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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rente???



Susanne
24.10.04, 14:19
Per Zufall bin ich auf dieses Forum gestossen. Ich habe seit 2 Jahren MB. Wir sind alle krank und haben stärkere und schwächere Symtome. Warum wird unsere Krankheit nicht anerkannt warum bekommen wir keine Rente ???????????????

Ursula
24.10.04, 15:25
>
Mich würde das auch interessieren. Habe ja dazu die Rheuma.

Anke, Berlin
24.10.04, 19:52
Hallo, guten Abend
Mein Antrag auf EU-Rente wurde abgelehnt. Inzwischen läuft ein Klageverfahren, das ich selbst in Gang gebracht habe, beim Sozialgericht Berlin. Es zieht sich schon seit Ende Februar hin. Ihr solltet tatsächlich den Mut haben, den Antrag zu stellen, evtl. gegen die Ablehnung Widerspruch zu erheben und danach, falls abgelehnt wird, ein Klageverfahren anzustrengen. Das kostet nichts und es werden vom Sozialgericht die entsprechenden Ärzte befragt bzw. ein Gutachten über den Gesundheitszustand in Auftrag gegeben.
Ich werde weiter berichten, sobald ich mehr weiß...
Alles Gute für eure Gesundheit und immer schön die Stirn in den Wind halten, dann sehen wir das Licht und nicht den Schatten hinter uns
Lieber Gruß
Anke

karin
25.10.04, 10:22
>
hallo,
das wüßte ich auch gerne.bei mir wurde das alles abgeschmettert,mit der begründung ich könne weiterhin in meinem beruf arbeiten.
wahrwscheinlich wollen die uns solange wie möglich mobil halten.
aber es gibt eine möglichkeit in rente zu gehen vor der ich mich scheue:
das ist einzig und allein die psychoschiene.
aber bis zur rente ist es damit auch ein weiter weg.
du musst dir einen therapeuten suchen der dich psychologisch behandelt auf depressionen.gleichzeitig wäre ein neurologe gut.da musst du sowieso zuerst hin,der überweist dich dann zu einer psychologin.
dann würde ich eine psychosomatische kur beantragen,weil es dir ja so schlecht geht.
diese kur dauert in der regel bis zu 10 wochen.
meistens nach diesen 10 wochen wirst du von der kur als gesund entlassen und der ganze scheiß beginnt von vorne.da hängt mit sicherheit die BfA mit drin.
wenn man dann am ball bleibt und sich weiterhin auf depressionen krankschreiben läßt dann kannst dü eventuell einen antrag über rente bekommen.
aber glaub mir ich habe diesen ganzen scheiß hinter mir und die machen dich so müde das du bald keine lust mehr haben wirst einen antrag stellen zu wollen.
und das ist genau der knackpunkt,den anke anspricht.hier muss man knallhart bleiben und wiederspruch einreichen.
wer will dir das gegenteil beweisen das du keine depression hast???
naja ich hatte jedenfalls keinen bock auf diesen mist und schleppe mich so durch unsere krankheit.
hier müssen unsere ärzte noch sehr umdenken.
ich wünsche dir ganz viel kraft zum durchhalten.
liebe grüße
karin

karin
25.10.04, 10:23
>
hallo,
das wüßte ich auch gerne.bei mir wurde das alles abgeschmettert,mit der begründung ich könne weiterhin in meinem beruf arbeiten.
wahrwscheinlich wollen die uns solange wie möglich mobil halten.
aber es gibt eine möglichkeit in rente zu gehen vor der ich mich scheue:
das ist einzig und allein die psychoschiene.
aber bis zur rente ist es damit auch ein weiter weg.
du musst dir einen therapeuten suchen der dich psychologisch behandelt auf depressionen.gleichzeitig wäre ein neurologe gut.da musst du sowieso zuerst hin,der überweist dich dann zu einer psychologin.
dann würde ich eine psychosomatische kur beantragen,weil es dir ja so schlecht geht.
diese kur dauert in der regel bis zu 10 wochen.
meistens nach diesen 10 wochen wirst du von der kur als gesund entlassen und der ganze scheiß beginnt von vorne.da hängt mit sicherheit die BfA mit drin.
wenn man dann am ball bleibt und sich weiterhin auf depressionen krankschreiben läßt dann kannst dü eventuell einen antrag über rente bekommen.
aber glaub mir ich habe diesen ganzen scheiß hinter mir und die machen dich so müde das du bald keine lust mehr haben wirst einen antrag stellen zu wollen.
und das ist genau der knackpunkt,den anke anspricht.hier muss man knallhart bleiben und wiederspruch einreichen.
wer will dir das gegenteil beweisen das du keine depression hast???
naja ich hatte jedenfalls keinen bock auf diesen mist und schleppe mich so durch unsere krankheit.
hier müssen unsere ärzte noch sehr umdenken.
ich wünsche dir ganz viel kraft zum durchhalten.
liebe grüße
karin

doris K.
25.10.04, 11:31
>Sorry,
Rente????
Ich wundere mich immer mehr, wieviel Menschen denken, dass sie "Rente" oder "Versorgungspunkte" brauchen.
Wer zahlt diese Rente? Der Staat... und wer ist der Staat....
Ihr und ich.
Ich sehe keinen Grund, warum ein MB´ler Rente bekommen sollte... es sei denn, er geht für immer "am Stock"!
Klar, es wird diese MB-Fälle geben, aber dass sind doch wohl die wenigsten.
Die "Das-steht-mir-zu"-Mentalität geht mir auf die Nerven

Katrin
25.10.04, 11:41
Hallo,
also ich weiß von Fällen, wo Leute, die SChlaganfälle, Herzinfarkt und Krebs hatten/haben, berentet wurden, dies sind unheilbare Krankheiten.
diese Krankheiten schädigen den Körper auch stark und irreparabel.
ich denke mal, bei den medizinischen Gutachtern gilt MB als heilbar, d.h. durch Medikamente und Schilddrüsenentfernung.
Katrin
>

Ursula
25.10.04, 11:51
Naja das nicht so einfach ist habe ich von vielen gehört. Bekannter von mir hat 5 Jahre gekäpmft und gewonnen. Er hat nie aufgegeben immer wieder Widerspruch eingelegt und auch zum Gericht. Ich möchte nur Erfahrung sammeln. Mir geht im Moment gesundheitlich nicht gut.Aber es soll irgendwann bessern. falls das nicht sein sollte dann werde ich auch beantragen. Aber erstmalnicht.
Euch allen ales Gute und viel Kraft und niemals aufgeben.

Karin J.
25.10.04, 12:28
Hallo Katrin,
ich muss Dir mal widersprechen, denn auch Krebs ist heilbar. Einige meiner Freundinnen und Bekannten sind vor Jahren an Brustkrebs erkrankt und zwischenzeitlich vollständig geheilt.
Ein anderer Fall. Meine Nachbarin - ebenfalls an Brustkrebs erkrankt - wurde während der laufenden Chemotherapie vom supernetten Sachbearbeiter ihrer Krankenkasse angerufen und gefragt, wann sie denn wieder zu arbeiten gedenke, sie wäre jetzt ja wohl schon lange genug zuhause.
LG Karin

Katrin
25.10.04, 13:30
hallo, du hast recht, ist mir in der Zwischenzeit auch eingefallen, ich kenne da auch einen Fall, eine Frau mti Brustkrebs, die von der Krankenkasse als geheilt angesehen wurde,
VG, Katrin

Jossy
25.10.04, 13:45
Hallo Susanne,
ich kann dich gut verstehen und ich kenne auch ale möglichen Symptome des MB (also UF wie auch ÜF). Auch ich dachte lange Zeit das schafft man nicht.Ich war ein 3/4 Jahr krank geschrieben. War in einer Psychosomatischen Kur. Doch wirkliche hIlfe hat mir das nicht gebracht. Das zuhause sitzen, die Angst (was kommt wohl heute auf mich zu???) und dieses ständige hören (was sagt mir mein Körper heute??)hat mich fertig gemacht. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl zu nichts mehr zu gebrauchen zu sein und rutschte immer mehr in Depressionen weil ich meinen eigenen Erwartungen an mich nicht mehr gerecht wurde. Ich habe mich zu sehr auf mich und den MB konzentriert. Sicher man muß hören was einem der Körper sagt, man muß auf die Symptome achten -- aber nur?? Und nur ein LEben dem MB untergeordnet?? Das wollte ich nicht!!
MEine Ärzte meinten Schichtarbeit (ich bin Krankenschwester) und die psychischen Belastungen (alleinerziehende Mutter und das Krankenhaus)könnte ich nicht mehr schaffen.Die Stimmung auf meiner Station war auch sehr fies.
Ich habe viel darüber nachgedacht wegen Berentung,Umschulung usw., aber was würde mir das im endeffekt bringen?
Ich bin 34 Jahre und habe noch viel vor. Ich habe durch meinen Exmann ein Insolvenzverfahren anhängen und meine 2 Kinder (10+14) wollen auch meine Mama die funktioniert.
Ich habe mich dann entschlossen den Arbeitsplatz zu wechseln, neu anzufangen. Langsam aber kontinuierlich.Ich habe alle Schichten wieder gearbeitet und festgestellt wenn ich mich nicht so auf mich konzentriere kommen die Panikattaken seltener.
Mittlerweile geht es mir , bis auf ein paar Rückschläge (die aber gesunde auch haben) gut. Meine Panikattaken überwinde ich wenn ich mich ablenke (ich schaff es nicht immer aber meistens).
Ich denke MB ist zwar eine Krankheit die einen sehr fordert aber wenn man sie akzeptiert und mit ihr Leben lernt (was man ja sowieso muß)kann man auch weider ein "fast" normales Leben führen.
Rat und Hilfe finde ich hier, und wenn es mir mal schlecht geht sind hier immer ein paar die einen auffangen. Auch meine Familie mußte lernen mit MB und meinen (manchmal) vorkommenden Gefühlsausbrüchen zu leben.
Ich weis nicht ob eine Berentung so förderlich ist, welche Vorteile würde das bringen?? Es ist ein langer steiniger Weg bis man den MB im Griff hat aber es geht und dann sollte man versuchen wieder ins Leben einzusteigen.
Ich weis nicht wei schlimm deine Symptome sind, ich weis auch nicht wie du und deine Familie damit umgeht.Aber mit den finanziellen Einschränkungen und dem zuhause sitzen wird das Leben auch nicht einfacher.
Oder???
LG Jossy