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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umschulung



innocentangel
27.12.09, 15:57
Hallo Ihr Lieben!
Wer von Euch hat Rat für mich?
Seit 3 1/2 Jahren plage ich mich nunmehr mit dem Arbeitsamt herum.
Ich würde gern eine Umschulung machen, da ich durch Hashi und andere Erkrankungen (z.B. HWS u LWS) nicht mehr in meinem alten Beruf arbeiten kann.
Seit Anfang Dez. habe ich auch einen GdB von 40% anerkannt bekommen.
Mein Arbeitsberater riet mir einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen, damit könne ich leichter in die Reha-Abteilung kommen,
Da ich noch nie in so einer Lage war, mußte ich ihm vertrauen.
Vor 2 Wochen hatte ich dann einen Termin bei ihm, den ich mir selbst holte und da machte er mir weiß, ich bräuchte mind 50%.
Ich ließ mir das nicht gefallen und flippte voll aus und ging auf eigene Faust in die Rehastelle.
Dort wurde mir bestätigt das ich zum Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben keinen Behindertenausweis brauche und somit schon vor 3 1/2 Jahren dort aufschlagen hätte können. :eek:
Wie soll ich mich jetzt verhalten?
Was ist beim Ausfüllen des Antrags zu beachten?
Wie soll die Begründung aussehen?
Nur mit einer Umschulung hätte ich die Chance auf eine Zukunftsperspektive.
Mir bliebe ansonsten nur BU oder EU-Rente.
Habt vielen Dank!
Ich finde es schlimm, das man trotz Behinderung so kämpfen muß! :sad:

ottilie55
27.12.09, 16:04
Hallole,
ich wollte auch beantragen da ich nicht mehr arbeiten kann aufgrund der
vielen Krankheiten..da hat es geheissen dass ich da erst mal wieder 3 j arbeiten muesst um das zu beantragen .. weil ich schon jahre nicht mehr am Arbeitsleben teilnehme..
aber ich schaffe es nicht mal 3 Wochen am Stück arbeiten zu gehn..echt doof.

gruss otti

innocentangel
27.12.09, 16:10
Hm ja, das ist echt blöde!
Ich arbeitete 10 Jahre im Verkauf, stand jeden Morgen um 5 Uhr auf!
Bei mir ist das jetzt mit der Umschulung genauso problematisch, da ich zuletzt auf dem Abendgymnasium Abitur gemacht habe und danach ein paar Semester studiert.
Nur leider studierte ich Ethnologie und dafür müßte ich ins Ausland (sprich Afrika oder Asien), und da ich mich nicht impfen lassen kann geht das jetzt natürlich nicht mehr :sad:
ich finde das eine Sauerei!
Da wird man noch bestraft, wenn man sich gebildet hat!
Ich wunder mich nicht das die Wirtschaft den Bach runter geht!
Leute die wollen, bekommen keine Unterstützung und faule Schweine, die noch nie gearbeitet haben und auch keine Lust, bekommen alles hinten reingeschoben, verkehrte Welt!

stuppsi
27.12.09, 17:01
Auf was willst du dich denn umschulen lassen? Hast du schon eine Idee?

Teelicht0611
27.12.09, 17:03
Da wird man noch bestraft, wenn man sich gebildet hat!
Ich wunder mich nicht das die Wirtschaft den Bach runter geht!
Leute die wollen, bekommen keine Unterstützung und faule Schweine, die noch nie gearbeitet haben und auch keine Lust, bekommen alles hinten reingeschoben, verkehrte Welt!

Genau so ist es. Daumen hoch!

Auch auf die Gefahr hin, dass wir Ärger bekommen, aber das musste mal gesagt werden!
Ich arbeite 8 Stunden hart. Wir sind nur 3 Leutchen auf dem Büro, davon noch einer in der Buchhaltung. Meine andere Kollegin, ist 60 und hat auch Hashi und echt nicht mehr voll belastbar.

Wir reißen uns buchstäblich den A.... auf. Sollte ich arbeitslos werden und keinen Job mehr bekommen, dann muss mein Mann für mich sorgen und das, ob wohl ich seit fast 29 Jahre, ohne Unterbrechung, arbeite.

Aber jeder Hins und Kunz kriegt Geld in A.... geblasen. Ist so!

innocentangel
27.12.09, 17:11
Auf was willst du dich denn umschulen lassen? Hast du schon eine Idee?

Natürlich: im kaufmännischen Bereich, z.B. Industriekauffrau.
Die passende Schule hab ich mir auch schon angesehen, letztes Jahr bei einem Tag der offenen Tür.
Extra für Leute mit Behinderung, da steht man nach der Ausbildung auch nicht allein da, wird weiterbetreut und bekommt Unterstützung bei der Arbeitssuche.
Denn alles Andere ist bei mir nicht mehr möglich, schon einen Arbeitsversuch im Januar gescheitert, leider!

innocentangel
27.12.09, 17:12
Genau so ist es. Daumen hoch!

Auch auf die Gefahr hin, dass wir Ärger bekommen, aber das musste mal gesagt werden!
Ich arbeite 8 Stunden hart. Wir sind nur 3 Leutchen auf dem Büro, davon noch einer in der Buchhaltung. Meine andere Kollegin, ist 60 und hat auch Hashi und echt nicht mehr voll belastbar.

Wir reißen uns buchstäblich den A.... auf. Sollte ich arbeitslos werden und keinen Job mehr bekommen, dann muss mein Mann für mich sorgen und das, ob wohl ich seit fast 29 Jahre, ohne Unterbrechung, arbeite.

Aber jeder Hins und Kunz kriegt Geld in A.... geblasen. Ist so!

Siehste!
Bei mir ist auch das Problem, das ich mit meinem Freund zusammenlebe und der muß dann für mich aufkommen :eek:
Und meine Einstellung hab ich auch meinem Arbeitsberater mitgeteilt, denn das laß ich mir nicht bieten, 3 1/2 Jahre son Stuß erzählt zu bekommen! Jetzt reichts!

Teelicht0611
27.12.09, 17:15
Siehste!
Bei mir ist auch das Problem, das ich mit meinem Freund zusammenlebe und der muß dann für mich aufkommen :eek:

Richtig finde ich das nicht, da ihr nicht verheiratet seid.

Bei Rentner/Rentnerinnen ist das ja auch nicht. Ich kenne da ein Pärchen, die Frau ist Witwe und kassiert das Geld von ihrem 1. Mann u wohnt jetzt mit einem anderen zusammen, verheiratet sind die nicht. Da werden auch keine Abstriche gemacht.


Dann ist vor paar Jahren mal die Schwiegermutter von unserem Junior-Chef gestorben. Die Schwiegermutter hat die Beerdigung vom Sozialamt bezahlt bekommen. Ich fand das abartig, da unser Junior-Chef wirklich genug Geld hatte, das zu zahlen.

Ich sage weiter nichts:mad:

innocentangel
27.12.09, 17:20
Richtig finde ich das nicht, da ihr nicht verheiratet seid.

Bei Rentner/Rentnerinnen ist das ja auch nicht. Ich kenne da ein Pärchen, die Frau ist Witwe und kassiert das Geld von ihrem 1. Mann u wohnt jetzt mit einem anderen zusammen, verheiratet sind die nicht. Da werden auch keine Abstriche gemacht.


Dann ist vor paar Jahren mal die Schwiegermutter von unserem Junior-Chef gestorben. Die Schwiegermutter hat die Beerdigung vom Sozialamt bezahlt bekommen. Ich fand das abartig, da unser Junior-Chef wirklich genug Geld hatte, das zu zahlen.

Ich sage weiter nichts:mad:
Unglaublich, ja!
ich glaub sogar wenn ich EU-Rente bekäme würde die noch am Verdienst meines Freundes angerechnet werden, bzw umgekehrt!
Deshalb versuch ich ja mit allen Mitteln eine Umschulung zu bekommen!
Aber mit so sturen Behörden sah ich mich noch nie konfrontiert!
Aber wie ist das denn?
Dürfen die das überhaupt ablehnen?
Ich kann schließlich nichts Anderes mehr machen!
Ich laß da nicht locker!

invisibly
27.12.09, 17:21
Das Arbeitsamt/Sozialamt sieht es so, dass wenn ein Paar länger als 1 Jahr zusammen lebt man von einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft ausgehen kann unbd somit die Partner füreinander zahlen müssen wenns drauf an kommt.

VG

Kosima
27.12.09, 17:32
Hallo Ihr Lieben!
Wer von Euch hat Rat für mich?
Seit 3 1/2 Jahren plage ich mich nunmehr mit dem Arbeitsamt herum.
Ich würde gern eine Umschulung machen, da ich durch Hashi und andere Erkrankungen (z.B. HWS u LWS) nicht mehr in meinem alten Beruf arbeiten kann.
Seit Anfang Dez. habe ich auch einen GdB von 40% anerkannt bekommen.
Mein Arbeitsberater riet mir einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen, damit könne ich leichter in die Reha-Abteilung kommen,
Da ich noch nie in so einer Lage war, mußte ich ihm vertrauen.
Vor 2 Wochen hatte ich dann einen Termin bei ihm, den ich mir selbst holte und da machte er mir weiß, ich bräuchte mind 50%.
Ich ließ mir das nicht gefallen und flippte voll aus und ging auf eigene Faust in die Rehastelle.
Dort wurde mir bestätigt das ich zum Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben keinen Behindertenausweis brauche und somit schon vor 3 1/2 Jahren dort aufschlagen hätte können. :eek:
Wie soll ich mich jetzt verhalten?
Was ist beim Ausfüllen des Antrags zu beachten?
Wie soll die Begründung aussehen?
Nur mit einer Umschulung hätte ich die Chance auf eine Zukunftsperspektive.
Mir bliebe ansonsten nur BU oder EU-Rente.
Habt vielen Dank!
Ich finde es schlimm, das man trotz Behinderung so kämpfen muß! :sad:

Hallo, ich hab einen sehbehinderten Sohn der zu 60 % Sehbehindert ist.
Ich weiß, dass du zumindest einen Ausweiß mit 50 % Behinderung erwirken
mußt. Am besten du prüfst ob du nicht noch andere Erkrankungen hast, die
sich mit deinen bisher 40 % addieren lassen. Wie sieht es aus mit Neurodermitis, Zucker oder anderen Erkrankungen?
Erst ab 50 % wird man gefördert.

innocentangel
27.12.09, 17:37
Hallo, ich hab einen sehbehinderten Sohn der zu 60 % Sehbehindert ist.
Ich weiß, dass du zumindest einen Ausweiß mit 50 % Behinderung erwirken
mußt. Am besten du prüfst ob du nicht noch andere Erkrankungen hast, die
sich mit deinen bisher 40 % addieren lassen. Wie sieht es aus mit Neurodermitis, Zucker oder anderen Erkrankungen?
Erst ab 50 % wird man gefördert.

Ja?
Aber in meinem Bescheid steht drin, das man ab 30% eine Gleichstellung beantragen kann!

soarian
27.12.09, 17:42
... da ich zuletzt auf dem Abendgymnasium Abitur gemacht habe und danach ein paar Semester studiert.
...Ethnologie...

Hallo innocentangel, ich will ja nicht zu nahe treten, aber Ethnologie und Industriekauffrau steht in keinem Verhältnis.

Wusstest du eigentlich dass man auch ein Teilzeitstudium machen kann, so ziemlich Stressfrei? Mache doch lieber ein wirtschaftswissenschaftliches Studium, denn als Industriekauffrau, einen ganzen Tag im Büro, vor dem Computer gekrümmt wirst du genau so verloren wie im Afrika ohne Impfungen

Du könntest doch dann mit den ganzen Begründungen versuchen den Bafög zu erkämpfen.

Ich finde dass es einfach zu schade dass die verdammte Krankheit solche fatale soziale Auswirkungen hat.

Mein Studium steht auch auf der Kippe - aber ich werde nicht aufgeben! Und ob ich dabei zugrunde gehe ...


Gruß :xmas:

Soarian

Teelicht0611
27.12.09, 17:45
denn als Industriekauffrau, einen ganzen Tag im Büro, vor dem Computer gekrümmt wirst du genau so verloren wie im Afrika ohne Impfungen

Gruß :xmas:

Soarian


Hahahhaaaaaaa, da haste recht. Ich bin so eine, die verloren vor dem Computer im Büro sitzt:tongue:

innocentangel
27.12.09, 17:48
Hallo innocentangel, ich will ja nicht zu nahe treten, aber Ethnologie und Industriekauffrau steht in keinem Verhältnis.

Wusstest du eigentlich dass man auch ein Teilzeitstudium machen kann, so ziemlich Stressfrei? Mache doch lieber ein wirtschaftswissenschaftliches Studium, denn als Industriekauffrau, einen ganzen Tag im Büro, vor dem Computer gekrümmt wirst du genau so verloren wie im Afrika ohne Impfungen

Du könntest doch dann mit den ganzen Begründungen versuchen den Bafög zu erkämpfen.

Ich finde dass es einfach zu schade dass die verdammte Krankheit solche fatale soziale Auswirkungen hat.

Mein Studium steht auch auf der Kippe - aber ich werde nicht aufgeben! Und ob ich dabei zugrunde gehe ...


Gruß :xmas:

Soarian

Da ich schon 39 bin bekomme ich kein Bafög mehr, das erhält man nur, wenn man bei Antragstellung bis 30 Jahre alt ist.
Und bei der Umschulung hat man doch viele Pausen, und später würde ich dann eh nur vllt 6 Std arbeiten.

soarian
27.12.09, 18:00
Da ich schon 39 bin bekomme ich kein Bafög

...den Bafög bekommt man auch länger, die Gesetzgebung hat sich geändert. Rechne nur den Ganzen verlorenen Zeit zusammen, die du wegen der Krankheit verstreichen lassen hast. Außerdem der Zeitpunkt der Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung ist wichtiger als deine Alter. Lasse dich beraten. Mit den Arbeitsamtlern kannst du dich ja dann auch noch rumärgern.

Gruß

Soarian

p/S ich bin auch 35:eek:

Stefaanje
27.12.09, 20:44
Hallo und Naaabend ;-)

Das Thema Reha und Umschulung hab ich auch gerade erst hinter mich gebracht.......

Zuerst habe ich die berufliche Reha beantragt beim Reha-Team der Arge. Das dauerte etwa drei Monate (sollter aber ansonsten schneller gehen) - ich betonte ausdrücklich, dass ich mich nicht in der Lage fühle eine Umschulung in Vollzeit zu machen - das lief auch alles zuerst ganz gut (Untersuchung und Gespräch) bis ich auf Hashi zu sprechen kam. Der Sachbearbeiter ist selbst SD-Patient und hat alle meine beurkundeten und beglaubigten Erkrankungen (Angststörung und Panikattacken - ich habe einen GdB 30% + Gleichstellung = 50%) auf die SD geschoben - und somit sind die Beschwerden nicht von Dauer sondern sollten sich bei korrekt eingestellter SD wieder bessern ;-)

Reha abgelehnt!

Dann bekam ich (oh Wunder) einen Bildungsgutschein und konnte damit die stinknormale Umschulung beginnen............natürlich nur in Vollzeit.

Das habe ich drei Monate lang durchgezogen, bin dann aber körperlich völlig "abgeklappt", dadurch wieder in Panik geraten und habe die Umschulung beenden müssen.
Das hatte ich vorher schon geahnt, wenn ich ehrlich bin, aber ich wollte diese Chance nicht verstreichen lassen und habe es trotzdem versucht - mit dem Ergebnis, dass ich nun bei der ARGE auf der roten Liste stehe :(

Ich war psychisch und physisch nicht fit genug um eine 38,5 Std.-Woche durchzustehen - nebenbei bin ich noch allein erziehende Mutter und man steigt bei einer Umschulung meist im 2. Lehrjahr ein und muß sich den Stoff vom 1. Lehrjahr selbst in der Freizeit erarbeiten.
Das ist ein Pensum das man nicht unterschätzen darf.........

Versuch es über die Reha zu machen - das ist nicht so knochenhart............und wenn die Reha abgelehnt wird, dann leg unbedingt Widerspruch ein (das habe ich leider nicht gemacht)!!

Ich drück Dir die Daumen!!
Gruß,
Steffi

stuppsi
28.12.09, 08:14
Man muss aber auch wissen das es eine Zeitlang eine Umschulungswelle gab , auch auf Rehabasis. In meinem Ausbildungsjahr war die Hälfte Umschüler. Da wurden eine Menge Leute für meinen Beruf umgeschult obwohl man von vornherein wusste das sie nichts heben und tragen dürfen! Das Arbeitsamt damals noch fand einfach jeden für den Beruf geignet. Das ging lange Jahre so.
Wahrscheinlich haben sie nun von einem Extrem ins andere geschaltet.
Wahnsinn. Ich würde an deiner Stelle auch nicht aufgeben.

ottilie55
28.12.09, 08:19
Hallole,
ich kapier das nicht..wenn man nicht arbeiten kann wegen krankheit..
aber schon Anwartschaften erarbeitet hat.. aber noch nicht das Rentenalter erreicht..dass es da keine möglichkeit gibt..
ich schaff es niemals noch 3 jahre zu arbeiten..um dann erst diese rente zu beantragen zu können..
iss vielleicht jemand hier der sich da suppergut auskennt mit dem Thema ?

gruss otti

innocentangel
28.12.09, 11:59
Ich werd auf jeden Fall nicht aufgeben, denn mir bleibt ja auch keine andere Wahl, Alternative gibt es keine!

Fila
28.12.09, 17:27
Hallo innocentangel,

ich würde zuerst einen Antrag auf Gleichstellung stellen.

Am besten ist es, wenn Du schon genau sagen kannst, was für eine Umschulung Du machen willst und begründen kannst, dass Du in dem neuen Beruf arbeiten können wirst (gesundheitlich geeignet, Arbeitsmarktsituation, evtl. Nutzung Deiner bisherigen beruflichen Kenntnisse).

Solltest Du keine Umschulung bekommen, finde ich die Idee mit dem Fernstudium auch gut. So habe ich es gemacht (Fernuni Hagen). Man kann sich dort sowohl Teilzeit- als auch Vollzeit einschreiben. Bei Teilzeit gibt`s kein Problem mit der Arge, solange Du bereit bist, Dich weiter um Arbeit zu bemühen. Es zieht sich dadurch aber lange hin und gebührenfrei ist es auch nicht. Das kann ganz schön schwierig werden. Etwas direkt und ohne diesen Umweg durchzuziehen, wäre natürlich günstiger.

Ich weiß nicht, wie es bei Eurer Arge ist, aber hier ist man in der Rehaabteilung leider auf dem Abstellgleis - es gibt weder eine Vermittlung auf den ersten, jetzt nicht mal mehr auf den zweiten Arbeitsmarkt. Aber versuchen würde ich es an Deiner Stelle dort auf jeden Fall erst mal.

Hast Du mal geprüft, inwieweit ansonsten statt der Arge für Dich der Rentenversicherungsträger für eine berufliche Reha in Frage käme? Manchmal läuft es dort etwas besser.

In jedem größeren Ort gibt`s Integrationsfachämter. Versuch mal, dort eine Beratung zu bekommen. Sie kennen sich meist sehr gut aus und können Dich unterstützen bei Deinem Rehaantrag.

Viele Grüße und dass das neue Jahr Dir eine gute berufliche Perspektive bringt :)

Fila

Fila
28.12.09, 17:31
Hallo Ottilie!

Habe ich Dich richtig verstanden: in 3 Jahren dürftest Du Rente beantragen, siehst aber keine Möglichkeit, wie Du noch 3 Jahre Arbeit durchhalten sollst? Oder habe ich das jetzt missverstanden?
Was strebst Du an?

Vielleicht fällt mir etwas ein, was Du versuchen könntest, wenn Du ein wenig mehr dazu schreibst.

Viele Grüße
Fila

Gänseblümchen
28.12.09, 18:00
Durch Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis kann ich nur empfehlen sich beim VDK beraten zu lassen.

innocentangel
28.12.09, 20:34
Hallo innocentangel,

ich würde zuerst einen Antrag auf Gleichstellung stellen.

Am besten ist es, wenn Du schon genau sagen kannst, was für eine Umschulung Du machen willst und begründen kannst, dass Du in dem neuen Beruf arbeiten können wirst (gesundheitlich geeignet, Arbeitsmarktsituation, evtl. Nutzung Deiner bisherigen beruflichen Kenntnisse).

Solltest Du keine Umschulung bekommen, finde ich die Idee mit dem Fernstudium auch gut. So habe ich es gemacht (Fernuni Hagen). Man kann sich dort sowohl Teilzeit- als auch Vollzeit einschreiben. Bei Teilzeit gibt`s kein Problem mit der Arge, solange Du bereit bist, Dich weiter um Arbeit zu bemühen. Es zieht sich dadurch aber lange hin und gebührenfrei ist es auch nicht. Das kann ganz schön schwierig werden. Etwas direkt und ohne diesen Umweg durchzuziehen, wäre natürlich günstiger.

Ich weiß nicht, wie es bei Eurer Arge ist, aber hier ist man in der Rehaabteilung leider auf dem Abstellgleis - es gibt weder eine Vermittlung auf den ersten, jetzt nicht mal mehr auf den zweiten Arbeitsmarkt. Aber versuchen würde ich es an Deiner Stelle dort auf jeden Fall erst mal.

Hast Du mal geprüft, inwieweit ansonsten statt der Arge für Dich der Rentenversicherungsträger für eine berufliche Reha in Frage käme? Manchmal läuft es dort etwas besser.

In jedem größeren Ort gibt`s Integrationsfachämter. Versuch mal, dort eine Beratung zu bekommen. Sie kennen sich meist sehr gut aus und können Dich unterstützen bei Deinem Rehaantrag.

Viele Grüße und dass das neue Jahr Dir eine gute berufliche Perspektive bringt :)

Fila

Ich danke Dir ganz herzlich Fila!
Von einem Integrationsfachdienst hatte ich noch nie gehört, jetzt recherchiert und morgen ruf ich da mal an.
Im VdK bin ich auch seit ca 3 Jahren Mitglied und werde mir einen Termin machen.

Fila
28.12.09, 20:39
Hallo innocentangel!

Noch eine Ergänzung: Falls es über Arge oder ohne einen Träger nicht geht, für die Rentenversicherung aber die Voraussetzungen nicht vorliegen - wird von einer medizinischen Reha, die über die Rentenversicherung läuft, ein Antrag auf berufliche Reha gestellt von der Rehaklinik aus, ist die Rentenversicherung auch für die berufliche Reha zuständig.

Viele Grüße und viel Glück beim IFD
Fila

innocentangel
28.12.09, 20:54
Hallo innocentangel!

Noch eine Ergänzung: Falls es über Arge oder ohne einen Träger nicht geht, für die Rentenversicherung aber die Voraussetzungen nicht vorliegen - wird von einer medizinischen Reha, die über die Rentenversicherung läuft, ein Antrag auf berufliche Reha gestellt von der Rehaklinik aus, ist die Rentenversicherung auch für die berufliche Reha zuständig.

Viele Grüße und viel Glück beim IFD
Fila

Mensch Fila, Du bist ja Gold wert!
ich dusselige Kuh war 2006 für 4 Wochen und dann jährlich für eine Woche in Kur, an sowas dachte ich garnicht und hat mich natürlich auch dort niemand drüber informiert!
Als chronisch Kranker kann ich doch alle 2 Jahre eine Kur beantragen, oder?
Hat jmd einen Tip für eine gute Klinik in B.W.?
Denn nach Bad Mergentheim möcht ich nicht schon wieder! Die haben ja noch nicht mal meine SD-Erkrankung erkannt, war dort wg Adipositas, Rückenprobleme, Depressionen und hohen BD, hab aber trotz Diät und Sport in 4 Wochen kein Gramm abgenommen :eek: und wurde dann als arbeitsfähig entlassen :confused:

Fila
28.12.09, 21:10
Normalerweise gibt es eine medizinische Reha nur noch alle 4 Jahre. Ausnahmen nur aus dringenden medizinischen Gründen bzw. wenn nur so eine Erwerbsfähigkeit wieder möglich ist.

Der Rentenversicherungsträger ist für eine medizinische Reha nur zuständig, wenn die Erwerbsfähigkeit bedroht / eingeschränkt ist. Sonst die Krankenkasse.

Viele Grüße
Fila

innocentangel
28.12.09, 21:32
Meine Gesundheit hat sich ja verschlechtert und es sind neue Behinderungen hinzugekommen und ich weiß auch nicht wie das jetzt gerechnet wird, denn wie gesagt die Kur liegt 4 Jahre zurück, dort wurde nach 4 Wochen eine Verlängerung beantragt, genehmigt und mir freigestellt ob ich sie sofort antreten wolle oder in einem Etappenheilverfahren teilnehmen möchte, d.h. jährlich 1 Woche.
Egal, ich ruf bei der LVA an und laß mir einen Antrag schicken, denen wird doch wohl daran gelegen sein, meinen Gesundheitszustand zu bessern, um wieder arbeitsfähig zu werden.

Fila
28.12.09, 21:40
Wie das bei so einem Etappenheilverfahren gerechnet wird, weiß ich nicht. Aber versuch es auf jeden Fall. Und wie gesagt, es gibt auch Ausnahmen von der 4-Jahres-Regelung.


Egal, ich ruf bei der LVA an und laß mir einen Antrag schicken, denen wird doch wohl daran gelegen sein, meinen Gesundheitszustand zu bessern, um wieder arbeitsfähig zu werden.

Das hofft man doch, dass sie daran Interesse haben. Und versuch mal, Dir Unterstützung beim IFD dafür zu holen. :)

Viele Grüße
Fila

Conny2
28.12.09, 21:43
Das Arbeitsamt/Sozialamt sieht es so, dass wenn ein Paar länger als 1 Jahr zusammen lebt man von einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft ausgehen kann unbd somit die Partner füreinander zahlen müssen wenns drauf an kommt.

VG

Hallo,

bis 21.07.2006 gab es noch die alte Rechtssprechung, wo das AA in der Beweislast bezüglich der Unterstellung einer Einstehens- bzw. eheähnlichen Gemeinschaft war. Wenn man da geklagt hat, hatte man noch gute Chancen.

Leider sieht das seit dem 01.08.2006 nicht mehr so gut aus, da seit dem die Beweislast bei dem Arbeitssuchendem liegt.:mad::mad::mad:

LG Conny

innocentangel
28.12.09, 22:11
Hallo,

bis 21.07.2006 gab es noch die alte Rechtssprechung, wo das AA in der Beweislast bezüglich der Unterstellung einer Einstehens- bzw. eheähnlichen Gemeinschaft war. Wenn man da geklagt hat, hatte man noch gute Chancen.

Leider sieht das seit dem 01.08.2006 nicht mehr so gut aus, da seit dem die Beweislast bei dem Arbeitssuchendem liegt.:mad::mad::mad:

LG Conny

Das interessiert mich jetzt weniger, denn ich will ja arbeiten und dafür brauch ich nun mal die Umschulung!

Conny2
28.12.09, 22:14
Hallo,

man kann auch ohne Scherbehindertenausweis, d.h. ohne offiziell anerkannte Behinderung in der Reha-Abteilung des Arbeitsamtes oder der Arge geführt werden.

Mein Freund hat zwar gesundheitliche Einschränkungen, weswegen er im alten erlernten Beruf nicht mehr arbeiten kann, aber hat noch keinen Antrag auf Behinderung gestellt.

Er hatte lediglich bei der Arge seine Erkrankungen angegeben und wird daher dort in der Reha-Abteilung geführt.

Als er Jahre vorher noch auf dem Arbeitsamt geführt wurde als er Alg I erhielt, gab er dort seine Einschränkungen an und bat um Umschulung.

Darauf hin schlug das Arbeitsamt ihm vor,

bei dem Rententräger einen

Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen und somit von diesem eine Umschulung zu bekommen.

Ich weiß durch Bekannte, dass früher auch das Arbeitsamt bei gesundheitlichen Einschränkungen, nicht nur bei Behinderung, die Umschulungen finanziert hat.

Das muss aber seit ca. 2000 oder auch schon vorher geändert worden sein.

Hm, nun läuft er halt noch bei dem Rententräger als Rehabilitant mit besagter genehmigter Teilhabe am Arbeitsleben und wenn er eine Fortbildung oder anderweitige Leistungen braucht muss er sich dorthin wenden.

Aber so wirklich viel hat das nicht gebracht, da man wohl keinen Rechtsanspruch auf Umschulung hat.

Er hat seit dem diese Teilhabe... läuft lediglich 2 Fortbildungen, eine davon mit einem langen Praktikum, bekommen und bekam dann für die Zeit Übg, immerhin mehr als Alg II.

Der ach so tolle Sachbearbeiter des Rententrägers redete sich heraus, dass mein Freund auf Grund seines Alters, damals Anfang 40, schon zu alt für eine Umschulung sei und genehmigte ihm deshalb nur besagte Fortbildung.

Toll, aber die meisten Unternehmer legen Wert auf einen abgeschlossenen Beruf in dem Bereich, wo er sich jetzt bewirbt. Also hat er trotz seiner Fortbildungen auch wieder nur schlechtere Chanchen als welche mit dem entsprechenden Abschluss, mal von seinem jetzigen Alter, 49, abgesehen.

Ich sehe aber auch nicht ein, nur weil man wegen gesundheitlichen Einschränkungen im damals erlernten und ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten kann und keine Umschulung bekommen hat,

sich als Pampel irgendwo bewerben soll, wo man vielleicht noch unterbezahlt wird, nach 4 Wochen so wie so wieder raus gehaun wird und vielleicht dann noch körperlich anstrengende Tätigkeiten ausüben muss der der Plöps der Nation sein soll.

Von daher wäre es m.M.n. besser gewesen, er hätte seine Chancen auf Arbeit durch eine Umschulung erhöhen können, was ihn der Rententräger bzw. das liebe Arbeitsamt nicht ermöglich hat.:mad::mad::mad:

Wie hier jemand schon schrieb, die faulen, desinteressierten bekommen jede Umschulung, wo man vorher oft schon weiß, dass sie sich hinterher nicht bewerben und die Umschulung evtl. vorher schon abbrechen.

Habe ich bei so manch Teilnehmer meiner Fortbildungen auch schon erlebt.

Die einen sind ehrgeizig und denken voraus schauend und die anderen wollen nur das Geld (Übg o.ä.) "abgreifen".

So das ist nun laaaang geworden.

PS: Und was die Beratung aufm Arbeitsamt betrifft... Man darf nicht alles glauben, was die einem so suggerieren. Man muss sich, wenn man keinen Anwalt hat, selber übers Net informieren, leider.:eek:

Liebe Grüße Conny

Conny2
28.12.09, 22:15
Das interessiert mich jetzt weniger, denn ich will ja arbeiten und dafür brauch ich nun mal die Umschulung!

War nur gut gemeint. Weiß ja nicht, ob dich mein nachfolgender Beitrag interessiert.

Aber es gibt evtl. noch andere, die das interessant finden.

lG Conny;)

innocentangel
28.12.09, 22:21
Hallo,

man kann auch ohne Scherbehindertenausweis, d.h. ohne offiziell anerkannte Behinderung in der Reha-Abteilung des Arbeitsamtes oder der Arge geführt werden.

Mein Freund hat zwar gesundheitliche Einschränkungen, weswegen er im alten erlernten Beruf nicht mehr arbeiten kann, aber hat noch keinen Antrag auf Behinderung gestellt.

Er hatte lediglich bei der Arge seine Erkrankungen angegeben und wird daher dort in der Reha-Abteilung geführt.

Als er Jahre vorher noch auf dem Arbeitsamt geführt wurde als er Alg I erhielt, gab er dort seine Einschränkungen an und bat um Umschulung.

Darauf hin schlug das Arbeitsamt ihm vor,

bei dem Rententräger einen

Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen und somit von diesem eine Umschulung zu bekommen.

Ich weiß durch Bekannte, dass früher auch das Arbeitsamt bei gesundheitlichen Einschränkungen, nicht nur bei Behinderung, die Umschulungen finanziert hat.

Das muss aber seit ca. 2000 oder auch schon vorher geändert worden sein.

Hm, nun läuft er halt noch bei dem Rententräger als Rehabilitant mit besagter genehmigter Teilhabe am Arbeitsleben und wenn er eine Fortbildung oder anderweitige Leistungen braucht muss er sich dorthin wenden.

Aber so wirklich viel hat das nicht gebracht, da man wohl keinen Rechtsanspruch auf Umschulung hat.

Er hat seit dem diese Teilhabe... läuft lediglich 2 Fortbildungen, eine davon mit einem langen Praktikum, bekommen und bekam dann für die Zeit Übg, immerhin mehr als Alg II.

Der ach so tolle Sachbearbeiter des Rententrägers redete sich heraus, dass mein Freund auf Grund seines Alters, damals Anfang 40, schon zu alt für eine Umschulung sei und genehmigte ihm deshalb nur besagte Fortbildung.

Toll, aber die meisten Unternehmer legen Wert auf einen abgeschlossenen Beruf in dem Bereich, wo er sich jetzt bewirbt. Also hat er trotz seiner Fortbildungen auch wieder nur schlechtere Chanchen als welche mit dem entsprechenden Abschluss, mal von seinem jetzigen Alter, 49, abgesehen.

Ich sehe aber auch nicht ein, nur weil man wegen gesundheitlichen Einschränkungen im damals erlernten und ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten kann und keine Umschulung bekommen hat,

sich als Pampel irgendwo bewerben soll, wo man vielleicht noch unterbezahlt wird, nach 4 Wochen so wie so wieder raus gehaun wird und vielleicht dann noch körperlich anstrengende Tätigkeiten ausüben muss der der Plöps der Nation sein soll.

Von daher wäre es m.M.n. besser gewesen, er hätte seine Chancen auf Arbeit durch eine Umschulung erhöhen können, was ihn der Rententräger bzw. das liebe Arbeitsamt nicht ermöglich hat.:mad:

Wie hier jemand schon schrieb, die faulen, desinteressierten bekommen jede Umschulung, wo man vorher oft schon weiß, dass sie sich hinterher nicht bewerben und die Umschulung evtl. vorher schon abbrechen.

Habe ich bei so manch Teilnehmer meiner Fortbildungen auch schon erlebt.

Die einen sind ehrgeizig und denken voraus schauend und die anderen wollen nur das Geld (Übg o.ä.) "abgreifen".

So das ist nun laaaang geworden.

PS: Und was die Beratung aufm Arbeitsamt betrifft... Man darf nicht alles glauben, was die einem so suggerieren. Man muss sich, wenn man keinen Anwalt hat, selber übers Net informieren, leider.

Liebe Grüße Conny

Das hat mich interessiert ;)
Ich war das mit den Faulen, Deinterssierten, die alles in den Ars.. geblasen bekommen :biggrin:
Mir geht es seit 3 1/2 Jahren so wie Deinem Freund auf dem lieben A.Amt, aber ich werde mir das nicht gefallen lassen und alles versuchen, um eine Umschulung zu bekommen, das kann doch echt nicht sein!

Conny2
28.12.09, 22:27
Hm, nun ja,

die auf der Arge, wo er jetzt geführt wird, haben dann immer die Ausrede, er solle sich an den Rententräger wenden, da diese Teilhabe am Arb.... noch bis 2010 läuft.

Auch seine Bewerbungskosten muss er über den Rententräger abrechnen und ist damit leider im Nachteil, als wenn er sie über die Arge abrechnen könnte.

Jedes Amt, ob AA oder Arge ist irgendwie froh, wenn sie die Leute hin und her schieben können, da keiner die Verantwortung übernehmen will.

Schade, dass es nicht mehr so ist wie früher, als das AA noch die Umschulungen finanziert hat. Aber wie Stuppsie schon schrieb, damals waren sie wohl zu großzügig und haben so manchen sogar die Umschulung oder Fortbidlung aufgedrängt und heute merken sie, dass sie sich damals damit in Unkosten gestürzt haben und es müssen somit an Weiterbildung interessierte daran glauben, die nix dafür konnen.

Mir wirds immer schlecht, wenn ich im TV höre, dass Bildung das Wichtigste sei, was ja auch stimmt. Aber das klingt dann immer so, als ob sich keiner weiterbilden will.:mad:

LG und viel Erfolg

Conny

Salino67
29.12.09, 13:59
Hallo Innocentangel,

wie sagte eine Ärztin vor 9 Jahren mal zu mir: "Für unser System müssen Sie kerngesund sein!"
Damals war ich in meinem alten Beruf nicht mehr arbeitsfähig und 18 Monate im Krankensatnd.
Wie dem auch sei, wenn es einem nicht gut geht braucht man Hilfe, deshalb immer und überall Augen und Ohren auf. Eine Nachbarin gab mir damals den Tipp, mich an den VDK zu wenden. Da musste ich zwar Mitglied werden und Beiträge zahlen, tue das aber heut noch gerne.
Die Hilfe bestand darin, mir den gesamten Schriftverkehr für Antrag und (natürlich) Widerspruch abzunehmen. Rat und gute Tipps für Umgang mit Ärzten und Behörden oberdrauf! Das Ergebnis: 50%-ige SB.
Den Kampf mit dem (damals noch) Arbeitsamt konnten Sie mir natürlich nicht abnehmen, da half nur Hartnäckigkeit bis zur Arbeitserprobung und dann noch mehr Durchhaltevermögen für die Genehmigung der Umschulung. Das BFW für die Umschulung hatte ich mir auch selber rausgesucht und schon mal nach einem freiem Platz gefragt. Ohne Eigeninnitiative geht wirklich wenig in unserer Welt.
2004 konnte ich dann erfolgreich meine Prüfung zur Industriekauffrau ablegen.
Die Schwerbehindertenvertretung eines großen Konzerns hat mich danach sehr unterstützt und mittlerweile habe ich mein 5-Jähriges Firmenjubiläum bereits hinter mir.
Auch wenn es mir mit meiner neuen Krankheit HT momentan nicht besonders gut geht, weiß ich doch, dass es sich immer lohnt, zu kämpfen. Und wenn du weißt, wo du hin willst, dann wirst du auch die richtigen Türen finden und die Schlösser knacken um da hin zu gelangen.
Viel Gück und Erfog für das neue Jahr!
Salino

innocentangel
29.12.09, 14:24
Vielen Dank Salino!
Eigentlich bin ich sehr zuversichtlich das ich im neuen Jahr den code endlich knacken kann! ;)
Außerdem hab ich auch die Unterstützung meiner Ärzte. Mit dem Versorgungsamt hab ich keine Probleme, mich ehrlich gesagt sogar gewundert, das ich beim 1. Antrag schon 40 % bekam. Und damit kann man auch eine Gleichstellung beantragen.
Der Rehaberater vom A-Amt meinte allerdings ohne Beschäftigungsverhältnis stünden meine Chancen sehr schlecht für eine Genehmigung. Ob das so stimmt? Ich habe schon soviel Stuß dort aufgetischt bekommen, das ich nichts mehr glaube!
Sie könnten mir einfach mit einem Bildungsgutschein helfen und ich frage mich ehrlich was daran so schwer ist?
Der Berater der Schule, in der ich die Umschulung machen möchte sagte auch sie könnten, wollen aber anscheinend nicht! :eek:
LG Angel

Fila
29.12.09, 15:05
Hallo I-Angel!

Was Dein Rehaberater Dir gesagt hat, stimmt nicht. Gleichgestellt kann man Menschen mit Schwerbehinderung werden, wenn man durch die Behinderung Probleme hat, einen geeigneten Arbeitsplatz zu erlangen oder diesen zu behalten. Falls Du das Schwarz auf Weiß brauchst, um Dich bei einem Antrag, Gespräch oder Widerspruch darauf zu berufen, es steht im Abs. 3 Par. 2 SGB IX, Link dazu: http://bundesrecht.juris.de/sgb_9/__2.html
Die Gleichstellung sollte ja bei Arbeitslosigkeit dazu dienen, eben eine andere Unterstützung bekommen als jemand, der keine Behinderung hat.

Über die Gleichstellung entscheidet die Arbeitsagentur.

Inwieweit das dann in der Realität der Fall ist, sei mal noch dahin gestellt. Wie gesagt, die letzte Info, die ich habe ist, dass die Arge die Vermittlung nun allein auf den Rentenversicherungsträger abwälzt, wenn man dieser Rehaträger ist.

Mir wurde damals mitgeteilt, mein Weg, wie ich einen neuen Berufsabschluss anstrebe, sei für mich super. Aber Unterstützung gäbe es keine, ich solle so weitermachen. Das habe ich auch fast die gesamte Zeit allein durchgezogen, nur zum Schluss dann mit der Unterstützung des Rentenversicherungsträgers. Es war oft hart, das allein zu schultern, aber ich bin froh, das geschafft zu haben, auch wenn mir Einiges erspart worden wäre mit etwas Unterstützung durch das Arbeitsamt damals. Und den Schritt von einer schlecht bezahlten Honorartätigkeit, von der man nicht leben kann in eine feste Stelle schaffe ich doch hoffentlich auch noch.

Wie lange dauert es an der Schule, an der Du die Umschulung machen willst? Es werden bis zu zwei Jahren bezahlt.

Ohne Eigeninitiative geht nichts. Aber das finde ich auch ganz gut, schließlich sollte man ja Motivation mitbringen. Nur unüberwindbar große Steine im Weg sollte es natürlich nicht geben. Und falls die Umschulung über den Rentenversicherungsträger geht (evtl. auch bei Reha über Arge), dann rechne mal damit, dass Du zunächst zur Arbeitserprobung geschickt wirst. Dort wird dann Deine Eignung und Motivation getestet. Es kann ein langwieriger Weg sein, aber er lohnt sich. :)

Viele Grüße
Fila

innocentangel
29.12.09, 16:06
Wie lange dauert es an der Schule, an der Du die Umschulung machen willst? Es werden bis zu zwei Jahren bezahlt.

Und falls die Umschulung über den Rentenversicherungsträger geht (evtl. auch bei Reha über Arge), dann rechne mal damit, dass Du zunächst zur Arbeitserprobung geschickt wirst. Dort wird dann Deine Eignung und Motivation getestet. Es kann ein langwieriger Weg sein, aber er lohnt sich. :)

Viele Grüße
Fila
Hallo Fila!
Die Umschulung würde 2 Jahre dauern und ist auch extra für Rehabetroffene und Behinderte.
Hab schon 2 PC-Kurse vom A-Amt gemacht, auf Eigeninitiative. Im Jan eine Arbeit gefunden, die ich aber dann wegen erneutem Schub aufgeben mußte.
Irgendwie renn ich hier nur vor Mauern!
Zog vor 9 Jahren wegen des Studiums nach HD und seitdem läuft alles irgendwie schief :sad:
In meiner Heimat wurde mir nach meinem Abi sogar diese Umschulung angeboten und zwischen Abi und Studium eine 2monatige Arbeit angeboten, bei der ich sehr gut verdiente.
Aber hier in HD habe ich seither wirklich NULL Unterstützung bekommen :confused:
Ich bin es langsam wirklich leid um jeden bißel Sch... zu kämpfen!
Wenn ich damit nicht durchkomme, beantrage ich wirklich EU-Rente und versuch mir etwas nebenher zu verdienen, denn mir fehlt genügend Kraft den Mist durchzustehen!
LG Angel

Fila
29.12.09, 18:28
Hallo Angel!


Die Umschulung würde 2 Jahre dauern und ist auch extra für Rehabetroffene und Behinderte.

Das sind doch gute Rahmenbedingungen, um es durchzubekommen. :)


Ich bin es langsam wirklich leid um jeden bißel Sch... zu kämpfen!
Wenn ich damit nicht durchkomme, beantrage ich wirklich EU-Rente und versuch mir etwas nebenher zu verdienen, denn mir fehlt genügend Kraft den Mist durchzustehen!

Aufgeben gilt nicht. ;) Nee, ich kann verstehen, wenn man am liebsten aufgeben würde, weil`s so schwer zu erreichen ist. Aber bei einem GdB von 40 dürftest Du doch hoffentlich erst mal die Gleichstellung von der Arge bekommen, notfalls mit Widerspruch und Unterstützung durch den IFD oder VdK. Du kannst Dir beim IFD und VdK Unterstützung holen für die Begleitung des Antrags auf berufliche Reha. Das wird nicht in 1-2 Monaten alles durch sein, sondern dauert. Doch wenn Du denkst, dass Du mit der Umschulung wieder arbeiten könntest, dann würde ich darum kämpfen.

Klar, kannst Du mit EU-Rente dazu verdienen und bist viel Stress los. Die Frage ist nur, wie lange Du Dich damit wohlfühlst oder ob Du nicht doch das Gefühl kriegst, Du hättest beruflich gern mehr gemacht. Und dann dürfte der Weg nicht leichter werden.

Und Fernstudium ist nichts für Dich? Ich meine, nur als Alternative, falls es mit der Umschulung doch nicht klappen sollte (aber das kann wirklich auch gut klappen, denke ich). Es gibt da doch recht viele Angebote bei verschiedenen Anbietern und unterschiedlicher Dauer und Belastung.

Ich drücke Dir die Daumen, dass es klappt mit der Umschulung an der Schule, wo Du das machen willst!

Viele Grüße :)
Fila

innocentangel
16.01.10, 13:10
Hallo Ihr Lieben!
Das A-Amt hat meinen Antrag auf Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben an die Deutsche Rentenversicherung weitergeleitet, da sie für die Gewährung angeblich nicht zuständig sind :confused:
Das Spiel hatte ich vor 4 Jahren schon mal, werde einfach nur hin und hergeschoben :mad:
Falls es abgelehnt wird, werde ich auf jeden Fall Einspruch einlegen und den Vdk einschalten.
Das muß man sich mal vorstellen, dafür hab ich jetzt 3 Jahre gekämpft, um so einen Brief zu bekommen :(, verkehrte Welt!

innocentangel
02.05.10, 16:44
Letzte Woche bekam ich von der DRV ebenfalls eine Ablehnung zur Teilhabe am Arbeitsleben mit der Begründung:
Meine Erwerbsfähigkeit sei nicht erheblich gefährdet oder gemindert :confused:
Ich wäre in der Lage in meinem erlernten Beruf weiterhin zu arbeiten :mad:
HALLO! Ich hab denen noch eine Kopie meines GdB beigelegt!
Am Donnerstag hab ich einen Termin beim Integrationsfachdienst.
Mals sehen, was die zu meinem Fall sagen!?
Falls alle Stricke reißen, werd ich ein Fernstudium im wirtschaftlichlichen Bereich machen.
Das könnte auch sogar vom A-Amt durch Bildungsgutschein gefördert werden, aber bei meinem Glück :rolleyes:
Zur Not muß ich meine Eltern wieder anpumpen, es hilft ja alles nichts!
Aber richtig find ich das nicht! :mad:

innocentangel
02.05.10, 16:52
.....

danny65
02.05.10, 20:28
hi Angel,

da bin ich doch froh im ÖD vor 28 Jahre gelandet zu sein *stirnwich*

Nach 5 Jahre Mobbing in einem Mobamt get es mir ja auch wieder richtig gut.

Ich verstehe auch meine "lieben" alten Kollegen nicht, wie man die Zeit mit Mobbing verbringen kann.

Oder diese rumgekühme von manchen Kollegen 'was ich nicht in der freien Wirtschaft verdienen würde' *Traumtänzer*

ciao
Danny