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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : @Krankenschwestern: Wie lernen selbst intramuskulär zu spritzen?



ibeji
10.03.06, 14:27
Liebe Forumssiedler ;),

mal hier eine Frage an medizinisch ausgebildete oder vorgebildete Forumsteilnehmer(innen) - also z.B. die Krankenschwestern, von denen ich weiß, daß es hier im Forum einige davon gibt :) :

Der Arzt (Dr. Hertoghe) hat mir geraten, mir das Gonadotropin (wegen KiWu sowie LH, FSH und Testosteron, die absolut im Keller sind) auf Dauer selbst zu verabreichen (muß 3x pro Woche intramuskulär gespritzt werden), und mir von einer Krankenschwester zeigen zu lassen, wie man das macht und was man dabei beachten muß.

Da sich mein Hausarzt (200m zu Fuß von zuhause) deswegen aber blöd anstellt, und ich auf Dauer trotz der Nähe nicht von ihm abhängig bleiben will (was mache ich z.B. im Urlaub?!?! Oder unterwegs?!?!), wollte ich mir vorab von Euch schon mal erklären lassen, worauf man dabei achten muß.

1) WO spritzt man am besten?
Pobacke (rechts) wäre natürlich leichter zu erreichen (bin Rechtshänder), Oberarm (links) ginge aber auch (ich hab's heute von der Schwester übrigens in den linken Oberarm gespritzt gekriegt). Welche anderen Stellen kommen evtl. noch in Frage? (Zur Not denke ich würde ich auch mit der linken Hand in den rechten Oberarm schaffen)
Soll man die Einstichstelle möglichst oft wechseln? (Immerhin ist 3x pro Woche ja schon recht oft!)
Also mal Arm, mal Po, mal links, mal rechts?
2) Wo kriegt man die notwendigen Spritzen her? Apotheke?
3) Gibt es wegen Sterilität besonderes zu beachten? (Außer Nadel vorher nicht anfassen, logisch, und die Einstichstelle vorher und hinterher desinfizieren, und Nadeln natürlich auch nur 1x verwenden)
4) Wie tief muß man stechen?
5) In welchem Winkel muß man stechen? Senkrecht zur Haut? Oder etwas schräg?
6) Gibt es bestimmte Stellen, die man kennen muß, wo man gefahrlos stechen kann?
7) Insbesondere, wie stellt man sicher, daß man keinen Nerv und keine Ader trifft (intravenös wäre nicht so gut...)?
8) Was gibt es sonst noch zu beachten?
9) Wie sticht man am besten? Ähnlich wie beim Stechen der Fingerkuppe zur Blutzuckermessung, d.h. möglichst schnell? Oder lieber sachte und langsamer? Immerhin muß man ja wegen der Fettschicht unter der Haut wahrscheinlich recht tief stechen - so 2-3 cm vielleicht? Oder mehr?
10) Welches Desinfektionsmittel sollte man verwenden? Tut's ein Wundspray-Desinfektionsmittel?

Ich will damit erreichen, daß ich theoretisch schon mal alles weiß was man wissen muß, und werde weiter bohren bis mir jemand die Praxis zeigt - durch diese Vorbereitung geht die Einführung in die Praxis dann hoffentlich schneller, so daß ich nicht so lange auf diesen lästigen Hausarzt angewiesen bin (dem ich sowieso nichts zutraue, gehe nur zu ihm wenn sich's nicht anders machen läßt - für meinen "guten" Hausarzt muß ich nämlich extrem weit fahren).

Schon mal allerbesten Dank für Eure Hilfe!

VlG, ibeji

Leonesse
10.03.06, 14:56
Ganz ehrlich? Ich halte es für verantwortungslos von einem Arzt einem Patienten zu raten die intramuskuläre Injektion selbst zu verabreichen.

Die Gefahr dass man sich einen Spritzenabszeß verpaßt ist nämlich viel zu groß.

In den "Po" kann man sich schon mal überhaupt nicht selbst injizieren - da man für die "ventrogluteale Injektion nach von Hochstätter" wie sie so schön heißt eine besondere Technik des abmessens braucht die kein Mensch alleine hinkriegt:

http://connection.lww.com/Products/taylor5e/documents/Thumbnails/Ch29/t29_028un.jpg

Auch im Oberarm ist das eigentlich unmöglicch da bei der i.m. Injektion die Haut mit einer Hand gespreizt werden muß beim einstechen und nicht wie bei der s.c. injektion einfach mal rinne damit.

Es kommt ja auch drauf an wie dick das Fettgewebe ist und wenn man z.B. so eine dicke Schwarte hat wie ich muß man eine 10cm Kanüle zum i.m. Spritzen nehmen um auch wirklcih den Muskel zu treffen - wäre bestimmt nicht so lustig wenn du dir da einen Nerv oder ein tiefliegendes Blutgefäß antitscht oder gar i.v. statt i.m. spritzt.

Egal wie ätzend es ist vom Arzt abhängig zu sein - ich würde da auf jeden Fall die Finger von lassen! Vor i.m. Spritzen habe ich einen heidenrespekt!!!!

ibeji
10.03.06, 15:16
@Sonny: Schon mal ganz herzlichen Dank für Deine fachfrauliche Meinung! :)
Hört sich so an als müsste ich dann wohl doch in den sauren Apfel beissen, da dreimal die Woche hinzutapern...
Ich dachte nur: Was eine Krankenschwester lernen kann, muß ich doch im Prinzip auch lernen können! :)

@Alle: Worin besteht eigentlich der Unterschied in der Wirkungweise zwischen subkutan und intramuskulär?
Geht das eine z.B. schneller ins Blut oder wie ist das?
i.m. und s.c. werden doch beide zur Erzielung einer länger dauernden und gleichmäßigeren Abgabe eingesetzt?

Nochmals vielen Dank an alle für alle Hinweise!!

VlG, ibeji

Leonesse
10.03.06, 18:54
Klar kann man das lernen, kein Thema - aber als Krankenschwester muß man z.B. eine 3jährige Ausbildung machen und ich mußte auch später als Schwester erst einen "Spritzenschein" machen (unter ärztliccher Aufsicht 3 mal eine i.m.Spritze geben) bevor ich damit auf die Menschheit losgelassen wurde.

Der Unterschied zwischen i.m. und s.c. liegt als erstes mal darin, dass i.m. viel schneller vom Körper aufgenommen wird und die Resorption besser ist. Eine i.m. Spritze wirkt i.d.R. zwischen 10-15 Minuten - s.c. 20-30 Minuten bis zur Wirkung.

Und es gibt natürlich auch Wirkstoffe, die einfach nur in den Muskel injiziert werden dürfen weil sie nur dort wirken (blöder vergleich aber ein Zäpfchen wirkt auch nur im Popo und nicht im Mund) oder im Unterhautfettgewebe Schäden anrichten können.

Du mußt dir vor Augen führen, dass die Nadel für i.m. Spritzen länger und dicker ist als die für s.c. Spritzen und es evtl. auch sehr weh tun kann wenn man das nicht korrekt macht - von den Komplikationen mal abgesehen die auftreten können

c.schnuffelblau
10.03.06, 19:59
Hallo ibeji,
Der Arzt (Dr. Hertoghe) hat mir geraten, mir das Gonadotropin (wegen KiWu sowie LH, FSH und Testosteron, die absolut im Keller sind) auf Dauer selbst zu verabreichen (muß 3x pro Woche intramuskulär gespritzt werden), und mir von einer Krankenschwester zeigen zu lassen, wie man das macht und was man dabei beachten muß.

Ich würde das an Deiner Stelle auch selbst spritzen wollen. Wie soll man ins einem Leben reinbekommen 3 mal in der Woche beim Arzt zu sitzen!?

1) WO spritzt man am besten?

Am besten ist wohl für einen selbst die Stelle im Oberschenkel zu nehmen: Hosennaht denken. Den Oberschenkel an der Naht in 3 gleich lange Teile teilen.
Und von dem Außenteil die Mitte nehmen. (Ist mir nicht möglich es besser zu beschrieben. Man muß es m.M nach gezeigt bekommen)

Soll man die Einstichstelle möglichst oft wechseln? (Immerhin ist 3x pro Woche ja schon recht oft!)

Ich würde immer abwechseln was Du erreichen kannst.

2) Wo kriegt man die notwendigen Spritzen her? Apotheke?

Ja.

3) Gibt es wegen Sterilität besonderes zu beachten? (Außer Nadel vorher nicht anfassen, logisch, und die Einstichstelle vorher und hinterher desinfizieren, und Nadeln natürlich auch nur 1x verwenden)

Das muß man sehen! Mal eben so sagen, geht nicht, das ist zu komplex. Zeigen lassen und unter Anleitung selbst machen. Mindestens 2 mal ohne Anleitung nur unter Beobachtung.


4) Wie tief muß man stechen?

Kommt auf Dein Bein an. Ob es schlank ist oder nicht. Kann man so nicht sagen.

5) In welchem Winkel muß man stechen? Senkrecht zur Haut? Oder etwas schräg?

Oberschenkel: gerade.

7) Insbesondere, wie stellt man sicher, daß man keinen Nerv und keine Ader trifft (intravenös wäre nicht so gut...)?

Ne Ader kann man immer treffen. Das ist nicht so schlimm. Du saugst halt an um zu sehen ob eine getroffen ist. Wenn ja, dann nimmst Du die Nadel wieder raus ohne das Medikament reinzudrücken und nimmst an dem Tag dieses Körperteil nicht nochmal zum spritzen.
Ob Du einen Nerv triffst, merkst Du am Schmerz. Auch dann: einfach rausnehmen und Medikament nicht reinspritzen.

9) Wie sticht man am besten?

Ich steche schnell und habe den Ruf es gut zu machen.

Oder lieber sachte und langsamer? Immerhin muß man ja wegen der Fettschicht unter der Haut wahrscheinlich recht tief stechen - so 2-3 cm vielleicht? Oder mehr?

Das ist wirklich vom Ort und der Fettschicht abhängig.

Welches Desinfektionsmittel sollte man verwenden? Tut's ein Wundspray-Desinfektionsmittel?

Ja. Einwirkungszeit beachten und mit sterilem Tupfer nur einmal abwischen. (Nicht wie im Film hin und herrubbeln) Aber all das muß man sehen.
Es muß Dir gut gezeigt und erklärt werden.

LG, Christiane

ElkeSt
10.03.06, 20:09
Hallo ibeji,

hast du in deinem Bekanntenkreis oder in deiner Nachbarschaft denn keine Krankenschwester, die du darum bitten kannst, dir die Spritzen setzen?

Also ich habe das Glück, gleich 2 nette Nachbarinnen zu haben, die das gelernt haben. Hatte dieses auch schon ausnutzen können, weil ich mir nicht mal die Spritze gegen Thrombose selbst spritzen konnte/kann.

Gruß ElkeSt
--------------
Gib jedem Tag die Chance, der Schönste deines Lebens zu sein!

c.schnuffelblau
10.03.06, 20:40
Hier ist ein Link der schon etwas Hilfe gibt
http://www.transfamily.de/htm/medizin/mann/hormone/spritzen.htm

Wenn es eine ölige Lösung ist, dann ist es besonders wichtig, daß das Medikament wirklich nur in den Muskel kommt!
Keinesfalls darf man dann so wie im Film die Luft aus der Spritze lassen; so hocherhoben, und dann läuft die Flüssigkeit an der Kanüle runter und wird so ins Fettgewebe transportiert.
Man läßt die Luft aus der Spritze wenn keine Kanüle drauf ist, setzt dann die Spritze drauf, hält diese dann waagerecht, läßt dann die Luft aus der Kanüle und saugt den Winztropfen der entsteht gerade wieder zurück.
Wenn es eine ölige Lösung ist (weiß ich nicht genau, kenne das Medikament nicht), dann ist es wichtiger alles korrekt zu machen, als sonst. Gerade ölige Lösungen müssen absolut korrekt gespritzt werden.

Ich will Dich nicht erschrecken! Man kann alles lernen!
Aber richtig spritzen lernt man nicht mal eben so, sondern es muß einem gezeigt und erklärt werden. Mehrfach. Einmal reicht eben nicht.
Aber ich würde es auch lernen wollen um so nicht in totale Abhängigkeit zu geraten!
Vielleicht ist es doch besser sich nur eine Stelle zeigen zu lassen (Oberschenkel), weil sonst alles zu kompliziert wird. Würde ich denken.
Viel Erfolg, Christiane

Leonesse
10.03.06, 20:58
@ Christiane, hast du schon mal bei dir selbst i.m. gespritzt?

Für mich ist das echt ein rotes Tuch - was wenn jemand sich wirklich selbst i.m. spritzt und dabei kollabiert? Wenn Nerven getroffen werden können z.B. Lähmungen die Folge sein, was ist wenn die Kanüle abbricht? Kann ja wohl bei den Verrenkungen die man machen müßte um sich selbst zu stechen passieren.

Vor allem wenn ein Medikament 3 mal die Woche injiziert werden muß halte ich das für arg bedenklich dass da was passieren könnte. Ich hab ja schon viel an mir selbst ausprobiert, s.c. Injektionen, Vene punktieren, Faden ziehen aber ich würde NIEMALS i.m. spritzen (und ich hatte in meiner aktiven Zeit auch den Ruf sehr gut spritzen zu können *g*)

Ich weiß ich bin lästig, aber das halte ich eindeutig für ziemlich gefährlich weil ich mehrere Spritzenabszesse gesehen habe. Man lernt das ja nicht ohne Grund so ausführlich und jemand der von Anatomie keine Ahnung hat sollte da echt die Finger von lassen weil man echt großen Schaden am Körper anrichten kann.

Und vor allem wenn ich mir das vorstelle, dass ich mir selbst so eine lange Nadel in den Körper rammen müßte da wird mir echt ganz anders obwohl ich echt sonst nicht zimperlich bin....

c.schnuffelblau
10.03.06, 22:09
Hallo Sonny,
Christiane, hast du schon mal bei dir selbst i.m. gespritzt?

Hilfe nein! Ich kann mich ja kaum picksen um meinen BZ zu messen!! ;-)

Für mich ist das echt ein rotes Tuch - was wenn jemand sich wirklich selbst i.m. spritzt und dabei kollabiert?

Was ist, wenn ihr beim Spritzen ein Ziegelstein auf den Kopf fällt? ;-)
Sie muß es ja nicht im Stehen machen, dann macht es nichts wenn sie umfällt.
Aber ich denke, das merkt man doch vorher und bricht ab. Ansonsten zieht man die Kanüle raus, wenn man wieder wach ist ;-)


Wenn Nerven getroffen werden können z.B. Lähmungen die Folge sein, was ist wenn die Kanüle abbricht? Kann ja wohl bei den Verrenkungen die man machen müßte um sich selbst zu stechen passieren

Na ja, um die Verrenkungen zu vermeiden, würde ich immer nur den Oberschenkel nehmen. Und alles andere kann auch einer Schwester passieren.
Nerven treffen macht ja nichts. Die gehen nicht mit einem Stich kaputt, erst wenn man das Mittel dennoch injiziert, werden die davon zerstört.
Und ob man einen Nerv trifft, merkt man gewiss und kann die Kanüle wieder rausnehmen.(Mal davon abgesehen ist es ja extrem selten einen zu treffen, wenn man den richtigen Ort wählt)
Letztlich, und das ist meine Meinung, würde ich es lieber selbst genau wissen wollen wie es geht, und es mir dann selbst geben. Da weiß ich zumindest, daß es korrekt gemacht wird. (Was ich nicht bei allen Schwestern wissen würde).
Einziger Knackpunkt bei mir persönlich: könnte sein, daß ich nicht zustechen kann.Bei mir. Das wäre natürlich fatal!

Aber: was, wenn ich es nicht lerne?
Dann kann ich mein Leben in Arztpraxen beschließen.
Meine volle Berufstätigkeit könnte ich damit vergessen.
Im Grunde könnte ich mich gleich erschießen.
Und ein Spritzenabzeß (den ich vermutlich nie bekomme weil ich ja aufpasse) ist viel besser als sich erschießen.
So sehe ich das.

Vor allem wenn ein Medikament 3 mal die Woche injiziert werden muß halte ich das für arg bedenklich dass da was passieren könnte. Ich hab ja schon viel an mir selbst ausprobiert, s.c. Injektionen, Vene punktieren, Faden ziehen aber ich würde NIEMALS i.m. spritzen (und ich hatte in meiner aktiven Zeit auch den Ruf sehr gut spritzen zu können *g*)

Warum denn nicht? Gerade bei Dir solltest Du Dir doch sicher sein?

Ich weiß ich bin lästig, aber das halte ich eindeutig für ziemlich gefährlich weil ich mehrere Spritzenabszesse gesehen habe.

Ich spritze seit 25 Jahren ca 2 Spritzen täglich i.m. Mir ist noch nie ein Spritzenabseß untergekommen. Weder von mir, noch von anderen.


Man lernt das ja nicht ohne Grund so ausführlich und jemand der von Anatomie keine Ahnung hat sollte da echt die Finger von lassen weil man echt großen Schaden am Körper anrichten kann.

Die Anatomie ist doch egal, wenn man exakt das tut was einem gezeigt wird.
Und letztlich zeigen Deine Erfahrungen doch, daß es auch Fachkräften passieren kann einen Abzeß zu setzen.
Deshalb sage ich ja: lieber selbst machen als darauf vertrauen, daß andere es gut machen. Wenn man 3 mal wöchentlich eine Spritze bekommt, dann ist es sehr wahrscheinlich, daß man auch unfähige Mitarbeiter erwischt.
Ich sehe nur eine einzige Gefahr: jemand der es nicht wirklich kann, zeigt es ihr.

Und vor allem wenn ich mir das vorstelle, dass ich mir selbst so eine lange Nadel in den Körper rammen müßte da wird mir echt ganz anders obwohl ich echt sonst nicht zimperlich bin....

Irgendwieglaube ich, daß sie das hinbekommen kann. Weil sie es sich vorgenommen hat.
Man muß sich halt immer vor Augen halten was die andere Seite ist: totale Abhängigkeit mit enormer Lebenseinschränkung.

Zusammenfassend meine ich, daß i.m Spritzen schon sorgsam gegeben werden sollten. Andererseits geben sich genügend Leute Spritzen i.v. und nichts passiert.
Ein Ex von mir ist Junkie. Seitdem weiß ich, was man sich alles iv geben kann und überlebt es dennoch! Und das, wo doch iv noch gefährlicher als i.m. Spritzen sind...
Hättest Du gedacht, daß man in Leitungswasser aufgelöste Schlaftabletten iv überlebt? Ich, mit meiner Krankenschwesternseele, hätte das entschieden verneint!

LG, Christiane

ibeji
11.03.06, 08:23
Hallo Sonny, hallo Christiane,

auf jeden Fall ganz herzlichen Dank für Eure fachlichen Meinungen, Infos und Ratschläge!

Ich lerne aus Sonny's Kommentaren immerhin, daß man das ganze nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Aber das habe ich ja auch nicht vor. :)
Immerhin habe ich ja auch (dank dieses Forums hier!) gelernt, mich selbst mit SD-Hormonen zu behandeln, weil kein Arzt fühlen kann wie ich mich damit fühle.

Und Blutzucker habe ich auch gelernt selbst zu bestimmen; habe mir ein Gerät und Lanzetten besorgt, die Anleitung genau gelesen und los ging's. Überhaupt kein Problem. Hilfreich kommt allerdings hinzu, daß ich im Studium (Biologie) im Physiologie-Praktikum solche Sachen schon mal unter Anleitung gemacht hatte - sogar mit diesen größeren Klingen, wo man ganz manuell sticht, ohne das Stechgerät (Stechgerät macht es wirklich easy!). Auch Blutdruck messen z.B. haben wir im Praktikum gelernt, habe ich auch keine Probleme damit, das selbst zu machen.

@Christiane: Ich bin ein "er" und keine "sie"! :)
Bin mit dem mich selber Stechen nicht zimperlich, wenn es sein muß und einem guten Zweck (Besserung meiner Beschwerden) dient, mache ich das ohne mit der Wimper zu zucken...

Ich werde mal schauen ob mir irgendjemand so einen Spritzkurs geben kann, ich habe jetzt zumindest von Euch gelernt daß man das mit ausreichend Zeit angehen und nicht "mal eben so" lernen sollte. Aber das ist kein Problem. Ich nehme auch in Kauf, erstmal ein paar Monate lang vom Arzt abhängig zu sein. Nur wenn ich jahrelang darauf angewiesen wäre, das wäre mir unerträglich! (Und ich sehe nicht daß das ein Ende haben wird, weil ich ein Prolaktinom habe und daher wahrscheinlich eine Hypophysenschwäche, also wohl auf Dauer darauf angewiesen bin - zuallermindest solange KiWu besteht)

Apropos: Meinst Du die Hosennaht AUSSEN am Bein? Weil die meisten Hosen haben sie INNEN - zumindest Anzughosen etc. Nur Jeans haben m.W. außen auch noch eine Naht.

Und nochmals besten Dank für Eure Hilfe!

VlG, ibeji

P.S.: Weitere Meinungen und Infos sind natürlich nach wie vor hochwillkommen!
Ich habe diese Frage übrigens deshalb hier ins Forum gestellt, weil ich weiß daß auch andere auf regelmäßige Spritzen (z.B. Vitamin B12, Eisen) angewiesen sind und daher vielleicht ein größeres Interesse an diesem Thread besteht.
P.P.S.: Es handelt sich um keine ölige Lösung, sondern um eine physiologische Kochsalzlösung (PREGNYL).

c.schnuffelblau
11.03.06, 09:10
Hallo ibeji,

@Christiane: Ich bin ein "er" und keine "sie"! :)

*schluck* Wie peinlich. :-(
Der Name sagte das für mich nicht aus, und weil hier doch eher Frauen sind....
Aber jetzt weiß ich es! :-)

Bin mit dem mich selber Stechen nicht zimperlich, wenn es sein muß und einem guten Zweck (Besserung meiner Beschwerden) dient, mache ich das ohne mit der Wimper zu zucken...

Damit hast Du super Vorraussetzungen.

Ich werde mal schauen ob mir irgendjemand so einen Spritzkurs geben kann, ich habe jetzt zumindest von Euch gelernt daß man das mit ausreichend Zeit angehen und nicht "mal eben so" lernen sollte. Aber das ist kein Problem. Ich nehme auch in Kauf, erstmal ein paar Monate lang vom Arzt abhängig zu sein. Nur wenn ich jahrelang darauf angewiesen wäre, das wäre mir unerträglich!

Ja, das kann ich gut nachvollziehen.

Apropos: Meinst Du die Hosennaht AUSSEN am Bein?

Oben die. Die prakisch über die Kniescheibe läuft.
Du teilst den Oberschenkel praktisch in 3 gleichlange Stücke. Das äußere "Mittelstück" nimmst Du.
Um dort die genaue Stelle zu finden mußt Du den Oberschenkel praktisch einmal in der Hosennaht teilen, und dann noch einmal waagerecht.
Dann hast Du jetzt ein viertel Mittelstück.
Und von diesem Mittelstück nimmst Du die Mitte und zielst gerade runter Richtung Knochen. Es ist nicht schlimm wenn Du den Knochen triffst, außer, daß es wehtun könnte.
Hartherzige Schwestern sagen:"Auf den Knochen kloppen und 1cm zurückziehen, dann ist die Spritze optimal".
Das muß natürlich nicht sein!

Ich habe diese Frage übrigens deshalb hier ins Forum gestellt, weil ich weiß daß auch andere auf regelmäßige Spritzen (z.B. Vitamin B12, Eisen) angewiesen sind und daher vielleicht ein größeres Interesse an diesem Thread besteht.
P.P.S.: Es handelt sich um keine ölige Lösung, sondern um eine physiologische Kochsalzlösung (PREGNYL).[/
Das erleichtert die Sache natürlich ungemein!
Manchmal geht es alleine um die schnellere Resorption. z.B bei Vitamin B12. Das wollen unsere Ärzte immer als i.m. Spritze, aber wir Schwestern finden das immer schwachsinnig, weil man es auch s.c. geben kann. Ob der Körper es nun innerhalb von 12 Stunden aufnimmt, oder aber innerhalb von 24 ist unserer Meinung nach nicht so wichtig, daß es die "gefährlichererere" Injektionsart rechtfertigt.
Ich kenne Dein Medikament nicht. Ich könnte allerdings auf der Arbeit in der roten Liste nachsehen, ob es unbedingt i.m sein muß, oder auch s.c. gehen würde.
LG, Christiane

ibeji
11.03.06, 09:18
Ich kenne Dein Medikament nicht. Ich könnte allerdings auf der Arbeit in der roten Liste nachsehen, ob es unbedingt i.m sein muß, oder auch s.c. gehen würde.
Au ja, bitte, bitte!!
Das wäre eine GROSSE Hilfe!
Der Oberarm tut nämlich ein bisschen weh, vor allem beim Bewegen, wäre schön wenn ich in Zukunft nicht immer mit solchen Schmerzen an allen 4 Gliedmaßen und beiden Pobacken rumlaufen muß!!
DANKE!!!
VlG, ibeji

P.S.: "Er" statt "sie": Braucht Dir doch nicht peinlich zu sein, woher solltest Du es denn wissen? Ist doch eher lustig! :)

c.schnuffelblau
11.03.06, 09:38
Au ja, bitte, bitte!!
Das wäre eine GROSSE Hilfe!

Okay *Medikament notier*
Heute abend gegen 21:00 kann ich es Dir sagen. (Bis dahin haben sicher schon 3 andere einen Link zu irgendeiner roten Liste eingesetzt und ich schaue umsonst nach ;-)

Bis später, Christiane

nicknack
11.03.06, 10:27
Hi Ibeji

ich persönlich würde es nicht selbst machen, genau aus den Gründen die Sonny schon geschrieben hat.

Mir reicht das schon wenn ich Pat. spritzen muss, selbst würde ich mir höchstens Thrombose- oder Zuckerspritzen machen.

Gehe lieber zum Arzt, wenn ich mich nicht verlesen habe, ist er doch nicht so weit weg, und du musst doch deswwegen bestimmt auch nicht lange warten.

Gruß Nicknack :)

Leonesse
11.03.06, 11:02
Also in Rote Liste online habe ich nicht gefunden zu Pregnyl aber mein Sohn hat das gespritzt bekommen wegen seines Hodenhochstandes, das ist HCG und das kann m.E. auch s.c. gespritzt werden - da würd ich mich mal erkundigen denn das würde die Sache sehr vereinfachen.

c.schnuffelblau
11.03.06, 19:47
Okay *Medikament notier*
Heute abend gegen 21:00 kann ich es Dir sagen.

Hm, ich kann das Medikament nicht in der "Rote Liste" finden!?
Unsere ist nun nicht ganz neu...vielleicht gibt es das unter dem Namen noch nicht lange?
Ich würde dann empfehlen sich die Ampulle zeigen zu lassen. Dort steht vorne IMMER drauf, wie man es geben kann.
Was Sonny schreibt läßt ja hoffen, daß es auch s.c möglich ist.
LG, Christiane

ibeji
12.03.06, 05:41
Also auf der Verpackung steht außen drauf:

(Organon)
3 amp. + 3 amp. à 1 ml solvens
Pregnyl(R)
Gonadotrophinum chorionicum
1 amp.: 1500 U.I./I.E.
Voor intramusculaire of subcutane toediening
Pour administration intramusculaire ou sous-cutanée
Zur intramuskulären oder subkutanen Injektion

In het donker bewaren tussen +2 en +15 °C
Conserver à l'abri de la lumière entre +2 et +15 °C
Vor Licht geschützt aufbewahren zwischen +2 und +15 °C

Op medisch voorschrift
Sur prescription médicale
Auf ärztlicher Vorschrift

Buiten het bereik van kinderen bewaren
A tenir hors de portée des enfants
Für Kinder unzugänglich aufbewahren

a) R/Gonadotrophin chorionic. 1500 U.I./I.E. - Mononatr. phosphat. anhydr. - Dinatr. phosphat. anhydr. - Natr. carmellosum - Mannitol.
b) R/Natr. chlorid. 9 mg - Aqua dest. q.s. ad 1 ml

Registr. nr./No d'enreg. 3009 IE 47 F 12
Nationale code Lux./code national Lux./Nationalkode Lux.: 0093206

Das Produkt ist in Belgien und den Niederlanden unter dem Handelsnamen Pregnyl bekannt, vielleicht hat es in Deutschland einen anderen Namen (vielleicht auch einen anderen Hersteller)?

Der Hersteller (Organon Europe BV) hat laut Verpackung seinen Sitz in den Niederlanden und seinen Distributor (Organon België NV) in Belgien.

Soweit ich weiß hat Sonny recht, es handelt sich um hCG (= human chorionic gonadotropin).

Laut http://www.chemindustry.com/chemicals/6246294.html gibt es folgende Synonyme:

11130-48-6, 53321-48-5, 9002-61-3, A.P.L., APL, APL (hormone), Ambinon, Antelobine, Anteparsine, Antophysin, Antuitrin S, Apoidina, CHORIONIC GONADOTROPIN, Choragon, Chorigon, Choriogonadotropin, Choriogonin, Choriongonadotropinum, Chorionic gonadotrophin, Chorionic gonadotropic hormone, Choron 10, Chorulon, Coriantin, EINECS 232-660-2, Endocorion, Ferti-cept, Follutein, Gestasol Dry, Glanduantin-ch, Gonabion, Gonadex, Gonadotraphon lh, Gonadotrofina corionica [INN-Spanish], Gonadotrop(h)in, human chorionic, Gonadotrophine chorionique [INN-French], Gonadotrophinum chorionicum [INN-Latin], Gonadotropin, Gonadotropin, chorionic, Gonadotropin, human chorionic, Gonadotropina corionica [DCIT], Gonadotropinum chorionicum, Gonadyl-chorionic, Gonan, Gravimun, HCG, HSDB 3305, Human chorionic gonadotrop(h)in, Human chorionic gonadotrophin, Human chorionic gonadotropin, Korotrin, Lutormone, Physex, Physostab, Praedyn, Pranturon, Predalon, Pregnancy urine extract, Pregnesin, Pregnyl, Primogonyl, Profasi, Prolan (bayer), Randonos, Riogon, Synaphorin, 9002-61-3, AIDS-072611, AIDS072611, Choriogonadotropin, HCG, Human chorionic gonadotropin

Also demnach gibt es das z.B. von Bayer unter dem Namen "Prolan"?

Auf jeden Fall nochmals vielen Dank für Eure tatkräftige Unterstützung, vor allem für's Nachschlagen!! :)

VlG und noch einen schönen Sonntag! :)
ibeji

ibeji
12.03.06, 05:46
P.S.: Du hast recht, auf den Ampullen selbst steht drauf:

Pregnyl(R)
Gonadotrophinum chorionicum
I.m. of s.c.injectie/Injection i.m. ou s.c./I.m. oder s.c. Injektion
1500 U.I./I.E.
(Organon)
Organon Europe
24420/130

Und seitlich:

Exp.: 05-2008
Lot: 744506
20050523

So, und jetzt wieder ab damit in den Kühlschrank! :)

VlG, ibeji

Leonesse
12.03.06, 10:23
Also auf der Verpackung steht außen drauf:

Voor intramusculaire of subcutane toediening
Pour administration intramusculaire ou sous-cutanée
Zur intramuskulären oder subkutanen Injektion



stand auch schon auf der Verpackung *ggg*

Das ist doch das beste was dir passieren kann, s.c. zu spritzen ist echt null Problem!

@Christiane - ich habs ja auch nicht in der RL gefunden aber bei google (allerdings in der Schweiz) und ich hab nur den Wirkstoff gesehen und wußte was es ist - ich hab allerdings keine Ahnung wie das hier hieß als Nico es gespritzt bekam, muß mal unsere KiA fragen!

ibeji
12.03.06, 13:49
Das ist doch das beste was dir passieren kann, s.c. zu spritzen ist echt null Problem!
Null Problem gespritzt zu werden (logisch, da nicht so tief) oder auch Null Problem, sich selbst s.c. zu spritzen?
VlG, ibeji :)

Der übrigens das Gefühl hat (nach den ersten 3 Tagen Behandlung), daß es mir mit der Therapie von Dr. Hertoghe wieder fast so gut gehen wird wie vor Hashi! Freu! Hoffnungsvoll in die Zukunft schauend und heute darum glücklich seiend :)

Leonesse
12.03.06, 14:17
Null Problem gespritzt zu werden (logisch, da nicht so tief) oder auch Null Problem, sich selbst s.c. zu spritzen?
VlG, ibeji :)


beides :)

Die Risiken der s.c. Injektion sind wesentlich geringer, es tut normalerweise absolut nicht weh und du hast viel mehr Stellen zur Auswahl und mußt dich nicht verrenken.

rita
12.03.06, 17:57
Technik der subkutanen Injektion

Die folgende Anleitung wurde unter Verwendung einer Patienteninformation des Arzneimittelherstellers AMGEN Roche, der das Medikament Neupogen® vertreibt, erstellt. Dieselbe Technik läßt sich selbstverständlich auch für andere Medikamente, die subcutan gespritzt werden, wie z.B. Heparin oder Morphin, anwenden.

Diese Medikamente sind als Fertigspritzen erhältlich oder in Injektionsfläschchen, aus denen die Substanz erst in eine Spritze aufgezogen werden muß. Je nachdem welche Form Sie zur Verfügung haben, unterscheidet sich die Vorbereitung der Injektion ein wenig.

Entsorgung der Spritzen

Werfen Sie nie Spritzen mit ungeschützter Nadel weg. Es besteht Verletzungs- und Infektionsgefahr für andere Personen! Setzen Sie die Schutzhülle wieder auf die Nadel oder besorgen Sie sich in der Apotheke einen stichsicheren Entsorgungsbehälter.

Vorbereitung der Injektion

Wenn das Medikament im Kühlschrank gelagert werden muß, nehmen Sie eine Fertigspritze oder ein Medikamentenfläschchen heraus und lassen Sie sich diese auf Raumtemperatur erwärmen. Kontrollieren Sie das auf der Spritze bzw. dem Fläschchen aufgedruckte Verfallsdatum. Sollte das Verfallsdatum abgelaufen oder das Medikament getrübt oder verfärbt sein, verwenden Sie es nicht und halten Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Bevor Sie mit der Vorbereitung und der Injektion beginnen, waschen Sie bitte Ihre Hände mit einer (Flüssig)-Seife.

Legen Sie sich alle notwendigen Utensilien bereit:

* Die Einmalspritze



* Das Medikamentenfläschchen
* 1 sterile Einmalspritze
* 2 sterile Einmalnadeln: eine längere, dickere zum Aufziehen und eine kürzere, dünnere zum Spritzen.

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* Alkoholtupfer oder Desinfektionsmittel und Wattetupfer.
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Wahl und Vorbereitung der Injektionsstelle


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Als Einstichstellen für die Injektion können Sie die Bauchhaut (ohne Nabel) sowie die Oberschenkel wählen. Es empfiehlt sich, für jede neue Injektion eine andere Einstichstelle zu verwenden. Durch die Injektion können kleine, harmlose Blutergüsse entstehen. Wer also im Sommer in Shorts herumlaufen möchte, spritzt sich in die Bauchhaut unterhalb des Nabels, dort sieht man’s wenigstens nicht.

Betupfen Sie die gewählte Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer (in der Apotheke erhältlich) oder mit einem mit Desinfektionsmittel getränkten Wattebausch. Warten Sie, bis die gereinigte Haut wieder trocken ist.

Vorbereitung der Fertigspritze


1. Entfernen Sie zunächst die orangefarbene Kappe von der Schutzhülle der Injektionsnadel. Ergreifen Sie diese wie in der Abbildung gezeigt und halten Sie dabei die Schweißnut zwischen Kappe und Schutzhülle nach oben. Ziehen Sie die Schutzhülle mit einem kurzen Ruck nach unten (>klick<).
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Dieser Schritt ist nicht bei allen Fertigspritzen erforderlich

rita
12.03.06, 17:59
2. Ergreifen Sie nun die Spritze und ziehen Sie den grauen Schutzgummi ab.
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3. Nehmen Sie die Spritze und die Spritzennadel, wie in der Abbildung gezeigt, in die Hand. Lassen sie die über der Injektionsnadel befindliche durchsichtige Schutzhülle aufgesetzt. Ergreifen Sie die Schutzhülle an ihrem oberen Ende und schieben Sie diese fest in Pfeilrichtung, bis die Injektionsnadel fest aufsitzt. Achtung: Drücken Sie dabei nicht auf den Spritzenkolben!
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4. Halten Sie die orangefarbene Halterung der Injektionsnadel zwischen Daumen und Zeigefinger fest, während Sie die über der Injektionsnadel befindliche Schutzhülle gerade nach vorne abziehen. Achten Sie darauf, daß dabei die Nadel nicht beschädigt wird.
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5. Um in der Spritze befindliche Luft zu entfernen, halten Sie die Spritze mit der Nadel nach oben. Ziehen Sie nun den Spritzenkolben zuerst leicht zurück. Schieben Sie ihn dann vorsichtig nach vorne, bis der erste Tropfen Flüssigkeit austritt. Schütteln Sie den eventuell an der Nadelspitze verbleibenden Tropfen ab.

rita
12.03.06, 18:02
1. Entfernen Sie den Deckel des Injektionsfläschchens.
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2. Reinigen Sie den Gummistopfen mit einem Alkoholtupfer oder mit Desinfektionsmittel. Nehmen Sie die Spritze aus ihrer geschlossenen Verpackung. Sollte die sterile Schutzhülle bereits offen sein, werfen Sie diese Spritze weg. Entnehmen Sie eine lange, dicke Nadel aus der Verpackung und setzen Sie sie auf die Spritze, ohne die Schutzhülle zu entfernen. Achten Sie auch hier darauf, daß die Verpackung vor der Entnahme geschlossen ist und berühren sie die Nadel beim Öffnen der Verpackung nicht mit den Fingern.
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3. Ziehen Sie bei aufgesetzter Schutzhülle so viel Luft in die Spitze, wie es dem Volumen der verordneten Injektionsdosis entspricht. Entfernen Sie die Schutzhülle, stoßen Sie die Nadel gerade durch den Gummistopfen, und pressen Sie die aufgezogene Luft in das Injektionsfläschchen.
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rita
12.03.06, 18:03
4. Stellen Sie das Fläschchen auf den Kopf, während die Nadel im Fläschchen verbleibt. Versichern Sie sich, daß sich die Nadelspitze in der Flüssigkeit befindet. Ziehen Sie den Spritzenkolben langsam zurück, und lassen sie soviel Injektionslösung in die Spritze fließen, wie Ihr Arzt angegeben hat
Achten Sie dabei auf Luftblasen in der Spritze. Um Luftblasen zu entfernen, klopfen Sie vorsichtig gegen die Spritze, so daß die Blasen zur Mündung der Spritze aufsteigen, und drücken Sie dann leicht gegen den Kolben. Falls nötig, wiederholen Sie diesen Vorgang.
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5. Lösen Sie die Spritze von der Nadel (die im Gummistopfen steckt) und setzen Sie eine neue, sterile Nadel auf, mit der Sie die Injektion durchführen wollen. Diese ist kürzer und dünner. Entfernen Sie die Schutzkappe von der Nadel.
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rita
12.03.06, 18:04
Injektion des Arzneimittels
1. Nehmen Sie im Einstichbereich die Haut so zwischen zwei Finger, daß sich eine Hautfalte bildet. Halten Sie die Spritze wie einen Füllhalter und stechen Sie die Nadel in Ihrer ganzen Länge leicht schräg ein.
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2. Lassen Sie nach dem Einstechen der Nadel die Haut los. Ziehen Sie den Kolben der Spritze leicht zurück, um sicherzustellen, daß Sie kein Blutgefäß getroffen haben. In diesem Fall würde etwas Blut in die Injektionslösung einströmen. Injizieren Sie in diesem Fall nicht, sondern ziehen Sie die Spritze um ein oder zwei Millimeter zurück und wiederholen Sie diese Prüfung. Evtl. wählen Sie eine andere Stelle zur Injektion. Setzen Sie dann eine neue Nadel auf. Das Blut in der Injektionslösung schadet nichts, es ist ja Ihr eigenes.
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3. Spritzen Sie das Arzneimittel langsam mit gleichmäßigem Druck auf den Spritzenkolben unter die Haut.
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rita
12.03.06, 18:06
4. Zum Entfernen der Spritze ziehen Sie die Nadel im gleichen Winkel wie beim Einstechen heraus. Drücken Sie danach leicht mit der anderen Hand und dem Alkohol- bzw. Wattetupfer auf die Einstichstelle.
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Vor allem bei Heparin kann es nach der Injektion etwas bluten, Deshalb brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, drücken Sie einfach solange auf die Stelle, bis die Blutung aufhört, damit es keinen blauen Fleck gibt. Wenn Sie ihre Wäsche nicht verschmutzen möchten, können Sie anschließend auch ein Pflaster aufkleben.

ibeji
13.03.06, 08:42
Danke Rita!

Danke auch an Christiane und Sonny!

Werde mir alles ausdrucken und in Ruhe studieren!

Wir (d.h. der Arzt, auf meine Bitte hin) haben heute auf s.c. umgestellt; der linke Arm (wo ich am Freitag i.m. gestochen wurde) tut immer noch weh; am rechten Arm, wo ich heute s.c. gespritzt wurde, spüre ich überhaupt nichts.

Auch meinte er heute er würde mir das selberspritzen (s.c.) zeigen und dann zuerst unter Aufsicht selbst machen lassen, er sähe keine Probleme warum ich das auf Dauer nicht selbst machen könnte. Freu! Also ist er doch nicht ganz so zickig wie ich erst dachte! :)

Allen nochmals vielen Dank für die Unterstützung!

VlG, ibeji

c.schnuffelblau
13.03.06, 10:26
Hallo ibeji,

Wir (d.h. der Arzt, auf meine Bitte hin) haben heute auf s.c. umgestellt;
Na, das sind ja wirklich gute Neuigkeiten!
Damit ist Dir ja Deine Freiheit gewahrt! *mitfreu*
LG, Christiane

ibeji
21.03.06, 06:21
Hallo alle,

seit gestern darf ich nun offiziell selber spritzen! Freu! :)
Hab' es zweimal unter Aufsicht des Arztes gemacht und es läuft alles bestens - sooo schwer ist s.c. ja auch gottseidank nicht!

Vor allem aber auch dank Eurer Hilfe!
Deswegen hier noch einmal an alle ein ganz herzliches Dankeschön!

Die von Euch geposteten Hinweise waren äußerst hilfreich!

Witzigerweise kannte der Arzt die am unteren Ende dieser Seite gezeigte Methode, die Nadeln zu sichern (http://www.transfamily.de/htm/medizin/mann/hormone/spritzen.htm) (= die letzten beiden Abbildungen), noch nicht - so hat selbst er noch etwas von Euch gelernt!! :)

VlG, ibeji

Beate
21.03.06, 07:13
Hallo ibeji!

Ich bin Krankenschwester und kann anderen Leuten intramuskuläre Spritzen verabreichen. Aber bei mir selber würde ich es nie und nimmer machen. Denn die Regeln, wie man die Einstichstelle findet, kann man bei sich selber nicht anwenden, weil man sich dann den Arm verrenken müsste. Ich würde mir selber, wenn es notwendig wäre, nur subkutane Spritzen geben (z.B. Antithrombosespritzen oder Insulinspritzen), weil man die in Bauch oder Oberschenkel bequem selber geben kann. Aber intramuskuläre auf keinen Fall.

Viele Grüße von Beate