PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinischer Dienst der KK



Merle
24.04.02, 12:09
Hi,
aufgrund meiner nun seit längerem bestehenden AU hat die KK eine Vorstellung
beim Medi.Dienst der KK veranlaßt.
Aufgrund meiner Nachfrage "Warum" bekam ich folgende Antwort:
Die Vorstellung (kommt mir eher wie eine Vorladung vor) hat diem KK
veranlaßt.
Es soll festgestellt werden. ob weitere Therapimaßnahmen, Untersuchungen,
Rhea etc. den Heilungsprozeß unterstützen, begünstigen oder so.
Die eingegangenen Berichte meiner behandelnden Ärzte sind bereits einem
Arzt der KK vorgelegt worden, welcher die AU für plausibel hält (ist ja toll).
Die Anfrage zur Vorstellung bei bereits erwähnten Dienst, habe nicht mein
Arbeitgeber gestellt.
Ich empfinde dieses Vorstellen als persönlichen Angriff. Zweifelt doch
gerade mal wieder jemand an meiner/unserer Krankheit ? Steckt nicht doch
mehr dahinter ? Was, wenn der überprüfende Arzt keine Ahnung von MB/EO hat ?
Gruß Merle

Katharina
24.04.02, 16:50
Hallo Merle,
natürlich wird an der Krankheit gezweifelt, wie an jeder Krankheit. Die Kassen zahlen Krankengeld, und das ist das Problem.Ich hatte in meinem Jahr Krankschreibung insg. 6 Vorladungen zum Medizinischen Dienst. Dort bin ich wie der letzte Dreck behandelt worden, die Ärztin hat mich eine halbe Stunde das eine Mal beschimpft, so dass ich hätte heulen können. Hab aber nicht, hab mich an die Ärztekammer gewendet, später an die PatientInnenschutzstelle. War auch wieder nur zu meiner weiteren Aufklärung. Später haben sie mich beim Med Dienst einer Nervenärztin vorgestellt.Ha Ha, wie clever. Aber du musst dir sagen: die haben eh keinen Plan von unserer Krankheit, also laber die zu!! Du mußt dich gut vorbereiten!!.Die Ärzte dort erschienen mir als absolut frustriert. Fachlich sind sie sauschlecht, also gönnen sie dir auch nicht dein "Frei". Mittlerweile haben sie mich zur Reha geschickt, was mir nichts gebracht hat außer eine fette Überfunktion, und ich wurde dort ebenfall arbeitsunfähig entlassen. Und so sehe ich: es hat sich gelohnt, den ganzen Streß zu ertragen, auch mit dem MDK. Ich hab wie du gedacht, dass vielleicht mehr dahinter steckt. Aber du bist für die echt nur ein wirtschaftlicher Faktor, denn sie wollen versuchen, das Krankengeld nicht zu zahlen. Darum gehts. Um nichts anderes. Wenn du Fragen hast zum MDK- termin können wir uns noch austauschen.Habe auch einige Unterlagen für meine Vorbereitung aus dem Netz geholt. Hier waren die Seiten der AIDS-Hilfe hilfreich, denn transexuelle Menschen haben wohl beim Medizinischen Dienst gleich gar nichts zu lachen.
Bis bald und Gruß von Katharina

Katharina aus München
24.04.02, 18:08
Hallo Merle,
hab keine Angst wegen der "Vorladung". Ich war mal vor
ein paar Jahren wegen einer anderen Erkrankung auch dort
und bin eigentlich auf Ärzte mit Verständnis gestossen.
Vielleicht als kleiner Tipp: ich hatte damals von meiner
behandelnden Ärztin für den Med. Dienst dabei,
ich denke, das kam ganz gut an.
Ärzte glauben Ärzten mehr (hab ich jedenfalls so erlebt).
Schönen Gruß und alles Gute !
Katharina

Gitte
25.04.02, 18:11
>Hi,
>
>aufgrund meiner nun seit längerem bestehenden AU hat die KK eine Vorstellung
>beim Medi.Dienst der KK veranlaßt.
>
>Aufgrund meiner Nachfrage "Warum" bekam ich folgende Antwort:
>
>Die Vorstellung (kommt mir eher wie eine Vorladung vor) hat diem KK
>veranlaßt.
>Es soll festgestellt werden. ob weitere Therapimaßnahmen, Untersuchungen,
>Rhea etc. den Heilungsprozeß unterstützen, begünstigen oder so.
>Die eingegangenen Berichte meiner behandelnden Ärzte sind bereits einem
>Arzt der KK vorgelegt worden, welcher die AU für plausibel hält (ist ja toll).
>
>Die Anfrage zur Vorstellung bei bereits erwähnten Dienst, habe nicht mein
>Arbeitgeber gestellt.
>
>Ich empfinde dieses Vorstellen als persönlichen Angriff. Zweifelt doch
>gerade mal wieder jemand an meiner/unserer Krankheit ? Steckt nicht doch
>mehr dahinter ? Was, wenn der überprüfende Arzt keine Ahnung von MB/EO hat ?
>
>Gruß Merle
>
Hallo Merle,
wenn jemand längere Zeit Krankengeld bezieht,überprüft die KK, ob zwischenzeitlich evtl. Erwerbsunfähigkeit - unter Umständen EU auf Zeit- eingetreten ist. Sollte dies durch eine Untersuchung beim Med.Dienst bestätigt werden, wird der Versicherte aufgefordert, einen Rentenantrag zu stellen, evtl. für 2 Jahre oder so. Da Krankengeld nur für einen begrenzten Zeitraum gezahlt wird, ist es auch im Interesse des Versicherten, rechtzeitig einen Antrag zu stellen, damit keine finanziellen Engpässe auftreten. Natürlich geht es auch immer darum, dass jede Institution versucht , möglichst nicht zuständig sein zu müssen.Bei langwierigen Erkrankungen wie z.B. Krebs wird das auf jeden Fall so gehandhabt. Vielleicht weiss der zuständige Sachbearbeiter Deiner KK nicht über unsere Erkrankung Bescheid und lässt das somit beim Med.Dienst abklären.
Mach Dir nicht so viele Gedanken- wird schon werden.
Liebe Grüße
Gitte