch als ich Widerspruch gegen die Ablehnung eingelegt habe, war ich noch krankgeschrieben. Der Kurantrag wurde auch primär mit psychosomatischen Beschwerden begründet, da mein Hausarzt sowieso der Meinung war, alles sei nur psychisch bedingt.
Nach dem Widerspruch mußte ich dann zu einem psychiatrischen Gutachter, der die Kur auch befürwortet hat.
Hat alles nichts genützt. Jetzt arbeite ich wieder seit September, möchte mich aber nicht schon wieder krankschreiben lassen, da ich
um meinen Arbeitsplatz bange.Außerdem tut es mir auch nicht gut, nur zu Hause rumzuhängen. Es geht mir zwar auch jetzt nicht gerade gut, aber wenigstens einigermaßen.
Danke für den Tip mit dem VdK, da werde ich mal Nachfragen.

Liebe Grüße, Barbara

Petra
03.01.03, 08:52
Hallo Barbara, ich habe ähnliches erfahren, im Jan. 02 OP, danach solche Probleme, die du schilderst, ich kann ein Lied davon singen. Auch mein Kurantrag wurde nach Widerspruch durch die BfA abgelehtnt, dafür wären sie nicht zuständig...
Ich habe beim Sozialgericht Klage eingereicht, da mir unsere Anwältin, die wir wegen einer anderen Sache aufgesucht hatten, dazu geraten hat. Ich sollte mir aber auf jeden Fall ein dickes Fell anschaffen. Aber ich habe mir gesagt, wenn ich Klage einreiche, ich habe nichts zu verlieren, kann nur gewinnen... hatte im Oktober /November Beitrag im Forum zum Thema "Klage vors Sozialgericht". Ich würde es an deiner Stelle probieren, mein Antrag läuft...
Liebe Grüße
Petra
> Hallo,
>erstmal ein gutes, vor allem gesundes neues Jahr !
> Ich muß jetzt mal meinen Frust loswerden ! Am Samstag vor Weihnachten erhielt ich als nettes Weihnachtsgeschenk
> von der BFA die endgültige Ablehnung meines Kurantrages! Zur Vorgeschichte:
> Ich war wg. Basedow( nach OP) + Hormoneinstellungsproblemen 2002 so krank, daß ich 4 Monate lang krankgeschrieben war.
> Die Symptome reichten von heftigem Bluthochdruck, Herzrasen, zu hohem Blutzucker, dann aber sehr häufigem Unterzucker,
>der auch durch Essen nicht besser wurde, bis hin zu Depressionen. Ich war in zwei Provinzkrankenhäusern wg. meiner akuten Symptome
>-die waren völlig überfordert mit mir - danach in der Endokrinologischen Abteilung der Düsseldorfer Uniklinik- auch die konnten mir nicht helfen.
>Ich war total am Ende, habe 10 kg abgenommen und gedacht, mein letztes Stündlein hat bald geschlagen.
>Der Reha-Antrag wurde abgelehnt- ich ging in Widerspruch - das war im Mai 2002. Bis zum Entscheid und zur Ablehnung des Widerspruches hat die BfA dann noch 7 Monate gebraucht !!! Die Begründung für die Ablehnung lautete- ich solle mich in ein Fachkrankenhaus zur medikamentösen Einstellung begeben und dafür sei die BfA nicht zuständig. Ich frage mich, wohin ich noch hätte gehen sollen, nachdem ich schon in der Endokrinologie
>der Düsseldorfer Uniklinik war. Es scheint mir, als ob die Bfa abgewartet hat, ob ich mir nicht einen Strick nehme und sich das Problem damit von allein löst.
>Geholfen hat mir schließlich ein Frauenarzt in Freiburg, der mir Agnucaston verschrieb und nur damit mein völlig konfuses Hormonsystem wieder in Ordnung brachte. Trotzdem hätte ich eine Reha nach diesem Horrortrip dringend gebraucht.
>Wer hat Ähnliche Erfahrungen gemacht und gegen die BfA geklagt ? Besteht Aussicht auf Erfolg ?
>Würde mich über Rückmeldungen freuen.
>
>Viele Grüße, Barbara
>
>
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Nic
12.01.03, 14:43
Hallo,
wende dich an das Müttergenesungswerk (mit oder ohne Kind), stelle einen Kurantrag (die boxen ihn schon durch!) und dann eine Verlängerung.
Habe gerade eine Kur hinter mir. Das beste für Leib und Seele !
Lass deinen Arzt alles Erdenkliche in das Artest eintragen.
Viel Glück
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