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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anerkennung einer Schwerbehinderung



Waltraud
10.05.04, 14:12
Liebe Leute, ich bin sehr müde, erschöpft, kann mich kaum konzentrieren und in meiner Leistungsfähigkeit bin ich sehr eingeschränkt. Immerhin hab ich seit 5 Wochen die Diagnose Hashimoto, doch hilft mir das in meiner Arbeit wenig, dort krieg ich nur noch mehr Druck. Kann man/frau erfolgreich einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen? Wenn ja, wieviel Prozent werden anerkannt? Wer hat andere/weitere Tipps?
Wer mag, kann mir auch gerne an meine e-mail-adresse schreiben: waltraudschmitt@aol.com
Danke

Jörg
10.05.04, 14:53
Hallo Waltraud,
die Diskussion zum Thema Schwerbehinderung kannst du, da erst vor kurzer Zeit geführt, im Forum ca. 2-3 Seiten zurück liegend, nachlesen.
Wie es dir im Job geht, kann ich nachfühlen. Ich möchte dich aber ermuntern, deine Energie jetzt auf die Behandlung deiner Krankheit zu richten und nicht auf die Anerkennung einer Schwerbehinderung. Da man sich als Hashi oft völlig eingeschränkt in seiner Leistungsfähigkeit fühlt, weiß hier jeder aus eigener Erfahrung. Ich selbst habe im letzten Sommer die Diagnose 1 Tag vor dem Antritt eines neuen Jobs bekommen. Ich darf dir versichern, dass das keine einfache Zeit war. Probezeit, neue Aufgaben, neue Menschen und dabei in der totalen Unterfunktion - nicht unbedingt ein optimaler Start... .
Ich weiß nicht, was du für ein Verhältnis zu deinem Chef / deiner Chefin hast. Mir hat ein offenes Gespräch mit meinen Vorgesetzten geholfen und man hat mir Zeit gegeben, meine Gesundheit in den Griff zu bekommen.
Wenn du dich jetzt auf diese Schwerbehinderten Rolle zurückziehst, dann gewinnst du u. U. einen gewisssen Kündigungsschutz. Aber ich weiß nicht, was es für deine Psyche bedeutet wenn du dir jetzt so schnell nach der Diagnose einen vermeintlich "einfachen" Weg suchst. Es mag Fälle geben, wo auch nach langer Zeit die gesundheitliche Beeinträchtigung so groß ist, dass eine Anerkennung als Schwerbehinderung denkbar ist. Aber wenn du schreibst, dass du erst vor 5 Wochen die Diagnose bekommen hast, dann unternimm jetzt erst etwas um wieder auf die Füße zu kommen: Such dir einen guten Arzt, optimiere über die nächsten Wochen und Monate die Einstellung deiner Hormone und lass dir bei allen Fragen hier helfen. Du bist wahrscheinlich viel weniger schwerbehindert, als du dir im Moment vorstellen kannst. Das ist manchmal ein zähe Sache aber ein bißchen kämpfen solltest du schon - auch wenns schwer fällt. Das geht uns hier allen so!
Alles Gute und viele Grüße
Jörg
>Liebe Leute, ich bin sehr müde, erschöpft, kann mich kaum konzentrieren und in meiner Leistungsfähigkeit bin ich sehr eingeschränkt. Immerhin hab ich seit 5 Wochen die Diagnose Hashimoto, doch hilft mir das in meiner Arbeit wenig, dort krieg ich nur noch mehr Druck. Kann man/frau erfolgreich einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen? Wenn ja, wieviel Prozent werden anerkannt? Wer hat andere/weitere Tipps?
>Wer mag, kann mir auch gerne an meine e-mail-adresse schreiben: waltraudschmitt@aol.com
>Danke

karin_b
10.05.04, 14:58
Hallo Waltraud,
ich denke mit guter Einstellung sollten diese Symptome verschwunden sein. 5 Wochen sind bei Hashi noch keine Zeit! Wenn Du magst, dann stell doch mal Deine Werte hier rein und erzähl mal etwas mehr von Dir...
Liebe Grüße
die Karin

Tina M.
10.05.04, 18:26
Hallo Waltraut!
Ich kann dich auch sehr gut verstehen. Mir ging es lange Zeit auch so. Ich habe ständig den Job gewechselt, weil ich dachte es interessiere mich nicht mehr. Aber es war nicht so. Ich hatte wegen meiner starken UF diese Interessenlosigkeit entwickelt und natürlich alle anderen Symptome auch noch. Aber nimm die Chance jetzt wahr und versuche da raus zu kommen. Ich denke die Bezeichnung Schwerbehinderung ist hier bei uns komplett fehl am Platz. Wir sind vielleicht eingeschränkt aber dennoch können wir gehen, reden etc. was bei schwerbehinderten ja nicht der Fall ist.
Ich ¨wünsch dir bald Gute Besserung!

L.Brakebusch
10.05.04, 21:59
HAllo, aufgrund von Hashimoto eine Schwerbehinderung zu erreichen wird extrem schwer.Wie die anderen würde ich auch dazu raten, jetzt die Hormoneinstellung zu verbessern (werte?). Vorübergehdn ist eien Krankschreibung auch oft sinnvoll.
LG Leveke Brakebusch