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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : reha bewilligt!!!!!!!



sawu
09.01.11, 14:21
hallo ihr lieben,

am 7.12.2010 habe ich mit meinem HA einen rehaantrag gestellt weil wirklich gar nichts mehr ging. mein TSH war bei 17,5 und ich hatte so schlimme depressionen etc. das ich mich schon umbringen wollte.

mein problem ist jetz das es eine psychosomatische reha ist. d.h ich soll dort wg anststörungen, depressionen und dergleichen behandelt werden. mein wunsch in eine klinik zu kommen in der sie ahnung mit schilddrüsen und autoimmunerkrankungen haben wurde gar nicht beachtet. ich hatte damals die habichtswald-klinik in kassel angegeben.

ich soll nun nach bad salzuflen in die klinik lipperland. der genaue termin wird mir von der klinik noch mitgeteilt. ich weiß nicht aber ich hab ehrlich gesagt jetzt schon panik vor diesem ganzen gelabere womit die dann meinen einem helfen zu können. ich hab es echt satt das die hashimoto einfach NIE ernstgenommen wird. was soll ich in so einer klinik wo man mir einreden will es käme von der psyche?

ganz zu schweigen von meinen darmproblemen. ich weiß gar nich wie ich das da mit der esserei machen soll. ich reagier auf alles mögliche und nehme auch vor jeder mahlzeit zwei biokulttabletten und danach trinke ich brottrunk damit die verdauung einigermassen läuft. allerdings hab ich mittlerweile schon das gefühl das ich den brottrunk auch nicht mehr vertrage.

kann mir vllt jemand tipps geben wie ihr so eine reha durchgestanden habt und wie ihr damit umgegangen seid? habt ihr den ärzten ständig eure meinung gesagt und versucht hashimoto zu erklären? ich stelle mir das sehr kräftezehrend vor.

liebe grüße
sandra

ottilie55
09.01.11, 16:21
Hallole Sandra,

na da gibts nur die Möglichkeit.. du siehst es als Urlaub und machst
halt dann alles mit.. oder du gehtst auf die Barrikaden und wehrst dich..
aber es wird mit Sicherheit nicht einfach..
mir haben sie in der Kur die Medis abgesetzt (klar wegen TSH = und ich
doof hab es gemacht weil keine Ahnung..

gruss ottiiii

Versatile
10.01.11, 19:41
Hallo Sandra,

hast Du schon mal hier nachgelesen, wie die Klinik bewertet wurde? Es gibt zwar auch negative Meinungen, aber ok, die gibt es wohl immer. Jedenfalls überwiegen die positiven Berichte - aber grundsätzlich geht es ja um Psychosomatik.

http://www.klinikbewertungen.de/klinik-forum/erfahrung-mit-klinik-lipperland

Etwas Hoffnung macht mir dies hier, was unter Fachbereiche steht:

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten

Das heißt, sie sind eventuell offen für das Thema Schilddrüse, wenn Du Glück hast. Auf jeden Fall würde ich ihnen offen sagen, was Du hast, wie Deine bisherigen Diagnosen lauten usw., und alle gesundheitlichen Probleme schildern. Die werden nämlich grundsätzlich auch abgefragt und sollten berücksichtigt werden.

Die Ärzte und Therapeuten allerdings davon überzeugen zu wollen, daß alles von der SD kommt und Du bestimmt keine Depression oder dergleichen hast, würde ich mir ersparen.
Ich sehe es ähnlich wie Ottilie: sieh es als eine Art Urlaub an, nimm die Physiotherapien mit, schau ob sie was nettes anbieten als Ergotherapie, malen, töpfern, was Dir halt so liegt.
Und die Gruppengespräche, oder u.U. auch die Einzelgespräche, können auch etwas bringen wenn man von sich denkt, man habe nichts an der Psyche. :)

Ich war 2009 auch in psychosom. Reha, die mir für meine Beschwerden nichts gebracht hat. Aber es tat einfach gut, mal 6 Wochen in einem abgeschirmten "Nest" zu sein, ohne Alltagsverpflichtungen und weit weg von daheim. Sicher machst Du auch nette Bekanntschaften, und von den Therapien wie Massagen, Fango, Wasserballett (eigentlich -Gymnastik ;)), Yoga oder was es sonst noch gibt profitiert man auf jeden Fall.

Bezüglich des Essens sage das auf jeden Fall auch gleich bei der Eingangsuntersuchung. Bestimmt haben die auch eine/n Ernährungsberater/in, mit der Du das besprechen kannst. In den meisten Kliniken gibt es Extrawürste für Menschen mit Problemen diesbezüglich, wie Lactose- oder Fructoseintoleranz. :-)

Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiterhelfen, aber m.E. kommt es auch viel auf die innere Einstellung an. Ich habe es aufgegeben, festgefahrene Therapeuten und Ärzte von etwas überzeugen zu wollen, was in ihren Köpfen einfach (noch) keinen Platz gefunden hat.
Aber ich habe auch schon gehört, daß die durchaus andere Sichtweisen hatten als die herkömmlichen, und es auch schon Überraschungen im positiven Sinne gab.

Also, einfach entspannen, sagen was Sache ist, aber nicht verzweifeln wenn sie mit der üblichen Schulmeinunge kommen. :rolleyes:

Ich wünsche Dir einen schönen Aufenthalt und viel Glück mit den Therapeuten.

VIele Grüße
Versatile

Braunbär
15.01.11, 18:54
Glückwunsch zur Bewilligung!

Schließe mich versatile und Ottilie an: Sieh es als Angebot !
Vieles kann, nichts muss !

Da man letzten Endes immer selber für sich sorgen muss, würde ich von Auseinandersetzungen abraten (Es sei denn, es geht wirklich an's EIngemachte: Wenn dir jemand Lebensnotwendiges vorenthält, würde ich -glaub' ich -doch mal meckern...) und versuchen, die bewilligte Zeit so oder so zum Entspannen zu nutzen.

Ich hoffe, du triffst die für dich beste Entscheidung und falls du die Reha machst: Viel Erfolg !
;)
Braunbär