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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berufsunfähigkeitsversicherung/Thyreoiditis



Anita
03.08.04, 11:43
Hallo!
vor 4 Jahren ist die Thyreoidits festgestellt worden. Zum einen dadurch, dass ich an Depressionen litt (durch Scheidung/Studium) und ich deswegen über meine Krankenkasse in eine psychosomatischen Reha-Einrichtung (dort dann ein kompletter check-up)ging, um die Ursachen meiner Depression und meines ständigen Unwohlseins auf die Spur zu kommen.
Jetzt befinde mich auf dem Weg der Besserung, Studium ist erfolgreich abgeschlossen, eine gute Stelle gefunden und würde nun gerne eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen.
Nun muss ich wohl meinen Gesundheitszustand offenlegen und dies wird (wahrscheinlich) doch dazu führen, dass ich keine BU-Verischerung bekommen werde.
Hat jemand von Euch damit Erfahrung? Bzw. Tipps wie die beste Vorgehensweise in meinem Fall wäre?
Vielen Dank!
Anita

Antje B
03.08.04, 11:47
Hallo Anita,
bei meinem Versicherungsvertreter (selber Hashi!) war das gar kein Problem. Er meinte das hätten soooo viele. Da kuckt die Versicherung wohl nicht drauf.
Gruß Antje

Eleni
03.08.04, 11:51
Hallo Anita,
mail mir bitte, mit der Angabe was Du studiert bzw. welchen Beruf Du jetzt hast, dann ich Dir genaueres sagen.

Bille
03.08.04, 11:58
Da sträuben sich mir immer die Nackenhaare!
<i>bei meinem Versicherungsvertreter (selber Hashi!) war das gar kein Problem. Er meinte das hätten soooo viele. Da kuckt die Versicherung wohl nicht drauf.</i>
Dass es sowas in Zeiten des aufgeklärten Verbrauchers noch gibt, ist erstaunlich!
1) Sollte man sich <b>niemals</b> auf das Gerede von Versicherungsvertretern verlassen. Wieviel das wert ist, merkt man dann, wenn der Schadenfall eingetreten ist. <b>Der Vertrag - also das Schriftliche - ist ausschlaggebend.</b>
2) Sollte man im eigenen Interesse <b>alles, aber auch wirklich alles</b> angeben. Es kann schlimmstenfalls die Prämie etwas höher ausfallen, aber immer noch besser als wenn man zig Jahre zahlt und die Versicherung dann nicht eintreten muss, weil man etwas verschwiegen hat.
<b>Dazu gibt es Gerichtsurteile</b>, könnte ich bei Bedarf gerne raussuchen.
Jedenfalls keine Chance für den VN (Versicherungsnehmer).
Ich kenne mehrere Beispiele, wo geklagt wurde, weil die Versicherung nach 28 Jahren nicht leisten wollte, diese sich aber darauf beruf, dass der VN nicht die Bronchitis angeben hat. Für den Betroffenen fiel das unter übliche Erkältung d. Jahres, für die Versicherung ist das der Notausgang.
Langer Rede kurzer Sinn. Die Versicherung musste nicht zahlen, die Beiträge waren für die Katz`!
Also, auch wenn die Vertreter vollmundig anderes erzählen, bleibt kritisch. Das Schriftliche zählt. Wenn ihr es testen wollt, dann soll Euch der Vertreter <b>schriftlich</b> bescheinigen, dass Hashi o. anderes kein Hinderungsgrund für eine Erfüllung sind.
In diesem Sinne viele Grüsse von Sybille

Sieglinde
03.08.04, 12:03
Hallo Antje,
das würde sich gut anhören, aber das kann so nicht ganz stimmen, selbst wenn Dein Vertreter Dir das nicht richtig vermittelt hat, kannst Du ihn im Schadensfall dafür nicht haftbar machen.
Sollte es jetzt also dazu kommen, das Du die Versicherung in Anspruch nehmen musst, wegen SD OP oder sonstigem, was ich natürlich nicht hoffen will und irgendwo Hashi oder SD-Erkrankung aufgeführt wird, wird jede Versicherung hellhörig und sieht hier die Möglichkeit nicht leisten zu müssen und im Zweifelsfall wird sie das auch nicht. Du wirst offen dar legen müssen und auch Deine Krankenkasse, seit wann die SD-Erkrankung besteht, tut sie das schon vor Versicherungsabschluss und Du hast es bei der Gesundheitsprüfung nicht angegeben, sind die fein raus und müssen nicht zahlen nur Du nicht.
Versicherung legen keinen Wert auf Transparenz Ihrer Leistungen und schon gar nicht werden chronische Krankheiten, zu denen die SD-Erkrankung ja nun mal gehört, direkt angesprochen in den Geschäftsbedingungen, weil sie sich das Türchen gerne offen lassen.
Ich bin gerade aktuell dabei die Versicherungen abzugleichen und bei allen wird eine Gesundheitsprüfung gefordert, bei der Würtembergischen z. B. kostet die SD zusätzlich nur ca. 6,- €, aber dafür mitversichert, ich würde es nicht darauf ankommen lassen. Wie gesagt Deinen Vertreter kannst nicht belangen.
Wenn jemand an mehr Informationen interessiert ist, gerne einfach mailen, ich schicke Euch dann die ersten Ergebnisse der Versicherungen gerne zu.
LG Sieglinde

Antje B
03.08.04, 12:18
Hallo Sybille,
danke für die Aufklärung. Werde ihn mal auf so eine Bescheinigung ansprechen.
Gruß Antje

Antje B
03.08.04, 12:29
.

Sieglinde
03.08.04, 12:56
>.

Anita
03.08.04, 12:58
Hallo und vielen dank für die zahlreichen antworten...
ich frage mich, inwieweit die Psychotherapie mir da eine strich durch die rechnung machen könnte...
1) klinik
2) ambulante
irgendeine idee?

Anita
03.08.04, 13:14
>
hallo Eleni!
ich bin dipl. Physiologin und dipl-gesundheitswissenschaftlerin ....ich habe in london studiert und so etwas gibt es nicht direkt in deutschland. heisst, physiologe wird man hier , wenn man Medizin studiert hat und einen Master in gesundheitswissenschaften kann mann nur als aufbaustudiengang machen...
meinst du, dass die therapie, die machte/mache , mich in "schwierigkeiten" bringen könnte?
grüsse
anita
Hallo Anita,
>
>mail mir bitte, mit der Angabe was Du studiert bzw. welchen Beruf Du jetzt hast, dann ich Dir genaueres sagen.

Paul
03.08.04, 15:16
Hallo,
bin Typ 1 Diabetiker, und versuche auch gerade eine BU abzuschliessen. Dürfte wohl (wenn auch mit Aufpreis) klappen. Dein Arzt kann dir dazu mehr erzählen. Er bekommt wohl von der Krankenkasse ein Schreiben, in der er deine Gesundheit kurz darstellen muss. Und dann wird bei der Krankenkasse entschieden, ob ein Aufpreis fällig ist, oder nicht. Klingt scheisse, ist scheisse! Aber chronisch Kranke haben ja eh schon genug Kosten, da macht das ja auch nichts mehr aus ;-)

Nikki
03.08.04, 21:10
>Hallo!
>
habe vor wenigen monaten eine BU abgeschlossen (württembergische), für die war es kein problem wg hashi. ist ohne aufpreis gegangen, ohne einschränkung
lg nikki