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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umschulung-Rehamaßnahmen



Nadja
13.07.04, 18:12
Hallo!
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit den Rehamaßnahmen der Arbeitsagentur gemacht?
Ich mußte wegen MB meinen Job kündigen, da ich der Belastung nicht mehr standhalten konnte. Ich bin Op-Schwester und werde wohl auch in Zukunft diesen Beruf nicht mehr ausüben können. Soweit so gut...nun ist mein Reha-Antrag positiv beantwortet worden (nach ewigen Monaten und verschenkter Zeit). Das ist ja auch echt toll, dass Problem an der Sache ist, dass ich gerne eine Umschulung als Physiotherapeutin machen würde. Da wird aber gesagt, die Belastung sei auch zu hoch ( kann man ja gar nicht mit dem Op-Job vergleichen) usw. Nun habe ich das Argument angebracht, dass es mir wieder viel, viel besser geht. Die Antwort war darauf: dann passen sie auf das der Reha-Antrag nicht zurückgenommen wird. Es kann doch nicht wahr sein, das man seinen positiven Gesundheitszustand verbergen muss?!!!
Ich weiss einfach nicht, wie ich es geschickt verpacken kann, dass ich in Zukunft unter normalen Stressbedingungen wieder arbeiten kann?
Vieleicht hat ja jemand von Euch die selben Erfahrungen gemacht und kann mir ein paar Tipps geben.
Liebe Grüsse Nadja

helga
14.07.04, 10:34
Hallo Nadja,
mit einer Reha habe ich noch keine Erfahrungen, aber ich möchte dir sagen, dass selbst ich mich überlastet fühle. Ich bin Fremdsprachenassistentin. Die meiste Zeit verbringe ich am Rechner sitzend. Es gibt aber auch Tage, da habe ich viel Kopierarbeiten oder datenschutzwürdiges Material muss geschreddert werden usw. jedenfalls Tätigkeiten mit ungewöhnlich viel Bewegung. Kürzlich habe ich z.B. 3 Stunden am Schredder gestanden. Das Material mit einem Wägelchen einige Stockwerke höher geschafft, geschreddert und mit dem Wägelchen wieder nach unten zum Container. Dies habe ich 3 stunden lang so gemacht. Am gleichen Tag habe ich nichts bemerkt, aber am 2. und 3. Tag danach konnte ich nicht zur Arbeit, weil ich völlig erschöpft war, ich hatte auch Muskelschmerzen in den Beinen, selbst Treppensteigen viel mir schwer. Nach 2 Tagen auf der Couch herum liegen wars dann wieder gut. Dabei fahre ich täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit (7km), reite 1x die Woche ca. 1 Stunde in der Halle, manchmal noch am WE 2-3 Stunden Ausritt. Meine Werte befinden sich innerhalb der Norm. Ich brauche keine Tabletten. So ergeht es mir jedesmal wenn ich nur ein kleines bisschen mehr mache als üblich.
Ich kann mir daher vorstellen, dass Physiotherapeuten je nachdem was sie gerade tun, häufiger mal erschöpft sein können. Probiere doch deine körperliche Belastungsfähigkeit einfach aus. 2 Stunden im Garten graben oder 2 Stunden zügiges Fahrradfahren oder das ganze Haus auf einmal putzen oder was dir gerade einfach einfällt. Ich muss dazu sagen, dass ich 50 bin und heftig in den Wechseljahren, aber da kommst du ja auch noch vielleicht hin und dann gehts dir wieder schlecht.
Vielleicht konnte ich dir noch einen Gedankenanstoß geben,
viele Grüße und weiterhin gutes Gesundheitsgefühl
Helga