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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 35 Stunden Woche geht auch



c.schnuffelblau
24.11.09, 21:32
Heute habe ich Teilzeitarbeit beantragt.
Dachte immer, das wird nie was, weil ich mir als Single eben nicht leisten kann 3/4 oder noch weniger zu arbeiten.

Bin aber völlig überfordert und merke, daß ich bald sehr krank werde, wenn es so weiter geht. Sprach mit einer Freundin und siehe: man kann jede beliebige Stundenzahl beantragen. Und man hat sogar ein RECHT darauf die Teilzeit zu bekommen! Zumindest wenn es die wirtschaftliche Situation des Arbeitnehmers zuläßt. Und das bei uns gerade Leute entlassen werden kann man ja nicht sagen, daß es nicht geht.

So habe ich beantragt nur 35 Stunden die Woche zu arbeiten. Das sind 2 freie Tage im Monat mehr. Das kann ich mir gerade noch finanziell leisten. Mehr geht nicht, aber das ist schon mal was!!!

Vielleicht nützt ja jemandem diese Info.
LG, Christiane

Ankele
25.11.09, 08:27
Hallo Christiane,

hab nach meiner MS Diagnose 2007 sofort auf 32 Stunden=4 Tage Woche
reduziert. Hätte ich schon früher machen sollen.

3 Tage würden mir auch reichen ;)

Allerdings das liebe Geld fehlt halt.

LG Anke

c.schnuffelblau
25.11.09, 11:01
Hi Ankele,

hab nach meiner MS Diagnose 2007 sofort auf 32 Stunden=4 Tage Woche
reduziert. Hätte ich schon früher machen sollen.

3 Tage würden mir auch reichen ;)

*lach* Ja, mir auch. Man muß natürlich sehen was geht. Und wenn es nur 2 Stunden die Woche weniger sind. Da ist im Monat auch ein freier Tag extra. Und man hat das Gefühl was getan zu haben. Nicht hilflos dazusitzen.
Alleine das gibt mir schon Auftrieb: ich tue was und schütze mich.

Allerdings das liebe Geld fehlt halt.

Ja. Tut es. Man muß eben sehen was geht. Und was nicht. Und die Vertragsänderung so formulieren, daß man auch wieder zurück kann, nach Ablauf einer angegebenen Zeitspanne. Das ist ganz wichtig. Falls es doch nicht hinhaut.
LG, Christiane

Versatile
29.11.09, 09:39
Hallo Christiane,

das ist eine sehr gute Entscheidung, die sicher schon etwas Erleichterung bringt.

Ich bin vor Jahren in der damaligen Firma auch auf 30 Std./4 Tage Woche gegangen und hatte mir vorher im Personalbüro ausrechnen lassen, wie viel das netto ca. ausmachen würde.
Es waren um die 150 Euro glaub ich, das konnte ich damals durchaus verschmerzen. Das dreitägige Wochenende jede Woche war mir das absolut wert. War 'ne tolle Zeit damals .... *seufz*

Wenn ich bedenke, wie viel, bzw. wie wenig Geld ich durch meine Krankheit und jetzige Arbeitslosigkeit habe, im Gegensatz zu damals ... und es geht auch irgendwie weiter. Traurig ist nur, daß man eben durch die Erkrankung meist einen höheren Bedarf hat an NEMs oder Medis, die man selber zahlen "darf". :mad: Ein Teufelskreis - keine Kraft um voll zu arbeiten, dadurch aber finanziell oft keine Möglichkeit, sich das zu leisten, durch das man wieder Kraft bekäme zum arbeiten und Geld verdienen.

Naja, however. Ich drücke Dir die Daumen, daß Du das durchkriegst und gut damit zurecht kommst .

Liebe Grüße
Versatile

golfplatz
13.02.12, 22:25
Hallo,
dieser Thread ist inzwischen ja schon etwas älter, ich habe aber noch mal einige Fragen zur Teilzeitarbeit. Vielleicht liest ja noch jemand mit, der mir Antworten geben kann.


Bin aber völlig überfordert und merke, daß ich bald sehr krank werde, wenn es so weiter geht. Sprach mit einer Freundin und siehe: man kann jede beliebige Stundenzahl beantragen. Und man hat sogar ein RECHT darauf die Teilzeit zu bekommen! Zumindest wenn es die wirtschaftliche Situation des Arbeitnehmers zuläßt. Und das bei uns gerade Leute entlassen werden kann man ja nicht sagen, daß es nicht geht.

Wo steht denn dieses Recht fixiert?

Lese ich da richtig raus: Man sucht sich erst einmal einen Vollzeitjob, sagt nichts von seiner Erkrankung, und beantragt dann Teilzeit? Aber man muss bestimmte Erkrankungen doch erwähnen, oder? V.a. wenn sie einen offensichtlich einschränken?

Ich mache leider seit einigen Jahren dieselbe Erfahrung: Ich kann nur Teilzeit arbeiten (meine Erfahrung), leider "erlaubt" mir das niemand - weil meine Erkankungen (Dysmenorrhoe und Hashi) eben keine Erkrankungen seien, die die Arbeitsfähigkeit einschränken.
Mal abgesehen davon, dass ich jeden Monat 3 Tage wegen Dys AU bin (und einige Tage davor schon schlapp), kann ich ja auch nichts dafür, wenn mir niemand sagen kann, warum ich so "schlapp" bin. Entweder nehmen mich die Ärzte nicht ernst genug oder aber es gibt vielleicht (noch) keine Lösung. Aber für mich ist dieser Zustand nicht haltbar. Lieber wäre mir natürlich, ich wäre topfit und könnte eine 40-Stunden-Woche (oder mehr) reißen.
Welche Möglichkeiten gibt es denn für mich, entweder Teilzeit durchzusetzen oder aber eine Behandlung, die mich endlich wieder topfit werden lässt?
Generell gegenüber Arbeitgeber, Ärzten, Harz-IV-Amt (wozu ich mich sicher bald zählen darf).

VG Golfplatz

Katzenmuddi
13.02.12, 22:30
Ich kann in diesem Zusammenhang nur dringend darauf drängen feste Tage zu vereinbaren, denn gerne sagt der gemeine Arbeitgeber im Falle eines Krankheitstages z.B. an einem Montag, dass man diesen ja am freien Freitag nacharbeiten kann. Also wachsam sein.

Fahrradfahrer
13.02.12, 22:40
Wo steht denn dieses Recht fixiert?

Lese ich da richtig raus: Man sucht sich erst einmal einen Vollzeitjob, sagt nichts von seiner Erkrankung, und beantragt dann Teilzeit? Aber man muss bestimmte Erkrankungen doch erwähnen, oder? V.a. wenn sie einen offensichtlich einschränken?


Teilzeit- und Befristungsgesetz (http://de.wikipedia.org/wiki/Teilzeit-_und_Befristungsgesetz)


§ 8 Verringerung der Arbeitszeit
(1) Ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat, kann verlangen, dass
seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird.

Dazu muss man nicht krank, schwanger oder sonstwas sein. Es sind aber einige Einschränkungen zu beachten!

Gruß
Dirk

golfplatz
14.02.12, 00:13
Hallo Katzenmuddi,

Ich kann in diesem Zusammenhang nur dringend darauf drängen feste Tage zu vereinbaren, denn gerne sagt der gemeine Arbeitgeber im Falle eines Krankheitstages z.B. an einem Montag, dass man diesen ja am freien Freitag nacharbeiten kann. Also wachsam sein.
Danke für den Hinweis!
Mir wäre allerdings am liebsten, gleichmäßig weniger zu arbeiten, also 5x Woche für 5 Stunden z.B. Sonst habe ich wieder exakt den Effekt, den ich nicht haben möchte: Ich pusche an den 8 Stunden-Arbeitstagen, bin total groggy und hänge am freien Tag total durch. :(

Golfplatz

c.schnuffelblau
14.02.12, 08:45
Hi Golfplatz,


Mir wäre allerdings am liebsten, gleichmäßig weniger zu arbeiten, also 5x Woche für 5 Stunden z

Ja, wäre mir auch am liebsten, aber das geht bei mir nicht immer.
Inzwischen bin ich seit vielen Monaten krank und wenn ich wieder anfange, dann werde ich auf 33 Stunden runtergehen. Noch weniger wird finanziell nicht gehen, lebe ja alleine.

Das wären im Schnitt 6,5 Stunden. Wäre mir viiiiel lieber als 8. Aber es wird auch Tage geben wo ich 8 arbeiten muß :-(
Ich glaube da gibt es keinen Anspruch drauf, daß das gleichmäßig verteilt wird.
Meine Freundin die halbtags arbeitet hat darum gekämpft. Sie musste oft am Wochenende 8-10 Stunden arbeiten und in der Woche kaum was.
Gäbe es da einen gesetzlichen Anspruch, hätte man es ihr gewähren müssen. Hat man aber nicht.
Sie hat dann gekündigt und ist ganz raus aus der Krankenpflege.
LG, Christiane

riech.reload
14.02.12, 22:12
Hallo Katzenmuddi,

Danke für den Hinweis!
Mir wäre allerdings am liebsten, gleichmäßig weniger zu arbeiten, also 5x Woche für 5 Stunden z.B. Sonst habe ich wieder exakt den Effekt, den ich nicht haben möchte: Ich pusche an den 8 Stunden-Arbeitstagen, bin total groggy und hänge am freien Tag total durch. :(

Golfplatz

moin :)

ich arbeite (nicht-krankheitsbedingt) seit 2011 teilzeit (letztes jahr 2/3 stelle, jetzt aufgestockt auf 3/4) und ich mag es eigentlich am liebsten mittwochs frei zu nehmen, das kleine wochenende für zwischendurch ;)

außer für gemeine arbeitgeber, die kranke tage nacharbeiten lassen wollen (geht aber eigentlich gesetzlich nicht!), hat die festlegung der arbeitstage auch noch auswirkung auf die zahl der urlaubstage:

arbeitet man z.b. pauschal nur 4 tage die woche, dann hat man auch nur 80% der urlaubstage, weil der rest ja durch den freien tag "kompensiert" ist.

nur kann man seine pauschal freien tage ja schlecht aneinanderhängen um sich einen langen urlaub draus zu bauen. daher hat mir unsere sekretärin damals geraten anzugeben, daß ich 5 tage die woche arbeite, halt entsprechend nur 2/3 bzw. 3/4 der üblichen 8 stunden.

in der realität hab ich aber zumeist eine 4-tage-woche, die ich nach bedarf "lege" - aber halt am liebsten mit mittwoch frei :)

mehr urlaub hab ich so natürlich auch nicht, aber ich kann eben länger urlaub am stück nehmen dadurch.

golfplatz
15.02.12, 00:00
Hallo Christiane,


Sie hat dann gekündigt und ist ganz raus aus der Krankenpflege.

Ja, genau das ist das Problem - kündigen kann man ja immer, aber wovon will man dann leben? Ich bin auch Selbstversorger und von Harz IV kann ich nicht überleben (mal ganz abgesehen von dem Stress, den das macht), weil ich so hohe Ausgaben für meine Gesundheit habe (wie vmtl. die meisten hier).


Hallo riech.reload,
Mittwochs frei würde ich auch eher wählen als Freitag. Das fängt dann die Anstrengung ein bisschen auf. :)


arbeitet man z.b. pauschal nur 4 tage die woche, dann hat man auch nur 80% der urlaubstage, weil der rest ja durch den freien tag "kompensiert" ist.

nur kann man seine pauschal freien tage ja schlecht aneinanderhängen um sich einen langen urlaub draus zu bauen. daher hat mir unsere sekretärin damals geraten anzugeben, daß ich 5 tage die woche arbeite, halt entsprechend nur 2/3 bzw. 3/4 der üblichen 8 stunden.

in der realität hab ich aber zumeist eine 4-tage-woche, die ich nach bedarf "lege" - aber halt am liebsten mit mittwoch frei :)

mehr urlaub hab ich so natürlich auch nicht, aber ich kann eben länger urlaub am stück nehmen dadurch.
Das mit dem Urlaub habe ich noch nicht ganz verstanden - du müsstest wegen der 5-Tage-Woche doch mehr Urlaubstage haben als bei einer 4-Tage-Woche? Also (laut Gesetz) 20 Urlaubstage (statt 16)? :confused:
Und dass du praktisch so viel Urlaub bekommst, geht deswegen, weil dein Arbeitgeber vmtl. gesagt hat, dass du pro Woche x Stunden arbeiten sollst, und diese Stunden aber nach Bedarf legen? (Kontrolliert das der Arbeitgeber nicht? Den müsste das doch ärgern, wenn du 4 Tage mehr Urlaub hast?)

VG Golfplatz

riech.reload
15.02.12, 01:17
klar hat man mit 5-tage-woche mehr tage ECHTEN urlaub (26 tage in meinem fall), aber ich hab de facto genauso viele tage FREI wie wenn ich formal eine 4-tage-woche hätte (und 20.8 urlaubstage + die freien mittwoche), weil da z.b. eben der jeweils freie mittwoch (auch die keine vollen arbeitstage wg. teilzeit) dazukommen würde (es also insgesamt wieder 26 tage frei gäbe) - dem AG ist das schnuppe, gleiches geld für gleiche arbeitszeit, und wenn eine unserer veranstaltungen auf samstag fällt, dann arbeite ich samstags - OHNE wochenendzulage oder dergleichen, auch wenn ich formal nur mo-fr arbeite - und mach dann halt zwei tage in der woche frei.

nur: so ist es für mich (und v.a. auch für unsere verwaltung!) praktischer und angenehmer

ok, ich geb dir ein beispiel:

ich will 2 wochen frei nehmen (in die kein feiertag fällt):

variante A bei formaler 4-tage-woche:

ich nehm mo-di und do-fr und nochmal mo-di und do-fr urlaub und verbrauche 8 urlaubstage

variante B bei formaler 5-tage-woche:

ich nehm zweimal mo-freitag frei und verbrauche 10 urlaubstage (und da ich in dieser variante auch entsprechend mehr urlaubstage habe ist das dasselbe in grün)

ist mit meinen vorgesetzten auch genau so abgesprochen, denen es ebenfalls so lieber ist ;) (und wurde bei teilzeitangestellten dort immer schon gemacht - schon mal aus dem grund, weil man im vorhinein nie weiß welche tage dann frei sein werden, das hängt u.a. von den möglichkeiten der raumbuchung oder variablen terminen, die man eher kurzfristig hat, ab. daher auch der rat der sekretärin als ich das formular ausfüllte - ihr war das schon mal extrem lieb, weil sie dann meine urlaube nicht "stückeln" muß)

ps: ich kann auch noch teilweise von daheim arbeiten (manchmal muß man das sogar wenn das uninetzwerk zusammengebrochen ist...), wenn es mir lustig ist (was bei vorbereitungen einer lehrveranstaltung auch schon mal zusätzlich, quasi unbezahlt, auch am wochenende ist, aber das ist eigentlich normal an der uni) - also ne, wir haben keine stechuhr (aber da unser projekt nur bei erfüllung genau festgelegter zielvereinbarungen und erfolgen weiterbesteht - auch meine aufstockung von 2/3 auf 3/4 hab ich mir so erarbeitet - arbeite ich, relativ unabhängig von dem was ich da angekreuzt habe, um übersichtlich zusammenhängende urlaube nehmen zu können; aber im durchschnitt halt 4 tage (nicht ganz voll, 7.6 stunden + mittagspause, also halt 8 stunden) / woche bzw. knapp 30 stunden... 29.625 um genau zu sein :tongue:)

c.schnuffelblau
15.02.12, 08:36
Hallo golfplatz,


Ja, genau das ist das Problem - kündigen kann man ja immer, aber wovon will man dann leben? Ich bin auch Selbstversorger und von Harz IV kann ich nicht überleben (mal ganz abgesehen von dem Stress, den das macht), weil ich so hohe Ausgaben für meine Gesundheit habe (wie vmtl. die meisten hier).

Das geht mir ja auch so. Ich lebe auch alleine. Viele Ausgaben für die Gesundheit sind aber schon Quatsch, das muß ich mal sagen. Hier wird zu allem geraten was gut und teuer ist, angefangen von teuren Werten.
Mir hat das alles kein Stück geholfen. Nicht mal da, wo ich laut Werten zu wneig hatte. (Und das war fast bei allem was ich habe kontrollieren lassen)

Ich hatte immer mal den Eindruck eine Besserung zu erzielen, aber mittlerweile habe ich erkannt, daß ich einfach Schwankungen im Befinden hatte. Unabhängig davon ob ich nun Vit B, Selen und was weiß ich einnahm, oder nicht. Ich mache das inzwischen auch nicht mehr. Mg nehme ich zur Zeit noch. Aber ob ich das auf Dauer machen werde weiß ich nicht.
Ich habe ja echt ein Vermögen für NEMS ausgegeben. Und für Werte. Und für Ärzte von denen ich dachte, daß die mir weiterhelfen.
LG, Christiane

Herzpumpern
21.04.12, 22:12
Heyho :)

Also ich gehe davon aus, dass man Teilzeit arbeiten kann? Wüsste auch nicht, wo es eine Verordnung gibt, die besagt, dass Teilzeit verboten ist. Viele Ehepartner arbeiten Teilzeit zur Vollzeit des anderen Ehepartners. Denke, es geht am Ende nur darum, "was" finanziell geht? Mit welcher Rente (Ist Rente überhaupt noch ein tragbares Argument?) man am Ende klarkommen will/muss. Kommt auch auf das Grundgehalt im jeweiligen Beruf selbst an. Wenn man zum Beispiel (für manche eventuell ein überspitztes Beispiel) in einer WG lebt, wo man monatlich 150 Euro für ein Zimmer warm zahlt und nicht jeden Tag eine 10-Euro Pizza bestellt, geht das sicherlich. Ich würde u. a. für mein Seelenheil (individuell), wenn es hier brauchbar und bezahlbar (!) angeboten würde, sofort in ein Minihaus (http://www.focus.de/immobilien/bauen/minihaeuser_aid_26665.html) ziehen. Ich glaube, wir versklaven uns alle selbst sehr gut, weil es so "üblich" ist. Und wir glauben auch, ein gewisses Grundgeld für viele un-nötigen Dinge zu be-nötigen, hier in der westlich kultivierten Welt. Nichts gegen einen guten Kinobesuch oder etwas Anderes fürs Auge, für die Sinne, für eine positve Erinnerung, auch gerne mal was nutz-loses. Weitverbreitet ziehen viele aber diesem dauerhaft z. B. ein Handy vor. Es geht nicht mehr ohne. Sie stehen im Dienst ihres Handys. Ein individuell hoher Grundbetrag, der zu den vielen anderen "nötigen" Grundbeträgen finanziert werden will. Vor meiner Arbeitslosigkeit habe ich von Montag bis Samstag oft 12 Stunden am Tag gearbeitet, Sonntag spartanisch noch irgendwie Hausarbeit, Geld hatte ich trotzdem nicht wirklich und selbst, wenn ich Geld gehabt hätte, wäre keine Zeit zum Ausgeben geblieben. Außer für überdimensional un-nötige Dinge, die den Zeitmangel "gefühlt" ausgleichen hätten können/sollen (was ist ein Breitbild-TV?), was nicht geht. Ich spreche hier keinen persönlich an, kenne hier ja keinen, würde mir auch gar nicht zustehen, davon mal abgesehen. Beschreibe eher nur gerade das, was ich glaube, verbreitet in der breiten Masse zu sehen. Vielleicht bin ich aber auch blind.

Wurscht, ich laber immer so viel. Meine Meinung:

Wenn die Grundbedürfnisse (welche? langfristig? kurzfristig? individuell) versorgt werden können und ein wenig "Luxus" (was ist Luxus? materiell? immateriell? individuell) mit oder ohne Geld persönlich erfüllt werden können und er damit keine anderen Menschen / Lebewesen schadet, hintergeht, benachteiligt, kann Mensch frei wählen, ob er in Teilzeit oder Vollzeit arbeiten will/kann. Glaub ich.

Conny2
13.05.12, 03:41
Hallo ihr Lieben,

es gibt ja auch die Möglichkeit, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nur halbtags arbeiten kann, dazu eine Teilerwerbsrente zu beantragen. Das hieße dann dass man noch zwischen 3 - 6 h arbeiten kann, im Gegensatz zur vollen Erwerbsminderungsrente mit Arbeitsfähigkeit von unter 3 h.

Es ist sicher schwer eine Beantragung zugebilligt zu bekommen, aber immerhin eine der Möglichkeiten, wenn man finanziell mit einem Teilzeitjob nicht auskommt.

Dann gibt es ja auch die Möglichkeit mit Harz IV aufzustocken. Ist wohl besser als nix.

LG Conny

c.schnuffelblau
13.05.12, 20:08
Hi Conny,


es gibt ja auch die Möglichkeit, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nur halbtags arbeiten kann, dazu eine Teilerwerbsrente zu beantragen. Das hieße dann dass man noch zwischen 3 - 6 h arbeiten kann, im Gegensatz zur vollen Erwerbsminderungsrente mit Arbeitsfähigkeit von unter 3 h.

Das geht nur, wenn man vor 1960 geboren ist.
LG, Christiane

Conny2
16.05.12, 13:08
Hi Schnuffi,

ich glaube, dass ist nicht der Fall.

Es gab wohl im Jahr 2000 oder 2001 irgend eine Änderung. Seit dem heißt es ja Erwerbsminderungs- und nicht mehr Erwerbsunfähigkeitsrente. Glaube nicht, dass das vom Geburtsjahr abhängt, viel mehr vom Stichtag generell.

Und es gibt halt die Teilerwerbsminderungsrente, wo man halt noch halbtags arbeiten gehen kann und die volle Erwerbsminderungsrente, wo man unter 3 h arbeitsfähig ist. D.h. man kann quasi nicht mehr arbeiten.

Ich meinte halt, dass du oder diejendigen, die noch schaffen, halbtags zu arbeiten, ja evtl. die Teilerwerbsminderungsrente beantragen könnten. Da hieße es dann, man ist noch fähig, 3 - 6 h zu arbeiten.

Die Rente zum Teilzeitjob zu bekommen ist doch immer noch besser, als nur von dem Einkommen des Teilzeitjobs leben zu müssen, gerade wenn man allein stehend ist wie du.

Was kann man denn dafür, wenn man keine 8 h mehr schafft gesundheitlich. Daher wäre das jetzt nur ein Tipp von mir, auch wenn es heutzutage meist sehr schwer ist, die Rentenbewilligung zu bekommen. Aber eine Chance ist es dennoch.

Viel Erfolg und

lG Conny


Hi Conny,

Das geht nur, wenn man vor 1960 geboren ist.
LG, Christiane

golfplatz
16.05.12, 16:03
Aber die Teilerwerbsminderungsrente bekommt man sicherlich nur, wenn man schon mal eine zeitlang Vollzeit gearbeitet hat, oder?

c.schnuffelblau
16.05.12, 23:19
Hi Conny,



Es gab wohl im Jahr 2000 oder 2001 irgend eine Änderung. Seit dem heißt es ja Erwerbsminderungs- und nicht mehr Erwerbsunfähigkeitsrente. Glaube nicht, dass das vom Geburtsjahr abhängt, viel mehr vom Stichtag generell.

Ja klar. Ist wohl 1960, der Stichtag.


Und es gibt halt die Teilerwerbsminderungsrente, wo man halt noch halbtags arbeiten gehen kann und die volle Erwerbsminderungsrente, wo man unter 3 h arbeitsfähig ist. D.h. man kann quasi nicht mehr arbeiten.

Ich meinte halt, dass du oder diejendigen, die noch schaffen, halbtags zu arbeiten, ja evtl. die Teilerwerbsminderungsrente beantragen könnten. Da hieße es dann, man ist noch fähig, 3 - 6 h zu arbeiten.

Ich glaube 6 sind schon zu viel.
Kann sein, daß ich das verwechselt habe, wie Du oben schreibst.
Ich war ja in REHA und da hat man mir das alles erklärt (was ich bestimmt teilweise schon wieder vergessen habe).
Eine Erwerbsminderungsrente würde ich jedenfalls nicht bekommen. Ich müsste erstmal Umschulen auf einen leichteren Job.
(Das ist mit einer Umschulung aber völlig überfordert wäre, aus verschiedenen Gründen, spielt keine Rolle). Kann sein, daß ich mir deshalb gemerkt habe: Erwerbsminderungsrente kommt für mich nicht in Frage/bzw bekomme ich nicht.



Was kann man denn dafür, wenn man keine 8 h mehr schafft gesundheitlich.

Ich gehe ja auf 6,4 Stunden runter. Mit Lohneinbuße natürlich. Und bin nicht mal sicher ob ich das länger hinbekomme. Bin nach 14 Tagen damit total fertig. Nun habe ich ab Montag ja erstmal Urlaub. Muß mal sehen ob ich noch einen Tick runter kann mit dem Gehalt.....aber ich fürchte der nächste Schritt ist dann: Auto weg und so. Und das will ich auch nicht *seufz*

Aktuell lese ich das Buch: "Lieben was ist" von Katie Byron. Und ich kapiere schon, daß all das nicht-können auch eine Kopfsache ist und ich umdenken muß. Vielleicht klappt es ja noch vor dem nächsten Zusammenbruch ;-)
LG, Christiane

Conny2
17.05.12, 01:13
Hi Schnuffi,

habe grad mal diesen Link gefunden:

http://www.arbeitsratgeber.com/erwerbsminderungsrente-0280.html

Da steht weiter unten der von dir erwähnte Stichtag bzw. was das Geburtsjahr betrifft, 1961.

Aber dennoch scheint die Beantragung nicht ganz unmöglich, auch wenn man danach geboren wurde.

Hm, tut mir leid, dass es dir noch immer so schlecht geht. Das hört sich nicht so toll an.
Ich kann dir da nur alle Daumen drücken, dass du irgendwie eine Lösung findest. Und auf alles verzichten müssen, wie du schreibst, das Auto usw. wäre ja auch schlimm. Ein Auto bedeutet ja auch ein Stück Freiheit bzw. Selbstständigkeit.
Ich sehe das ja bei mir selber... Ich kann wegen der Äuglein keinen Führerschein erwerben und bin daher sehr froh, dass mein Freund vor Jahren den Führerschein gemacht hat. Nur mal so am Rnde...

Vielleicht hat ja noch jemand anderes einen besseren Tipp für dich.

Alles Gute und

liebe Grüße
Conny:)

c.schnuffelblau
17.05.12, 21:15
Hi Conny,


habe grad mal diesen Link gefunden:

http://www.arbeitsratgeber.com/erwerbsminderungsrente-0280.html

Danke, sehr interessant.
Irgendwie bringe ich wohl alles durcheinander. :-(

Das steht:

Insoweit muss die Berechnung individuell erfolgen. Im Schnitt beträgt die volle Erwerbsmindungsrente 30 - 34 Prozent des bisherigen Bruttoeinkommens. Bei der teilweisen Erwerbsminderungsrente ist es die Hälfte


Wer soll denn davon wohl leben????


Aber dennoch scheint die Beantragung nicht ganz unmöglich, auch wenn man danach geboren wurde.



Hm, tut mir leid, dass es dir noch immer so schlecht geht. Das hört sich nicht so toll an.

Na ja, so schlecht geht es mir ja nicht. Wenn ich hier so sitze geht es mir sogar sehr gut :-)
Nur meine Belastbarkeit ist eben sehr gering geworden. Müsste ich nicht arbeiten wäre alles supi.


Ich kann dir da nur alle Daumen drücken, dass du irgendwie eine Lösung findest.

Meine Lösung kann nur sein daß ich lerne mit weniger Geld auszukommen und mich auf dem Level zu halten, daß ich eben die 6,4 Stunden Arbeit auch langfristig schaffe.
Ich muß einfach lernen umzudenken. Ich bin gedanklich zu viel in der Zukunft. Und daher kommen die Sorgen. Wäre ich immer nur im Hier und Jetzt, wäre wohl alles gut.

Auf der Arbeit ist es auch so, daß ich die 6,4 Stunden ja geschafft habe. Und das ist doch gut! Nur wenn Streß entsteht, also mich 2 Patienten gleichzeitig ansprechen, die Klingel geht, daß Telefon und ich gerade mit einer Arbeit beschäftigt bin, dann komme ich total schnell in ein Gefühl totaler Überforderung und denke: "Ich schaffe das alles nicht, alles wächst mir über den Kopf"
Aber ich muß lernen anders zu denken. Mehr so: "Ich mache eine Sache nach der anderen. Und wenn ich nicht Punkt XXX fertig bin, dann ist es eben so. Ich gebe mein Bestes, mehr kann niemand!"

Würde ich so denken, wären auch meine Überforderungsgefühle weg oder zumindest deutlich weniger. Das gelingt mir nur (noch) nicht. Ich setze mich ständig selbst unter Druck.
Wenn ich jetzt nach Lösungen außerhalb suche (Rente, Erwersminderungsrente usw) dann löse ich mein Problem nicht, sondern verlagere die Verantwortung nach Außen. Das will ich aber nicht.
Ich will nicht kapitulieren sondern umdenken.


Und auf alles verzichten müssen, wie du schreibst, das Auto usw. wäre ja auch schlimm. Ein Auto bedeutet ja auch ein Stück Freiheit bzw. Selbstständigkeit.

Ja, sehe ich auch so. Deshalb würde ich das gerne halten. Aber: es liegt an mir ob ich den Dreh innerlich hinbekomme oder nicht.
Liebe Grüße, Christiane

stuppsi
17.05.12, 21:55
Ist es nicht möglich das dein Arbeitgeber dich umsetzt? Wir hatten eine Stationsleitung ( Pflege) die auch große Probleme hatte und nach Reha trotzdem nicht richtig wieder rein kam und ihr alles zuviel wurde. Sie konnte sich innerbetrieblich nach qualifizieren und arbeitet nun in der Verwaltung( Patientenmanagement). Hat also noch mit ihrem Kollegen zu tun, auch ab und an mit Patienten, aber hat auch Rückzugs-und Ruhemöglichkeiten im Büro. Sie bezieht das gleiche Gehalt wie als Stationsleitung und ist wie verwandelt. Sie sieht richtig glücklich aus.

c.schnuffelblau
17.05.12, 22:05
Hi Stuppsi,

eine Stationsleitung ( Pflege) die auch große Probleme hatte und nach Reha trotzdem nicht richtig wieder rein kam und ihr alles zuviel wurde. Sie konnte sich innerbetrieblich nach qualifizieren und arbeitet nun in der Verwaltung( Patientenmanagement).

Mir hat die Reha empfohlen umzulernen. Meinetwegen ind er Verwaltung oder so. Ich würde dann aber weniger verdienen und müsste dann wieder voll arbeiten. Und das würde ich garantiert nicht mehr schaffen, egal wie ruhig die Arbeit ist.

Aktuell ist eine Stelle in der Pforte frei. Ich habe auch ernsthaft überlegt, aber mein Problem würd eich ja mitnehmen. Dann klingeln dort ehrere Telefone und schupps....und vermutlich würde ich schnell Gewichtsprobleme bekommen (und darüber der Diabetes sich verheerend verschlechtern) wenn ich mich weniger bewege.
Davon ab: es würde mich auch anöden.
Nein, meine Lösung liegt im Umdenken. Das wäre eh wichtig. Auch aus anderen Gründen und in anderen Bereichen.
LG, Christiane

stuppsi
17.05.12, 22:17
Bei uns war es so mit Besitzstandswahrungsrecht oder so ähnlich , von daher verdient sie das Gleiche wie vorher, nur keine Schichtzulagen. Aber sie hat vorher auch nicht mehr im Schichtdienst gearbeitet.

c.schnuffelblau
18.05.12, 07:19
Hi Stuppsi,

, von daher verdient sie das Gleiche wie vorher, nur keine Schichtzulagen.

Ich bekomme Gefahrenzulage, Schlüsselgeld, Sonn-und Feiertagsstunden, Schichtzulage, Nachtwache. Das ist in der Summe schon mehr als wenn man in der Verwaltung arbeitet. Und wie gesagt: es liegt nicht an der Tätigkeit. Es liegt daran, daß ich mich selbst unter Druck setze.
Und ich will nicht wieder Vollzeit arbeiten müssen, das würde nicht mehr gehen.
Für mich hätte es nur Nachteile umzuschulen.
Davon, daß ich mir Verwaltungstätigkeiten überhaupt nicht liegen, will ich gar nicht reden.
LG, Christiane

stuppsi
18.05.12, 12:25
Ja das ist mir klar. Das bei Pflegepersonal die Zulagen viel ausmachen. Aber als Stationsleitung hatte sie ja vorher auch alle Zulagen , die man eben im Tagdienst hat und dann eben als Leitung. Von daher ist es für sie keinerlei finanzielle Veränderung. Sie hat mehr als 30 Jahre als Krankenschwester gearbeitet , aber nun blüht sie auf. Ich freue mich immer wenn ich sie sehe. Vorher hing sie auch immer zwischen Ärzten und ihrem Personal und dem täglichen Stress einer großen Station.
Ehrlich gesagt könnte ich mir gar nicht vorstellen Schichtdienst zu arbeiten. Kann es nicht sein, das der Schichtdienst das Problem ist?

Conny2
18.05.12, 23:37
Hallo Schnuffi,


Wer soll denn davon wohl leben????
(Teilerwerbsminderungsrente)

Das wäre ja das Renteneinkommen zum Teilzeitjob. Von daher wäre es ja quasi ein Zubrot. Also evtl. doch eine Überlegung wert?


Na ja, so schlecht geht es mir ja nicht. Wenn ich hier so sitze geht es mir sogar sehr gut :-)
Nur meine Belastbarkeit ist eben sehr gering geworden. Müsste ich nicht arbeiten wäre alles supi.

Das ist ja das Problem, dass es einem bzw. dir unter Stress, vor Allem auf Arbeit nicht gut geht. Also kann man ja nicht davon ausgehen, dass es einem immer gut geht, nur weil man sich z.B. daheim grad mal wohl fühlt.

Viele, die erkrankt sind, wie auch immer, fühlen sich daheim "wohl", da sie ihre Zeit selbst einteilen können und selber bestimmen, was sie wie zuerst usw. machen.


Meine Lösung kann nur sein daß ich lerne mit weniger Geld auszukommen und mich auf dem Level zu halten, daß ich eben die 6,4 Stunden Arbeit auch langfristig schaffe.
Ich muß einfach lernen umzudenken. Ich bin gedanklich zu viel in der Zukunft. Und daher kommen die Sorgen. Wäre ich immer nur im Hier und Jetzt, wäre wohl alles gut.

Aber von irgend etwas muss man ja leben. Glaube nicht, dass du das Geld bisher verprasst hast. Sicher hast du durch deine Zuschläge noch etwas mehr, aber dennoch. Wenn das Geld dann zu knapp wird, dann würde ich es mit der Teilerwerbsminderungsrent versuchen.


Auf der Arbeit ist es auch so, daß ich die 6,4 Stunden ja geschafft habe. Und das ist doch gut! Nur wenn Streß entsteht, also mich 2 Patienten gleichzeitig ansprechen, die Klingel geht, daß Telefon und ich gerade mit einer Arbeit beschäftigt bin, dann komme ich total schnell in ein Gefühl totaler Überforderung und denke: "Ich schaffe das alles nicht, alles wächst mir über den Kopf"
Aber ich muß lernen anders zu denken. Mehr so: "Ich mache eine Sache nach der anderen. Und wenn ich nicht Punkt XXX fertig bin, dann ist es eben so. Ich gebe mein Bestes, mehr kann niemand!"

Ich weiß halt auch nicht, ob sich das Prob mit Umdenken lösen lässt. Es geht ja vielen mit Hashi so, aber auch mit anderen Krankheiten oder auch sogar ohne Krankheiten. Es scheint wohl auch oft ein Gesellschaftsproblem zu sein, der Konkurenzdruck, die Ängste, die damit zusammenhängen.....

Würde ich so denken, wären auch meine Überforderungsgefühle weg oder zumindest deutlich weniger. Das gelingt mir nur (noch) nicht. Ich setze mich ständig selbst unter Druck.
Wenn ich jetzt nach Lösungen außerhalb suche (Rente, Erwersminderungsrente usw) dann löse ich mein Problem nicht, sondern verlagere die Verantwortung nach Außen. Das will ich aber nicht.
Ich will nicht kapitulieren sondern umdenken.

EM-Rente zu beantragen fände ich jetzt nicht als Kapitulation. Selbst wenn es ein psych. Prob ist, weiß nicht, ob sich das so schnell lösen lässt. Man muss sich nicht immer selbst die Schuld geben, wie du mit umdenken beschrieben hast.


Ja, sehe ich auch so. Deshalb würde ich das gerne halten. Aber: es liegt an mir ob ich den Dreh innerlich hinbekomme oder nicht.
Liebe Grüße, Christiane

Ich wünsche dir alles Gute und dass du es dennoch irgendwie schaffst.:)

Liebe Grüße
Conny

c.schnuffelblau
19.05.12, 00:01
Hi Stuppsi,

Kann es nicht sein, das der Schichtdienst das Problem ist?

Nein, gar nicht. Ich mache ja im Grunde nur Spätdienste und Nachtwachen. Frühdienst ist mir einfach zu früh, krieg ich nicht hin und mache ich deshalb fast nie. In welchem Beruf kann man sonst um 12:00 zur Arbeit. Egal wie: ich sehe in anderen Berufen nur Nachteile.
LG, Christioane

c.schnuffelblau
19.05.12, 00:05
Hi Conny,
wie gesagt: man würde mir in dem Falle nahelegen umzuschulen.
Das würde aber für mich sehr viele Nachteile mit sich bringen.

In der Reha sagte man mir ganz klar: Rente krieg ich nicht! Ich müsste umschulen. Das ich einen einfachen Job keine 6 Stunden machen könnte, würde man nicht so sehen und deshalb: keine Rente.
Aus die Maus.

Nun kann ich mich entscheiden ob ich umschule, eine Arbeit mache auf die ich keine Lust habe, extreme finanzielle Einbußen habe und und und.

Oder versuche umzudenken um das zu behalten was ich habe.
Ich wäre doch schön blöd, wenn ich das nicht versuchen würde, finde ich.
Wenns nicht geht kann ich immer noch sehen. Aber erstmal versuchen, finde ich!
LG, Christiane

Conny2
19.05.12, 00:36
Hi Schnuffi, ich nochmal.:)


Hi Conny,
wie gesagt: man würde mir in dem Falle nahelegen umzuschulen.
Das würde aber für mich sehr viele Nachteile mit sich bringen.

Hm, ja das kann ich ja auch verstehen, auch wegen der Einbußen, Freude am Job, etc..


In der Reha sagte man mir ganz klar: Rente krieg ich nicht! Ich müsste umschulen. Das ich einen einfachen Job keine 6 Stunden machen könnte, würde man nicht so sehen und deshalb: keine Rente.
Aus die Maus.

Aber da wäre das letzte Wort ja noch nicht gesprochen. Wenn man einen Rentenantrag (Teilrente) stellt, muss das alles noch mal von vorn aufgerollt werden und von anderen Gutachtern noch mal erneut geprüft werden. Ich denke mal bei so ner Reha, die sehen das oft zu lapidar.
Ich weiß auch, dass das oft ein Haufen Geduld und Durchhaltevermögen fordert.


Nun kann ich mich entscheiden ob ich umschule, eine Arbeit mache auf die ich keine Lust habe, extreme finanzielle Einbußen habe und und und.

Ich dachte ja, dass du in deinem bisherigen Beruf bleiben könntest, in Teilzeit und wegen der evtl. fin. Einbußen halt die Teilrente dazu beantragen könntest. Du würdest ja deine Arbeit, die dir Spaß macht auch nicht ganz aufgeben oder so. Es wäre halt nur eine Last von dir genommen, die dir das Leben etwas leichter macht.


Oder versuche umzudenken um das zu behalten was ich habe.
Ich wäre doch schön blöd, wenn ich das nicht versuchen würde, finde ich.
Wenns nicht geht kann ich immer noch sehen. Aber erstmal versuchen, finde ich!
LG, Christiane

Das könntest du ja außerdem noch versuchen, das mit dem Umdenken.

Liebe Grüße
Conny

c.schnuffelblau
19.05.12, 00:56
Hi Conny,


Ich dachte ja, dass du in deinem bisherigen Beruf bleiben könntest, in Teilzeit und wegen der evtl. fin. Einbußen halt die Teilrente dazu beantragen könntest. Du würdest ja deine Arbeit, die dir Spaß macht auch nicht ganz aufgeben oder so. Es wäre halt nur eine Last von dir genommen, die dir das Leben etwas leichter macht.

Ja, DAS wäre schon super!
Aber da habe ich die Hoffnung nicht, daß das klappt.
Und ich habe auch nicht die Durchhaltekraft das zu versuchen. Ist mir alles zu stressig.
Die Option bleibt mir ja, wenn es doch nicht geht. Aber ich will es eben auch noch so versuchen für mich alleine zu sorgen. Ohne Hilfe.
LG, Christiane



Das könntest du ja außerdem noch versuchen, das mit dem Umdenken.

Liebe Grüße
Conny[/QUOTE]

Conny2
19.05.12, 01:45
Hi Schnuffi,

Nun ja, sicher ist es stressig. Hm, aber als letzte Möglichkeit dennoch einen Versuch wert, falls es fin. doch nicht so klappen sollte. Ein Gedanke für evtl. später mal.

Ansonsten kann ich dir nur wünschen, dass es auch so erst mal klappt, wie du dir es vorgenommen hast.:)

Liebe Grüße
Conny


hi conny,

ja, das wäre schon super!
Aber da habe ich die hoffnung nicht, daß das klappt.
Und ich habe auch nicht die durchhaltekraft das zu versuchen. Ist mir alles zu stressig.
Die option bleibt mir ja, wenn es doch nicht geht. Aber ich will es eben auch noch so versuchen für mich alleine zu sorgen. Ohne hilfe.
Lg, christiane

c.schnuffelblau
19.05.12, 08:26
Hi Conny,

Ansonsten kann ich dir nur wünschen, dass es auch so erst mal klappt, wie du dir es vorgenommen hast.:)

Ja, vielen Dank. :) *aufHolzklopf*
Liebe Grüße, Christiane

Liebe Grüße
Conny[/QUOTE]

stuppsi
19.05.12, 11:20
Kannst du dich in deinem Beruf nicht qualifizieren? Also in Richtung Hygieneschwester, Stomatherapeutin, Ausbilderin.. usw.?

c.schnuffelblau
19.05.12, 19:44
Hi Stuppsi,

Kannst du dich in deinem Beruf nicht qualifizieren? Also in Richtung Hygieneschwester, Stomatherapeutin, Ausbilderin.. usw.?

Ich versuche gerade zu verstehen warum Du einen anderen Job für mich suchst, obwohl ich immer wieder sage: so wie es ist soll es bleiben? *Kopfkratz*

Ich fühle mich auf der Station auf der ich bin, so wohl, wie man sich eben aufd er Arbeit fühlen kann. Ich habe sehr nette Kollegen und das z.B. ist mir das Wichtigste überhaupt!
Die Arbeit ist abwechslungsreich und gefällt mir.
Ich will gar nichts anderes!

Ich bin durch die Depression angeschlagen und weniger belastbar. Körperlich, seelisch, geistig. Damit muß ich umgehen lernen.
Neues lernen fällt mir dadurch viel schwerer als sonst.
Warum sollte ich dann genau das machen was mir schwer fällt: etwas Neues lernen?
Nein, ich möchte da bleiben wo ich bin.
LG, Christiane

stuppsi
19.05.12, 20:19
Ich suche keinen anderen Job für dich. du bist doch Krankenschwester. Bei uns gibts zb. eine Stomaschwester, die von Patient zu Patient geht, sich alles selbst einteilen kann, Beratungen macht usw. Ich kann mir das durchaus etwas kraftschonender vorstellen als den normalen Stationsalltag. Denn den kenne ich bei uns und weiß wie anstrengend es ist. Aber vielleicht arbeitest du ja auf einer weniger Arbeitsintensiven Station . Das weiß ich ja nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen das es dir nicht einen positiven Schub geben würde, wenn du etwas Neues machen kannst. Das heisst ja nicht das du das Alte nicht mehr machen sollst. Ist ja auch nur ein Vorschlag. Ich bekomme es eben bei mir in der Klinik mit. Sicherlich ist es im Akutkrankenhaus besonders krass und wir haben oft Personalumsetzungen wegen Burn Out, Depressionen oder anderen Erkrankungen.

c.schnuffelblau
19.05.12, 22:41
Hi Stuppsi,

Bei uns gibts zb. eine Stomaschwester, die von Patient zu Patient geht, sich alles selbst einteilen kann, Beratungen macht usw. Ich kann mir das durchaus etwas kraftschonender vorstellen als den normalen Stationsalltag.

Es hat aber auch Nachteile. z.B finanzielle. Und man hat kein Team mehr. usw.
Abgesehen davon gibt es sowas in der Psychiatrie nicht. Und die Weiterbildung als Psychiatriekrankenschwester ist sehr anstrengend und zeitintensiv. Viel der Zeit muß man in der Freizeit investieren und vieles geht mit Hund gar nicht. (Hospitation in anderen Häusern für lange Zeit usw)


Denn den kenne ich bei uns und weiß wie anstrengend es ist. Aber vielleicht arbeitest du ja auf einer weniger Arbeitsintensiven Station .

Sagen wir mal so: ich bin diese ganzen Möglichkeiten für mich in Geiste schon mal durchgegangen und habe keine Vorteile für mich sehen können.
Ich suche deshalb diesbezüglich auch gar keine Ratschläge oder Tipps.
Ich möchte mich da aber auch nicht immer total lang und breit erklären müssen. Viele Erklärungen halte ich kurz weil ich nicht alles schreiben will. Aus verschiedenen Gründen. Nun geht es aber schon recht lange hin und her und ich bitte deshalb darum mir keine Tipps zu geben.


Ich kann mir nicht vorstellen das es dir nicht einen positiven Schub geben würde, wenn du etwas Neues machen kannst.

Du gehst dabei aber von Dir aus. Ich weiß, daß Du es gut meinst und mir helfen möchtest. Ich suche aber keine Hilfe und vermute mal, daß wir in vielen Bereichen ganz unterschiedlich sind. Und wie gesagt: ich möchte das nicht lang und breit erklären. Das entartet dann dahin, daß ich sehr persönliche Dinge öffentlich zur Erklärung anführen müsste und den Eindruck habe ich muß mich rechtfertigen, weil es ja auch unhöflich ist einfach nicht mehr zu antworten.


Ich bekomme es eben bei mir in der Klinik mit. Sicherlich ist es im Akutkrankenhaus besonders krass und wir haben oft Personalumsetzungen wegen Burn Out, Depressionen oder anderen Erkrankungen.

Psychiatrie ist anders. Kann man gar nicht vergleichen. Obwohl es auch ein Akutkrankenhaus ist! Aber wie krass etwas ist, ist für mich immer vom Kontext abhängig. Ich kenne gute und schlechte Teams und weiß inzwischen, daß mich schlechte Teams richtig krank machen.
Davon gibt es aber mehr, als wirklich gute. Deshalb alleine ist ein Wechsel für MICH immer gut zu überlegen denn ich bin im besten Team der Klinik.
LG, Christiane

stuppsi
19.05.12, 23:15
Naja ich hab lang genug selbst in der Psychiatrie gearbeitet. Aber ich hatte verstanden das du verschiedene Meinungen hören willst. Wenn nicht auch okay.
Und durch das Besitzstandsrecht haben all diese Leute keinerlei finanziellen Veränderungen.

golfplatz
24.05.12, 19:07
Hallo Christiane,


Ich muß einfach lernen umzudenken. Ich bin gedanklich zu viel in der Zukunft. Und daher kommen die Sorgen. Wäre ich immer nur im Hier und Jetzt, wäre wohl alles gut.
[...] Nur wenn Streß entsteht, also mich 2 Patienten gleichzeitig ansprechen, die Klingel geht, daß Telefon und ich gerade mit einer Arbeit beschäftigt bin, dann komme ich total schnell in ein Gefühl totaler Überforderung und denke: "Ich schaffe das alles nicht, alles wächst mir über den Kopf"
Aber ich muß lernen anders zu denken. Mehr so: "Ich mache eine Sache nach der anderen. Und wenn ich nicht Punkt XXX fertig bin, dann ist es eben so. Ich gebe mein Bestes, mehr kann niemand!"
Würde ich so denken, wären auch meine Überforderungsgefühle weg oder zumindest deutlich weniger. Das gelingt mir nur (noch) nicht. Ich setze mich ständig selbst unter Druck.

Geh doch mal zu einem Psychotherapeuten und zwar am besten zu einem Verhaltenstherapeuten. (Bei einem Psychoanalytiker wird eher deine Kindheit zerpflückt und die Therapie dauer länger, das würde ich also nicht mitmachen)
Ich denke, der könnte dir helfen, das Umdenken zu schaffen!

Der HA erstellt eine Überweisung. Im Zweifelsfall gibst du an, dass dir der Stress körperlich zusetzt und du den Eindruck hast, dass das auch psychisch bedingt sein könnte o.ä.

Viel Erfolg!
Golfplatz

c.schnuffelblau
24.05.12, 23:28
Hallo Golfplatz,


Geh doch mal zu einem Psychotherapeuten und zwar am besten zu einem Verhaltenstherapeuten.

Nein, nie wieder! Die letzten beiden waren echt traumatisch!
Mehr möchte ich dazu öffentlich nicht sagen.
LG, Christiane

golfplatz
28.05.12, 17:47
Hallo Christiane,


Die letzten beiden waren echt traumatisch!

da hast du aber großes Pech gehabt.
Es sind sicher nicht alle so.

Du weißt, dass du die Möglichkeit hast, erst mal ein paar (ich glaube 5) "Schnupperstunden" zu nehmen?
Ich würde einfach mit mehreren Therapeuten ein Erstgespräch führen - vielleicht ist ja jemand dabei, der besser zu dir und deinen Zielen passt.

VG Golfplatz