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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie läuft die Abrechnung bei Staatsdienern und deren Angehörige?



Michael D‘Angelo
28.01.04, 15:28
Halllo liebe Mit-Hashis!!
Wie läuft das mit der Praxisgebühr und Rezeptgebühr bei unseren 2.Klassenpatienten nebst Angehörige ab???
Bei meiner Tante (Witwe eines Beamten) läuft das so ab:
* Keine Zahlung der Praxisgebühr beim Arzt zuerst!
* 30 % zahlt die Beihilfe, wobei diese schweineteuer ist, für eine Person für 30 % über 340 Euro!!!)
* 70 % zaht der Staat bei irgendeiner Verrechnungsstelle für bayerische Beamte!
=> Was passiert dann mit der Praxisgebühr und der Rezeptgebühr? Wieso hat man als Beamter nur 20 Euro im Jahr zu zahlen und bei wem (Beihilfe oder Staat)?
Was passiert mit den nicht mehr auf Kasse zu verordnenten Medikamenten? Zahlt die nun die Beihilfe oder der Staat nicht?
Was passiert mit den Angehörigen? Die werden ja meistens auch noch irgendwo zusätzlich versichert??? Was passiert hier mit Rezeptgebühr und Beihilfe? Ist man da noch bei einer normalen Krankenkasse (nicht ne so ne spezielle Beamtenkrankenkasse) mitversichert???
Sehr komisch das ganze geregelt!!
Liebe Grüße
Michael D‘Angelo

Birgit H.
28.01.04, 15:41
Hallo Michael,
tja, so ist das wohl nun mal bei uns. Alle sind gleich - aber manche sind eben gleicher.
Gerecht ist jedenfalls was anderes !
Ich habe sowieso den Eindruck die "Gesundheits-Reform" wird letztendlich zur "Krankheits-Förderung" - und dann muss anstatt sinnvoller, günstiger Vorbeugung eben auch öfter teure medizinische Behandlung finanziert werden.
Irgendwo hat irgendwer wohl was bei der Kosten-Nutzen-Rechnung faslch verstanden.
Tschüs, Birgit

Klara
28.01.04, 15:42
Unter gewissen Vorbehalten - ich hab‘s so verstanden :
Bei Einreichung der 1. Arztrechnung im Jahr zieht die Beihilfe 20 Euro von dem zu erstattenden Betrag ab, unabhängig davon, ob in dem Jahr ein zweites Mal ärztliche Versorgung in Anspruch genommen wird oder nicht.
Ähnlich wird bei der Rezeptgebühr verfahren : Auch hier wird die Gebühr vom Erstattungsbetrag der Beihilfe subtrahiert.
LG !

Elke W.
28.01.04, 15:53
>Wie läuft das mit der Praxisgebühr und Rezeptgebühr bei unseren 2.Klassenpatienten nebst Angehörige ab???
>
mein papi war lehrer, verbeamtet.
sein "schutz" zu 100% setzt sich zusammen aus beihilfe plus private krankenversicherung. beides zusammen 100%. ich glaube es war 30%
pkv und 70% beihilfe (ganz frueher konnte man sich mal zu mehr als 100% versichern und an jeder krankheit "verdienen" ;-)
die pkv zahlt fast alles, die beihilfe wird immer "knausriger", d.h.
mein vater jammert immer, dass die einige medikamente gar nicht zahlen
(meine mutter nimmt DHEA, das zahlen sie z.b. nicht, armour thyroid allerdings ohne murren).
die 10 EUR werden dort wohl jetzt auch faellig, indem die beihilfe
bei jeder ersten rechnung im quartal 10EUR pauschal abzieht.
so sagte mein vater letzte woche.
>* Keine Zahlung der Praxisgebühr beim Arzt zuerst!
>* 30 % zahlt die Beihilfe, wobei diese schweineteuer ist, für eine Person für 30 % über 340 Euro!!!)
ich denke das ist die pkv, nicht die beihilfe.
die beihilfe ist vergleichbar mit dem "arbeitgeberanteil" bei angestellten.
und der arbeitgeber ist der staat/land.
>* 70 % zaht der Staat bei irgendeiner Verrechnungsstelle für bayerische Beamte!
>
und das muesste die beihilfestelle sein.
>=> Was passiert dann mit der Praxisgebühr und der Rezeptgebühr?
s.o.
auch 10EUR pro quartal.
>Was passiert mit den nicht mehr auf Kasse zu verordnenten Medikamenten? Zahlt die nun die Beihilfe oder der Staat nicht?
exakt.
man muss selber zahlen und hoffen, dass man es zurueck bekommt.
>
>Was passiert mit den Angehörigen? Die werden ja meistens auch noch irgendwo zusätzlich versichert???
zu den gleichen bedingungen wie der "staatsdiener".
pkv plus beihilfe. es sei denn sie verdienen eigenes geld, dann sind sie fuer sich selbst verantwortlich.
>Was passiert hier mit Rezeptgebühr und Beihilfe?
rezeptgebuehr in dem sinne gibt es nicht.
man hat nur das risiko der kostenerstattung, und das scheint immer groesser zu werden.
die beihilfe scheint sich immer mehr an den gkv zu orientieren.
>Sehr komisch das ganze geregelt!!
da stimm ich dir zu!
ciao,
Elke

Renate R.
28.01.04, 16:09
Hallo Elke,
ich habe gerade gelesen daß Deine Mutter DHEA nimmt und es nicht bezahlt bekommt. Meine Endo verschreibt es mir auf Kassenrezept und ich bin in der Techniker-Krankenkasse.
Lg Renate

Monika J.
28.01.04, 16:16
Hallo,
ich kenne jemanden, der ist privat versichert.
Er bezahlt keine 10,00 Euro Arztgebühr, keine Rezeptgebühr, muß beim Arzt nicht lange warten und wird bevorzugt behandelt und und und ...
Und das alles, weil er über der Einkommensbemessungsgrenze liegt und sowieso schon mehr verdient als das Gros der Bevölkerung.
Wenn man dann hört, daß andere nicht mal den Eigenanteil für das Taxi zur Dialyse bezahlen können ...
Wir leben in einer Klassengesellschaft, und die, die ganz unten sind, verrecken auch hier auf der Straße, nicht nur in Indien.
(vielleicht etwas drastisch, aber ich bin grad in dieser Stimmung).
LG
Monika
>Halllo liebe Mit-Hashis!!
>
>Wie läuft das mit der Praxisgebühr und Rezeptgebühr bei unseren 2.Klassenpatienten nebst Angehörige ab???
>
>Bei meiner Tante (Witwe eines Beamten) läuft das so ab:
>
>* Keine Zahlung der Praxisgebühr beim Arzt zuerst!
>* 30 % zahlt die Beihilfe, wobei diese schweineteuer ist, für eine Person für 30 % über 340 Euro!!!)
>* 70 % zaht der Staat bei irgendeiner Verrechnungsstelle für bayerische Beamte!
>
>=> Was passiert dann mit der Praxisgebühr und der Rezeptgebühr? Wieso hat man als Beamter nur 20 Euro im Jahr zu zahlen und bei wem (Beihilfe oder Staat)?
>
>Was passiert mit den nicht mehr auf Kasse zu verordnenten Medikamenten? Zahlt die nun die Beihilfe oder der Staat nicht?
>
>Was passiert mit den Angehörigen? Die werden ja meistens auch noch irgendwo zusätzlich versichert??? Was passiert hier mit Rezeptgebühr und Beihilfe? Ist man da noch bei einer normalen Krankenkasse (nicht ne so ne spezielle Beamtenkrankenkasse) mitversichert???
>
>Sehr komisch das ganze geregelt!!
>
>Liebe Grüße
>
>Michael D‘Angelo

Michael D‘Angelo
28.01.04, 16:17
Hallo Birgit!
>
>tja, so ist das wohl nun mal bei uns. Alle sind gleich - aber manche sind eben gleicher.
>
>Gerecht ist jedenfalls was anderes !
=> Macht nix! Zahlt halt nur die Hälfte der Praxisgebühr! Die ist ja nicht so schlimm, wenn wir ne auch ne bessere Leistung kriegen würden, den schließlich haben die Ärzte eine Einkommensvorteil, weil sie sofort etwas vom Patienten bekommen und nicht Monate auf die Kassenärztliche Leistungsverrechnung warten müssen!
>Ich habe sowieso den Eindruck die "Gesundheits-Reform" wird letztendlich zur "Krankheits-Förderung" - und dann muss anstatt sinnvoller, günstiger Vorbeugung eben auch öfter teure medizinische Behandlung finanziert werden.
=> Stimmt! Vorbeugung machen die Ärzte nicht, weil sie dazu meistens nix kriegen von der Kasse! Nur wenn man Krank ist und teuer Laborwerte machen muß und teuere Geräte einsetzt, dann kriegen die Ärzte etwas!
>Irgendwo hat irgendwer wohl was bei der Kosten-Nutzen-Rechnung faslch verstanden.
=> Leider haben sich die meisten Politiker vom Solidarprinzip verabschiedet, weil sie es nicht hinbekommen haben, dieses Solidarprinzip richtig zu finanzieren! Leider gibt es immer Leute, die irgendetwas ausnutzen oder es missbrauchen, aber deswegen schafft man doch das Solidarprinzip nicht ab!!
Leider haben die Politiker zu lange die ganze Finanzierung vom Staat und Sozialkassen hauptsächlich auf den Arbeitseinkommen gehabt, die Gewinneinkünfte wurden außen vor gelassen. Jetzt haben die Unternehmer Personal abgebaut oder Personal ist in die private Vorsorgeeinrichtungen gegangen, was politisch gewollt und möglich war, jetzt sind die Kassen leer!
Natürlich hat man jahrzehntelang die Kasse geplündert, was sich jetzt rächt, weil die Einnahme in einer Rezession wegbrechen den Kassen.
Leider haben die Politiker nicht das Rückgrad, noch andre Einkunftsarten zur Finanzierung des Solidarsystems heranzuziehen, weil die Gewinner aus dem alten Systems (also große Unternehmen, aber auch mittelständische Unternehmen mit einer Bilanz, Leute mit hohen Kapitaleinkünften, Leuten mit einem hohen Vermögen, etc) dies nicht wollen und leider zuviel Lobbyisten eine "Reform", die ggf Oskar Lafontaine gemacht hätte, verhindert haben.
So kürzen die Politiker die Leistung der Sozialkasse mit dem Deckmäntelchen, daß zuviel Missbrauch getrieben wurde, aber sie sagen nicht die Wahrheit: Wir haben kein Geld, weil wir keine andere breiter Finanzierung des Solidarsystem gemacht haben (CDU/CSU, FDP und SPD/Grüne) und die Ausgaben durch politischen Entscheidungen erhöht haben!!
Aber was regen wir uns auf!!! Wir können nur eines machen: Werden wir Nicht-Wähler! Viele haben den Bundesrepublik wahrscheinlich auch schon innerlich gekündigt, wenn man sieht, wie Spitzenmanager wie Esser und seine Ex-Kollegen abkassiert haben und dies noch von Bänkern wie Ackermann und Gewerkschafter wie Zwiegel unterstützt wurden.
Diese Beiträge waren bestimmt nicht der Sozialversicherung unterworfen, aber kleine Haushaltshilfen werden sie abverlangt, wenn sie einen Mini-Job haben!!
Liebe Grüße
Michael D‘Angelo

Antje aus Bremen
28.01.04, 16:29
Hallo,
ich kann verstehen, dass jetzt wieder auf dem Beamtensystem rumgehackt wird, aber nicht alle Beamten sind Höchstverdiener.
Allerdings sind die meisten gezwungen, sich privat zu versichern und können das jetzt auch nicht ändern.
Bei der privaten Krankenversicherung gehts nach Eintrittsalter und Geschlecht und die Beiträge werden regelmäßig erhöht und das nicht zu knapp.
Ich arbeite teilzeit und zahle locker mal etwas über 20% meines Einkommens für meine Krankenversicherung.
Dazu kommt noch die Zuzahlung, die mir von der Beihilfe abgezogen wird und bei der ich dank vieler Medikamente auch die 2%-Marke schaffen werde.
Ganz abgesehen von den Kosten, die nicht von Versicherung oder Beihilfe übernommen werden.
Und ob ich das so beneidenswert finde, sei mal dahingestellt.
Liebe Grüße
Antje

IngeR
28.01.04, 17:03
xxxx

Michael D‘Angelo
28.01.04, 17:11
Hallo Birgit!!
Du schriebst:
"Alternativ Vorschlag: gründen wir eine Partei der Pflichtversicherten i.d. gesetzl. KKs - Lust Gesundheitsminister zu werden ?! (fast ernst gemeint...)"
=> Au ja!!! Dann werden ich erst einmal den Pharmalobbysten die Suppe ohne Jodsalz versalzen!! *hahahah*
Oder ne anderer Vorschlag:
PdcK/cA: Partei der chronisch Kranken und chronisch Abgezogten!!!
=> Mic wird Wissenschaftsminister und treibt die KPU-Forschung voran.
=> Heike wird Verteidigungsminsterin, denn ist hat Mum und kann zuschlagen, hahaha!!
=> Leveke wird Gesundheitsministerin und wird die Hashi/MB-Forschung vorantreiben! Sie sorgt dann für die Fortbildung im Bereich der SD und Autoimmunerkrankungen zwangsweise!!!!!
=> Ich werde Finanz- und Wirtschaftsminister und werde erstmal alle Subventionen für Pharma-Großprojekte streichen, damit die Pharmaindustrie weniger für ihr Marketing (z.B für Pharmareferenten, wenigerHawai-Reisen für Ärzte zur Fortbildung, die kann auch in Castrop-Prauksel stattfinden), sondern mehr für eigene Forschung ausgibt!
=> Gildo Horn wird Bundeskanzler, weil der auch immer so einen nichtsagenden Schrott daherlabert wie Schröder oder Kohl!
=> Helga Schneider wird Bundespräsident, denn er kann machen was er will, interessiert keine Sau!!!
=> Unser lieber Minster Koch aus Hessen wird zum Sachbeabeiter für chenisische Aussiedler ernannt, damit er was zum Ablehnen hat!!
Wer soll was noch werden???? Macht doch mal ein paar Vorschläge!!!
hahahaha
Liebe PcK/cA-Grüße
Michael D‘Angelo

Birgit H.
28.01.04, 17:53
>Hallo Michael,>
Dirk und Thomas teilen sich das Verteidigungsministerium. Den verbalen Schlagabtausch haben sie ja schon drauf, oder ?
Tschüs + viel Spaß noch beim Zuammenstellen des Kabinetts,
Birgit

Klaus
28.01.04, 18:22
Hallo, Monika !
Ich kenne jemand der privat versichert ist. Es ist meine betagte Schwiegermutter. Sie zahlt monatlich 740 Euro für sich alleine und hat noch eine jährliche Selbstbeteiligung von 1500 Euro zu leisten. Das macht rechnerisch 865 Euro pro Monat. Ihre Rente ist niedriger und wir haben das Geld zu zahlen.
Privat versichert zu sein ist finanziell nur ein Vorteil für die behandelnden Ärtze.
Gruß Kaus

>Hallo,
>
>ich kenne jemanden, der ist privat versichert.
>Er bezahlt keine 10,00 Euro Arztgebühr, keine Rezeptgebühr, muß beim Arzt nicht lange warten und wird bevorzugt behandelt und und und ...
>
>Und das alles, weil er über der Einkommensbemessungsgrenze liegt und sowieso schon mehr verdient als das Gros der Bevölkerung.
>
>Wenn man dann hört, daß andere nicht mal den Eigenanteil für das Taxi zur Dialyse bezahlen können ...
>
>Wir leben in einer Klassengesellschaft, und die, die ganz unten sind, verrecken auch hier auf der Straße, nicht nur in Indien.
>(vielleicht etwas drastisch, aber ich bin grad in dieser Stimmung).
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>LG
>Monika
>
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>>Halllo liebe Mit-Hashis!!
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>>Wie läuft das mit der Praxisgebühr und Rezeptgebühr bei unseren 2.Klassenpatienten nebst Angehörige ab???
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>>Bei meiner Tante (Witwe eines Beamten) läuft das so ab:
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>>* Keine Zahlung der Praxisgebühr beim Arzt zuerst!
>>* 30 % zahlt die Beihilfe, wobei diese schweineteuer ist, für eine Person für 30 % über 340 Euro!!!)
>>* 70 % zaht der Staat bei irgendeiner Verrechnungsstelle für bayerische Beamte!
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>>=> Was passiert dann mit der Praxisgebühr und der Rezeptgebühr? Wieso hat man als Beamter nur 20 Euro im Jahr zu zahlen und bei wem (Beihilfe oder Staat)?
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>>Was passiert mit den nicht mehr auf Kasse zu verordnenten Medikamenten? Zahlt die nun die Beihilfe oder der Staat nicht?
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>>Was passiert mit den Angehörigen? Die werden ja meistens auch noch irgendwo zusätzlich versichert??? Was passiert hier mit Rezeptgebühr und Beihilfe? Ist man da noch bei einer normalen Krankenkasse (nicht ne so ne spezielle Beamtenkrankenkasse) mitversichert???
>>
>>Sehr komisch das ganze geregelt!!
>>
>>Liebe Grüße
>>
>>Michael D‘Angelo
>

Karin
28.01.04, 18:23
-

KatrinMü
28.01.04, 20:02
Hallo Michael D´Angelo,
also bei Staatsdienern funktioniert das ganze so:
als Beamter ohne Kinder ist man zu 50 % beihilfeberechtigt. Das heißt Vater Staat zahlt 50 % der Arztrechnungen und Rezepte und für die fehlenden 50 % muss man eine private Krankenversicherung abschließen. (bei beihilfeberechtigten Ehepartern oder Kindern kann sich der prozentuale Anteil erhöhen, ich glaube 70 % Beihilfe/ 30 % private Versicherung bei Ehepartnern und bei Kindern 90 % Beihilfe / 10 % private Versicherung, aber nagle mich bitte nicht auf diese Prozentsätze fest). Abhängig von der Anzahl der Kinder kann es somit für Beamte teurer werden als in der gesetzlichen Krankenversicherung, weil hier das Prinzip des Prokopfbeitrages schon gilt.
Soweit ich mich an die heute gelesenen neuen Beihilfe-Vorschriften für Bayern richtig erinnere (das kann von Bundesland zu Bundesland durchaus sehr verschieden sein und für Bundesbeamte gelten auch wieder andere Regelungen), kommen bei Medikamenten hinsichtlich des Beihilfe-Anspruchs die gleichen Vorschriften zur Anwendung wie bei gesetzlich krankenversicherten. Bin ich also zu 50 % beihilfeberechtigt, so wird von der Hälfte der Kosten die Gebühr von max. 10 EUR fällig. Die andere Hälfte kann dann bei der privaten Versicherung geltend gemacht werden und wird je nach Versicherungsvertrag ggf. voll erstattet.
Die Beihilfe behält zudem noch die Praxisgebühr von den eingereichten Arztrechnungen ein. Die Höhe habe ich nicht genau im Kopf, aber ich glaube, dass es jährlich max. 20 EUR sind.
Wenn Du mich fragst, finde ich das System auch ungerecht. Es wäre wahrlich besser, niemand könnte sich der gesetzlichen Krankenversicherung entziehen, dann wären die Leistungen wahrscheinlich für alle besser und die Beiträge niedriger. Dadurch dass man Personen von der gesetzlichen Krankenversicherung ausschließt oder zu den privaten wechseln läßt, verliert das System Beitragszahler, die zum einen relativ hohe und auch konstante Beiträge erbringen.
Was die Beamten betrifft, hat der Staat durchgerechnet, ob die Beihilfe oder eine Versicherung in der gesetzlichen KV günstiger ist, Ergebnis war, dass die gesetzliche KV viel teurer war (wahrscheinlich eine Milchmädchenrechnung, denn wenn viele neue Beitragszahler kämen, die nur geringe Kosten verursachen, wäre es wahrscheinlich für alle günstiger).
Ich hoffe ich konnte ein wenig für Aufklärung sorgen, auch wenn mir die exakten Werte nicht vorliegen.
Gruß,
Katrin

Thomas
29.01.04, 07:42
Ich mach den Propagandaminister ;-)
Nette Idee, aber das wird knapp mit der 5%-Hürde. Ein anderes Problem: wenn wir Aufklärung betreiben, wählt uns erst recht nimand mehr. Dann wissen ja alle, dass unsere lethargischen & depressiven Phasen dazugehören.
Ciao - Thomas

Michael D‘Angelo
29.01.04, 12:36
>Ich mach den Propagandaminister ;-)
>
>Nette Idee, aber das wird knapp mit der 5%-Hürde. Ein anderes Problem: wenn wir Aufklärung betreiben, wählt uns erst recht nimand mehr. Dann wissen ja alle, dass unsere lethargischen & depressiven Phasen dazugehören.
>
>Ciao - Thomas
Tja, wenn uns nur die Hälfte aller chronischer Kranker Menschen und aller medizinsich Abgezogter wählen würden, kämen wir bestimmt übeer 15 bis 20 % der Wählerstimmen!!
Dann würde ich Dich auf alle Fälle als Propagandaminister für gesundheitliche Aufklärung speziell bei der Ärzteschaft nominieren!!!
Gewählt würden wir bestimmt, weil die Leute so sauer wäre auf das ganze gesundheitliche System (keine rechtzeitige Diagnose von chronischen Erkrankung und Verschleppung von chronischen Erkrankungen, weil die Ärzte nicht ausgebildet sind und auch dafür nix gezahlt bekommen).
Bis jetzt hält unser "noch als gut angesehenes" Gesundheitssystem zusammen, aber wenn das so weitergeht mit der 4. Klassen, wird es erheblich Verteilungskämpfe geben und wird auch unsere Gesellschaft spalten, weil die Gesunden es nicht einsehen, chronisch Kranken zu helfen, weil es viel Geld kostet und die chronisch Kranken nicht einsehen, jetzt alles selber zahlen zu müssen, nur weil die Ärzte für Kassenpatienten nur ne drittklassige Ausbildung hatten oder viel zu jung und unerfahren sind.
Liebe Grüße
Euer
Michael D‘Angelo