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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bromocriptin - Erfahrungswerte



Sally1
13.10.06, 07:37
Hallo ihr,
ja, mich gibt es auch noch.

Ich habe nur eine Frage:
Wer hat Erfahrungen mit der Einnahme von BROMOCRPTIN ?

Ich habe einige weitere Untersuchungen über mich ergehen lassen.
Meine Ärztin ist zu dem Entschluß gekommen, dass ich bei so einem (extrem) hohen Prolaktinwert etwas dagegen machen muß!
Seit einen Monat nehme ich BROMOCRIPTIN, aber nur 1/2 Tabl. tägl. Normalerweise, also laut Beipackzettel, sollte man 3 x tägl eine halbe Tabl. einnehmen. Da ich aber volltags berufstätig bin und auch Autofahren muss, wurde meine Dosis von vornherein auf eine Halbe tägl. festgelegt.
Anfangs dachte ich, was ist das für ein Teufelszeug. Nach der ersten halben Tablette hatte ich Herzrasen, das Herz pochte mir bis unter die Schädeldecke und an Schlafen war gar nicht zu dennken. Am Tag 3 legte sich das dann.
Ich vertrage das Medikament jetzt ganz gut, habe aber zugenommen.

Gestern wurde mir wieder mal Blut abgenommen. Jetzt heißt es 2 Wochen auf das Ergebnis warten und evtl. Dosiserhöhung. Ich vermute aber, dass ich die Dosis auf eine Tabl. tägl. erhöhen kann, da sich die Milch in beiden Brüsten noch nicht abgestellt hat.

Soll ich ehrlich sein? Ich bekomme wahrscheinlich gerade sowas wie "Torschlusspanik". Ich werde in diesem Jahr noch 30 und habe schon seit 3 Jahren einen Kinderwunsch und wollte auch nie so spät Mutter werden.
Jetzt nach 3 Jahren ohne Erfolg, nach einem Jahr mit der Zusatzbelastung Milch in beiden Brüsten, glaube ich, dass ich wohl keine Kinder bekommen kann - aber man sagt es mir nicht geradeheraus....

Lieben Gruß
Sally

ibeji
13.10.06, 08:46
Ein zu hoher Prolaktinwert soll wohl tatsächlich die Chancen schwanger zu werden verringern.

Wurde denn bei Dir ein MRT gemacht, um ein Prolaktinom sicher zu diagnostizieren, oder wie hoch ist denn Dein Prolaktinwert in Bezug auf den Referenzbereich?

Ein Glück daß Du das Bromocriptin zu vertragen scheinst - ich hatte 1996 ein Prolaktinom und fand die leichte Übelkeit und das Druckgefühl im Magen von dem Pravidel (= Bromocriptin) immer sehr unangenehm!

Sobald Dein Prolaktin wieder normal ist sollte es aber klappen mit dem KiWu - falls nicht noch andere hormonelle Ungleichgewichte bestehen - schon untersucht?

Nachdem Du unter "Hashimoto" postest und nicht unter "Sonstige Themen", wo dieses Thema ja eigentlich hingehören würde, nehme ich an Du hast ausserdem Hashi?

Wenn Du gut eingestellt bist mit SD-Hormonen, sollte das mit der SS doch klappen?!

Viel Glück - und nimm erst mal weiter brav Dein Bromocriptin (mein Prolaktinom bin ich auf die Art wieder losgeworden)!
ibeji

runa12
13.10.06, 08:47
Hallo,
habe auch erhöhte Prolaktinwerte aufgrund von Hashi, leider jedoch keine Erfahrung mit dem Medikament, von dem du schreibst, habe schon 2 Kinder, die jedoch vor Ausbruch der Krankheit geboren sind. Bin jetzt auch 30, habe extreme lange Zyklen und Progesteronmangel. Unternehme bis jetzt (außer der Einnahme der Schilddrüsenhormone und Homöopathie), noch nichts dagegen (vor allem, weil ich noch keinen Arzt gefunden habe, der die Zusammenhänge zwischen Frauen- und SD Hormonen wirklich erfasst), bin aber auch daran interessiert, welche Möglichkeiten es gibt, einen Prolaktinüberschuss und Progesteronmangel sinnvoll zu behandeln und welche Risiken bestehen, wenn man - wie ich -erstmal nichts extra dagegen unternimmt (außer natürlich die Behandlung von Hashi im Allgemeinen),

Viele Grüße,
runa 12

Sally1
13.10.06, 11:10
Hallo,
@ ibeji:
Ja, ich bin auch ein Hashi. Es wurde bei mir vor ca. 6 Jahren festgestellt.
Ich kannte mich da noch nicht so mit dem Thema SD-Erkrankungen aus und nahm einfach das ein, was mir die Ärzte verschrieben.
Wie gesagt, seit 3 J. haben meine Mann und ich den Kinderwunsch. Nachdem ich die Pille abgesetzt habe, dauerte es erstmal bis sich wieder eine halbwegs normaler Zyklus einstellte. Und als sich keine SS einstellte, bin ich von FA zu FA. Keiner von denen wollte oder konnte mir helfen. Bis dann vor einem Jahr etwas milchiges aus meiner Brust lief. Es fing wieder die -von-Arzt-zu-Arzt-Rennerei- an. 1 Jahr lang hat mein FA mir nicht helfen können. Er hat mich zum Endo geschickt.
Dieser war das Unmenschlichste was mir je passiert ist!
Ich habe mir geschworen, nie mehr zu einen Endo zu gehen!
Aber dieser Endokrinologe hat mir eine Überweisung zur Kern-Spin gegeben.
Das war 1 Monat vor HeiligAbend. 2 Wochen später hatte ich dann den Termin. Es war, Gott sei Dank, nichts Auffälliges an der Hypohphyse zu entdecken. Mein schönstes Weihnachtsgeschenk!
Nach dieser Odysee habe ich mit meiner Schwägerin gesprochen. Sie empfahl mir ihre FA, eine Ärztin! Diese Ärztin hat mir erstmal vom Anfang bis zum Ende zugehört - ohne mir ins Wort zu fallen, wie diese anderen Ärzte - und hat meine größte Angst vor evtl. Brustkrebs genommen, indem sie einfach und ohne extra Termin, einen Ultraschall gemacht hat. Diese Frau ist klasse!
Ich hoffe, dass es doch noch mal irgendwann mit dem Schwangerwerden klappt. Leider sind die Werte meines Mannes nicht so berühmt...
Naja, schaun wir mal.

@ runa:
Darf ich dich fragen, woher du kommst?
Ich würde dir sonst meine Ärztin empfehlen.
Sie ist nicht nur gynäkologisch, sondern auch z.T. endokrinologisch - und vorallem menschlich, topp.
In ihrem Bücherregal stehen nicht nur Bücher über die Gynäkologie, sondern auch Endokrinologie und dazu noch in mehreren Sprachen....

Ich freue mich schon auf weitere Nachrichten.
Liebe Grüße
Sally

ibeji
13.10.06, 11:44
Ich hoffe, dass es doch noch mal irgendwann mit dem Schwangerwerden klappt. Leider sind die Werte meines Mannes nicht so berühmt...Meine auch nicht - Hashi bringt halt einiges durcheinander... :(

Deswegen werden meine Frau und ich (da ebenfalls KiWu und ebenfalls jahrelang vergeblich "geübt" bisher) wohl um IVF bzw. ICSI nicht herumkommen...

Darum drücke ich Euch ganz fest die Daumen! :)

VlG, ibeji

Ingrid R.
13.10.06, 11:49
Hallo Sally,
ich hatte nach der Geburt meines Sohnes noch Milch in der Brust, fast bis er in die Schule kam. Deshalb habe ich dann irgendwann Kirimgyn (enthält Bromocriptin) bekommen. Das habe ich aber nur abends vertragen, jedenfalls so einigermassen, wenn ich mal nachts aufgewacht bin war's mir übel und schwindelig und ich hatte sogar optische Halluzinationen (tanzende Lichtpunkte), außerdem war ich sehr schlapp. Nachdem es bei mir nach ein paar Monaten keine Wirkung gezeigt hat und ich immer noch Milch in der Brust hatte, habe ich es in Absprache mit dem Arzt wieder abgesetzt. Ich hatte leider nie ein MRT bekommen, sodass ich gar nicht weiss, ob ich ein Prolaktinom hatte, meine Prolaktin-Werte waren aber nur knapp über der Norm. Welche Werte hast Du? Extrem wäre bei Prolaktin nur ein Vielfaches der Norm, da sind die Werte nicht so fein zu betrachten wie bei der Schilddrüse.
Und wenn es bei Dir wirklich extrem ist, dann ist es seltsam, dass man kein Prolaktinom gefunden hat, sehe ich nicht als Grund Dich zu freuen (leider!) da muss man weiter nach der Ursache forschen, da stimmt irgend etwas nicht !Im Nachhinein vermuteten bei mir die Ärzte, dass es bei mir doch an Hashi und der noch bestehenden Unterfunktion (durch zu niedrige Dosis) lag. Aber das gibt es angeblich nur bei leicht erhöhten Werten, nicht bei extremen, da liegt die Ursache wahrscheinlich nicht bei einer Unterfunktion! Jedenfalls hatte ich keine Prolaktin-Probleme mehr, nachdem ich auf Prothyrid umgestellt und gut eingestellt war.
Apropos: wäre es überhaupt möglich, dass Du in SD-Unterfunktion bist? Wie sind Deine Werte?
Liebe Grüße,
Ingrid

PS: Nach meiner zweiten Schwangerschaft hatte ich das Problem nicht mehr. Und ich bin übrigens spät, mit 38 und 43 superschnell schwanger geworden (vor der ersten SS war zusätzlich auch noch das Spermiogramm schlecht) , nachdem Hashi endlich entdeckt und behandelt wurde und das zweite Mal, als das Prolaktinproblem aus der Welt war und die SD-WErte wieder besser. Ich drücke Dir die Daumen!

Sally1
13.10.06, 12:23
Halli Hallo,
@ ibeji:
Erst mal "Hut ab" und vielen Dank.
Es ist schön, wenn ein Mann so offen und ehrlich über sich und dann auch noch mit anderen - vorallem mit Frauen - reden kann.
Meinst du mit IVF bzw. ICSI etwa eine künstliche Befruchtung?
Eine künstl. Befruchtung steht bei meinem Mann und mir ganz hinten an.
Wir wollen uns erstmal keinen Stress machen.
Ich hoffe, dass mir BROMOCRIPTIN weiterhelfen wird.
GLG

@ Ingrid:
Ich nehme auch die Prothyrid. 1 Tabl. oder eine halbe Tabl. im tägl. Wechsel, damit ich quasi eine 3/4 Tabl. tägl. habe. Die SD soll bei mir relativ gut eingestellt sein...(laut der Nuklear-Medizin).
Mit KIRIM GYN hat der erste FA an mir herumgedoktert...
Es war absolut ergebnislos. Ich hatte eher das Gefühl, dass es mehr wurde, als ich mit Kirim Gyn aufhören sollte...
Ich habe Hashi und auch eine Unterfunktion, da meine SD wohl schon verkleinert ist. SD- und Prolaktin-Werte habe jetzt leider keine hier, da ich vom Arbeitsplatz aus schreibe...
Meine FA sprach was von max. 600 irgendwas an Prolaktin sei schon sehr hoch. Außerdem ist meine Lebensqualität mit dem "Problem" eingeschränkt und solange das so ist, bin ich vom Kopf her blockiert.
Recht hat sie.
Naja, ich gebe die Hoffnung nicht auf. Wenn es dann doch erst mit 35 J. was wird, dann soll es wohl so sein.

Ganz liebe Grüße
Sally