PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer kennt sich mit Interpretation von Herz-Ultraschall-Ergebnis aus?



Beate
27.03.06, 13:00
Hallo Ihr!

Ich habe mir gerade mal einen Befund vom Herzultraschall (Echokardiographie) angeguckt, der vor einem Jahr stattgefunden hat. Da hat die Ärztin für meinen Hausarzt geschrieben: Klappen zart. F ca. 67%. Keine Wandbewegungsstörungen.

Wißt Ihr, ob das gut oder schlecht ist, wenn die Klappen zart sind, was F bedeutet und ob 67 % normal sind?

Vielen Dank im Voraus,
liebe Grüße von Beate

kopfueber
27.03.06, 19:34
Dass Herzklappen zart sind, sollte wohl bei jedem der Fall sein. Wurde die Sonographie nach einem Myokardinfarkt vorgenommen ?

Beate
27.03.06, 19:54
Hallo Kopfüber!

Nein, glücklicherweise hatte ich noch keinen Myokardinfarkt.

Weißt Du auch, was das mit dem F 67% bedeutet?

Viele Grüße von Beate

kopfueber
27.03.06, 20:18
ohne Gewähr:
F bedeutet wohl Fraktion... eine Fraktion von mehr als 50 % ist gut und hat bei Myokardinfarktpatienten die höchste Überlebensrate. Daher hatte ich gefragt, ob im Zusammenhang mit einem Infarkt nachgefragt wird.

PetraN.
27.03.06, 21:10
Hallo,

bin vor gut 5 Wochen auch kardiologisch durchgecheckt worden ;-) aufgrund meiner Herzstolperei und anfallsartigem Pulsrasen.

Hier mal mein Bericht (Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz):

EPIKRISE

Diagnosen: 1.Rezidivierende Sinustachykardien
2. Autoimmunthyreoiditis vom Typ Hashimoto

Klinische Befunde:
Keine kardio-pulmonalen Insuffizienzzeichen in Ruhe.
Keine patholog. Lymphknotenschwellungen.
Kopf und Hals unauffällig, insbesondere keine Halsvenenstauung. Kein Strömungsgeräusch über den Carotiden. Lungen seitengleich belüftet, sonorer Klopfschall, vesikuläres Atemgeräusch, keine Nebengeräusche. Herztöne rein, keine vitientypischen Strömungsgeräusche. Puls 88/min. RR 120/80 mmHg.
Abdomen weich, kein Druckschmerz, keine Resistenzen. Leber nicht vergrößert, Milz nicht palpabel.
Nierenlager bds. nicht klopfschmerzhaft.
Ubiquitär regelrechte Peristatik. Periphere Pulse bds. gut tastbar.

Ruhe-EKG:
Normofrequenter Sinusrhythmus (61/min).
Steiltyp. Unauffällige Vorhofpotentiale, regelrechte AV-Überleitung, Zeiten im Normbereich. Ungestörte ventrikuläre Erregungsausbreitung und- rückbildung. Keine Rhythmusstörungen.

Langzeit-Event-Recorder-Aufzeichnung:
Durchgehend Sinusrhythmus mit überwiegend normofrequenter Überleitung.
Vereinzelte ventrikuläre und supraventrikuläre Extrasystolen.
Keine höhergradigen Rhythmusstörungen. Keine Pausen.
Intermittierende Sinustachykardien.

Echokardiographie und CW,-PW und Farbdoppleruntersuchung:
Normal grosse Herzkammern. Keine links - oder rechtsventrikuläre Wandhypertropie. Keine segmentalen Wandbewegungsstörungen. Normale links - und rechtsventrikuläre Pumpfunktion.
Zarte Herzklappen, keine sichtbaren Vegetationen.
Unauffällige Aorta acendens.
Unauffällige zentrale Pulmonalarterie.
Kein Perikarderguß, keine sichtbaren intrakavitären Thromben.
Kein hämodynamisch relevantes Vitium cordis.
Altersentsprechendes diastolisches Flußprofil über der Mitralklappe. Somit echokardiographischer Normalbefund.

Spirometrie/Bodyplethysmographie in Ruhe:
Kein Anhalt für obstruktive oder restriktive Ventilationsstörung.

Zusammenfassende Beurteilung:
In Zusammenschau aller Untersuchungsergebnisse muss von intermittierenden Sinustachykardien ausgegangen werden.
Ich empfehle zunächst eine niedrig dosierte Beta-Blockade mit Concor 2,5 mg, durchaus eine Steigerung bei weiterbestehenden Palpitationen möglich.
Eine Kontrolluntersuchung sollte in ca. 6 Wochen erfolgen.

Wer kann mir das ein wenig aufdröseln?


Lieben Gruß
PetraN.