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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : dringend:KRANKENKASSE+SD-ERKRANKUNG



martha
04.02.02, 16:55
liebes forum...da ich erst kürzlich nach deutschland umgezogen bin und selbständig bin muss ich mich jetzt in einer privaten krankenkasse versichern.nachdem in den fragebögen nie nach bestehenden erkrankungen gefragt wurde hatte ich das mit der sd auch nicht angegeben.die frage nach ambulanten untersuchungen musste ich aber positiv ankreuzen da es in österreich ja üblich ist bezüglich sd-kontrollen etc.in krankenhausambulanzen zu gehen.jetzt soll ich deshalb bis morgen noch angaben bezüglich dieser ambulanzuntersuchungen machen.
weiss von euch wer mit wieviel % hashimoto thyr.von krankenkassen bewertet wird?(müsste ja so ähnlich wie bei morbus basedow sein)muss ich das überhaupt angeben wenn es im fragebogen nicht ausdrücklich verlangt wurde?und als was für eine erkrankung muss man das angeben - als hashimoto thyr. oder als stoffwechselerkrankung?weiss vielleicht jeamnd ob das im ausland überhaupt nachgeforscht wird??die krankenkasse ist nämlich sowieso schon unbezahlbar-habe gehört dass die bis zu 100%aufschlagen können...
‘war ausserdem in österreich nur ca.2mal/jahr in einer sd-ambulanz.also recht billig für die krankenkasse.die teuren alternativbehandlungen wurden ohnehin nicht übernommen.und es wurde mir ja nur gesagt dass ich sd-hormone nehmen muss und das wars...also einfach nicht angeben?
vielleicht kann mir jemand da einen rat geben.wäre sehr dringend!
vielen dank
martha

L.Brakebusch
04.02.02, 17:43
Liebe Martha,
ich würde das unbedingt angeben, damit sich die Krankenkasse im Falle eines Falles nicht rausreden kann. Ich würde es auch als "Hashimoto Thyreoiditis" angeben. Mit etwas Glück, wird es als "Macht-ja- nichts-Krankheit" eingeordnet. Soweit ich weiß gibt es keinen einheitlichen Bewertungsmaßstab. Da man auch keine Rente oder sonstigen Vergünstigungen bekommt, kann das ja auch einmal ein Vorteil sein, wenn Krankheiten falsch eingeschätzt werden.
Es kann ja auch alles unproblematisch verlaufen. Angeben würde ich es aber auf jeden Fall.
mfg
Leveke Brakebusch

Andrea
04.02.02, 19:23
Liebe Martha,
warst Du in Österreich gesetzlich krankenversichert (freiwillig, da selbständig ?) und hast Du versucht, in Deutschland in die gesetzliche KV zu kommen. Dürfte möglich sein, wenn Du in Österreich schon drin warst. Näheres könnte ich versuchen rauszufinden, aber erst im Büro.
Auf jeden Fall mußt Du alles angeben. Ansonsten riskierst Du, daß die private KV, wenn irgendetwas Teures zu zahlen ist, was auch garnichts mit der SD zu tun haben muß, Dich, wenn sie von der SD-Erkrankung hört, sofort und rückwirkend rauswirft. Dann stehst Du ohne da. Es ist also unausweichlich alles anzugeben.
>muss ich das überhaupt angeben wenn es im fragebogen nicht ausdrücklich verlangt wurde?und als was für eine erkrankung muss man das angeben - als hashimoto thyr. oder als stoffwechselerkrankung?<
Angeben mußt Du leider alles, denn die Fragen sind erfahrungsgemäß, daß Du alle Beschwerden und Krankheiten anzugeben hast und die Rechtsprechung verlangt, daß z.B. auch ein leichter Bluthochdruck, der nicht medikamentös behandelt wird, anzugeben ist.
Die Frage, als was Du die Erkrankung anzugeben hast, kommt auf das an, was Du weißt. Wenn noch keine konkrete Diagnose da ist, dann Verdacht auf SD-Erkrankung und, wenn die konkrete Diagnose bekannt ist, dann diese.
>weiss vielleicht jeamnd ob das im ausland überhaupt nachgeforscht wird??<
Es wird immer kritisch, wenn die private KV zahlen muß. Dann ermittelt sie ohne Ende und Österreich ist jetzt nicht gerade Ausland, wie z.B. Russland und sprachlich auch völlig unproblematisch. Im Zweifel mußt Du selbst mitwirken, damit Deine bisherige Krankenkasse Auskunft erteilt. Wirkst Du nicht mit, dürfte es zu Deinen Lasten gehen.
Rechne bitte immer damit, daß die private Versicherung eine Menge Schlupflöcher hat. Wenn Du kannst, versuchs in der gesetzliche KV.
>...dass ich sd-hormone nehmen muss und das wars...also einfach nicht angeben?<
Hab ich hoffentlich oben schon ausgiebig erklärt. Auf keinen Fall "nicht angeben". Risiko: Die private KV wirft Dich raus, wenns sies anläßlich einer anderen Behandlung erfährt und dann stehst Du ganz ohne da. Hintergrund ist, daß auch eine SD-Erkrankung, die nur Hormone erfordert, u.U. Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Die private KV soll ihr Risiko abschätzen können.
Liebe Grüße
Andrea

Annemarie
05.02.02, 06:45
>liebes forum...da ich erst kürzlich nach deutschland umgezogen bin und selbständig bin muss ich mich jetzt in einer privaten krankenkasse versichern.nachdem in den fragebögen nie nach bestehenden erkrankungen gefragt wurde hatte ich das mit der sd auch nicht angegeben.die frage nach ambulanten untersuchungen musste ich aber positiv ankreuzen da es in österreich ja üblich ist bezüglich sd-kontrollen etc.in krankenhausambulanzen zu gehen.jetzt soll ich deshalb bis morgen noch angaben bezüglich dieser ambulanzuntersuchungen machen.
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>weiss von euch wer mit wieviel % hashimoto thyr.von krankenkassen bewertet wird?(müsste ja so ähnlich wie bei morbus basedow sein)muss ich das überhaupt angeben wenn es im fragebogen nicht ausdrücklich verlangt wurde?und als was für eine erkrankung muss man das angeben - als hashimoto thyr. oder als stoffwechselerkrankung?weiss vielleicht jeamnd ob das im ausland überhaupt nachgeforscht wird??die krankenkasse ist nämlich sowieso schon unbezahlbar-habe gehört dass die bis zu 100%aufschlagen können...
>&lsquo;war ausserdem in österreich nur ca.2mal/jahr in einer sd-ambulanz.also recht billig für die krankenkasse.die teuren alternativbehandlungen wurden ohnehin nicht übernommen.und es wurde mir ja nur gesagt dass ich sd-hormone nehmen muss und das wars...also einfach nicht angeben?
>vielleicht kann mir jemand da einen rat geben.wäre sehr dringend!
>vielen dank
>martha
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Hallo Martha
Mein Mann ist auch selbsständig und ist bei der AOK gott sei dank,den er wollte eigentlich wächseln aber die wollten 30 % aufschlag auf meine Krankheit oder ausschluß ist nicht so toll wenn mann nicht weiß was noch alles Kommt.Die haben beim Hausarzt nachgefragt und die bekommen alles raus wen mann nicht die richtigen Antworten gibt.Die suchen und forschen wo sie dich bescheißen können die Privaten.Mit Kindern sind die gesetzlichen am besten.
liebe Grüße und viel Glück Annemarie

Dr.H.-J.Reckels,Augenarzt
06.02.02, 17:29
>liebes forum...da ich erst kürzlich nach deutschland umgezogen bin und selbständig bin muss ich mich jetzt in einer privaten krankenkasse versichern.nachdem in den fragebögen nie nach bestehenden erkrankungen gefragt wurde hatte ich das mit der sd auch nicht angegeben.die frage nach ambulanten untersuchungen musste ich aber positiv ankreuzen da es in österreich ja üblich ist bezüglich sd-kontrollen etc.in krankenhausambulanzen zu gehen.jetzt soll ich deshalb bis morgen noch angaben bezüglich dieser ambulanzuntersuchungen machen.
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>weiss von euch wer mit wieviel % hashimoto thyr.von krankenkassen bewertet wird?(müsste ja so ähnlich wie bei morbus basedow sein)muss ich das überhaupt angeben wenn es im fragebogen nicht ausdrücklich verlangt wurde?und als was für eine erkrankung muss man das angeben - als hashimoto thyr. oder als stoffwechselerkrankung?weiss vielleicht jeamnd ob das im ausland überhaupt nachgeforscht wird??die krankenkasse ist nämlich sowieso schon unbezahlbar-habe gehört dass die bis zu 100%aufschlagen können...
>&lsquo;war ausserdem in österreich nur ca.2mal/jahr in einer sd-ambulanz.also recht billig für die krankenkasse.die teuren alternativbehandlungen wurden ohnehin nicht übernommen.und es wurde mir ja nur gesagt dass ich sd-hormone nehmen muss und das wars...also einfach nicht angeben?
>vielleicht kann mir jemand da einen rat geben.wäre sehr dringend!
>vielen dank
>martha
>
Hallo Martha,
bitte nicht nogeln bei den Angaben. Am Ende besteht dann kein Versicherungsschutz.
Aber: die gesetztliche KK geht immer, auch für Selbständige. Ist aber nicht billig.
Gruß
Jochen

Andrea
06.02.02, 20:20
>Hallo Martha,
>bitte nicht nogeln bei den Angaben. Am Ende besteht dann kein Versicherungsschutz.
>Aber: die gesetztliche KK geht immer, auch für Selbständige. Ist aber nicht billig.
>Gruß
>Jochen
Lieber Jochen,
stimmt leider nicht. Selbständige können nur unter gewissen Voraussetzungen und vorallem mit gewissen Vorversicherungszeiten in die gesetzliche KV. Ansonsten, wenn nicht Vorversicherungszeit in der gesetzlichen KV, klappts grundsätzlich nicht. Eine freie Wahl zum simplen Zurückkehren in die KV nach Jahren in der privaten KV gibts nicht. Stichwort: Solidargemeinschaft, nicht erst kommen, wenns in der gesetzlichen attraktiver ist, als in der privaten.
Liebe Grüße
Andrea