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rita
08.09.05, 18:41
http://www2.aerztezeitung.de/datenbank/?narticleid=330874&nproductid=3708&query=%27autoimmunerkrankungen%27&cat=/datenbank

gruß von rita

rita
08.09.05, 18:57
http://www2.aerztezeitung.de/datenbank/?narticleid=330874&nproductid=3708&query=%27autoimmunerkrankungen%27&cat=/datenbank

gruß von rita
Ärzte Zeitung, Ausgabe 207, Seite 16, 15.11.2004
LESERBRIEF
Es ist mittlerweile schwierig, eine jodreduzierte Diät einzuhalten

"Jod schützt vor Struma, aber nicht vor Knoten", heißt es in einem Beitrag in der "Ärzte Zeitung" (168, 2004, 12). Claudia Arnold meint zu diesem Artikel:

Von Claudia Arnold

Es ist bisher nicht allgemeiner Stand der Wissenschaft, daß eine optimale Jodversorgung zwar ein Strumawachstum verhindern kann, Knoten aber weiterhin entstehen können. Auch die Feststellung, daß mit einer Zunahme der Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse bei guter Jodversorgung zu rechnen ist, liest man in dieser Offenheit nicht oft. Derzeit wird mit einer Prävalenz der latenten oder manifesten Hashimoto-Thyreoiditis bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung gerechnet, mit Morbus Basedow bei einem bis drei Prozent der Bevölkerung.

Das Unglück ist nur, daß die Folgen der Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse gravierender sind als bei einer Struma. Sie reichen von Herzschäden und Bluthochdruck über Osteoporose, von erhöhtem Cholesterinspiegel und damit erhöhtem Atherosklerose-Risiko mit allen Folgen, über psychische Störungen, Unfruchtbarkeit, Schädigung des Ungeborenen und Abort, bis hin zu den lebensbedrohlichen Grenzzuständen der Thyreotoxikose und des hypothyreoten Komas.

Die Frage ist noch offen, ob eine verbesserte Jodversorgung tatsächlich zu Einsparungen im Gesundheitsbereich führen wird.

Die in Ihrem Beitrag unter dem Stichwort "Jodversorgung" genannten Zahlen sind jedoch veraltet. Bereits das Jodmonitoring 1996 beschied der deutschen Bevölkerung eine durchschnittliche Jodzufuhr von 119 µg/d. Seitdem hat sich diese Situation rasant verbessert. Die Greifswald-Studie aus 2002 fand eine mittlere Jodidurie von 124 µg/l, regionale Erhebungen aus 1999/2000 Werte zwischen 116 und 200 µg Jodid/l Urin. Der Median der Jodidurie bei sechs- bis zwölfjährigen Kindern lag 1999 bei 147 µg/l, wobei 29 Prozent der Kinder bereits eine mehr als adäquate Jodversorgung (>200 µg/l) aufwiesen. Der Median der Jodidurie bei 18- bis 70jährigen Erwachsenen lag 2003 bei 125 µg/l, mit einer Überversorgung bei 27 Prozent.

Die nun angemessene Jodversorgung findet ihre Erklärung in einer breiten Verwendung von Jod in Lebensmitteln und im Tierfutter. So enthält ein Liter Milch heute durchschnittlich 178 µg Jod (Thüringen 2002) und somit den kompletten Tagesbedarf eines Erwachsenen, Jodsalz findet breite Verwendung in Privathaushalten und der Gemeinschaftsverpflegung, Brot und Wurst sind meist mit Jodsalz hergestellt und auch direkt mit Jod angereicherte Lebensmittel und Getränke mit zum Teil unkontrollierbar hohen Jodgehalten finden auf dem Markt Verbreitung. Die Lebensmittelindustrie setzt zudem in einem immer größeren Sortiment Jodsalz ein. Somit ist es heute schwierig, eine jodreduzierte Diät einzuhalten, wie dies Menschen mit Autoimmunerkrankungen, Knoten und Entzündungen der Schilddrüse zu tun angehalten sind.


Claudia Arnold ist als Ökothrophologin in Düsseldorf tätig.

AndreaW
09.09.05, 10:20
Danke für Deine Mühe, liebe Rita!

Bei uns in der Familie ist Jod mittlerweile ein Diskussionsthema. Meine Familie ist sehr interessiert was das angeht, gerade meine Mutter setzt sich verstärkt mit meiner Erkrankung auseinander.

Da freue ich mich immer, wenn ich etwas Schriftliches habe, etwas "fundiertes" und nicht sagen muss "das habe ich mal so gehört"...

Ich finde auch, dass viel mehr Aufklärung passieren muss in dieser Hinsicht - zumal das was man hier über den Bildungsstand vieler Mediziner hört extrem darauf hinweist, dass eine Menge Hashi-Patienten unerkannt und untherapiert in der Gegend herumlaufen.

Herzliche Grüße
Andrea