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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schilddrüsenwerte, UF ?



schmetterling004
19.01.20, 23:19
Hallo,
ich hatte mich hier schon mal vor 3 Jahren mit meinen Werten vorgestellt.
Ich hatte damals Antikörper und mehrere kalte Knoten in der Schilddrüse. Es wurde ein Szintigramm eine Biopsie gemacht.
Bekam damals die Info, es wäre kein Hashimoto und wurde mit Jodtabletten versorgt.
Ich habe das Jod nie genommen. Da ich mir unsicher war.
Die Knoten haben sich laut Ultraschall in der ganzen Zeit nicht vergrößert.
Hier meine aktuellen Werte:
TSH 2,98 ---- 0,30 bis 3,6
FT 3 3,27
FT 4 0,99
Ref. Werte unbekannt.

Sollte ich das Jod doch einnehmen?
Was meint Ihr.
LG

roxanne
20.01.20, 08:58
Hast Du die Werte von vor 3 Jahren noch?
Da Du einen neuen Nick hast kann man danach nicht suchen.

Das Jod würde ich an Deiner Stelle nicht nehmen, das habe ich jahrelang gemacht, es ging mir nur schlecht damit.
Versuch bitte, die Referenzwerte zu bekommen. Dein ft4 sieht mir recht niedrig aus.

schmetterling004
20.01.20, 15:06
Hallo roxanne,
Danke für die Antwort.
Die Werte von vor drei Jahren:
FT3 3,55
FT4 1,8
Beim Endo mit Referenzwerten:
TSH 1,4 - 0,3 bis 4,2
FT3 4,0 - 3,53 bis 6,3
FT4 10,0 - 7,0 bis 21,1
Uptake bei der Szintigraphie mit 0,68 im unteren Normbereich
BMCH 27,5 - 28 bis 33
BMCHC 32 - 33 bis 36
RDW-CV immer leicht über Norm
Es wurde damals ein Versuch mit Lt unternommen. Kam aber direkt in die UF.

roxanne
20.01.20, 15:14
Vor 3 Jahren sahen die Werte noch einigermaßen gut aus, da hätte man nicht unbedingt LT nehmen müssen.
Der Uptake ist allerdings schon recht niedrig. Aber damit kenne ich mich nicht so gut aus als dass ich das bewerten könnte.
Wie hoch waren die Antikörper?
Hat der Arzt was zur Größe der SD gesagt, damals und jetzt?

Welche Dosis hattest Du denn dass Du sofort in ÜF (nehme an, das meinst Du) kamst? Und woran wurde das festgemacht?

Aktuell sehen die Werte nicht so toll aus, schade, dass Du keine Referenzwerte hast.

schmetterling004
20.01.20, 17:05
Hallo,
ich hatte damals Lt 50 und kam damit gleich in die Überfunktion. TSH war ganz weit runter und ich war total nervös.
Als Antikörper wurden nur die TAK gemessen mit 450,90 und wurden vom Labor als Hashimoto angezeigt.
Der Endo hat noch die TPO gemessen. Die waren allerdings normal.
Größe der Schilddrüse rechts 8,2ml, links 6,6ml. Beide Seitenlappen sind regressiv verändert mit mehreren Knoten.
Der größte Knoten mit 22 mmm wäre echoinhomogen und szintigrafisch mit Minderspeicherung.
Mein nächster Termin beim Endo ist erst in einem halben Jahr.

roxanne
20.01.20, 17:10
Wie geht es Dir denn aktuell mit den Werten?
Wenn soweit gut, dann kannst Du getrost den nächsten Termin abwarten.

Vielleicht war 50 für den Anfang einfach zu viel. Solltest Du wieder mit LT anfangen, starte lieber mit weniger, z.B. 25 µg

Ness
20.01.20, 17:38
Hallo schmetterling,

was hatte denn der Nuklearmediziner zu dem Knoten gesagt? Mir sagte man bei einem kleineren Knoten, es wäre angebracht, das TsH auf etwa 1 abzusenken, um weiteres wachsen zu verhindern. Aber wenn der Knoten engmaschig sonographisch überwacht wird und nicht wächst, reicht das vielleicht auch. Jod würde ich bei vorhandenen AKs nicht nehmen, eher wenig LT: wenn 50 mcg bei dir das TsH schon stark gesenkt hat, reicht wahrscheinlich weniger. Leider kenne ich zu der Knotenfrage weder Leitlinie noch Literatur,; ein NUK sagte mir, man senke das TsH auf etwa 1 oder könne es auch gleich lassen -- Befinden sei zur Knotenwachstumsverhinderung nicht der maßgebliche Faktor. Muss, denke ich, jede für sich entscheiden, ob sie einwach bei kontrolliertem Abwarten bleibt.

LG Ness

schmetterling004
20.01.20, 20:44
Also vielen, vielen Dank für eure Antworten.
Der NUK hat damals gar nichts dazu gesagt.
Der Befund kam zum Endo.
Die Knoten sollen einmal jährlich mit Ultraschall kontrolliert werden.
Mein Befinden schwankt. Mal besser mal schlechter.
Laut HA sind die Werte gut. Bin schon froh, dass er die Werte überhaupt gemacht hat.

LG schmetterling

roxanne
21.01.20, 08:57
Schwankendes Befinden kenne ich nur zu gut aus der Zeit vor LT. Da waren die Werte (haha, er hat ja nur TSH gemessen) immer gut.
Jod sollte ich wegen Struma-Prophylaxe nehmen, weil ich schon eine Teil-OP deshalb hatte.
Und damit gingen bei mir die Probleme erst richtig los. Vorher hatte ich nämlich nix.

Wie schon gesagt, ohne Referenzwerte kann niemand sagen ob die Werte wirklich gut sind.
Angenommen, der Ref-Wert beim ft4 geht von 1-1,9, dann wäre der ft 4 schon zu niedrig, geht er aber vom 0,7 - 1,6, dann wäre er zwar niedrig, aber durchaus noch ok.
Am besten erfragst Du die beim Arzt.

schmetterling004
21.01.20, 11:30
Ich habe die Referenzwerte rausgefunden.
FT3 2,0 -4,4
FT4 0,93 -1,7
Ja, der Arzt schaut immer nur nach dem TSH Wert. Es kostet dann viel Mühe, bis die anderen Werte auch gemessen werden.

roxanne
21.01.20, 11:36
Dann ist der ft4 tatsächlich schon arg niedrig.
Bei entsprechenden Beschwerden könnte! man einen neuen Versuch mit LT machen, vielleicht 25 µg für den Anfang.
Geht es Dir aktuell gut, kannst Du abwarten und nochmal zur BE gehen, wenn das Befinden schlechter wird.

cyrillz
21.01.20, 12:02
Du schreibst nichts über deine Symptome/Beschwerden. "Schwankendes Befinden" haben alle Menschen, ob gesund oder krank ;)

Dein TSH ist in der Norm und der fT4 auch. Das heißt nach Definition hast du keine UF, nicht mal eine latente.
Ich persönlich würde daher raten, einfach in 2-3 Monaten nochmal eine Kontrolle der Blutwerte zu machen. Man sollte nicht vergessen, dass diese
zeimlich schwanken können. Aufgrund dieser einzelnen Messung, zumal alle Werte in der Norm, sollte man meiner Meinung nach nicht direkt
mit Hormonen beginnen.

Flamme
23.01.20, 13:10
ich hatte damals Lt 50 und kam damit gleich in die Überfunktion. TSH war ganz weit runter und ich war total nervös.

Wie lange hast du die 50 mcg damals eingenommen bis zur BE?

schmetterling004
23.01.20, 22:59
Hallo Flamme, soweit ich mich erinnern kann, habe ich das Lt 50 so zwei, drei Wochen genommen.
So wie ich lese habe ich ja dann Gott sei Dank doch keine Unterfunktion.
Ich habe meine Werte mal ausgerechnet.
FT 3 52,93 %
FT 4 7,79 %
Denke meine Gewichtszunahme, Gelenk und Muskelschmerzen und anderen Beschwerden sind dann doch von anderer Natur.
Danke noch für eure Antworten.
Gruß schmetterling

Flamme
23.01.20, 23:57
Nach 2-3 Wochen ist noch gar kein stabiler Zustand erreicht, weder von Werten noch Befinden. Es könnte also tatsächlich sein, dass der Einstieg nur ein zu schneller Sprung war.

Mir fällt bei den alten Werten ein hoher fT4 auf mit 1,8 - war das der gleiche Referenzbereich wie bei den aktuellen?
Wie lange Zeitabstand war dann zu den Endo-Werten? Dort ist der fT4 wieder gar nicht hoch. :confused:

schmetterling004
24.01.20, 18:01
Die Referenzbereich ist der gleiche wie der aktuelle, nur leider habe ich mich verschrieben. Der fT4 Wert war damals 1,08.
Der Termin beim Endo war ein halbes Jahr später.

Ness
24.01.20, 22:14
Dann ist der ft4 tatsächlich schon arg niedrig.
Bei entsprechenden Beschwerden könnte! man einen neuen Versuch mit LT machen, vielleicht 25 µg für den Anfang.
Geht es Dir aktuell gut, kannst Du abwarten und nochmal zur BE gehen, wenn das Befinden schlechter wird.

Ich finde den fT4 auch recht niedrig. Wie sieht es mit Eisen und Zink bei dir aus? Wurde der Ferritin-Wert mal bestimmt? Zink kann man leider nicht zuverlässig im Blut bestimmen. Sollte der Ferritin-Wert sehr niedrig sein, würde ich ersteinmal versuchen, etwas Eisen zu nehmen. Die "Hormonproduktion" in der Schilddrüse ist u.a. auch eisenabhängig. Ansonsten, wie roxanne sagt: man könnte! es mit 25 mcg LT versuchen, zumal durch den Knoten schon Grund bestünde, das TSH etwas abzusenken.


Du schreibst nichts über deine Symptome/Beschwerden. "Schwankendes Befinden" haben alle Menschen, ob gesund oder krank ;)

Dein TSH ist in der Norm und der fT4 auch. Das heißt nach Definition hast du keine UF, nicht mal eine latente.
Ich persönlich würde daher raten, einfach in 2-3 Monaten nochmal eine Kontrolle der Blutwerte zu machen. Man sollte nicht vergessen, dass diese
zeimlich schwanken können. Aufgrund dieser einzelnen Messung, zumal alle Werte in der Norm, sollte man meiner Meinung nach nicht direkt
mit Hormonen beginnen.

Die offizielle Definition beruht leider ausschließlich auf den Laborwerten und wird auch in Fachkreisen teilweise kritisiert. Auch wenn die Werte im Referenzbereich, den das Labor angibt, liegen, können sie individuell zu niedrig (FT4) oder zu hoch (TSH) sein.

Hast du denn einen Arzt, der dir versuchsweise (nochmal) LT verschreiben würde?

Flamme
25.01.20, 18:24
Die Referenzbereich ist der gleiche wie der aktuelle, nur leider habe ich mich verschrieben. Der fT4 Wert war damals 1,08.
Der Termin beim Endo war ein halbes Jahr später.

Ah, dann ist das klar und passt besser zusammen. Der fT4 ist jedenfalls niedriger als damals. Ich denke auch, dass LT-Einnahme hier ein Versuch sein kann. Jodeinnahme sehe ich hier nicht sinnvoll, bei Jodmangel ist der Uptake erhöht, nicht niedrig.

schmetterling004
26.01.20, 19:38
Hallo,
der Endokrinologe hat damals das Eisen mitbestimmt.
Eisen 43,00, Referenzwerte 60-180, also im Minus.
Habe mir selbst Floradix besorgt.
Meinen Hausarzt habe ich diesmal gleich darum gebeten das Eisen mit zu kontrollieren.
Er meinte aber das wäre nicht aussagekräftig. Da müssten dann noch mehrere Werte gemacht werden.
Wobei ich von diesem Labor nicht alle Referenzwerte kenne.
Ferritin 62,3
BMCH 27,1 Referenzwerte 28-33
BMCHC 32,0 Referenzwerte 33-36

Habi
27.01.20, 02:16
Na dann hast Du doch einen Ansatz, versuch es erst einmal mit etwas Eisen und lass in 1-2 Monaten noch einmal die Werte bestimmen, anstatt bei völlig normalen Schilddrüsenwerten einen im Moment, vermutlich, eher unnötigen T4 Versuch zu starten