PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blutuntersuchung trotz späterer Diagnose selbst zahlen?



monk
23.08.08, 00:48
Hallo zusammen,

habe vor einigen Tagen einen Brief vom Labor bekommen...mit der Rechnung für meine SD-Blutwerte, die mein HA nicht für nötig hielt weil ich ja psychisch krank bin...deswegen musste ich unterschreiben dass ich sie selbst zahle.

War inzwischen aufgrund der Werte aber beim Nuk und ich hatte Recht, mit der SD stimmt was nicht.

Kann ich irgendwie um die Zahlung rumkommen oder geht das nicht mehr?Zwischen (selbstgeforderter)BE und Datum des NUK-Besuchs liegen 6 Tage.

Es ist nich wirklich viel 160 €...aber ich liege meinen Eltern so schon genug auf der Tasche...unter anderem mit der privatgezahlten Psychotherapie...deswegen würd ich ihnen die 160€ wenns irgendwie möglich ist schon gern ersparen :redface:

lg monk

gypsy
23.08.08, 01:30
Hi monk,


War inzwischen aufgrund der Werte aber beim Nuk und ich hatte Recht, mit der SD stimmt was nicht.

Kann ich irgendwie um die Zahlung rumkommen oder geht das nicht mehr?Zwischen (selbstgeforderter)BE und Datum des NUK-Besuchs liegen 6 Tage.Bei mir war es ähnlich, ich hatte einen Vitamin D-Mangel vermutet. Da meine Ärztin den Wert nicht abnehmen lassen wollte, habe ich es als IGEL-Leistung machen lassen.
Herauskam, dass ein Mangel vorlag. Ich habe dann bei meiner Krankenkasse (DAK) angerufen, und nachgefragt, ob ich die Kosten erstattet bekomme, dies wurde verneint. Diesen ersten Wert musste ich zahlen. Die nachfolgenden Messungen als auch das Rezept für die Tabletten allerdings nicht mehr (Vitamintabletten werden normalerweise kaum noch auf Rezept verschriebe), da meine Ärztin ob des Wertes doch entsetzt war ...
Habe aber auch ein Gegenbeispiel: Ultraschall-Untersuchungen beim Frauenarzt sind normalerweise bei Vorsorgeuntersuchungen nicht mehr enthalten. Will man sie dennoch durchführen lassen, muss man es ebenfalls selbst finanzieren. Ist der Befund allerdings positiv, muss es nicht gezahlt werden.
Die unterschiedliche Handhabung liegt wohl daran, dass wenn der Arzt die Leistung selbst durchführen kann, er es bei positivem Befund abrechnen kann . Muss er die Untersuchung extern abgeben, wird dies für das Labor auf der Anordung vermerkt, die dann eine Rechnung ausstellen. Die Kosten entstehen also auf jeden Fall, die der Arzt dann nicht mehr mit der Kasse abrechnen kann. Also wenn der Patient nicht zahlt müsste er es selbst zahlen, was er natürlich nicht machen wird. Aber sicherheitshalber würde ich mal bei Deiner KK anrufen, die Situation schildern und mal hören was die dazu sagen.


Es ist nich wirklich viel 160 €... Das wiederum finde ich ganz schön teuer :eek:. Welche Werte wurden da denn gemessen? ft3 und ft4 liegen meines Wissens nach zusammen bei ca. 34-36 Euro. TSH dürfte auch nicht allzu teuer sein, Ultraschall bei ca. 35 Euro ...

Viele Grüße,

Karina

monk
23.08.08, 01:45
Huhu,

danke für deine Antwort:)

Ja das mit den Vitaminen kenne ich, hatte auch den Verdacht auf Mängel und tatsächtlich einen VitB12 Mangel...aber musste ich selbst zahlen...weils ja nix "richtiges" ist, das VitB muss ich auch selbst zahlen.

US wurde nicht gemacht, nur die freien Werte,TSH und alle Antikörper....habe schon mit der Summe gerechnet aber jetzt wo ich weiss dass ich Recht hatte zahl ichs ungern ;)

lg monk

Helga Sch.
25.08.08, 20:15
Hallo monk,

ich würde mich alle Fälle mich bemühen, das Geld wieder herein zu bekommen!

Nach meiner Erfahrung erreicht man bei Krankenkassen durchaus was, wenn man ein bisschen Dampf macht, - und Notfalls auch mal echt penetrant wird.

Bei Dir z.B. so nach der Devise: "...Wollen sie etwa sagen, dass es in ihrer Kasse so üblich ist, dass Kranke die KORREKTE Diagnose grundsätzlich selber zahlen müssen, wenn sie an einen unfähigen oder unwilligen Arzt geraten, der MÖGLICHERWEISE LEBENSWICHTIGE UNTERSUCHUNGEN VERWEIGERT, dass aber die weitere - unwirksame und vielleicht viel höhere Kosten verursachende - Fehlbehandlung aufgrund der falschen Diagnose klaglos bezahlt worden wäre??? ....Hätten sie etwas dagegen, dass ich dieses als ihr Statement veröffentliche, damit potenzielle neue Mitglieder gleich wissen, welchem Risiko sie sich aussetzen???"

Nach meiner Erfahrung kriegt man in den meisten Fällen, was man braucht, wenn man nicht schüchtern nachfragt und beim ersten: "Nein" brav den Kopf einzieht!

Also immerhin eine Chance, während "es gar nicht versuchen" gleich bedeutet, dass Du auf deinen Kosten sitzenbleibst!

Liebe Grüsse und *Daumendrück*,
Helga Sch.

Michael D'Angelo
25.08.08, 20:43
Hallo Monk!

Du schreibst:


Hallo zusammen,

habe vor einigen Tagen einen Brief vom Labor bekommen...mit der Rechnung für meine SD-Blutwerte, die mein HA nicht für nötig hielt weil ich ja psychisch krank bin...deswegen musste ich unterschreiben dass ich sie selbst zahle.

=> Sorry, das würde ich nicht zahlen! Wenn es aufgrund dieser Blutuntersuchung eindeutig nachgewiesen wurde, daß Du etwas an der SD hast, würde ich diese Rechnung nicht bezahlen mit dem Verweis auf Deine Kassenmitgliedschaft.



War inzwischen aufgrund der Werte aber beim Nuk und ich hatte Recht, mit der SD stimmt was nicht.

Kann ich irgendwie um die Zahlung rumkommen oder geht das nicht mehr?Zwischen (selbstgeforderter)BE und Datum des NUK-Besuchs liegen 6 Tage.

=> Tja, daß würde ich mit der Kasse klären oder eventuell mit dem Arzt. Aber vermutlich wurde diese Untersuchung letztes Quartal gemacht und da gibt es dann Probleme mit der KV dann.



Es ist nich wirklich viel 160 €...

=> Nicht viel? Wie wurdest Du denn abgerechnet? Es gibt nämlich einen massiven Unterschied zwischen Privatabrechnung bei Kassenpatienten und Privatabrechnung bei Privatpatienten.
Wie wurdest Du abgerechnet und welche Werte wurden abgerechnet?



aber ich liege meinen Eltern so schon genug auf der Tasche...unter anderem mit der privatgezahlten Psychotherapie...deswegen würd ich ihnen die 160€ wenns irgendwie möglich ist schon gern ersparen :redface:

=> Sorry, aber zu dem Arzt würde ich nicht mehr gehen, der die SD-Werte, die alle kassenfähig sind (TSH, FT4 und FT3-Werte, TPOAK (MAK), TAK und TRAK), nicht auf Kasse abrechnen, nur weil es psychisch sein soll. Zu solch einem Arzt hätte ich kein Vertrauen mehr, wenn diese nicht weiß, wie massiv Hormonstörung, u.a. eine Thyroxinmangel bzw. -überschuss, sich auf die Psyche auswirken kann. Und wenn diese rudimentäre Grunduntersuchung nicht gemacht, dann fehlen im wichtige Grundlagen zur fachgerechten Behandlung mit psychischen Störung.
Es gibt nämlich nicht nur psychosomatische Erkrankung (die Psyche macht die Physe krank), sondern auch auch somatopsychische Erkrankungen (die Physe macht die Psyche krank).


Hashimoto-Tyreoiditis, Autoimmunthyreopathien und alle anderen Hormonstörungen sind somatopsychische Erkrankungen und keine psychsomatischen Erkrankungen!!!!

Daher würde ich Dir eh raten, diesen Arzt nicht mehr aufzusuchen. Es ist leider so, daß viele Ärzte, wenn man diesen einen Fehler in der Diagnose oder Behandlung nachweisen kann, diese "lästigen" Patienten nicht mehr haben wollen, weil diese sich in "Ihrer Standesehre verletzt gefühlt haben und dies ein Vertrauensbruch sei", laber laber blubber blubber!

Lass Dich bloss nicht unterkriegen!!!

Liebe Grüße

Michael D'Angelo

Conny2
26.08.08, 00:17
Hallo,

mein Freund bekam gestern, zum Sonntag auch eine Rechnung von unserer HÄ, mit welcher wir bisher eigentlich zufrieden waren.

Ich hoffe, dass da lediglich nur ein Versehen vorlag.

Er hat seit Jahren erhöhtes Cholesterin und Triglyzeride. Durch Chol.senker waren dann auch noch die Leberwerte erhöht, worauf hin er Anfang des Jahres die Senker absetzte und seit dem das Chol. und die Tr. leider wieder etwas anstiegen, genau wie der Zucker.

Von daher wurden seit den letzten Jahren diese Werte immer in Abständen von ca. 1/2 Jahr oder auch öfters auf Kasse gemacht und es gab diesbezüglich noch nie Probs.

Die Werte wurden von der vorhergehenden HÄ und vom Gastro geprüft.

Wir sprachen vor. Wo. bei der jetzigen HÄ an, dass die letzten Werte beim Gastro im April schlecht waren und baten sie, diese mal wieder zu prüfen. Sie schrieb sich dann die Werte auf und schlug auch vor, den Zucker noch mit zu bestimmen.

Lediglich bei der Frage, ob sie B6 (wegen Psorriasis) mit bestimmen kann, meinte sie, das ginge nur privat und wolle sich erkundigen, was es kostet.

Mein Freund hat weder eine Aussage von der HÄ bekommen, dass er die Leber-, Blutfett- und die Zuckerwerte privat zahlen muss noch hat er was dafür unterschrieben.

Ich war zum Glück beim Arztgespräch dabei und kann dies bezeugen.;)

Als er dann 2 Tage später zur BE bei der Schwester der HÄ war, sagte sie ihn, dass das B6 33 EUR kosten würde, worauf hin mein Freund die Testung des B6 ablehnte.

Bezüglich Selbstzahlung der anderen Werte sagte auch die Schwester nix.

Nun rief mein Freund heute gleich bei der HÄ an, die Schwester meinte, die HÄ hätte jetzt eine Woche Urlaub. Und er solle das mit der HÄ selbst bereden, sie könne da nix dazu sagen.

Habe meinen Freund schon gesagt, er solle das bitte nicht zahlen, nur aus des lieben Friedens willen. Er meinte zwar, er hat jetzt nicht schon wieder Lust, die HÄ zu wechseln.

Aber auch wenn sie dann nen Zappppen hat, zahlen würde ich es nicht, warum auch. Übrigens, es würde ca. 40 EUR kosten. Auch das ist für uns zu teuer, zumal man ja Kassenbeiträge zahlt.

Und Monk, was dich betrifft, 160 EUR finde ich ganz schön teuer. Ich würde es auch nicht zahlen.

Vielleicht erreichst du ja was über die KK. Ich wünsch dir viel Mut und Durchsetzungsvermögen.

Liebe Grüße Conny:)