PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinischer Dienst - Widerspruch möglich?



Iris H.
26.07.05, 19:31
Hallo Ihr,
heute kam nun ein Schreiben von meiner Krankenkasse. Der Medizinische Dienst hat festgestellt, dass ich ab 1.8.05 wieder arbeitsfähig bin. Leider war keine Kopie eines Berichtes etc. dabei, lediglich die Mitteilung meiner Krankenkasse. Der Medizinische Dienst teilte mir jedoch mündlich mit, dass sie meine Krankschreibung bis zum 2.August bestätigen und ich ab 3.August wieder arbeitsfähig wäre.
Meine Fragen:
Bekommt man nicht automatisch eine Kopie des Berichtes vom Medizinischen Dienst mitgeschickt und kann man dagegen Widerspruch einlegen und wenn ja, wo?? Bei der Krankenkasse oder beim Medizinischen Dienst????
Mir wurde in diesem Schreiben auch nicht mitgeteilt, dass ich dagegen Widerspruch einlegen kann und mit welchen Fristen. Es war lediglich eine Mitteilung, dass ich ab 1.8.05 wieder arbeitsfähig sei.

Noch was: Besteht für das Wochenende kein Krankengeldanspruch?? Meine Krankenkasse hat bei meinem Krankengeldantrag das Wochenende nicht berücksichtigt.

Danke und viele Grüße
Iris

Kassandra
26.07.05, 19:51
:)

... enthält das Schreiben der KK eine Rechtsmittelbelehrung? Wenn ja, dann kann man für gewöhnlich innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen.
Falls nicht, hast Du ein Jahr Zeit, um in den Widerspruch zu gehen.

Das Krankengeld wird üblicherweise - so kenne ich das von unseren Beschäftigten - pro Tag errechnet u. dann auf 30 Tage/Monat umgerechnet. Das beinhaltet dann natürlich auch das Wochenende.

LG von Kassandra :)

Iris H.
27.07.05, 09:12
Hallo Kassandra,
nein, das Schreiben enthält keine Rechtsmittelbelehrung. Hätte mich hier Gaby nicht darauf aufmerksam gemacht, dass es die Möglichkeit eines Widersspruches gibt, wäre ich nicht darauf gekommen.

Danke für Deine Hinweise.

Viele Grüße
Iris

Gaby
27.07.05, 12:42
hallo Iris,

nachdem ich gerade einen Text mit einigen Links fertig hatte, streikte die Technik ...futsch. Ich fasse mich jetzt kurz :-/

Soweit ich es herausfinden konnte, richtet sich der Widerspruch an die Krankenkasse bzw. ihren Bescheid. Sie ist diejenige, die das letzte Wort in der Sache hat.

In diesem Forum fand ich folgendes:
Widerspruch an KK (http://www.recht.de/index.php3?menue=Foren&go=zeigeArtikel&nid=4&seite=&aid=378400)
Wenn man bei Foren-Suche "Medizinischer Dienst" eingibt, ergibt das etliche Treffer.

Die Begründung wäre entsprechend anzupassen, z.B. fehlende Unterlagen. Evtl. kannst du damit auch den Bericht bei der KK anfordern? (für eine genaue(re) Begründung des Widerspruchs ?)

Hier Sozialrecht MDK (http://www.wernerschell.de/Rechtsalmanach/Sozialrecht/mdk.htm) steht allerdings, der Bericht ginge an die behandelnden Ärzte - wo du auch zuerst mal nachfragen könntest.

>>>Wer erhält die Gutachten des MDK?
Die beauftragende Kranken-/ Pflegekasse erhält grundsätzlich das komplette Gutachten. Die behandelnden Ärzte und Ärztinnen erhalten Ergebnis und Befund des Gutachtens. Die Versicherten werden hierüber informiert und können Widerspruch gegen die Mitteilung an ihren Arzt oder ihre Ärztin einlegen.<<<

Der letzte Satz ist mir allerdings unklar. Ich würde bei einem Widerspruch gegen den Bescheid der Kasse bleiben.

Aber ich brauch jetzt erstmal Pause ;)

Alles Gute

Gaby

Kassandra
27.07.05, 13:15
:)

Hallo Iris,
Dein Ansprechpartner in dieser Angelegenheit ist natürlich die KK und das betrifft dann auch das Widerspruchschreiben, d. h. Adressat für das Widerspruchschreiben ist natürlich die KK.

Aus diesem Grund hatte ich gefragt, ob auf dem Schreiben der KK eine Rechtsmittelbelehrung steht.

Eine Kopie der Begründung kannst Du bei der KK abfordern. Eine fehlende Begründung rechtfertigt keinen Widerspruch.

Wie ich Dir schon im anderen thread zu dem Thema geschrieben habe, sind die Aussichten für einen Widerspruch nicht sonderlich gut. Aber ich würde nicht drauf verzichten. Vielleicht erreichst Du, daß ein anderer Arzt diese Sache begutachtet.

http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze_web/sgb05/sgb05x275.htm

LG von Kassandra :)