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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Cholesterin-Jod-Connections (?)



AnjaF
05.09.05, 15:43
Ein Dr. Regan Golob erklärt hier wie man seine Blutanalysen deuten soll. Da fand ich doch folgendes, was ich euch doch mal zeigen will:

Under the influence of iodine, carbohydrates, amino acids, and other fats are converted to cholesterol. As I see it the more capillary fragility (internal bleeding) from tumor growth, etc. the higher the cholesterol needs to be to assist in repair and the lower the thyroid goes due to the iodine being used for production of cholesterol, so the lower the energy and lower body temperature.
http://www.abcompany.com/docgolob/bloodchemistry.htm

Grob übersetzt:
Unter dem Einfluss von Jod werden Kohlenhydrate, Aminosäuren und Fette in Cholesterin umgewandelt. Je größer die Brüchigkeit der Blutgefäße ist, um so mehr Cholesterin wird gebraucht zum Reparieren. Daher geht die SD "runter" (wahrscheinlich meint er in der Hormonproduktion), wegen dem vermehrten Bedarf an Jod für die Cholesterinproduktion; Energie und Körpertemperatur gehen daher auch zurück.
Niedriger T4 soll hohes Cholesterin anzeigen und anderherum (steht weiter unten auf der Seite).

Dass Jod so eng mit Cholesterin zusammenhängt, hätte ich nicht vermutet.
Allerdings, was macht die Gefäße durchlässig? Hoher Blutdruck. Daher dann hoher Cholesterinspiegel.

Ich habe einen extrem niedrigen Cholesterinwert und auch niedrigen Blutdruck.
Das würde dann einiges erklären, inwieweit der Doc oben recht hat....keine Ahnung. (bissl Werbung für seine Tests macht er nebenbei auch noch)

Was denkt ihr?

LG
Anja

Rikki
05.09.05, 20:23
Hallo Anja,


Ich habe einen extrem niedrigen Cholesterinwert und auch niedrigen Blutdruck.Und ich habe einen extrem hohen Cholesterin ( meine Mutter auch ) von über 300 und RR von 110: 60. Bisher hat die vom Gefühl her 'gute Einstellung' an meinem Cholesterinspiegel nichts verändert.

Beruhigend finde ich dann immer solche Aussagen:
Dietary intake affects blood cholesterol levels by about 5%, dass also die Ernährung nur zu 5% den Cholesterinwert beeinflußt. In der Presse hört sich das ja meist anders an.

Aber hier disqualifiziert er sich für mich:

3) Hyperthyroid situation
Indicator: Low T4
denn ein niedriger T4 Wert zeigt eben KEINE ÜBERfunktion an.

Die Richtigkeit der übrigen Aussagen kann ich leider nicht beurteilen.

LG
Rikki

Mic
05.09.05, 21:25
Ein Dr. Regan Golob erklärt hier wie man seine Blutanalysen deuten soll. Da fand ich doch folgendes, was ich euch doch mal zeigen will:

Under the influence of iodine, carbohydrates, amino acids, and other fats are converted to cholesterol. As I see it the more capillary fragility (internal bleeding) from tumor growth, etc. the higher the cholesterol needs to be to assist in repair and the lower the thyroid goes due to the iodine being used for production of cholesterol, so the lower the energy and lower body temperature.
http://www.abcompany.com/docgolob/bloodchemistry.htm Huch, ich weiß zwar nicht wer dieser Dr. Golob ist, aber das ist haarsträubender Unsinn. Richtig ist, dass Cholesterin im Körper weitestgehend selbst hergestellt wird, und zwar ausgehend von aktivierter Essigsäure (Acetyl-CoA). Acetyl-CoA ist einer der wichtigsten Grundbausteine im Körper und kann sowohl beim Abbau von Fetten, als auch Kohlehydraten und Aminosäuren gebildet werden. Wenn der Körper aus irgendeinem Grund mehr Cholesterin braucht (Cholesterin ist ein sehr wichtiger Stoff und seinerseits Grundlage weiterer wichtiger Stoffe im Körper wie Vitamin D, Kortisol und Sexualhormonen), hilft es also nichts dessen Zufuhr von außen über die Ernährung zu drosseln. Er wird es auch aus Zucker, Eiweiß oder Fett herstellen wenn er es braucht. Dass er dazu aber Jod braucht bzw. sogar verbraucht, so dass der SD weniger zur Verfügung steht und eine UF die Folge ist, hat sich der gute Mann komplett aus den Fingern gesogen. Natürlich wird auch die Cholesterinsynthese wie alle Stoffwechselvorgänge im Körper direkt oder indirekt über die SD und ihre Hormone geregelt. Es ist aber vielmehr so, dass eine UF der SD häufig eine überhöhte Cholesterinsynthese begünstigt. Das hohe Cholesterin ist also Folge der UF und nicht umgekehrt. Iod wird bei der Cholesterinsynthese kein Iota verbraucht. Vielleicht hat er irgendwo nicht so genau hingesehen und den Veilchenduft Ionon mit Iodine (engl. Jod) verwechselt. Ionon (enthält keinerlei Jod, heisst nur so wegen seines Veilchenduftes - Jod heisst so ähnlich wegen seiner Veilchenfarbe) fördert nämlich an einer Stelle die Produktion einer Cholesterinvorstufe.
Beim schnellen Überfliegen der Seite habe ich übrigens noch mehr Hahnebüchenes gefunden und vieles was zumindest sehr fragwürdig ist.

Liebe Grüße,

Mic

AnjaF
05.09.05, 21:34
Danke für die Aufklärung, Mic!

Ich versuch(t)e nebenbei zu ergründen warum ich so Probleme mit Kohlenhydraten habe und warum mein Cholesterinwert durch nix hochzubringen ist.
Ich könnt mir durchaus vorstellen, dass mir das Cholesterin fehlt an einigen Stellen (für Serotonin im Hirn, Sexualhormone und was weiß ich noch alles).
Selbst nach einer Kur mit Lachsölkapseln und viel Ei und Fleisch bewegte der Cholesterinwert sich kein Stück aufwärts sondern nach UNTEN.
Das kann auch nicht normal sein. Ist da die Leber etwas faul oder fehlt wiedermal nen Enzym oder irgendwas.
Meine Ärzte ignorieren das natürlich und beglückwünschen mich immer nur zu meinem C-Wert von 110 bis 126.
Meine Leberwerte sind erhöht, was auch immer das heißen mag, aber leider war aus der Sprechstundenhilfe nicht mehr rauszuquetschen.

LG
Anja