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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeit und Vorstellungsgespräch



Hanna
23.07.04, 00:54
Hallo wiedermal!
Ohje, ich habe nächste Woche 2 Vorstellungsgespräche...
Nehme erst seit einer Woche 25 Microgramm Thyroxin und bin sicher noch weit von der richtigen Einstellung entfernt. Daraus folgt, dass ich immernoch träge, vergesslich, unkonzentriert, etc. bin. Die besten Voraussetzungen, sich in einem Vorstellungsgespräch selbstbewusst zu präsentieren. :-/
Aber mal ganz davon abgesehen, darf mich der Arbeitgeber nach Krankheiten fragen? Ich glaube, ich habe da mal was gelesen, dass ja, wenn es den Job beeinträchtigt... Wisst ihr das genauer?
Hmpf, es wäre nicht gerade förderlich, wenn ich davon erzählen müsste.
Wissen eure Arbeitgeber eigentlich davon, dass ihr Hashi habt?
Schöne Grüße,
Hanna

Ute
23.07.04, 05:19
Hallo Hanna!
Ja, das habe ich auch mal gelesen und ich habe mir auch Gedanken darüber gemacht.
Ich wusste es bei mir damals noch nicht aber als ich es dann wusste habe ich es ihm mitgeteillt, weil es mir recht schlecht gegangen ist. Entweder sie akzeptieren das oder dann sollen sie mir doch kündigen ist mir was von egal. Ich weiss so sollte man nicht denken aber ich kann nicht anders.
Ich wünsche dir alles Gute bei den Gesprächen und denk nicht zuviel an Hashi. Denk einfach ich muss den Job unbedingt haben, ich bekomme ihn, ich bin selbstbewusst und die beste, einfach auf keinen Fall an die Krankheit denken. Ich weiss das ist schwierig.
Viel Glück
Ute

Monika K.
23.07.04, 06:15
Hallo Hanna,
wenn Du gefragt wirst, ob Du schwerbehindert bist, mußt Du wahrheitsgemäß antworten.
Ansonsten hat Deinen Arbeitgeber Krankheiten nur zu interessieren, wenn Du aufgrund dessen auf Dauer Deine Arbeit nicht erledigen kannst. Die Fälle sind äußerst selten und soviel ich weiß, gibt es da auch schon etliche Bundesarbeitsgerichtsurteile, die die Meßlatte für den Arbeitgeber äußerst hoch legen.
Viel Glück und halte vor allem den Mund über Hashi.
Monika

KarinSt
23.07.04, 08:08
>Hallo Hanna,
ich wünsch dir ganz viel Glück dabei.
Auch ich habe heute mittag ein Vorstellungsgespräch (weiss aber eigentlich noch nicht, ob dich den Job überhaupt will)
Ich werde den Teufel tun meinen Arbeitgeber von Hashi zu unterrichten.
Ich versuche mich "jung, dynamisch, aufstrebend und motiviert" zu geben, wenigstens für diese Stunde. Falls die Atmosphäre angenehm ist, läuft das Gespräch ja auch sehr gut.
Falls nicht lege ich es unter "Übung" ab.
Ich drück dir alle Daumen...........
Liebe Grüße
Karin
Karin >
>

gitti
23.07.04, 08:41
>Hallo Hanna,
ich bin seit acht Jahren in einer Firma und als bei mir Hashi diagnostiziert wurde, habe ich es meinen Leuten gesagt. Sie haben je bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Wenn du es bei deinem Vorstellungsgespräch nicht ansprichst, was wohl besser ist und ich auch nicht tun würde, musst du nur aufpassen,wenn du die Arbeit bekommst. Du solltest dann auch nicht darüber sprechen. Das könnte man dir Übel nehmen. Warte damit lieber einige Monate. Übrigens, es ist den Chefs eigentlich egal wie es einem geht. Sie verlangen immer 100 %.
Gruss Gitti

Annika
23.07.04, 09:21
Hallo,
ich fand das eine SEHR intressante Frage.
hab mir das selbst schon oft überlegt.
Muß man dem Arbeitgeber denn sagen, daß man EO hat?
Ich denke nämlich, daß mich niemand einstellt, wenn er erfährt,
daß ich das habe, weil ich nicht gut sehe, deshalb will ich es eher nicht
sagen. Oder "muß" ich es sagen? Ist das dann ein Kündigungsgrund, wenn man es nicht sagt?
Vielen Dank!
Annika
>

Bettina W
23.07.04, 09:35
Hallo Anika,
also ich würde mal behaupten, dass es nur ein Kündigungsgrund ist, wenn du dadurch in deiner Arbeit beeinträchtigt bist oder sie erst gar nicht machen kannst. Wenn du z.B. kleine Teile sehen müsstest, und du bekommst das gesagt, kannst es hinterher aber nicht wegen EO, könnten sie dich sicherlich kündigen. Wenn man aber jetzt nur im Büro am PC sitzt, kann man sich ja Farbe und Größer der Darstellung am Bildschirm anpassen, so dass man was sieht.
Es kommt also immer drauf an, was man für eine Arbeit hat.
Gruß
Bettina

Monika K.
23.07.04, 10:00
Und selbst bei den kleinen Teilen ist es dem Arbeitgeber zuzumuten, evtl. eine Arbeitsplatzlupe zu besorgen ! Ich schrieb ja, dass die Meßlatte sehr hoch ist.
Niemand ist verpflichtet, bei der Vorstellung zu sagen, dass man krank ist. Die Frage danach kann genauso folgenlos wahrheitswidrig beantwortet werden, wie die Frage nach Schwangerschaft!
Angeben muß man auf jeden Fall eine Schwerbehinderung, wenn man danach gefragt wird ! Hast Du keinen Ausweis (!), dann bist Du nicht Schwerbehindert. Hast Du einen Antrag gestellt, mußt Du das aber schon angeben.
LG
Monika

Hanna
23.07.04, 11:40
Hallo!
Vielen Dank für eure Antworten. :)
Also mein Fazit: Ich werde auf keinen Fall von Hashi erzählen und muss es auch nicht.
Ich werde wenn dann ohnehin erst mitte nächsten Jahren anfangen und bis dahin dürften die Hormone richtig eingestellt sein und ich keinerlei Beschwerden mehr haben, die meine Arbeit beeinträchtigen könnten. Klar gibt es Fälle, bei denen es anders aussieht, aber ich denke da mal positiv. :)
Ich hoffe nur, dass ich nicht direkt nach Krankheiten gefragt werde... ich bin nicht so gut im Lügen. Aber davon abgesehen muss ich es auch schaffen, meine Antriebslosigkeit und Lethargie zu verbergen.
Drückt mir die Daumen, Leute!
Schöne Grüße,
Hanna

Hanna
23.07.04, 12:31
<

Mic
23.07.04, 12:33

Annika
23.07.04, 17:05
Hallo,
danke, Bettina, LEIDER ist es eine Bildschirmarbeit!
Grüße!
Annika