PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeit -ist man bei "630 Mark"-Job versichert?



Katharina
15.08.02, 16:03
Hallo,
vielleicht kennt sich jemand von euch da aus:
ist man bei einem "630-MArk Job" (bei mir gibt es noch keine
Euro ;-) ) voll versichert ? (Krankenkasse, Sozialversicherung
etc.?)
Ich mach mir langsam Gedanken (und viele Sorgen) wovon ich ab
Oktober leben soll, da ich ab dann keinen Anspruch mehr auf
Arbeitslosengeld habe und da ich ja bereits vor 3 Jahren lange
Zeit Krankengeld erhalten habe wg. schwerer Depression
(MB war damals noch nicht bekannt) hab ich da wohl noch seitens
der Krankenkasse eine "Sperrfrist".
Wegen meiner schwieriger-als-ich mir-gedacht-habe Einstellungsphase
komm ich langsam in Zeitnot... . Ich möchte ja auch wieder arbeiten
und hab mir überlegt ob ich es trotz allem einfach mal versuch mit
einem 630-Mark Job um mich langsam wieder zu steigern was Stundenanzahl
etc. betrifft.
Liebe Grüße,
Katharina

Christiane
15.08.02, 16:41
>Hallo,
>
>vielleicht kennt sich jemand von euch da aus:
>ist man bei einem "630-MArk Job" (bei mir gibt es noch keine
>Euro ;-) ) voll versichert ? (Krankenkasse, Sozialversicherung
>etc.?)
>Ich mach mir langsam Gedanken (und viele Sorgen) wovon ich ab
>Oktober leben soll, da ich ab dann keinen Anspruch mehr auf
>Arbeitslosengeld habe und da ich ja bereits vor 3 Jahren lange
>Zeit Krankengeld erhalten habe wg. schwerer Depression
>(MB war damals noch nicht bekannt) hab ich da wohl noch seitens
>der Krankenkasse eine "Sperrfrist".
>Wegen meiner schwieriger-als-ich mir-gedacht-habe Einstellungsphase
>komm ich langsam in Zeitnot... . Ich möchte ja auch wieder arbeiten
>und hab mir überlegt ob ich es trotz allem einfach mal versuch mit
>einem 630-Mark Job um mich langsam wieder zu steigern was Stundenanzahl
>etc. betrifft.
>Liebe Grüße,
>Katharina
>
>Hallo Katharina, zu Deiner Frage: ganz klar: nein.
Du könntest Dich freiwillig krankenversichern das ist ziemlich teuer,Info deine Krankenkasse, bist aber weder renten- noch gegen Arbeitslosigkeit versichert, sprich Du bekommst nach dem 630-Mark-Job kein Alg, würdest dann in die Sozialhilfe "einsortiert". Du schreibst, Du beziehst Arbeitslosengeld, dann könntest Du danach Arbeitslosenhilfe beziehen. Oder hab ich das falsch verstanden? Arbeitslosenhilfe kann man/frau bei Bedürftigkeit langfristig beziehen, ist aber noch weniger als ALG.
Lieben Gruß Christiane

Kerstin
15.08.02, 17:46
Hallo Katharina,
ich habe einen HiWi-Vertrag und arbeite 16 Stunden die Woche. 19 dürfte ich, ohne Abgaben zahlen zu müssen und ohne zu versteuern, bzw. den Freibetrag von etwa 7000 EUR/Jahr darf ich halt nicht übersteigen
Krankenversichert bin ich somit "freiwillig", d.h. mein Arbeitgeber hat nichts damit zu tun und beteiligt sich auch nicht. Die KV ist echt teuer, ca. 230 Mark bei der DAK, davon ca. 50 Mark Pflegeversicherung und der Rest KV-Beitrag.
Ebenso zahle ich einen Rentenbeitrag (grob etwa 10%), allerdings keine Arbeitslosenversicherung, das bedeutet: wenn ich den Job los bin, krieg ich Sozialhilfe und kein Arbeitslosengeld.
Hoffe, das hat etwas geholfen.
Liebe GRüße
Kerstin

Katharina
15.08.02, 18:55
Hallo Ihr beiden,
danke für Eure schnellen Antworten. Das hört sich ja alles sehr prima an ;)
Eine Freundin von mir meinte dass ich evtl. doch aufgrund meiner
Psyche (Angst, Panik, Depression etc.) zumindest eine zeitlang
EU-Rente beantragen solle. Aber eigentlich sträube ich mich da
innerlich total dagegen, ich meine, ich will doch endlich mal
wieder "normal" und vernünftig leben können.
Andererseits weiss ich halt auch nicht, wann sich das alles mal
legt obwohl ich schon davon ausgehe, dass mal alles ok (soweit
möglich) sein wird.
wie ist denn das mit EU-Rente (ich bin noch 28 J...), wo wird die
denn beantragt und gibt es da Chancen ? Hat jemand sowas
schon mal gemacht ?
Lg und Danke ! nochmal,
Katharina
>>Hallo,
>>
>>vielleicht kennt sich jemand von euch da aus:
>>ist man bei einem "630-MArk Job" (bei mir gibt es noch keine
>>Euro ;-) ) voll versichert ? (Krankenkasse, Sozialversicherung
>>etc.?)
>>Ich mach mir langsam Gedanken (und viele Sorgen) wovon ich ab
>>Oktober leben soll, da ich ab dann keinen Anspruch mehr auf
>>Arbeitslosengeld habe und da ich ja bereits vor 3 Jahren lange
>>Zeit Krankengeld erhalten habe wg. schwerer Depression
>>(MB war damals noch nicht bekannt) hab ich da wohl noch seitens
>>der Krankenkasse eine "Sperrfrist".
>
>
>
>>Wegen meiner schwieriger-als-ich mir-gedacht-habe Einstellungsphase
>>komm ich langsam in Zeitnot... . Ich möchte ja auch wieder arbeiten
>>und hab mir überlegt ob ich es trotz allem einfach mal versuch mit
>>einem 630-Mark Job um mich langsam wieder zu steigern was Stundenanzahl
>>etc. betrifft.
>>Liebe Grüße,
>>Katharina
>>
>>Hallo Katharina, zu Deiner Frage: ganz klar: nein.
>Du könntest Dich freiwillig krankenversichern das ist ziemlich teuer,Info deine Krankenkasse, bist aber weder renten- noch gegen Arbeitslosigkeit versichert, sprich Du bekommst nach dem 630-Mark-Job kein Alg, würdest dann in die Sozialhilfe "einsortiert". Du schreibst, Du beziehst Arbeitslosengeld, dann könntest Du danach Arbeitslosenhilfe beziehen. Oder hab ich das falsch verstanden? Arbeitslosenhilfe kann man/frau bei Bedürftigkeit langfristig beziehen, ist aber noch weniger als ALG.
>Lieben Gruß Christiane
>

Andrea
16.08.02, 21:51
Hallo Katharina,
Christiane hat das Entscheidende schon gesagt. Deine neuerliche Frage
"aufgrund meiner Psyche (Angst, Panik, Depression etc.) zumindest eine zeitlang
>EU-Rente beantragen solle.
>wie ist denn das mit EU-Rente (ich bin noch 28 J...), wo wird die
>denn beantragt und gibt es da Chancen ? "
animiert mich jedoch zum Antworten. Die EU-Rente, also Erwerbsunfähigkeitsrente gibts nicht mehr. Es gibt noch eine sog. Erwerbsminderungsrente. Beantragt wird sie bei der Rentenversicherung, bei der Du versichert bist.
Bevor Du so einen Schritt als 28jährige gehst, solltest Du Dich bei Deiner Rentenversicherung erkundigen (Rentenauskunft), mit wieviel Rente Du rechnen darfst. Es ist leider mit 28 Jahren voraussichtlich immens wenig, so daß Du gut überlegen musst, ob das funktioniert.
Abgesehen von den Chancen. Teilerwerbsminderungsrente gibts, wenn ärztlicherseits geklärt ist, daß Du weniger als sechs, aber mehr als drei Stunden am Tag regelmäßig arbeiten kannst. Volle Erwerbsminderungsrente gibt es bei ärztlicherseits erfolgter Klärung, daß Du regelmäßig weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kannst (Selten, da mußt Du den Kopf unter dem Arm tragen).
Regelmäßig gibts jedenfalls nur befristete Renten (höchstens drei Jahre).
Ich fürchte, daß die Rente wegen der Kürze der Zeit, die Du wahrscheinlich in die Rentenversicherung eingezahlt hast, nicht reichen wird. Voraussetzung ist übrigens auch, daß Du in den letzten fünf Jahren vor Beginn der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge in der Rentenversicherung haben mußt. Die Zeit der Arbeitslosigkeit und der Krankengeldzahlung verlängert die Zeit von fünf Jahren. Aber drei Jahre Pflichtbeitragszeiten sind auf jeden Fall erforderlich.
Frag´ ruhig, wenn Du weiteres wissen willst.
Liebe Grüße
Andrea
Hat jemand sowas
>schon mal gemacht ?
>
>Lg und Danke ! nochmal,
>Katharina

Gabi
17.08.02, 11:42
Hallo,
habe vor kurzem bei uns in der Zeitung davon gelesen, zitiere einmal einen kurzen Ausschnitt:
Die Grundsicherung ist eine aus Steuermitteln finanzierte soziale Leistung, es müssen also keine Beiträge eingezahlt werden, um vom neuen Recht profitieren zu können. Sie wird auf Antrag an Personen mit Wohnsitz in Deutschland ausgezahlt, die das 65. Lebensjahr beendet haben o d e r an mindestens 18-Jährige, die auf Dauer erwerbsgemindert sind, dem Arbeitsmarkt aus gesundheitlichen Gründen also nicht mehr als 3 Stunden täglich zur Verfügung stehen können... (Das Sozialamt soll auf jeden Fall außen vor bleiben)
Liebe Grüsse, Gabi
>Hallo Katharina,
>
>Christiane hat das Entscheidende schon gesagt. Deine neuerliche Frage
>
>"aufgrund meiner Psyche (Angst, Panik, Depression etc.) zumindest eine zeitlang
>>EU-Rente beantragen solle.
>>wie ist denn das mit EU-Rente (ich bin noch 28 J...), wo wird die
>>denn beantragt und gibt es da Chancen ? "
>
>animiert mich jedoch zum Antworten. Die EU-Rente, also Erwerbsunfähigkeitsrente gibts nicht mehr. Es gibt noch eine sog. Erwerbsminderungsrente. Beantragt wird sie bei der Rentenversicherung, bei der Du versichert bist.
>
>Bevor Du so einen Schritt als 28jährige gehst, solltest Du Dich bei Deiner Rentenversicherung erkundigen (Rentenauskunft), mit wieviel Rente Du rechnen darfst. Es ist leider mit 28 Jahren voraussichtlich immens wenig, so daß Du gut überlegen musst, ob das funktioniert.
>
>Abgesehen von den Chancen. Teilerwerbsminderungsrente gibts, wenn ärztlicherseits geklärt ist, daß Du weniger als sechs, aber mehr als drei Stunden am Tag regelmäßig arbeiten kannst. Volle Erwerbsminderungsrente gibt es bei ärztlicherseits erfolgter Klärung, daß Du regelmäßig weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kannst (Selten, da mußt Du den Kopf unter dem Arm tragen).
>
>Regelmäßig gibts jedenfalls nur befristete Renten (höchstens drei Jahre).
>
>Ich fürchte, daß die Rente wegen der Kürze der Zeit, die Du wahrscheinlich in die Rentenversicherung eingezahlt hast, nicht reichen wird. Voraussetzung ist übrigens auch, daß Du in den letzten fünf Jahren vor Beginn der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge in der Rentenversicherung haben mußt. Die Zeit der Arbeitslosigkeit und der Krankengeldzahlung verlängert die Zeit von fünf Jahren. Aber drei Jahre Pflichtbeitragszeiten sind auf jeden Fall erforderlich.
>
>Frag´ ruhig, wenn Du weiteres wissen willst.
>
>Liebe Grüße
>Andrea
>
>
>
>
>Hat jemand sowas
>>schon mal gemacht ?
>>
>>Lg und Danke ! nochmal,
>>Katharina
>
>

Katharina
18.08.02, 16:25
Hallo,
vielen Dank für Eure informativen Antworten !
Es ist gar nicht so einfach da durchzublicken aber
dank Eurer Hilfe weiss ich jetzt mehr !
Irgendwie scheu ich aber dennoch den Schritt Rente
zu beantragen, ich hab einfach noch so den Willen
"es zu schaffen".... .
sollten neue Fragen auftauchen ...ich meld mich wieder.
Liebe Grüße,
Katharina
>Hallo,
>
>vielleicht kennt sich jemand von euch da aus:
>ist man bei einem "630-MArk Job" (bei mir gibt es noch keine
>Euro ;-) ) voll versichert ? (Krankenkasse, Sozialversicherung
>etc.?)
>Ich mach mir langsam Gedanken (und viele Sorgen) wovon ich ab
>Oktober leben soll, da ich ab dann keinen Anspruch mehr auf
>Arbeitslosengeld habe und da ich ja bereits vor 3 Jahren lange
>Zeit Krankengeld erhalten habe wg. schwerer Depression
>(MB war damals noch nicht bekannt) hab ich da wohl noch seitens
>der Krankenkasse eine "Sperrfrist".
>Wegen meiner schwieriger-als-ich mir-gedacht-habe Einstellungsphase
>komm ich langsam in Zeitnot... . Ich möchte ja auch wieder arbeiten
>und hab mir überlegt ob ich es trotz allem einfach mal versuch mit
>einem 630-Mark Job um mich langsam wieder zu steigern was Stundenanzahl
>etc. betrifft.
>Liebe Grüße,
>Katharina
>
>