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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brauche Rat: weiteres Vorgehen bei SD-Problematik



denda
21.07.08, 14:51
Hallo allerseits,
ich (29,m) leide seit 4 Jahren unter vielseitigen Symptomen, die
tendenziell immer schlimmer werden. Nach zahllosen Facharztbesuchen
wurden nur wenige Auffälligkeiten gefunden (Histaminose, Fructoseintoleranz, Borrelien-Positiv). Ansonsten bin ich Klinisch gesund, fühle mich aber halbtot.

Meine Beschwerden: ständige, starke Übelkeit (ohne Erbrechen),
extreme Schwäche und Kraftlosigkeit, kein erholsamer Schlaf, extremer "Matschkopf" inkl. Schwindel, Benommenheit und Konzentrationsschwierigkeiten, sowie Wortfindungsstörungen;
Muskelschmerzen, bzw. Brennen (überall, aber mal hier mal da, und unregelmäßig; Paraesthesien (Kribbeln, Brennen, Ameisenlaufen, Nervenziehen); Kalte Beine und Gelenke, aber an schlechten Tagen einen ganz heißen Kopf (aber kein Fieber)
Unnötig zu erwähnen, dass ich unfähig bin auch nur irgendetwas zu arbeiten...

Vor einem Jahr dann wurde bei mir ein TSH-basal Wert von 3,52 micro-e/ml bei einem Normwert von 0,25-2,50 festgestellt.
Weitere Werte von jener Untersuchung:
f T3: 3,49 pg/ml (Norm 2,30-5,30)
f T4: 1,56 ng/dl (Norm 0,70-1,80)
TPO-AK: 4 U/ml (Norm 0-60)

Bei einer Sonographie wurde eine normal große SD mit diskret aufgelockertem Reflexmuster ohne Knotenbildung festgestellt. " Caudal des linken SD-Lappens und des Isthmus retrosternal Darstellung einer Parenchyminsel von ca. 10ml Volumen, vermutlich SD-Gewebe entsprechend.

Lappenvolumen: links 5 ml, rechts 7 ml, Gesamt 12 ml. Einschließlich Parenchyminsel 22 ml (norm bei Männern bis 25 ml)

Beurteilung einer Szintigraphie (am selben Tag):
Darstellung einer normal großen, rechtsbetonten SD im SD-Lager mit homogener Radionuklidbelegung.

Beurteilung:
Latente Hypothyreose ohne serologische Anzeichen einer derzeit aktiven Autoimmunthyreoiditis.


Daraufhin wurde ich langsam mit L-Thyroxin eingestellt (aktuell vom März TSH: 1,16
Leider geht es mir überhaupt noch nicht besser, eher im Gegenteil.
Habe jetzt schon öfter gelesen, dass es zum Teil sehr lange dauert bis so ein Stoffwechsel wieder auf Touren kommt.
Glaubt ihr, meine Beschwerden lassen sich mit den obrigen Werten in Einklang bringen?
Was könnte ich noch an spezielleren Untersuchungen machen lassen?
Gibt es andere Tests, die eine aktive oder passive Hashi-Thyreoiditis nachweisen können?

Zu guter Letzt: Kommen dem einen oder anderen von euch meine Beschwerden bekannt vor, oder sind da eher untypische für Hashimoto dabei?
Typisch ist ja auch das Wechseln von Unter-bzw. Überfunktion- die Symptome einer Überfunktion hatte ich aber eigentlich nie.

Vielen Dank für eure Hilfe, ich bin zutiefst verzweifelt
Beste GRüße
denda

P.S: Mir ist klar, dass Histaminose, Fructoseintoleranz und Borreliose (ob sie aktiv ist, ist fraglich) deutlich mehr als nichts ist,
für mich stellt sich natürlich auch die Frage, nach einem möglichen Zusammenhang. Die Fructoseintoleranz habe ich bestimmt schon 6-7 Jahre. Diese schadet ja bekanntlich auch den Stoffwechsel...
Die Frage ist: Was sollte ich ursächlich versuchen anzugehen, denn die Symptome zu lindern bringt bei mit keinerlei Erfolg....

roxanne
21.07.08, 15:00
Das Wechseln von UF und üF kommt zwar vor, typisch ist es aber nicht.
Viele haben die anfänglich ÜF nicht und starten gleich mit UF.

Deine Beschwerden sind aber schon typisch. Wenn Du den Thread für Neulinge liest, der oben gepinnt ist, findest Du alle wieder.
Bis auf die Übelkeit kenne ich sie auch alle von mir.

Hast Du aktuelle Werte? Wenn nein, solltest Du mal welche machen lassen.

denda
21.07.08, 15:30
Danke für Deine Antwort.
Der aktuellste ist der TSH 1,16 vom März. Werde aber die nächsten Tage eine neue Untersuchung veranlassen, um alle Werte auf aktuellem Stand zu haben.
Ich habe immer Angst etwas wichtiges zu versäumen, wenn es mir so schlecht geht, dass ich mir große Sorgen um mein Leben mache... ich kann es mir so schlecht vorstellen, dass eine Besserung auch nach "idealer" Einstellung noch >1 Jahr auf sich Warten lassen kann. Ich halte meine Ärztin für eine eher gute, und sie sagte, das müsste schnell gehen. Da ich Vertrauen zu ihr habe, dachte ich nach geraumer Zeit: ok, es geht dir nicht besser, dann war es wohl nicht die SD. Aber ich dachte auch: was zur Hölle muss man haben, dass so etwas essentielles wie SD-Hormone bei guter Einstellung keinen Effekt haben?!
Wie ist denn Deine Erfahrung mit dieser langen Wartezeit, vielleicht erliege ich ja auch einem Irrtum und es dauert meistens so lange.

roxanne
21.07.08, 15:37
Ja, laß auf jeden Fall neue Werte machen. Bestehe dabei auf allen Werten, incl ft3 und ft4 und vielleicht noch TG-AK. Könnte interessant sein.

sisifee
21.07.08, 19:07
Ist alles wohl schon eher typisch, lass also ersteinmal Werte machen.
Falls du da nicht weiterkommst, kannst du ja dich ja auch mal nach anderen AI erkundigen, gemeinsames Auftreten kommt anscheinend durchaus vor (wurde zB mal B12 gemessen? Wg Übelkeit, vielleicht ist ja auch etwas mit deinem Magen nicht ganz ok.)
lg, sisifee