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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : nochmal zu Haarausfall



Gabriele
02.11.04, 09:48
Hallo
Wie heißen denn die Zinktabletten von Vanverde?
Wie ich euren Antworten gestern entnommen habe ist es durchaus sinnvoll zusätzlich Selen einzunehmen. Wie heißt dieses Präparat von Vanverde?
LG Gabriele

Barbara J.
02.11.04, 11:12
.... liebe Gabriele, solltest Du tatsächlich noch weitere, vordergründige Untersuchungen, machen lassen. Ich nehme jetzt Mic´s Ratschlag auf, Dir meinen Sermon dazuzugeben.
Das A und O:
Du solltest gut mit SD-Hormonen eingestellt sein. Wie sind Deine aktuellen Werte TSH, fT3 und fT4?
Wie hoch ist das Ferritin?
Auch wichtig ist u.U. die Messung der weiblichen Hormone.
Wichtig wäre hier das Du Deinen Zyklus über 2-3 Monate morgens mittels Temperaturkurve exakt aufschreibt. Nur dann kann der Gyn sehen zu welchem Zeitpunkt genau er ein bestimmtes Hormon per Blutabnahme oder Speicheltest bestimmt.
Bei der Zinkeinnahme ist streng darauf zu achten, das Du Dich nicht in einen Eisenmangel hineinmanövrierst.
LG, Barbara

Eleni
02.11.04, 11:26
...ist in den meisten Fällen eine Störung der Androgene (zuviel männliche Hormone). Auch die Nebennierentätigkeit sollte man untersuchen. Ist ein Hormonstatus gemacht worden? Wenn nicht, dann ist das dringend erforderlich.
Gruss,
Eleni

Denise
02.11.04, 19:29
>Bei der Zinkeinnahme ist streng darauf zu achten, das Du Dich nicht in einen Eisenmangel hineinmanövrierst.
Hallo, ich habe irgendwo gelesen, dass man vor einer Eisensubstitution Zink und Vitamin C nehmen soll.
Versteh ich da was falsch?
Danke LG
Denise_Merker@freenet.de

Mic
03.11.04, 09:05
Hallo Denise,
wenn man Zink in höheren Dosen und über längere Zeit einnimmt, dann wirkt sich das in erster Linie auf die Kupferversorgung aus. Kupfer ist auch zur Eisenaufnahme, Eisenverwertung und Blutbildung nötig (Ferrioxidase I = Ceruloplasmin = Kupferenzym). Auch durch das Zink direkt kann die Eisenaufnahme beeinträchtigt sein. Neben Kupfer und Eisen kann bei hochdosierter und längerfristiger Zinkeinnahme auch Mangan ins Hintertreffen geraten. Umgekehrt wirkt sich ein Zinkmangel allerdings beinahe ebenso negativ auf die Eisenaufnahme und -verwertung aus wie ein Kupfermangel. Denn Zink und das eng mit ihm zusammenhängende Vitamin B6 sind nötig zur Bildung einer Vielzahl von am Eisenstoffwechsel und der Blutbildung beteiligten Enzymen, Transporteiweißen und deren Rezeptoren.
Du schreibst:
<b>Hallo, ich habe irgendwo gelesen, dass man vor einer Eisensubstitution Zink und Vitamin C nehmen soll.</b>
Also Vitamin C bringt eigentlich nur etwas wenn man es <u>direkt</u> zusammen mit dem Eisen einnimmt und auch nur dann wenn das Eisen als dreiwertiges Eisen (Fe-III) vorliegt wie das teilweise beim Eisen in der Nahrung der Fall ist. Denn Vitamin C kann helfen das Eisen in seine zweiwertige Form (Fe-II) zu reduzieren - im Darm wird nur Fe-II aufgenommen. Die üblichen Eisenpräparate enthalten aber alle bereits Fe-II-Verbindungen, zusätzliches Vitamin C bringt dort also nicht viel (kann nur vor Oxidation zu Fe-II schützen) birgt aber zusätzliche Risiken da bei höherer Eisendosis auch die Bildung von Radikalen gefördert werden kann. Ich persönlich würde mit Vitamin C nur die Eisenaufnahme in der Nahrung fördern indem ich Vitamin-C-haltige Nahrungsmittel/Getränke (z.B. Paprika, Orangensaft) mit eisenhaltigen (z.B. Fleisch, Hülsenfrüchte) kombiniere oder mein zusätzliches Vitamin C zusammen mit diesen Mahlzeiten einnehme. Vitamin C vorbereitend auf eine Eisensubstitution zu nehmen bringt dagegen nichts, da es nur lokal im Darm die Aufnahme fördert und nicht lange gespeichert wird. Eine vorbereitende Zinkeinnahme kann helfen die Zinkspeicher zu füllen um einen Zinkmangel während der Eisensubstitution zu vermeiden und bei Vorliegen eines Zinkmangels bereits vor der Eisensubstitution nicht nur dessen Verschlimmerung zu vermeiden sondern auch die bei Zinkmangel gestörte Eisenverwertung zu verbesern.
LG, Mic